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Das Verbrechen Die wahre Geschichte hinter der spektakulärsten Mordserie Amerikas

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-75726-8

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Erschienen: 25.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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In den 1920ern hatten nicht die Bewohner von New York oder Paris das höchste Pro-Kopf-Einkommen: die reichsten Menschen der Welt waren die Osage-Indianer im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma. Das karge Land, das ihnen als Reservat zugewiesen worden war, barg gigantische Ölvorkommen, die ihnen ein Leben in ungeahntem Luxus ermöglichten. Doch der Reichtum brachte den Osage kein Glück: Eine mysteriöse Serie von Morden nahm ihren Anfang, der schließlich mehr als 300 Stammesmitglieder zum Opfer fallen sollten – sie wurden vergiftet, erschlagen oder erschossen.

Die Osage-Morde wurden zum ersten großen Fall für das noch junge FBI. Doch Korruption und Geldgier hatten auch hier bereits Einzug gehalten. Erst einer Gruppe von Undercover-Agenten gelingt es schließlich, diese wohl finsterste und spektakulärste Mordserie in der Geschichte der USA aufzuklären.

»Ein bravouröser Fact-Thriller«

stern crime, April 2017

David Grann (Autor)

DAVID GRANN, Jahrgang1967 ist preisgekrönter Journalist und Sachbuchautor. Er arbeitet als Redakteur bei The New Yorker und veröffentlicht Artikel u.a. in The Washington Post, The Atlantic Monthly, The Wall Street Journal.

»Ein bravouröser Fact-Thriller«

stern crime, April 2017

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Henning Dedekind
Originaltitel: Killers of the Flower Moon
Originalverlag: Simon & Schuster

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
Mit zahlreichen s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-442-75726-8

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

NEU
Erschienen: 25.04.2017

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Ein schmutziges Kapitel der amerikanischen Historie

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 12.06.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Die Bilder von den Protesten gegen die Verlegung der Ölpipeline durch das Stammesterritorium der Standing Rock Sioux sind noch allgegenwärtig. Heiliger Boden wird entweiht, die Wasserversorgung zerstört, weil die Profitinteressen der Betreiberfirma (an der interessanterweise auch der derzeitige US-Präsident beteiligt ist) an erster Stelle stehen und die Besitzer des Landes ihrer Rechte berauben.

Es ist also ein guter Zeitpunkt, zu dem David Granns True Crime-Story „Das Verbrechen“ erscheint, zeigt es doch, dass sich in den Vereinigten Staaten nichts, aber auch gar nichts, am Umgang mit den Rechten der Native Americans geändert hat, wenn wirtschaftliche Interessen im Spiel sind und man sich die Vorgehensweise der Regierungsorganisationen ansieht. Ein wertloses Stück Land wird zum Reservat erklärt, der Stamm umgesiedelt, aber sobald sich herausstellt, dass Bodenschätze jedweder Art auf dem Gebiet vermutet werden, setzt man alles daran, die Bewohner zu vertreiben.

Ähnliches geschieht um 1920 in Oklahoma im Reservat der Osage-Indianer. Der Stamm sitzt auf einem unvorstellbar großen Ölfeld und kann herrlich und in Freuden von den Erlösen leben, denn aus Mittellosen werden quasi über Nacht Multimillionäre, die in Saus und Braus leben. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch bei Außenstehenden bzw. Nicht-Stammesangehörigen Begehrlichkeiten geweckt werden, die um ihr Ziel zu erreichen, skrupellos vorgehen und nicht vor Mord zurückschrecken. Ein Volk soll/muss ausgelöscht werden, damit man sich die Taschen füllen kann.

