Das Mädchen aus der Severinstraße

Roman

Hardcover
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Ein Roman über eine große Liebe und ein lebendiges Stück deutsche Zeitgeschichte

Als Sabine Schubert nach dem Tod des Großvaters ihrer Großmutter Maria hilft, das Haus aufzuräumen, kommen unter dem großen, schweren Teppich im Wohnzimmer alte Geldscheine zum Vorschein. Im Keller finden die Frauen Gold und begreifen, dass der Großvater vor langer Zeit ein Vermögen versteckt haben muss. Nur warum? Maria beschleicht eine Ahnung und sie gerät völlig außer sich. Sabine wird klar, dass in der Familiengeschichte erschreckende Lücken aufklaffen. Hat der Großvater in der angesehenen Kölner Metallgussfirma wirklich nur Spielzeug hergestellt? Auch die Großmutter scheint aus ihrer Zeit als berühmtes Fotomodell Einiges zu verschweigen. Damals, Ende der 1930er-Jahre, hieß sie Mary Mer und lernte den jüdischen Fotografen Noah kennen, den sie bis zum heutigen Tag nicht vergessen hat ...

»Immer wieder werden die Gegenwart und die Vergangenheit gekonnt in Kontrast gebracht, sodass ein spannendes Familienporträt entsteht.«

Stephan Eppinger/ Westdeutsche Zeitung Online (01. Oktober 2019)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 12,5 x 20,0 cm, 4 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-7645-0685-8
Erschienen am  23. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Köln, Deutschland

Leserstimmen

Eine bewegende Familiengeschichte

Von: Buecherseele79

29.12.2019

Die 17jährige Maria Reimer sitzt nur daheim, ihr Vater möchte nicht dass sie die Schule weiterhin besucht und auch so soll sie sich lieber von der Strasse fernhalten. Es ist das Jahr 1937 und seit der Machtergreifung von Adolf Hitler sind die Strassen und Umstände unruhiger und gefährlicher geworden. Doch Maria hat ihren eigenen Kopf und möchte unbedingt Fotomodel werden, sie fährt ohne Erlaubnis nach Düsseldorf zu seinem Atelier welches junge Damen für die Mode sucht. Dort lernt sie den Fotografen und Juden Noah kennen... Jahrzehnte später entdeckt die Enkelin Sabine bei Maria unter dem Teppich ein Vermögen in alten D-Mark Scheinen, auch Maria entdeckt Goldbarren in der Bar von ihrem verstorbenen Ehemann Heinrich. Seitdem ist Maria zugeknöpft und weigert sich mit Sabine über die Vergangenheit zu reden, über ihre Zeit als Fotomodel, als Star für die Nationalsozialisten. Doch Sabine lässt nicht locker und will die Wahrheit erfahren... In diesem Buch arbeitet die Autorin wahre Ereignisse ihrer Familie ab und dies ist sehr bewegend, erschreckend und eindrücklich geschehen. Ich war von dieser Geschichte, den Wendungen, dem Schrecken und dem Grauen aus dieser Zeit gepackt, geschockt und wurde einfach nur mitgerissen. Der Schreibstil ist packend, wirft einen in die Zeit zurück, in das Köln von 1937. Maria Reimer ist ein Wirbelwind die ihren Weg schon gerne gehen möchte, aber von ihrem Vater regelrecht ausgebremst wird. Auf der einen Seite konnte ich Maria verstehen, die mir sehr eigensinnig aber sympathisch war, auf der anderen Seite aber auch ihren Vater der Geheimnisse vor Maria hatte und diese nie an – oder aussprach um seine Tochter zu schützen. Maria hält vom Nationalsozialismus nicht viel, hält mit ihrer Meinung nicht immer hinter dem Berg und ist auch sonst oft eher unvorsichtig mit dem Umgang von Juden und Mitmenschen, die in den Augen der Nazis, Abschaum sind. Dann die aktuelle Zeit mit der Enkelin Sabine die sich fast die Zähne an Maria ausbeißt. Der hohe Geld und Goldbarren Fund lassen das ein oder andere erahnen aber man kann sich nicht sicher sein was wirklich geschehen ist. Sabine und Maria sind sich, trotz 2 Zeitebenen, sehr ähnlich was ich an Familiengeschichte und Charakter sehr interessant fand. Sie sind mit sich selbst oft überfordert und halten sich zurück, aber wenn es um Mitmenschen geht die Hilfe brauchen, dann stehen sie für diese ein. Auch hat die Familie im Allgemeinen einige Schicksalsschläge erlitten, viele Ansichten und Erziehungen aus der damaligen Zeit spielen unterschwellig noch eine Rolle. Nicht nur Charaktere sind überzeugend sondern auch die Geschichte von Köln zur damaligen Zeit. Man dachte oft dass gerade in Köln der Widerstand tobte, aber durch Zeitgeschichte, Aufzeichnungen und Augenzeugen wird nun ein ganz anderes, sehr erdrückendes Bild von Köln gezeichnet. Die Stadt hat sich damals als Hochburg gesehen, wollte gegen Berlin konkurrieren, die Industrie erhielt Einzug und viel Aufmerksamkeit, aber auch hatte diese Stadt Gefangenenlager in der Stadt selbst, die Leute sind also an diesen „Untermenschen“ vorbeigelaufen, haben sie gesehen, gehört, haben das grausame Schicksal mitbekommen und kaum einer hat gehandelt. Mich hat das Buch sehr bewegt, man ist mit beiden Damen auf den Spuren der Vergangenheit und hinterfragt vieles. Die Situation bei Maria als junge Frau spitzt sich dann sehr zu und es kamen Geschehnisse auf mich zu die mir trotzdem den Boden unter den Füssen weggezogen haben, das Buch musste dann kurz ruhen und ich neu Luft holen. Auf jeden Fall ein Buch was heute noch wichtiger erscheint, wie soviele Bücher mit diesem Thema, ein Buch gegen das Vergessen und ein Buch was geschichtlich einiges zu bieten hat mit zwei starken Protagonistinnen die mich überzeugen konnten und die ich ins Herz geschlossen habe. Ich empfehle dieses Buch dringend weiter!

