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Das Königreich der Sprache

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-89667-588-0

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Erschienen: 17.04.2017
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In den vergangenen 150 Jahren wurden von der Entdeckung des Penizillins über die Entschlüsselung der menschlichen DNS bis zum Nachweis des Higgs-Bosons kolossale Fortschritte gemacht. Doch an einer der drängendsten Fragen der Menschheitsgeschichte - Wo liegt der Ursprung der menschlichen Sprache? - scheitert die Wissenschaft bis heute. Das hat, wie Tom Wolfe genüsslich darlegt, führende Forscher von Charles Darwin bis Noam Chomsky jedoch zu keiner Zeit davon abgehalten, grandiose Erfolge zu verkünden, die gar keine waren, Konkurrenten zu diffamieren, anstatt eigene Fehler einzugestehen, und generell des Kaisers neue Kleider in den schillerndsten Farben zu beschreiben.

In Das Königreich der Sprache vertritt Wolfe die These, wonach die Sprache die erste kulturelle Leistung des Menschen und somit nicht mit der Evolutiontheorie oder wissenschaftlicher Systematik zu erklären ist.

Tom Wolfe (Autor)

Tom Wolfe, 1931 in Richmond, Virginia, geboren, arbeitete nach seiner Promotion in Amerikanistik als Reporter u.a. für The Washington Post, Esquire und Harper's. In den 1960er-Jahren gehörte er mit Truman Capote, Norman Mailer und Gay Talese zu den Gründern des "New Journalism". Der vielfach preisgekrönte Schriftsteller (National Book Award u.a.) war mit Büchern wie The Electric Kool-Aid Acid Test (1968) international längst als Sachbuchautor berühmt, ehe er mit Fegefeuer der Eitelkeiten (1987) seinen ersten Roman vorlegte, der auf Anhieb zum Weltbestseller und von Brian de Palma mit Tom Hanks verfilmt wurde. Es folgten mit Hooking Up eine Sammlung von Essays und Erzählprosa (Blessing 2001) und weitere erfolgreiche Romane, darunter Ich bin Charlotte Simmons (Blessing 2005) und zuletzt der SPIEGEL-Bestseller Back to Blood (Blessing 2013). Der Autor lebt in New York.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Yvonne Badal
Originaltitel: The Kingdom of Speech
Originalverlag: Little, Brown

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-89667-588-0

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

NEU
Erschienen: 17.04.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (eBook)

Wie Darwin an der Sprache verzweifelte

Von: C. Widmann Datum: 16.04.2017

nouw.com/cwidmann

Wieder ein Buch, dessen Titel und Klappentext sehr wenig mit dem Inhalt zu tun haben: In "Das Königreich der Sprache" geht es nicht wirklich um Sprache. Auch nicht, wie der Klappentext behauptet, um Sprachforschung und eine neue These darüber, wie der Mensch zur Sprache gekommen sein könnte. Das erste halbe Buch lang geht es um Charles Darwin: Wie er seine Evolutionstheorie, zwanzig Jahre nach der Reise auf der Beagle, auf die Schnelle niederschreiben und veröffentlichen musste, weil ein anderer Wissenschaftler auf die selbe Idee gekommen war und drohte, Darwin zuvorzukommen. Wie die Kritiker der Evolutionstheorie immer wieder dagegen hielten, das große Privileg des Menschen - die Sprache - könne nicht durch Evolution entstanden sein. Und wie Darwin daran verzweifelte, die Sprachentstehung irgendwie in seine Theorie einzubauen.

Zeitsprung. 77 Jahre lag die Frage, wie der Mensch zur Sprache kam, auf Eis. Dann trat Noam Chomsky auf mit seiner Theorie von der Universellen Grammatik, die wir alle im Gehirn sollen einprogrammiert haben und die wir als Kinder nur noch mit Wörtern füllen. Mehrere Kapitel über Chomskys Aufstieg zur Koryphäe der Linguistik und über seinen Kampf gegen den Feldforscher Everett, der behauptet, im brasilianischen Urwald eine Sprache gefunden zu haben, die Chomskys Thesen widerlegt.

Tom Wolfe ist ein guter Geschichtenerzähler. Man kann sein Buch lesen wie einen historischen Roman. Bis man zu den letzten drei Seiten kommt, wo Wolfe seine eigene Theorie der Sprachentstehung nennt. Hier wird es absurd. Gegen jede Erkenntnis der Biologie und der Hirnforschung behauptet er, Sprache sei reine Kultur ohne eine biologische Evolution dahinter. (Und die Sprachzentren im Gehirn, Herr Wolfe? Und unsere Stimmbänder?) Argumente für diese These? Fehlanzeige. Nur drei Seiten wilder Konfabulation.

"Das Königreich der Sprache" von Tom Wolfe erschien 2016 bei Little, Brown and Company, New York, unter dem Titel "The Kingdom of Speech". Übersetzt hat es Yvonne Badal für Blessing. Ich danke für ein Rezensionsexemplar.

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