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Das Ohr des Kapitäns Roman

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Erschienen: 14.08.2017
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Sklavenhandel, Schmuggelware und ein Kriegsgrund – der neue große historische Roman von Gisbert Haefs

Nach dem Ende des Spanischen Erbfolgekriegs im Jahr 1713 erhalten englische Händler das Monopol für die Belieferung des spanischen Kolonialreichs in Südamerika mit schwarzen Sklaven. Eines Tages weigert sich der »Händler« Jenkins (de facto wohl Schmuggler), sich von der spanischen Küstenwache vor Kuba kontrollieren zu lassen, worauf der spanische Kapitän dem Zeternden kurzerhand das linke Ohr abschneidet. Als Jenkins das Beweisstück in London vorlegt, ist das in der aufgeheizten Stimmung für England Grund genug, mit dem größten Flottenaufgebot seit der Armada zu reagieren. Es kommt zum Kolonialkrieg in der Karibik. Der später berühmte Romanautor Tobias Smollett nimmt als junger Assistenzarzt an Bord eines britischen Linienschiffs an der Unternehmung teil.

Gisbert Haefs (Autor)

Gisbert Haefs, 1950 in Wachtendonk am Niederrhein geboren, lebt und schreibt in Bonn. Als Übersetzer und Herausgeber ist er unter anderem für die neuen Werkausgaben von Ambrose Bierce, Rudyard Kipling und Jorge Luis Borges zuständig. Zu eigenem schriftstellerischen Erfolg gelangte er nicht nur durch seine Kriminalromane, sondern auch durch seine farbenprächtigen historischen Werke »Hannibal«, »Alexander« und »Troja«. Mit »Raja« hat Gisbert Haefs ein grandioses Werk vorgelegt, das einmal mehr seinen Ruf als Meister des historischen Romans bestätigt.

14.12.2017 | Ratingen

Der historische Roman - Gespräch und Lesung mit Gisbert Haefs

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Tel. 02102/24879, info@buchhandlung-ratingen.de

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 2 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-453-26930-9

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

NEU
Erschienen: 14.08.2017

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Ein abgeschnittenes Ohr und seine Konsequenzen

Von: Karin  aus Limbach Datum: 03.09.2017

Bei meinem ersten Buch des Autors Gisbert Haefs hat mich vor allem die Thematik gereizt, wie es von einem abgeschnittenen Ohr zu dem jahrelangen Kolonialkrieg zwischen England und Spanien in der Karibik gekommen ist.

Ich habe mit einer chronologischen Erzählung der damaligen Geschehnisse gerechnet, nachdem der Leser Zeuge wurde, wie es dazu kam, dass dem englischen Kapitän Jenkins ein Ohr durch spanische Küstenschützer abgehauen wurde. Man erlebt noch die ersten Nachbeben dieses Ereignisses mit, um sich dann plötzlich 30 Jahre in der Zukunft wiederzufinden: Der Kolonialkrieg zwischen England und Spanien ist längst beendet, es herrscht ein fragiler Friedensvertrag. Einziges Verbindungsglied zwischen den beiden Zeitebenen ist Rafael Ortiz, der damals auf dem Schiff des spanischen Kapitäns angeheuert hat, der sich für den Verlust des Ohrs verantwortlich zeichnet, und 1770 zusammen mit dem Halbspanier Osvaldo Belmonte ein eigenes Schiff unterhält.

Als Ortiz und Belmonte über Umwege zu einem neuen Mannschaftsmitglied kommen, das ihnen von seinem verstorbenen Vater und dessen verstecktem Schatz in der Karibik erzählt, beschließen die drei, sich auf die Spurensuche zu machen. Dazu müssen sie in ihren Erinnerungen in die Vergangenheit zurückreisen, in die Zeit des Kolonialkriegs, zusammen mit dem berühmten englischen Dichter Tobias Smollett, der damals nicht nur als Schiffsarzt im Krieg dabei war, sondern auch in dem Lazarett war, in dem der vermeintliche Schatz-Eigentümer verstorben ist.

Diese Herangehensweise an die damaligen Geschehnisse hat mich ziemlich überrascht, fand ich dann aber auf den zweiten Blick sehr raffiniert. Auf diese Weise erlebt der Leser die Kriegswirren aus zwei Perspektiven mit, durch Smollett die englische und durch Belmonte die der Spanier. Zudem erlaubt der Rückblick eine Analyse der Gründe für Erfolg und Misserfolg. Belmonte und Smollett machen dabei keinen Hehl daraus, was sie von den Beweggründen der Verantwortlichen damals halten.

