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Das Leben, natürlich Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87344-2

Erschienen: 02.09.2013
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Das Leben könnte so einfach sein – doch die Menschen sind es nicht

"Ein Lesevergnügen." (FAZ, 30.11.2013)

In einer Kleinstadt in Maine zu leben, mag romantisch klingen, aber die Wirklichkeit sieht meist anders aus. Die Brüder Jim und Bob Burgess sind deswegen so bald wie möglich nach New York gezogen. Als ihre Schwester Susan, die zu Hause geblieben ist, ihre Hilfe braucht, kehren ihre Brüder widerstrebend in die Heimatstadt zurück. Mit ungeahnter Macht holt sie dort jedoch die Vergangenheit wieder ein … Eine aufwühlende Familiengeschichte, vollkommen unsentimental und dabei tief berührend – eine echte Strout eben.

Shirley Falls ist eine typische Kleinstadt in Maine: hohe Arbeitslosigkeit, viele Alte, wenige Junge, wirtschaftlicher Niedergang, in neuester Zeit auch noch Aufnahmeort für muslimische Flüchtlinge aus Somalia. Als einzige der drei Burgess-Geschwister ist Susan hiergeblieben, ihr Mann hat sie schon lang verlassen, der 19-jährige Sohn Zachary wohnt bei ihr in dem eiskalten, ungemütlichen Häuschen. Als der verschlossene, einsame Junge eines Tages einen halb aufgetauten Schweinekopf in die behelfsmäßige Moschee rollen lässt, ist die kleine Gemeinde erschüttert. Ein rassistisches Verbrechen? Auf jeden Fall ein Skandal, mit dem Susan allein nicht fertig wird. Und so bittet sie ihre Brüder Jim und Bob um Hilfe, die als Anwälte in New York arbeiten. Unterschiedlicher könnten diese beiden Brüder nicht sein: Jim, der reiche Karriere-Jurist, lebt mit seiner Frau Helen in einem schönen großen Haus. Bob hingegen war noch nie besonders erfolgreich, ist geschieden, und seine beste Freundin ist immer noch die Exfrau. Nichts zieht die Brüder mehr nach Shirley Falls zurück. Aber natürlich folgen sie dem Hilferuf der Schwester, nicht ahnend, dass ihre Rückkehr nach Maine ihr bisheriges Leben vollkommen umkrempeln wird ...

"Für mich ist die Geschichte der Burgess-Brüder eines der besten Bücher des Jahres 2013. Und hätte einen zweiten Pulitzerpreis allemal verdient."

Christine Westermann / WDR 2 "Bücher" (01.09.2013)

Elizabeth Strout (Autorin)

Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren und wuchs in Kleinstädten in Maine und New Hampshire auf. Nach dem Jurastudium begann sie zu schreiben. Ihr erster Roman „Amy & Isabelle“ (1998) wurde für die Shortlist des Orange Prize und den PEN/Faulkner Award nominiert. „Bleib bei mir“ war ihr zweiter Roman (2006) und wurde hoch gelobt. Für „Mit Blick aufs Meer“ bekam sie 2009 den Pulitzerpreis. Alle ihre Romane, auch „Das Leben, natürlich“, waren Bestseller. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.

"Für mich ist die Geschichte der Burgess-Brüder eines der besten Bücher des Jahres 2013. Und hätte einen zweiten Pulitzerpreis allemal verdient."

Christine Westermann / WDR 2 "Bücher" (01.09.2013)

"Ein schonungsloser Blick auf das aktuelle Amerika und ein großer Familienroman."

Brigitte (25.09.2013)

"So wird dieser Roman zu einem Lesevergnügen."

Thomas Leuchtenmüller / Frankfurter Allgemeine Zeitung (30.11.2013)

"Lebensklug – und wunderbar geschrieben."

Freundin Donna (12.08.2013)

"Pures Lesevergnügen."

