Das Verbrechen

Die wahre Geschichte hinter der spektakulärsten Mordserie Amerikas

(7)
Hardcover
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In den 1920ern hatten nicht die Bewohner von New York oder Paris das höchste Pro-Kopf-Einkommen: die reichsten Menschen der Welt waren die Osage-Indianer im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma. Das karge Land, das ihnen als Reservat zugewiesen worden war, barg gigantische Ölvorkommen, die ihnen ein Leben in ungeahntem Luxus ermöglichten. Doch der Reichtum brachte den Osage kein Glück: Eine mysteriöse Serie von Morden nahm ihren Anfang, der schließlich mehr als 300 Stammesmitglieder zum Opfer fallen sollten – sie wurden vergiftet, erschlagen oder erschossen.

Die Osage-Morde wurden zum ersten großen Fall für das noch junge FBI. Doch Korruption und Geldgier hatten auch hier bereits Einzug gehalten. Erst einer Gruppe von Undercover-Agenten gelingt es schließlich, diese wohl finsterste und spektakulärste Mordserie in der Geschichte der USA aufzuklären.

  • Ausgezeichnet mit dem weltweit wichtigsten Krimipreis Edgar-Award in der Kategorie Best Fact Crime.

»Ein bravouröser Fact-Thriller«

stern crime, April 2017

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Henning Dedekind
Originaltitel: Killers of the Flower Moon
Originalverlag: Simon & Schuster
Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
Mit zahlreichen s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-75726-8
Erschienen am  25. April 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Gut recherchiert, spannend und fesselnd geschrieben!

Von: misshappyreading

29.11.2018

Ein Stück Geschichte von dem die wenigsten wissen, obwohl daraus das allen bekannte FBI hervorgegangen ist. Gut recherchiert, spannend und fesselnd geschrieben. Absolute Empfehlung. *** Wow. Das Wort hängt mir seit der letzten Seite im Kopf. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Besonders weil ich auf keiner der Seiten vergessen konnte, dass das alles wirklich geschehen ist. Ni-U-Kon-Ska - „Kinder oder Volk des mittleren Wassers“ - so nannte sich der Stamm selbst. Ihr Stammesgebiet war gewaltig und erstreckte sich über große Teile von vier heutigen Bundesstaaten: Missouri, Kansas, Oklahoma und Arkansas. Von der amerikanischen Regierung hin und her geschoben, landen die Osage schließlich in einem Reservat. Als dort Erdöl gefunden wird, werden die Schürfrechte dem Stamm zugesprochen (die Pachtgelder wurden pro Kopf verteilt). Dieses sog. Headright war zudem nur vererbbar, NICHT verkäuflich. Das katapultiert die Stammesmitglieder an die Spitze der amerikanischen Top-Verdiener. Edgar J. Hoover Der sechste Direktor des für Korruption und Unprofessionalität bekannte Bureau of Investigation (BOI) sollte ebendieses vor dem sicheren Untergang retten. 1935 wurde aus BOI das heute bekannte FBI - Federal Bureau of Investigation. Hoover verstand die Medien und mutierte Mitte der 30iger zum Popstar gemeinsam mit den von ihm verhafteten Gangstern. Er galt bis zu seinem Tod als einer der mächtigsten Männern der USA. Oklahoma 1921: Die Osage sind stinkreich, in einer Übergangszeit zwischen Wildem Westen und Moderne. Selbstverständlich passt das der weißen oberen Gesellschaft gar nicht. Also lassen sie die Indianer entmündigen, Begründung des Gerichts: „rassische Schwäche“, für „inkompetent“ erklärt und jedem wurde einen Vormund zuzuweisen, der ihnen nur wenige Tausend Dollar jährlich zukommen lassen durfte. Und dann häufen sich die Todesfälle. Teilweise Hinrichtungen (Kopfschuss), Vergiftung oder 'weniger' auffällige Morde. Hoover schickt Tom White, ehemals Texas Rancher, um die Morde aufzuklären. Wer das noch immer nicht spannend genug findet um sich das Buch anzuschauen, hier noch ein Grund sich das Buch schnell zu holen: Laut variety.com arbeiten Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio (beide: Wolf of Wallstreet) gemeinsam mit Drehbuchautor Eric Roth (Forrest Gump) an der Verfilmung. Das Buch hat einige Seite, was erst mal abschrecken könnte (mich zumindest), allerdings kann ich euch versichern, dass jede Seite interessant ist. Zudem ist die Erzählung mit vielen Bildern angereichert, was dem ganzen noch mehr Realität verleiht.

