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Der Flug nach Marseille Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87474-6

Erschienen: 15.08.2016
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Die Liebe in den Zeiten der Revolution

München im Winter 1918/1919. Der Krieg ist verloren, der bayerische König ist gestürzt, und Arbeiter- und Soldatenräte versuchen die Macht zu ergreifen, während konservative und deutschnationale Kräfte zur Gegenwehr ansetzen.

Am Schwabinger Krankenhaus operiert die junge Ärztin Julie Landauer Tag und Nacht Kriegsverletzte und Invaliden, die von den Schlachtfeldern in die Heimat zurückgebracht wurden. Julie hat in ihrer Kindheit nie erfahren, was echte Zuneigung und Geborgenheit bedeuten. Deshalb vertraut sie der Liebe nicht und kann sich allenfalls auf flüchtige, gefühlsleere Affären einlassen. Bis sie dem liberalen Zeitungsredakteur Karl Kupfer begegnet, dessen unheilbar an Diabetes erkrankte Frau Nina sie behandelt. Den Mann einer Patientin zu lieben, ist absolut tabu für Julie – und doch kann sie ihre Gefühle ebenso wenig ersticken wie Karl Kupfer dies vermag, der sich von der jungen Ärztin magisch angezogen fühlt.

Als sich Nina Kupfers Zustand dramatisch verschlechtert, gibt es für sie nur eine Rettung: Sie muss nach Marseille gebracht werden, wo gerade eine revolutionäre Therapie gegen Diabetes entwickelt wurde. Wider alle politischen Hindernisse kann Nina nach Südfrankreich ausgeflogen werden, wo sich ihr Gesundheitszustand rasch bessert. Karl indessen, der Sorgen um seine Frau enthoben, wird von einer verzehrenden Sehnsucht nach Julie ergriffen. Unter einem Vorwand reist er Hals über Kopf zurück nach München. Für einen Augenblick scheint es, als ob Julies und Karls heimliche Liebe Erfüllung finden könnte – doch dann reißt das Schicksal die beiden grausam auseinander …

»Der Flug nach Marseille« entwirft gleichsam im Cinemascope-Format die Geschichte einer großen Liebe vor dem Hintergrund der Münchner Räterepublik. Klug, vielschichtig, historisch fundiert und extrem bewegend erzählt, ist Michael Wallners neuer Roman eine einfach mitreißende Lektüre.

""Der Flug nach Marseille" ist ein packender, historischer Liebesroman mit wunderbaren Charakteren. Nicht zu lang, temporeich erzählt und dennoch mit genug Zeit für interessante Einzelheiten."

Stefan Keim / WDR 4 (06.09.2016)

Michael Wallner (Autor)

Michael Wallner wurde 1958 in Graz geboren. Er lebt seit 1997 als Roman- und Drehbuchautor sowie als Regisseur in Berlin. Seine Inszenierung von "Willy Brandt - Die ersten 100 Jahre" am Theater Lübeck wurde 2013 in der Kritikerumfrage der WELT unter die zehn besten deutschsprachigen Theateraufführungen des Jahres gewählt. International bekannt wurde Michael Wallner als Autor durch den in über 20 Länder übersetzten Roman „April in Paris“. Zuletzt erschienen von Michael Wallner bei Luchterhand die Romane „Die russische Affäre“ (2009), "Kälps Himmelfahrt" (2011) und "Die Frau des Gouverneurs" (2014).

www.michael-wallner.eu

""Der Flug nach Marseille" ist ein packender, historischer Liebesroman mit wunderbaren Charakteren. Nicht zu lang, temporeich erzählt und dennoch mit genug Zeit für interessante Einzelheiten."

Stefan Keim / WDR 4 (06.09.2016)

"Wallner gelingt ein genaues und lebendiges Porträt dieser Zeit."

Liliane Jolitz / Lübecker Nachrichten (11.08.2016)

"Ein mitreißendes, historisch fundiertes Leseerlebnis"

Karin Waldner-Petutschnig / Kleine Zeitung (27.08.2016)

"Klug, bewegend, mitreißend."