InStyle (25.10.2013)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Sabine Roth, Walter Ahlers
Originaltitel: The Burgess Boys
Originalverlag: Random House US

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87344-2

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 02.09.2013

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Das Leben natürlich - Eine Geschichte von Ausgrenzung und Toleranz

Von: Alexandra (The Read Pack) Datum: 28.02.2015

www.readpack.de

„Das Leben, natürlich“ erzählt die Geschichte der Geschwister der Familie Burgess. Die Familie stammt aus Shirley Falls, einer Kleinstadt in Maine. Shirley Falls ist ländlich gelegen und geprägt von einer hohen Arbeitslosigkeit. Die beiden Söhne der Familie sind nach New York „geflohen“, die Eltern längst verstorben, nur die Schwester Susan mit ihrem Sohn Zachary lebt noch in Shirley Falls. Als Zachary eines Tages einen gefrorenen Schweinekopf in die Moschee der somalischen Muslime von Shirley Falls wirft wird dadurch eine Welle losgetreten, die den Ort aber auch das Leben der Familie durcheinanderwirbelt.
„Das Leben, natürlich“ ist ein Buch, bei dem ich ständig Zitate herausschreiben wollte, weil die Sätze so schön und wahr waren, aber es nicht konnte, weil ich unbedingt weiterlesen musste.
Ich war von der einfachen aber doch sehr bewegenden Geschichte völlig fasziniert. Diese Geschehnisse, die so einfach und „undramatisch“ beginnen, und die Auswirkungen, die sich daraus im Laufe des Buches entspinnen, waren einfach mitreißend. Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt, die wie Akte im klassischen Theater wirken: der Konflikt um Zacharys Missetat beginnt noch recht ruhig, die Familie und die Hintergründe werden vorgestellt. Im nächsten Abschnitt spitzt sich das Geschehen zu, Zachary wird angeklagt und die Misere nimmt ihren Lauf, der dann in den letzten beiden Abschnitten erst eskaliert und abschließend „gelöst“ wird.
(Wie sich die Handlung auflöst werde ich natürlich nicht verraten, das wäre ja noch schöner…*hihi).
Das Buch lebt von den kleinen zwischenmenschlichen Problemen und zeigt zusätzlich eine ehrliche, leise Gesellschaftskritik. Besonders bewegend war dabei für mich vor allem die realistische Darstellung des seltsamen Verhaltens beider Gruppen in Shirley Falls nach Zacharys Tat. Beide Bevölkerungsgruppen schienen vor allem durch ihr Misstrauen gesteuert.
Da ist das Misstrauen und die Aggression der Einwohner von Shirley Falls gegenüber den Somali, die afrikanischen Zuwanderer werden wie eine Plage und Prüfung für den Ort betrachtet. Es gibt einem fast das Gefühl, Zacharys Tat würde gebilligt werden. Aber auch die Somali zeigen vor allem Misstrauen und ihre Passivität ist deprimierend, sie wollen sich nicht Eingliedern und Verachten ihre neue „Heimat“. Zacharys Tat scheint für sie nur ein weiterer Beweis, dass dieses Land schlecht und verroht ist.
Es war eine wirklich ungewöhnliche Darstellung und doch wirkte sie ernsthaft und ehrlich. Zwischendurch habe ich mich immer wieder gefragt, wie wohl Zacharys wirkliche Beweggründe lagen, irgendwo zwischen Dummejungenstreich und Hasstat muss die Wahrheit liegen.
Im Buch wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und man merkt allen Protagonisten an, wie sie sich im Verlauf der Handlung entwickeln. Sie zeigen Stärke, lassen Schwächen zu und geben ihrem Leben neue Richtungen.
„Das Leben, natürlich“ besticht vor allem durch seine Menschlichkeit, die bewegende Handlung und die lebendigen Charaktere. Die tolle Sprache habe ich zwar schon kurz erwähnen können, möchte sie aber gar nicht weiter thematisieren, da für mich bei diesem Buch ganz klar die Handlung im Fokus steht. Ich habe das Buch geradezu verschlungen und musste jetzt sofort diese Rezension niederschreiben, um die aufwühlende Handlung zur Ruhe legen zu können.
Ich vergebe 4 von 5 Leseratten, noch besser hätte mir das Buch gefallen können, wenn Zachary, der diesen Stein zum Rollen brachte, auch noch selbst zu Wort gekommen wäre. Seine Sicht hätte die Geschichte abrunden können und einen tollen Kontrast geboten zu den Einschüben des Zuwanderers Abdikarim, der in Zachary trotz aller Differenzen den Menschen sehen konnte.

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