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Spannend und lehrreich

Von: Burgherr

09.12.2017

Der Untertitel "Die wahre Geschichte hinter der spektakulärsten Mordserie Amerikas" machte mich neugierig. Bücher aus dem Bereich "True crime" konnten mich schon häufig fesseln. Der Autor David Grann arbeitet als Redakteur für "The New Yorker". Für darin und in anderen Magazinen erschienene Artikel hat er schon einige Auszeichnungen eingeheimst. Sein Buch-Debüt "The Lost City of Z: A Tale of Deadly Obsession in the Amazon" widmete sich Nachforschungen rund um das Verschwinden des britischen Forschers Percy Fawcett im Amazonas. Der Erfolg des Buchs führte zur schnellen Veröffentlichung einer Sammlung von Essays zu zwölf Kriminalfällen. Sein drittes und aktuelles Buch "Das Verbrechen" basiert ebenfalls auf tatsächlichen Vorgängen. Vor ca. 100 Jahren kamen die amerikanischen Osage-Indianer zu Reichtum, da sie nach vielen Vertreibungen und Umsiedlungen auf Land angesiedelt wurde, welches sich später durch Erdölfunde als wertvoll erwies. Die Einnahmen aus der Förderung bzw. aus Handel mit den Förderrechten bescherte den Stammesbrüdern und -schwestern sprudelnde Einnahmen. Diese wiederum lockten findige Menschen an, die auf vielerlei Weise von diesem Reichtum profitieren wollten und dabei nicht vor Mord, Korruption und anderen Intrigen zurückschreckten. "Das Verbrechen" gliedert sich in drei Teile: Zu Beginn werden recht sachlich die Todesfälle und Vorkommnisse um diese herum geschildert. Der zweite Teil widmet sich den Ermittlungen des FBI. Hier entwickelt sich Spannung, dank der ich das Buch erstaunlich schnell las. Die Mordserie an den Osage-Indianern war einer der Auslöser für die Neuausrichtung bzw. Gründung des FBI in seiner heutigen Form durch J. Edgar Hoover. Besonders die Schilderungen dieser Aspekte sind sehr interessant. Die Hinweise auf die im Vergleich zu den heutigen Methoden primitiven Möglichkeiten der Forensik erinnerten mich an "Anatomie des Verbrechens". Im dritten Teil darf dann Grann sogar von eigenen Nachforschungen und deren Ergebnissen berichten. Die in "Das Verbrechen" geschilderten Vorfälle liegen fast ein Jahrhundert zurück. Entsprechend großen Respekt habe ich vor Granns vermutlich akribischer Arbeit. Einige seiner eigenen Nachforschungen wirken sehr bemüht. Über den Wahrheitsgehalt seiner Schlussfolgerungen kann man sicherlich streiten. Sie zeigen aber, dass dieses komplett niemals ganz aufgelöst werden konnte. Die der Idee des Buchs geschuldeten zahlreichen Quellenverweise störten ein wenig meinen Lesefluss, trotzdem ist "Das Verbrechen" eine spannende Lektüre und man lernt etwas über die Entstehung des FBI.

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Vita

DAVID GRANN, Jahrgang 1967 ist preisgekrönter Journalist und Sachbuchautor. Er arbeitet als Redakteur bei The New Yorker und veröffentlicht Artikel u.a. in The Washington Post, The Atlantic Monthly, The Wall Street Journal.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»sehr lesenswert«

Britta Bode, Berliner Morgenpost (02. Juni 2017)

»grandios recherchiert«

Wieland Freund, DIE WELT (03. Juni 2017)

»Ein schockierend brutaler und brutal schockierender Kriminalfall.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (04. Dezember 2017)