Die Beschreibungen der genauen Kriegsschauplatzbewegungen fand ich zwar teilweise etwas trocken, was sicherlich auch daran lag, dass mir ein wenig die bildliche Vorstellung der örtlichen Begebenheiten fehlte. Dabei sind am Anfang des Buches zwei originale Karten abgebildet, die jedoch den Nachteil haben, dass die Beschriftungen sehr klein sind, so dass ich Mühe mit dem Entziffern hatte.

Der Sprachstil des Buches hat mir sehr gut gefallen, er passt zur damaligen Zeit und ist anspruchsvoll, dabei aber oftmals mit einer feinen Nuance von hintergründigem Humor unterlegt.

Als ich das Buch in den Händen hielt, ist mir auch direkt der aufwändig und kunstvoll gestaltete Umschlag positiv aufgefallen.

Mich hat dieses Buch mit seiner unerwarteten Erzählweise jedenfalls neugierig auf weitere Werke des Autors gemacht.

Grosse Seemächte...

Von: Angela Busch Datum: 29.08.2017

https://literaturgarten.blogspot.de

INHALT/Klappentext:

Sklavenhandel, Schmuggelware und ein Kriegsgrund,,,,

Nach dem Ende des Spanischen Erbfolgekriegs im Jahr 1713 erhalten englische Händler das Monopol für die Belieferung des spanischen Kolonialreichs in Südamerika mit schwarzen Sklaven. Eines Tages weigert sich der »Händler« Jenkins (de facto wohl Schmuggler), sich von der spanischen Küstenwache vor Kuba kontrollieren zu lassen, worauf der spanische Kapitän dem Zeternden kurzerhand das linke Ohr abschneidet. Als Jenkins das Beweisstück in London vorlegt, ist das in der aufgeheizten Stimmung für England Grund genug, mit dem größten Flottenaufgebot seit der Armada zu reagieren. Es kommt zum Kolonialkrieg in der Karibik. Der später berühmte Romanautor Tobias Smollett nimmt als junger Assistenzarzt an Bord eines britischen Linienschiffs an der Unternehmung teil.
MEINE MEINUNG: Das schöne Cover mit den tollen Windjammern und mit Teilen einer historischen Landkarte hat mich sofort angesprochen und ich habe ein buntes und spannendes Historiendrama , das sich zwischen den beiden damals führenden Seemächten England und Spanien spielt, erwartet. Meine Erwartungen wurden auch erfüllt , leider aber nicht ganz was die Spannungsbögen und meinen Zugang zu den Charakteren des Buches betraf.
Das geschichtliche Wissen, welches der Autor vermittelt ist ungeheuer gross und umfassend, was normalerweise für einen historischen Roman sonst kaum üblich ist. Und doch hat mir ein wenig die Spannung und der Zugang zu den Protagonisten gefehlt. Da es hauptsächlich gestandene *Seebären* sind, hätte ich mir mehr Temperament und Buntheit in ihren Erzählungen gewünscht, wobei die Atmosphäre auf See und in den Häfen sehr stimmig und interessant vom Autor geschildert wurde. Ich bin mit diesen See-Männern als Romanfiguren einfach nicht warm geworden und wurde nicht wirklich von ihnen beeindruckt.
Ein Glossar wäre sehr hilfreich gewesen, denn viele Begriffe aus der Seefahrt sind mir völlig unbekannt, wie zum Beispiel eine Schebecke .
Die schönen, alten und informativen Karten am Beginn des Buches haben mich aber schnell darüber hinweg getröstet.
Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Zitate vor jedem Kapitel von bekannten Persönlichkeiten wie zum Beispiel von Heinrich Heine, Zitat Seite 322 vor dem Kapitel * Wunder in Cartagena*:

Aber das Leben ist im Grunde so fatal ernsthaft, daß es nicht zu ertragen wäre ohne solche Verbindung des Pathetischen mit dem Komischen.

oder von Harold Temperley (1909) Seite 44 vor dem Kapitel *Downing Street 1738*:

Man kann sagen, Jenkins Ohr symbolisierte die Empfindungen der englischen Öffentlichkeit ganz allgemein , ihren Haß auf die Spanier als grausame Papisten, ihre insulare Verachtung des Ausländers, und so weiter. Die Frage ist, wie ausschlaggebend diese Gefühle für die Kriegserklärung waren...Es war vielleicht der erste englische Krieg , bei dem wirtschaftliche Interessen den absoluten Vorrang hatten.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, aber vor allem mein geschichtliches Wissen über diese Zeit erweitert.
Meine Bewertung : **** Vier Sterne.

Herzlichen Dank an den Heyne Verlag und den Autor für dieses sehr informative Werk.

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