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Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.

Roman

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D.O.D.O. – das Department of Diachronic Operations – ist eine Geheimorganisation der amerikanischen Regierung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, mittels Zeitreise die Magie in unsere Welt zurückzuholen. Denn selbst wenn Zauberei in der Gegenwart nur noch Stoff für Märchen und Mythen sein mag, so war sie doch real, bis sie im Jahr 1851 durch ein schicksalhaftes Ereignis für immer verschwand. Tatsächlich gelingt es, in die Vergangenheit zu reisen. Doch es ist ein riskantes Unterfangen mit ungewissem Ausgang, da niemand zu sagen vermag, welche Zukunft die Zeitreisenden bei ihrer Rückkehr erwarten wird …

»Ein großartiger Roman, der jede Genrezuordnung sprengt.«

Chicago Review of Books

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Juliane Gräbener-Müller
Originaltitel: The Rise and Fall of D.O.D.O.
Originalverlag: William Morrow
Hardcover mit Schutzumschlag, 864 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
ISBN: 978-3-442-31490-4
Erschienen am  10. Dezember 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Überraschend gut

Von: Jeanyjane

22.01.2019

Inhalt (in meinen Worten): Verschlusssache. Geheimhaltung. Darüber darf ich nicht reden. Ja, und wie soll ich nun eine Rezension schreiben, wenn der gute Tristan Lyons nichts verrät? Doch das Angebot, welches er Dr. Melisande Stokes gemacht hat, ist einfach zu verlockend, um es abzuschlagen. Oder vielleicht nicht verlockend, sondern macht neugierig. Denn Dr. Stokes ist Linguistin und soll für Tristan Schriften übersetzen, die er ihr mitbringt. Irgendwas sucht er oder besser, seine Auftraggeber suchen etwas. Nach und nach wird Melisande fündig und entdeckt, dass die Magie im Jahr 1851 verschwunden ist – für immer. Doch wie ist das überhaupt möglich? Wie wollen sie sie zurückholen und warum? *Verschlusssache* Um all das herauszufinden, brauchen sie Hilfe und holen sich mehr Leute ins ‚Boot‘ oder besser in die ‚Odek‘, um der Wahrheit näher zu kommen. Es gibt nur eine Lösung, um dem entgegenzuwirken: Sie müssen in der Zeit zurück reisen. Idee: Die Idee, eine Geschichte über das verschwinden der Magie zu schreiben, hat mich sehr interessiert. Wie könnte man sie zurückholen und welche Auswirkung hat das auf unsere Zeit? Welche Konsequenzen muss man fürchten und wieso ist das Buch so verdammt dick? Erwartungen an das Buch und den Autor: Meine Erwartungen waren gar nicht hoch, muss ich gestehen. Ich hatte noch nie etwas von dem Autor gelesen, somit wusste ich nichts vom Schreibstil – der beiden, muss ich wohl sagen, denn zwei Autoren haben mitgewirkt. Anhand der länge des Buches vermutete ich zumindest, dass hier etwas sehr gigantisches auf mich wartet. Charaktere: Ein Dank an die Macher des Buches, denn am Ende ist jeder Protagonist erneut aufgezählt. Somit gibt es eine gute Übersicht und das ist auch gut so, denn in diesem Buch sind wahnsinnig viele Personen vorzufinden. Aus vielen Zeiten. Und doch lernt man am Anfang Melisande Stoke und Tristan Lyons kennen. Man spürt zwischendurch immer wieder einen Funken zwischen beiden, doch in diesem Buch geht es nicht (nur) um dieses Thema. Die zwei Protagonisten sind auf ihre Art interessant und ich hab sie, nach all den Seiten, ins Herz geschlossen. Nervig fand ich allerdings Gráinne, eine irische Hexe aus dem Jahr 1601, die ständig über William Shakespeare herzog und … *Verschlusssache* Stil: Episch, heroisch und spannend. Ja, es ist sehr lang, aber irgendwie hat es immer wieder Szenen gegeben, die alles aufgelebt haben. Zudem gibt es immer wieder einen Wechsel zwischen den Protagonisten und dem allgemeinen Bild im Buch. Mal Brief, mal Nachrichten und Chats. *Verschlusssache* Hat mir gut gefallen – auch das Hörbuch war wahnsinnig gut aufgebaut, mit all den unterschiedlichen Stimmen. Fazit: Ich mag Zeitreise Geschichten. SyFi und verrücktes. Das hier ist genauso verrückt, wie man es sich vorstellt und doch unfassbar intelligent. Es gibt Daten, Personen, Szenen, Wortspiele und mehr, die mich sehr oft verblüfft haben. Ich bin froh, mich an dieses Buch herangetraut zu haben, auch wenn es verdammt lang und schwer ist. Manchmal war es zwar etwas too much, aber irgendwie konnte ich nicht mehr aufhören – zu hören (die Hälfte) und zu lesen. Und doch gab es am Ende des Buches eine Schocksituation: Das war erst Teil 1! WAAAAS? Teil 1? Fast 860 Seiten hat es und ich möchte nicht wissen, wie viele Seiten nun die Fortsetzung aufweist, oder halt … Doch würde ich gerne wissen, aber ist vermutlich … Verschlusssache. Hörbuch: Durch die Abwechslung der Stimmen, passend zu den Charakteren, hab ich immer wieder gut in die Geschichte gefunden. Die Stimmen waren nicht nervig, sondern klangen genauso, wie ich mir sie vorgestellt hab. Gesamtbewertung: Cover: Das Cover ist wirklich wahnsinnig genial! Titel: Macht neugierig. Was ist ein D.O.D.O.? Oder eine DODO? Inhalt: Verrückt, interessant und clever. Es hat mich in den Bann gezogen und macht neugierig, Spaß und man kann gut antauchen, zumindest ich konnte es. Trotz der Länge hat es mich nicht gelangweilt, wenngleich ziemlich stark über William Shakespeare hergezogen worden ist – aber hey, nicht jeder weiß ihn zu schätzen!

