Das Familientreffen

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Hardcover
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Die Gewinnerin des Booker-Preises 2007!

Der Hegarty-Clan versammelt sich in Dublin, um Liam, das schwarze Schaf der Familie, zu Grabe zu tragen – doch schnell gerät der Anlass zur Nebensache. Nur Veronica wagt es, nach den Umständen zu fragen, die ihren Bruder in den Tod getrieben haben mögen. Ein beeindruckend intensiver Roman über die Frage nach Schuld und Verantwortung, nach der Liebe und ihren Folgen.

Als Kinder haben sie sich stets alle Geheimnisse anvertraut, und auch als Erwachsene sind Veronica und ihr Bruder Liam noch immer aufs Engste miteinander verbunden. Doch dann stürzt Liam sich mit Steinen in den Hosentaschen ins Meer, und Veronica bleibt allein zurück mit der Frage nach dem Warum. Während sie im Dubliner Elternhaus die Beerdigung vorbereitet, überwältigen sie die Erinnerungen an ihre Kindheit, an ihre Großmutter, die aus Vernunftgründen auf die Liebe ihres Lebens verzichtete, an ihre Mutter, die sich nach den vielen Geburten und Fehlgeburten nicht einmal die Namen all ihrer Kinder merken konnte. Und an jenen Tag, an dem ihrem Bruder Liam, gerade neun Jahre alt, etwas angetan wurde, vor dem sie ihn hätte beschützen müssen.

Ein bewegender Roman, dessen sprachliche Finesse und eindrucksvolle Bildlichkeit einen bisher ungekannten Blick auf das verletzliche Wesen der menschlichen Seele zu werfen vermag.

»Ein starkes, unbequemes und zuweilen sogar wütendes Buch… Ein schonungsloser Blick auf eine trauernde Familie in harter, beeindruckender Sprache… Ein sehr lesbarer Roman.«

Aus der Jury-Begründung des Man Booker Prize

Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser
Originaltitel: The Gathering
Originalverlag: Jonathan Cape, London 2007
Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-421-04370-2
Erschienen am  15. September 2008
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Freunde kann man sich aussuchen, Familie nicht

Von: Ulrike Frey

11.05.2018

Veronicas Lieblingsbruder Liam, der das schwarze Schaf der Familie war, ist tot; er hat sich im Meer ertränkt. Sie waren zwei von 12 Kindern, bei jeder Niederkunft verbrachten sie mehrere Wochen bei ihrer Großmutter. Veronika übernimmt die Identifizierung und alle notwendigen behördlichen Gänge, sucht den Sarg aus und sorgt für die Überführung. Sie informiert ihre Mutter (die sich ihren Namen nie gemerkt hat) und ihre Geschwister. Und während all dieser Zeit und der Monate nach der Beerdigung versucht sie zu ergründen, weshalb es so weit kommen musste. Sie erinnert sich den Sommer, als sie acht oder neun war. Sie waren gerne bei den Großeltern, doch es ist ihr erinnerlich, dass es wahrscheinlich dort zu Vorkommnissen kam, aus denen sie folgern kann, weshalb sie und ihre Geschwister nicht so sind wie andere. Nebenbei hat sie auch noch ihre eigene Familie, zwei Kinder und ihren Mann Tom, ich frage mich, ob ihre ehelichen Probleme nicht auch daher rühren. Ein anderer Leser mag das anders beurteilen. Anne Enright hat ein ganz heißes Eisen angefasst und schreibt über eine total verkorkste irische Großfamlie, die wohl alles durchmachen musste. Der Roman beginnt leise, doch im Weiterlesen beginnt man, sich zu fragen, wo das wohl hinführt. Eine ganz große Autorin hat sich hier die Ehre gegeben. Übersetzt hat das Buch Hans-Christian Oeser, es erschien bei PENGUIN VERLAG

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Vita

Anne Enright, 1962 in Dublin geboren, zählt zu den bedeutendsten englischsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart und wurde 2015 zur ersten Laureate for Irish Fiction ernannt. »Das Familientreffen« wurde unter anderem 2007 mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet, ist in gut dreißig Sprachen übersetzt und weltweit ein Bestseller. Für »Anatomie einer Affäre« (2011) erhielt sie die Andrew Carnegie Medal for Excellence in Fiction und für »Rosaleens Fest« (2015) den Irish Novel of the Year Prize.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Tatsächlich könnte Anne Enright für diesen Roman einen Waffenschein brauchen. Als Schriftstellerin ist sie schlicht ein großes Kaliber.«

Die Welt

»Wenn es gelingt, "Das Familientreffen" aus der Hand zu legen, setzen die Gedanken ein. Und die lassen einen so schnell nicht los.«

Rhein-Zeitung (20. Mai 2009)

»Ein intensiver, todtrauriger, harter, komischer, manischer stream of consciousness.«

in münchen (14. Januar 2010)

»Tatsächlich macht nicht die Handlung „Das Familientreffen“ so außergewöhnlich, sondern die drastische, körperliche Sprache.«

Süddeutsche Zeitung

»Lange hallt dieser Roman nach, der vor allem durch Ausdruckspräzision und subtile Psychogramme besticht... Für ihren grandiosen Roman bekam sie den Booker-Preis 2007.«

Welt am Sonntag, Susanne Kunckel (21. September 2008)

»Dank Enrights trocken-feinsinniger Sprache ein originelles und mitreißendes Buch.«

Stern

»Ein zarter, harter, humorvoller Roman über die Hölle der Großfamilie. Gewaltig gut.«

NDR Kultur, Radiosdg. "Neue Bücher"

»Anne Enrights Prosa ist pechschwarz – aber wie sie glitzert!«

The New York Times

»In ihrem ausgezeichneten Roman entwirft Anne Enright das bewegende Bild einer unheilen Welt.«

Rhein-Zeitung (10. Juli 2009)

»Eindrucksvoller Roman.«

Börsenblatt

»Anne Enright hat ein zornmütiges Buch geschrieben, das despotisch gebietet, geliebt zu werden.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Brillant!«

Cosmopolitan

»Der „Booker Prize“ war verdient!«

Die Wienerin

»Trotz seiner Ernsthaftigkeit ist DAS FAMILIENTREFFEN auch ein lustiges Buch… Enrights Humor ist trocken, süffisant, manchmal sogar bösartig – und umso besser die Wirkung.«

The Guardian

»Dass sie dieses höchst schwierige Thema erzählerisch souverän in den Griff bekam und einen aufregenden Roman gestaltet hat, ist jede Ehrung wert.«

Buchmarkt

»Man wünscht dem Buch - auch wenn es unbequem ist - auch in Deutschland viele Leser.«

Hannoversche Allgemeine Zeitung

»"Das Familientreffen" ist die grandiose Beschreibung einer Versehrtenzusammenkunft, die Anne Enright faszinierend qualvoll in Szene gesetzt hat.«

Der Bund

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