VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Das babylonische Wörterbuch Erzählungen

Manesse Bibliothek (9)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 20,00 [D] inkl. MwSt.
€ 20,60 [A] | CHF 28,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-2422-9

Erschienen:  23.04.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Nichts verpassen und zum kostenlosen Buchentdecker-Service anmelden!

Anmeldung

  • Info

  • Reihen

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Service

  • Biblio

«Der großartigste lateinamerikanische Autor aller Zeiten.» Susan Sontag

Was wäre geschehen, hätte nicht Jesus die Bergpredigt gehalten, sondern der Teufel? Was, wenn Männer und Frauen ihre Seelen und Rollen tauschten? Joaquim Maria Machado de Assis, berühmtester Klassiker Brasiliens und Vorbote des Magischen Realismus, stellt in seinen Erzählungen ironisch alle Konventionen auf den Kopf. Lustvoll spielt er mit den Erwartungen seiner Leser und lotet Grenzen aus: von Gut und Böse, Vernunft und Wahnsinn, bürgerlichem Schein und Sein. Dieser Auswahlband versammelt Machado de Assis' beste Geschichten – allesamt Neu- und deutsche Erstübersetzungen – zu einem Panorama kompromissloser Originalität.

›Buch des Monats Juni 2018‹ der Darmstädter Jury:

»Er nahm die Mächtigen auf´s Korn, er entlarvte die Camouflage der Unterdrücker, mit Laurence Sterne wurde er verglichen, als brasilianischer Cervantes bejubelt, als Erfinder der lateinamerikanischen Moderne gepriesen, von Stefan Zweig gewürdigt, von Salman Rushdie verehrt und Susan Sontag rühmte ihn als ›großartigsten lateinamerikanischen Autor aller Zeiten‹.

Aus dem umfangreichen Werk (Lyrik, Prosa, Dramen) wurden für diesen Band dreizehn skurrile Geschichten ausgewählt, die in ihrer Absurdität so irrwitzig wie bestürzend sind. Da schlüpft eine Frau in die Seele des Mannes und umgekehrt, der Teufel hält die Bergpredigt, die Moral wird auf den Kopf gestellt, den Leser soll´s tüchtig gruseln beim Blick in den Zerrspiegel, beim Anblick bitterböser Maskerade.

Machado de Assis (1839-1908), in Rio de Janeiro geboren, Enkel entlassener Sklaven, früh verwaist, an Epilepsie leidend, hangelte sich schreibend aus dem Armutssumpf über den Journalismus in die Elite der schreibenden Zunft und wurde erster Präsident der Brasilianischen Akademie für Sprache und Dichtung.

Neun der vorliegenden Texte sind deutsche Erstübersetzungen.

Dieses fein gestaltete Brevierchen möchte man nicht mehr aus der Hand legen.«

Darmstädter Jury Buch des Monats e.V. (01.06.2018)

MANESSE BIBLIOTHEK

Manesse Bibliothek

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Joaquim Maria Machado de Assis (Autor)

Joaquim Maria Machado de Assis (1839–1908) wurde in Rio de Janeiro geboren. Aus einfachsten Verhältnissen stammend, arbeitete er als Journalist und im Staatsdienst. Sein vielseitiges literarisches Werk umfasst Lyrik, Theaterstücke, über 200 Erzählungen und 9 Romane, darunter «Die nachträglichen Memoiren des Bras Cubas» und «Dom Casmurro». Er war Mitbegründer und erster Präsident der Brasilianischen Akademie für Sprache und Dichtung.


Marianne Gareis (Übersetzerin)

Marianne Gareis wurde 1957 in Süddeutschland geboren. Sie studierte Lateinamerikanistik, Anglistik und Ethnologie an der Freien Universität Berlin und lebte anschließend mehrere Jahre in Portugal. Seit 1989 arbeitet sie als Übersetzerin, zunächst vor allem portugiesischer, seit einigen Jahren verstärkt brasilianischer Literatur. 2014 erhielt sie für ihre Übersetzung des brasilianischen Klassikers "Dom Casmurro" von Machado de Assis den renommierten Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW. Marianne Gareis lebt in Berlin.


Melanie P. Strasser (Übersetzerin)

Melanie P. Strasser studierte Philosophie und Übersetzen an der Universität Wien sowie an der Universität Porto und der Bundesuniversität Santa Catarina, Brasilien. 2016 Stipendiatin für die Berliner Übersetzerwerkstatt. Zurzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanistik der Universität Wien und promoviert über Übersetzungstheorien in Brasilien.