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ein etwas anderes & spannendes Buch über die NS- Zeit

Von: Novemberträumerin

21.12.2019

„Brandbomben, Sprengbomben fielen nicht mehr nur nachts. (…) Ein Kind sprang in den Rhein, weil seine Kleidung brannte. Paare stürzten sich Hand in Hand von den Brücken (…).“ - S. 440f. Rezension {spoilerfrei} Cover Das Cover passt gut zum Inhalt und trotz der schlichten Haltung, fällt es einem im Laden sofort ins Auge und macht einen neugierig, auch durch das geheimnisvolle und hübsche Mädchen. 4,5 /5 🦋e Inhalt Sabine erfährt etwas aus der Vergangenheit ihrer Oma, dass sie neugierig machen lässt und so geht sie auf die Suche nach neuen, ihr bislang unbekannten Familiengeschichten rund um den 2. Weltkrieg. Ihre Oma Maria hat in der Zeit viel erlebt, aber später kaum was erzählt. Gleichzeitig erfährt man als LeserIn durch Kapitel in der Vergangenheit spielend, von Marias Leben in der NS- Zeit. Immer wieder wird einem deutlich, dass es irgendwelche Geheimnisse rund um Maria geben muss und das macht die Geschichte super spannend. Wann wird Sabine davon erfahren, wann erfahren wir mehr? Auch in Sabines Gegenwart bekommt man viel von ihrem Leben mit, sodass das Buch nicht nur von den 2. Weltkrieg handelt, sondern auch aktuelle (Familien-) Probleme beleuchtet, ebenso wie den Alltag von Sabine, die es neben ihren Nachforschungen auch auf der Arbeit nicht ganz einfach hat. Am Ende hätte ich dazu gerne noch etwas mehr erfahren, doch trotzdem war das Ende zufriedenstellend und so unerwartet! Ein toller Plot, der bis zur letzten Seite spannend bleibt. 5/5 🦋e Schreibstil Das Buch beinhaltet abwechselnd Kapitel aus der Gegenwart aus Sabines Sicht und aus Marias Sicht in der NS- Zeit. Dadurch erhält der/ die Leser/in Einblick in beide Seiten und ist manchmal etwas mehr wissend, als Sabine, doch das tut der Spannung nichts ab. Ab und an sind mir einige Szenen zu langatmig und hätten etwas kürzer ausfallen können, doch im Ganzen lädt der schöne Schreibstil einfach zum Weiterlesen ein. Ein wirklich gelungener Schreibstil, der Emotionen hochkommen lässt. 4,5 /5 🦋e Fazit Ein schöner Roman, basierend auf einer wahren Begebenheit. Das macht das Buch noch ansprechender und für Fans historischer Bücher, speziell Bücher rund um die NS- Zeit und Köln- Fans ist es wirklich zu empfehlen. Auch die Klarstellung, wie viel Wahrheit in dem Buch steckt, und wie viel Fiktion, gefällt mir gut.

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Vita

Annette Wieners wurde in Paderborn geboren und schreibt bereits Geschichten, seit sie einen Stift halten kann. Nach dem Studium der Publizistik, Germanistik und Ethnologie in Münster arbeitete sie als Journalistin bei Fernseh- und Radiosendern in München und Hannover. In den 1990ern zog sie nach Köln, wo sie auch heute lebt, schreibt und im WDR zu hören ist. »Das Mädchen aus der Severinstraße« ist ihr erster Roman bei Blanvalet.

Zur AUTORENSEITE

Events

08. Feb. 2020

Lesung

20:00 Uhr | Iserlohn | Lesungen
Annette Wieners
Das Mädchen aus der Severinstraße

21. Apr. 2020

Lesung

19:30 Uhr | Kerpen | Lesungen
Annette Wieners
Das Mädchen aus der Severinstraße

23. Apr. 2020

Lesung

20:00 Uhr | Siegburg | Lesungen
Annette Wieners
Das Mädchen aus der Severinstraße

Pressestimmen

»Dieser Roman geht unter die Haut.«

OK! (23. Oktober 2019)

»Inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte, hat die Kölner Autorin Annette Wieners einen mitreißenden Roman geschrieben.«

Buch Aktuell - erlesen (02. September 2019)

»Wer eine gut recherchierte Reise in die Vergangenheit antreten möchte, Seite an Seite mit einer lebensecht gezeichneten Heldin, unbedingt zugreifen.«

Kölnische Rundschau (30. Oktober 2019)

»Toller Schmöker über Mut, Politik und Widerstand, der auch die heutige Zeit betrifft.«

GRAZIA (02. Oktober 2019)

»[…]man kann von Glück sagen, dass sie die Geldscheine ihrer Großeltern unterm Teppich fand: Denn herausgekommen ist ein echter Pageturner!«

Bücher Magazin (27. September 2019)

Weitere Bücher der Autorin