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Mein Jahreshighlight – Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.

Von: Thursdaynext

29.12.2018

Es gibt Bücher, die man sich einfach gönnen muss. Bücher, die neue Welten eröffnen, das „Was-wäre-wenn-Denken“ stimulieren und, wie bei Neal Stephensons und Nicole Gallands Gemeinschaftsproduktion „Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.“ , die Freude am Lesen und gleichzeitig das Humorarreal stimulieren. So ist The Rise and Fall of D.O.D.O. optisch ganz besonders, aber ebenso inhaltlich und stilistisch eine opulente literarische Köstlichkeit, von der man nicht genug bekommen kann. Ein absolutes Must-Read für Connaisseure hochwertiger Science Fiction und Fantasy, aber auch wissenschafltlich und historisch interessierte Leser*innen werden bestens bedient. Die Übersetzerin Juliane Gräbener-Müller hat hier unter erschwerten Bedingungen kongeniale Übersetzungsarbeit geleistet. Ihr Sprachwitz, der zu einem „Department für obendrauf dreckige Objekte“ führte und ihre Gesamtleistung sind nicht genug zu loben! Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. ist ein fortwährender großer Spaß voll Esprit mit seriösem Hintergrund. Rasanz und abgefahrene Szenarien sind man bei Cyberpunker Neal Stephenson (Snow Crash) gewohnt, Co- Autorin Nicole Galland fügt hier die weibliche und besonders die historische versierte Komponente ein. So weitläufig, umfassend und verzweigt die Story ist, fällt es einem durch das großartige Layout und den stilistischen Mitteln aus Tagebuchaufzeichnungen, Senatsanhörungen, behördeninternem E-Mailverkehr und persönlichen Berichten nie schwer, den roten Faden, trotz zahlreicher Anbenteuer zu verfolgen und nie ist erkennbar, worauf es am Ende hinausläuft in diesem wahnwitzig, faszinierenden Unsiversum aus Magie, Hexen, Zeitreisen in verschiedenen Jahrhunderten und Gegenden, Abenteuern, Schwertkämpfen, RASANZ, Wissenschaft, Quantentechnologie, Quipus, Abakusbesen und Glamour oder besser: GLAAMR ( = Galvanische Liminale Aura als Antezedenz zu mehrfachem Riss). Kunstvoll angelegt sind die Pfade durch Zeitalter, Epochen und wissenschaftlichem Background, der hier wirklich magisch Magie und Wissenschaft zusammenführt. Erzählt wird der Roman zu einem beträchtlichen Teil von der jungen Lingustin Melisande Strokes in ihrer „Diachronik“ beginnend bei ihrer Anwerbung, durch den optisch ansprechenden West- Pointer Ltn. Tristan Lyons, für das spätere D.O.D.O. dem Department of Diachronik Operations. Im folgenden Zitat besucht sie aus beruflichen Gründen Salem: „Dreieinviertel Jahrhunderte, nachdem neunzehn unschuldige Menschen grundlos gehängt worden waren, beschloss ein Haufen New-Age-Typen, deren Auffassung von Hexenkunst absolut nichts mit der Auffassung von Hexenkunst im 17. Jahrhundert gemein hatte, gleich neben den Gräbern der Opfer ihre Geschäfte zu machen. Ich glaube es hackt. Für eine derart schlampige Logik fehlt mir jegliche Toleranz.