Manfred Pfister (Nachwort)

Manfred Pfister ist Professor für Englische Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er hat sich vor allem mit seinem Standardwerk zur Dramentheorie einen Namen gemacht. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Theorie der Intertextualität und die Erforschung interkultureller Gattungen, insbesondere des Reiseberichts und der Übersetzung. Er hat u.a. Bücher zu William Shakespeare, Laurence Sterne und Oscar Wilde veröffentlicht und war Mitherausgeber einer englischen Literaturgeschichte.

›Buch des Monats Juni 2018‹ der Darmstädter Jury:

»Er nahm die Mächtigen auf´s Korn, er entlarvte die Camouflage der Unterdrücker, mit Laurence Sterne wurde er verglichen, als brasilianischer Cervantes bejubelt, als Erfinder der lateinamerikanischen Moderne gepriesen, von Stefan Zweig gewürdigt, von Salman Rushdie verehrt und Susan Sontag rühmte ihn als ›großartigsten lateinamerikanischen Autor aller Zeiten‹.

Aus dem umfangreichen Werk (Lyrik, Prosa, Dramen) wurden für diesen Band dreizehn skurrile Geschichten ausgewählt, die in ihrer Absurdität so irrwitzig wie bestürzend sind. Da schlüpft eine Frau in die Seele des Mannes und umgekehrt, der Teufel hält die Bergpredigt, die Moral wird auf den Kopf gestellt, den Leser soll´s tüchtig gruseln beim Blick in den Zerrspiegel, beim Anblick bitterböser Maskerade.

Machado de Assis (1839-1908), in Rio de Janeiro geboren, Enkel entlassener Sklaven, früh verwaist, an Epilepsie leidend, hangelte sich schreibend aus dem Armutssumpf über den Journalismus in die Elite der schreibenden Zunft und wurde erster Präsident der Brasilianischen Akademie für Sprache und Dichtung.

Neun der vorliegenden Texte sind deutsche Erstübersetzungen.

Dieses fein gestaltete Brevierchen möchte man nicht mehr aus der Hand legen.«

Darmstädter Jury Buch des Monats e.V. (01.06.2018)

»Ein klug ausgewählter Strauß von Erzählungen des ›Vaters der brasilianischen Literatur‹: phantastische, parabelhafte, dialektische, philosophierende aber auch sozialkritische Geschichten von bestechender stilistischer Vielfalt und Leichtigkeit.«

SWR Bestenliste - Platz 4 - Juli/August 2018 (01.07.2018)

»Der große Klassiker der brasilianischen Literatur ... Es wirkt, als würde Machado de Assis im selben Becken fischen wie Schiller und Goethe. ... Pointierte und amüsante Erzählkunst.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Christian Metz (09.08.2018)

»Machado des Assis schrieb das, wohlgemerkt, 1893 und nicht 2018. Wie überhaupt gar nicht zu glauben ist, welch gedankliche wie sprachliche Frische von diesen Erzählungen auch nach mehr als hundert Jahren noch ausgeht. Nicht zuletzt der Übersetzerin Marianne Gareis ist zu verdanken, dass wir wenigen Eingeweihten uns damit vergnügen können.«

Süddeutsche Zeitung, Tobias Lehmkuhl (05.07.2018)

»Machado de Assis gehörte zu den wichtigsten Schriftstellern und Journalisten Brasiliens. In seinen Erzählungen vermaß er die tropische Belle Epoque und ihre weltanschaulichen Kampfschauplätze. ... Ein Freigeist ganz im Geiste der alten Ordnung.«

Deutschlandfunk, Buch der Woche, Katharina Teutsch (26.08.2018)

mehr anzeigen

Aus dem Portugiesischen von Marianne Gareis, Melanie P. Strasser

Mit Nachwort von Manfred Pfister

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 9,0 x 15,0 cm

ISBN: 978-3-7175-2422-9

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen:  23.04.2018

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Das Cover mag ich nicht

Von: Andreas Schütz Datum: 30.08.2018

Eine Leserstimme lobt ausdrücklich das Cover. Vor allem im Hinblick auf die sehr hochwertige Ausstattung des Büchleins möchte ich gerade das Cover aber kritisieren, weil es mittels sogenannter Stock-Fotos gestaltet wurde. Ausdrücklich heben Sie hervor, was für gutes, dauerhaftes Papier, welch exquisite Schrift Sie verwendet haben, und es gibt sogar ein Lesebändchen! Warum verwenden Sie dann ein lizenzfreies Motiv fürs Cover? Ich finde, das geht nicht! Mein Lesevergnügen wird dadurch geschmälert. Schade.

