Das Gebot zu vergessen und die Unabweisbarkeit des Erinnerns

Vom öffentlichen Umgang mit schlimmer Vergangenheit

Hardcover
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Vom Nutzen und Nachteil des Vergessens

Ein zentraler Glaubenssatz unserer Zeit lautet: Um eine Vergangenheit zu »bewältigen«, muß man die Erinnerung an sie ständig wachhalten. Christian Meier, einer der bedeutendsten deutschen Historiker, stellt diese Geschichtsversessenheit in seinem brillanten Essay in Frage. Er weist nach, daß in früheren Zeiten nicht Erinnern, sondern Vergessen das Heilmittel war, mit einer schlimmen Vergangenheit fertigzuwerden.

Christian Meier ist die Weltgeschichte durchgegangen, um herauszufinden, was die Menschen früher taten, wenn sie nach Kriegen oder Bürgerkriegen Versöhnung suchten. Sein Befund ist ebenso erstaunlich wie einfach: Die Welt setzte seit den alten Griechen auf Vergessen.
Die deutschen Verbrechen der NS-Zeit aber konnten nicht vergessen werden. Die öffentliche Erinnerung an sie war und ist unabweisbar. Und bei allem Ungenügen: Die Auseinandersetzung damit hat sich gelohnt. Gilt also seitdem eine neue Regel? Wie ist etwa mit der Erinnerung an das Unrecht später gestürzter Diktaturen, zumal des SEDRegimes, umzugehen? Wäre vielleicht auch heute Vergessen eher angebracht als Erinnerung?

»Der Althistoriker Christian Meier hat ein kleines, wertvolles Buch geschrieben.«

Die Zeit, 10.06.2010

Hardcover mit Schutzumschlag, 160 Seiten, 12,0 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-88680-949-3
Erschienen am  14. Juni 2010
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Vita

Christian Meier

Christian Meier ist einer der herausragenden Historiker und Intellektuellen Deutschlands. Er hat zahlreiche Werke zur Antike veröffentlicht, darunter die Bestseller „Caesar“ (1982), und „Athen“ (1993). Mit Büchern wie „Das Verschwinden der Gegenwart“ (2001) und „Von Athen bis Auschwitz“ (2002) hat er immer wieder auch aktuelle politische Debatten angestoßen.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein kluges Buch über das Verdrängen von Verbrechen.«

Stuttgarter Zeitung, 25.06.2010

»Ein herausfordernder Denkanstoß.«

Rheinischer Merkur, 01.07.2010

»Das weise kleine Buch nimmt dem Erinnern den Furor und rühmt am Vergessen die Klugheit.«

Süddeutsche Zeitung (28. August 2010)

»Dieses Buch ist vor allem eine Aufforderung zum Weiterdenken.«

Deutschlandradio Kultur (09. August 2010)

»Eine wichtige wie kenntnisreiche Stellungnahme eines liberalen Geistes zu einer lange Zeit viel zu einseitig geführten deutschen Debatte.«

Bayern 2 (14. August 2010)

»Sein weiser, kluger Essay erinnert daran, dass der Umgang einer Gesellschaft mit schlimmer Vergangenheit nie nur ein rechtliches Problem ist.«

berlinonline.de/berliner-zeitung, 01.09.2010

»Das Nachdenkenswerteste, was hierzu in Deutschland geschrieben wurde, stammt aus der Feder des Althistorikers Christian Meier.«

Neues Deutschland, 23.05.2015

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