SüdhessenWoche / Darmstadt (17.08.2016)

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87474-6

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 15.08.2016

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München im Umbruch

Von: Martinas Buchwelten Datum: 14.11.2016

martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass dies ein Roman ganz nach meinem Geschmack sein sollte. Der österreichische Autor, Theaterregisseur und Schauspieler Michael Wallner ist für mich noch ein vollkommen unbeschriebenes Blatt, denn ich habe noch kein Buch des Autors gelesen. In den 256 Seiten des Romans stecken sehr viel Gefühl und Schmerz, sowie ein Stück Geschichte, das die völlige Zerissenheit Deutschlands aufzeigt.
Es ist die Zeit nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Deutschland ist plötzlich keine Monarchie mehr und die politische Lage ist sehr angespannt. In dieser Zeit der Zerissenheit lernen sich die Ärztin Julie Landauer und der Journalist Karl Kupfer kennen.
Julie, (der Name wird ausgesprochen wie der Monat) ist Anfang des 20. Jahrhunderts eine der wenigen Ärztinnen, die praktizieren. Sie ist erfolgreich im Job, allerdings erfolglos in der Liebe. Ihre Kindheit war geprägt von Kälte und Abneigung. So sucht sie sich auch immer wieder Liebhaber, die nie mehr von ihr wollen als eine Affäre. Als sie den liberalen Zeitungsredakteur Karl Kupfer kennenlernt, dessen Frau Nina an Diabetes leide, entdeckt sie erstmals tiefere Gefühle. Nina, eine Künstlerin, wird nach einem Zusammenbruch von Julie behandelt. Die Zuckerkrankheit ist zu dieser Zeit, vor der Herstellung des Insulins, tödlich. Es besteht jedoch eine kleine Hoffnung durch den Arzt Professor Lemieuvre in Marseille, der angeblich Diabetes erfolgreich behandeln kann. Doch die politische Lage zwischen Frankreich und Deutschland ist noch immer sehr angespannt. Wird man Nina helfen können? Und was wird aus der aufkeimenden Liebe zwischen Julie und Karl?

Dieser Roman ist sehr vielschichig. Michael Wallner widmet sich den politischen Themen ebenso wie den medizinischen. Doch der rote Faden ist die Liebe und die Freundschaft, ohne dass der Autor kitschig wird. Die Liebe zur Ehefrau, zur Geliebten, zum Sohn, doch auch zur Arbeit und zur Freiheit stehen im Vordergrund. Karl fühlt sich zerissen, denn einerseits hofft er auf die Genesung seiner Frau, sehnt sich aber auch nach Julie und seinem Sohn, der bei seinen Eltern untergebracht ist. Der Aufenthalt in Marseille lässt ihn schier verzweifeln, denn einerseits bemerkt er eine Distanz zu Nina, die ihm Schuldgefühle bereitet. Auf der anderen Seite spielt die politische Lage in München verrückt und er hat keine Möglichkeit diese als Redakteur festzuhalten. Als auch noch die Spanische Grippe in Südfrankreich zu wüten beginnt, denkt Karl an eine Rückkehr nach München ....

Man muss sich Zeit nehmen für dieses Drama und sich intensiv damit auseinandersetzen, um sich in diesem Roman fallen lassen zu können. Danach hallt die Geschichte noch lange nach. Das Ende hat mich jedoch etwas zwiespalten zurückgelassen, da es offen bleibt. Jedoch kann man sich den Ausgang denken...

Schreibstil:
Der Schreibstil des Autoren ist ziemlich dialog-lastig, bildhaft und leicht verständlich. Die Protagonisten sind detailliert beschrieben und die Gefühle von Karl und Julie werden sehr gut transportiert. Der geschichtliche Hintergrund spielt eine große Rolle und wurde hervorragend mit der Geschichte verknüpft. Ebenso die medizinische Seite im Roman.

Leider fand ich auch einen logischen Fehler im Roman. Auf Seite 75 spricht Julie von ihrem dreißigsten Geburtstag, den sie im April feiern wird. Dann feiert sie ihn plötzlich am Tag des Attentats an Kurt Eisler am 21. Februar.

Fazit:
Ein dramatischer Roman, der unter die Haut geht, nie kitschig wird und viel politisches Geschehen in sich birgt. Trotzdem fehlte mir das gewisse Etwas.....

Sehr fesselnd

Von: Simone Wulf Datum: 20.07.2016

Die Geschichte um Julie Landauer und Karl Kupfer zieht einen bereits von den ersten Seiten in seinen Bann. Schlicht und in leisen Tönen, eingebunden in historische Begebenheiten, erzählt Michael Wallner den gefühlsstarken Konflikt und die sich daraus ergebenden Irrungen und Wirrungen der beteiligten Personen. Ohne Übertreibung und ohne romantische Schnörkeleien zeichnet er dennoch ein Bild von dem einzigen Weg: der starken Liebe zu folgen. Jeder in seiner Art. Kann das für alle ein glückliches Ende nehmen? Das herauszufinden dauert bei diesem Buch nicht lange - nur ungerne legt man es zur Seite. Viel lieber taucht man ein in das historische München und liebt, leidet und lebt mit den Charakteren in diesem Roman.

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