“ Strokes und Lyons versuchen mithilfe der Physik, Professor Oda, seiner Gattin Rebecca East-Oda und der knackigen aber griesgrämigen Hexe Erzesbeth (die ihre eigenen Gründe hat. sich an dieser Unternehmung zu beteiligen: „In den Versuch einzuwilligen war der schnellste Weg, Geld zu verdienen, das mir die Chance gibt nach Ungarn zu gehen und auf die Gräber meiner Feinde zu spucken.“), die 1851 urplötzlich verschwundene Magie wieder in die Welt zu bringen. Ursprünglich um die Welt zu verbessern, doch da auch die Fugger und das Militär involviert sind, entgleiten ihnen diese Bemühungen etwas, da militärische und kapitalistische Interessen und Interventionen zu unvorhersehbaren Eskalationen und ethischen Grundsatzfragen führen. Stilistisch erinnerte mich „Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.“ ein wenig an Markus Orths genialen Roman Alpha & Omega – Apokalypse für Anfänger , allerdings weniger intellektuell verschwurbelt und leichter lesbar, der auch meinen geschätzten Bücherfreund Rallus überzeugte. Wer sich angesprochen fühlt, von diesem beruhigend dicken Wälzer mit seinem wunderschönen, satt nachtblauem Cover und Wert auf gepflegte intelligente Unterhaltung legt, der kommt nicht drum rum sich dieses genreübergreifende, opulente Werk zu besorgen. Es ist jeden Cent wert. 846 Seiten die ich mit höchstem Vergnügen verschlungen habe (tatsächlich habe ich sogar ein wenig gebremst gelesen, um den Genuss zu verlängern). Unbedingt beachten sollte man den Warnhinweis der Autoren an die Leser*innen des am Ende des Romans zu findenden, wirklich nützlichen Glossars.

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Vita

Neal Stephenson gilt seit seinem frühen Roman »Snow Crash« als eines der größten Genies der amerikanischen Gegenwartsliteratur. »Cryptonomicon«, seine Barock-Trilogie sowie »Anathem«, »Error«, »Amalthea« und sein jüngstes, mit Nicole Galland zusammen geschriebenes Werk »Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.« sind internationale Bestseller.

Nicole Galland hat sich in den USA als Autorin historischer Romane einen Namen gemacht und bereits mehrfach mit Neal Stephenson zusammengearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Schauspieler Billy Meleady, in Martha’s Vineyard.

Weitere Informationen zum Autor unter www.neal-stephenson.de

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Eine literarische Entdeckungsreise, die durch Esprit, Niveau und Elan besticht.«

Financial Times

»Dieser ambitionierte Roman vereint Stephensons Humor und Ideenreichtum mit Gallands frischem unwiderstehlichem Erzählton.«

Washington Post

»Neal Stephenson ist ein genialer Geschichtenerzähler.«

Süddeutsche Zeitung

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