In der besten Tradition des amerikanischen Reportagejournalismus, wie wir es beispielsweise von Jon Krakauer kennen, hat sich David Grann diesem Thema genähert und die Osage-Morde in seinem Buch „Das Verbrechen: Die wahre Geschichte hinter der spektakulärsten Mordserie Amerikas“ näher betrachtet. Er teilt die Vorgänge in drei Bereiche ein: im Zentrum des ersten Teils stehen die Osage-Frauen, repräsentiert von Mollie Burkhardt und ihrer Familie, die fast ausnahmslos der Mordserie zum Opfer fallen. Der zweite Teil schildert die Ereignisse aus der Sicht von Tom White als Vertreter des neu gegründeten Federal Bureau of Investigation (FBI) und zeigt, dass diese Institution weit davon entfernt ist, den Osage Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Im Gegenteil, auch die Vertreter des FBI sind vornehmlich bestrebt, sich die Taschen zu füllen. Und im dritten Teil schließlich beschreibt der Autor seine Recherche, die ihn zweifelsfrei zu dem Schluss kommen lässt, dass die Zahl der Opfer unter den Osage um ein Vielfaches größer war als bisher angenommen und bekannt.

Granns Buch ist komplex und fordert zu jedem Zeitpunkt die Aufmerksamkeit des Lesers. Ein spannendes Sachbuch, das einmal mehr ein schmutziges Kapitel der amerikanischen Historie ans Licht bringt. Lesen!

Das fesselndste Sachbuch das ich seit langem gelesen habe!

Von: Meine Lieblingsbücher Datum: 17.05.2017

meinelieblingsbooks.blogspot.co.at/

David Grann schildert in seinem Sachbuch den ersten Falls des Federal Bureau of Investigation, kurz FBI. Dabei handelt es sich um die grausamen, finsteren Osage-Morde die sich im Bundesstaat Oklahoma abspielten. Da es zur damaligen Zeit sehr viel Korruption gab, gelang die Aufklärung des Verbrechens erst, als sich das FBI einschaltet.

Als ich das Buch erhalten habe, war ich zuerst doch ein wenig erschocken, dass es dicker ist als erwartet. Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass David Grann mit seiner Wiedergabe der Ereignisse, die den Osage-Stamm vor vielen Jahren erschütterte, weit ausholt. Ich fürchtete, mich vor seitenfüllenden, unspannenden Details. Umsonst. Denn schon wenige Seiten später, konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen, da ich bereits tief in der amerikanischen Geschichte versunken war.

Man merkt schnell, dass David Grann genau versteht, wovon er schreibt und das hinter jedem Kapitel eine Menge ausgezeichneter Recherchearbeit steckt. Eine Arbeit die sich, wie ich finde, absolut gelohnt hat! Statt es aber wie ein Geschichtebuch klingen zu lassen, wandelt er es in eine spannende Erzählung um, bei der meine Augen an den Seiten klebten. Besonders gefallen hat mir auch die Dreiteilung des Buches. Zuerst berichtet er von den Osage-Frauen, danach verfolgt man die Geschichte aus der Sicht eines FBI-Mannes und den letzten Part zeigt den Autor selbst wie er Jahre später versucht so viele Informationen wie möglich über die Osage-Morde zu sammeln.

Das Buch liest sich stellenweise mehr wie ein spannender Kriminalroman, da man selbst miträtselt wer hinter den Morden stecken könnte. Außerdem war ich mehr als schockiert, wie korrupt die Polizeigewalt damals war. Gerechtigkeit stand immer hinter dem finanziellen Gewinn. Untermalt wurde die geschichtliche Erzählung mit Bildern, die meisten davon von wichtigen, betroffenen Mitgliedern des Osage-Stammes. Der Autor geht in seinem Buch nämlich auch sehr stark auf einige Menschen ein, so dass ich zu einigen von ihnen eine starke Beziehung aufbauen konnte und viel über sie nachgedacht habe. Generell hat mich das Buch sehr zum Nachdenken angeregt und mich tief betroffen gemacht. Ein ausgezeichnetes Buch!

FAZIT: Das fesselndste Sachbuch das ich seit langem gelesen habe! David Grann versteht es den Leser in den Bann zu ziehen und ein wichtiges Stück amerikanischer Geschichte detailreich und doch spannend zu erzählen. Sehr empfehlswert, insbesondere für Geschichtsinteressierte und Krimifans!

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