[Gelesen] Das babylonische Wörterbuch

Von: Janine Amberger Datum: 31.07.2018

https://poesielos.blog/

Wenn Körper für ein Jahr getauscht werden, der Teufel eine Bergpredigt hält oder Spinnisch zu einer Republik führt, dann kann man vielleicht bereits ein Stück weit erahnen, weshalb Joaquim Maria Machado de Assis als ein Vorreiter des Magischen Realismus gilt. In dem Erzählband Das babylonische Wörterbuch versammelt der Manesse Verlag dreizehn Geschichten des brasilianischen Autoren, welche entweder erstmalig in deutscher Übersetzung oder als Neuübersetzung vorliegen und vor allem eins machen: Lust auf mehr!

Machado de Assis ist einer der Klassiker und großen Autoren Brasiliens, welcher sowohl Romane, Kurzgeschichten als auch Gedichte publizierte. Bevor ich diesen Erzählband in der Verlagsvorschau sah, hatte ich von ihm allerdings noch nichts gehört – mit der Literatur aus Mittel- und Südamerika habe ich mich bisher leider kaum auseinandergesetzt. Der Klappentext zum babylonischen Wörterbuch klingt allerdings direkt skurril-fantastisch, und man möchte wissen, was dahintersteckt. Auf den knapp 250 Seiten tummeln sich dreizehn Erzählungen, welche zwischen 1882 und 1906 veröffentlicht wurden und einen guten Eindruck zu Machado de Assis‘ Werk bieten. Jede Erzählungen steht dabei für sich, wobei vermehrt religiöse Themen aufgegriffen bzw. auf den Kopf gestellt werden. Die Erzählungen sind voller Widersprüche, mal komisch, mal schaurig, ernst oder versponnen, dabei aber immer auf den Punkt und von der Länge her genau richtig.

Die Erzählungen mit religiösen Themen wie Adam und Eva oder Die Predigt des Teufels haben mir tendenziell etwas weniger gefallen, wobei sich trotzdem in ihnen interessante Ansätze finden. Wäre eine „Kirche des Teufels“ praktikabel? Welche Diskussionen hätte es auf der Arche geben können? Das sind tolle Gedankenspiele, bei denen man auch ohne eigenen christlichen Bezug Zugang findet. Allgemein lesen sich alle Erzählungen sehr gut und zeitgemäß – wüsste ich nicht um ihr Alter, hätte ich nie vermutet, dass gut hundert Jahre seit ihrer Erstveröffentlichung vergangen sind.

„Das war ein guter Handel. Und überdies eine wichtige Lektion: Hast du mir doch bewiesen, dass das beste Drama nicht auf der Bühne stattfindet, sondern im Zuschauer selbst.“ | aus Der türkische Pantoffel, S. 195

Meine Favoriten in diesem Band waren die Erzählungen mit überraschenden Wendungen, die mich teils an Edgar Allan Poe haben denken lassen. Der türkische Pantoffel hat mir Gänsehaut und einen beschleunigten Puls beschert, Die Wahrsagerin war herrlich gemein und die Alexandrinische Geschichte hat Karma eine ganz neue Bedeutung gegeben. Zu Beginn jeder neuen Erzählungen war ich gespannt, was mich nun erwarten wird: Wird es unheimlich? Lustig? Regt mich der Autor zum Nachdenken an? Das babylonische Wörterbuch war wirklich eine überraschende Wundertüte!

Dieser Erzählband ist der mittlerweile neunte Titel in der neuen Manesse Bibliothek, und wie gewohnt ist die Aufmachung mit viel Liebe gemacht. Das kleine gebundene Buch hat eine handliche Größe, wobei die Schriftgröße nicht unter dem Format leidet. Schutzumschlag, Lesebändchen, Fadenheftung und Endpapier sind wunderschön, vor allem die Farbigkeit ist dabei ein Traum! Am Ende des Bandes finden sich Anmerkungen, durch die Anspielungen oder Bezüge in Machado de Assis‘ Werk dem Leser erläutert werden. Wie bereits in Wein und Haschisch fand ich diese gut ausgewählt und informativ. Man muss sich bei Das babylonische Wörterbuch dank ihnen definitiv keine Sorgen machen, dass man keinen Zugang zu den Erzählungen findet. Ich bin gespannt, welche Werke noch in dieser Bibliothek erscheinen und werde von Machado de Assis im speziellen auf jeden Fall noch mehr lesen.

Voransicht

  • Unsere Empfehlungen

  • Weitere Bücher des Autors