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Der Fotograf von Auschwitz Das Leben des Wilhelm Brasse

Ab 13 Jahren

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€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
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Gebundenes Buch, Pappband ISBN: 978-3-570-15919-4

Erschienen: 12.01.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Das erschütternde Dokument eines Zeitzeugen

Als Wilhelm Brasse (1917-2012) mit 22 Jahren in das Stammlager Auschwitz eingeliefert wird, ahnt er nicht, dass er als gelernter Fotograf zum Dokumentarist des Grauens wird. Seine Aufgabe ist es, die KZ-Insassen zu fotografieren. Menschen, die kurze Zeit später in den Gaskammern umgebracht werden. Menschen, die von Josef Mengele zu »medizinischen Forschungsarbeiten« missbraucht werden und denen die Todesangst ins Gesicht geschrieben steht. Hätte er die Arbeit verweigert, wäre das sein eigenes Todesurteil gewesen. Als Brasse 1945 alle Fotos verbrennen soll, widersetzt er sich, um Zeugnis zu geben von dem unfassbaren Grauen. Reiner Engelmann hat Wilhelm Brasse noch kennengelernt und schreibt sein Leben für Jugendliche auf. Ein erschütterndes Dokument – wider das Vergessen.

Mit Originalfotos aus dem Museum Auschwitz.

"Wilhelm Brasse tat das, was ein Fotograf mit Seele tun musste, er zeigte das, was in Auschwitz geschah."

spiegel.de (12.01.2015)

Reiner Engelmann (Autor)

Reiner Engelmann wurde 1952 in Völkenroth geboren. Nach dem Studium der Sozialpädagogik war er im Schuldienst tätig, wo er sich besonders in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. Für Schulklassen und Erwachsene organisiert Reiner Engelmann regelmäßig Studienfahrten nach Auschwitz. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Anthologien und Bücher zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen.

"Wilhelm Brasse tat das, was ein Fotograf mit Seele tun musste, er zeigte das, was in Auschwitz geschah."

spiegel.de (12.01.2015)

"Er [Reiner Engelmann] schreibt über diesen Augenzeugen, der uns zu Augenzeugen macht, ohne jeden Pathos und in klaren Sätzen"

RBB Stilbruch (22.01.2015)

"Engelmann erzählt so deutlich wie nötig und so zurückhaltend wie möglich."

FAZ (07.03.2015)

"Eine wichtige Dokumentation mit Auftrag. Nie wieder."

NZZ am Sonntag, Christine Knödler (28.06.2015)

"Eine große Autorenleistung, die einen Menschen in den Vordergrund stellt, der sich dort nie gesehen hat."

Astrolibrium (19.12.2014)

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28.02.2018 | Stuttgart

Lesung im Rahmen der Stuttgarter Kinder- und Jugendbuchwochen 2018

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Mehr Infos

Haus der Geschichte

Weitere Informationen:
Börsenverein des deutschen Buchhandels Landesverband Baden-Württemberg e.V.
70178 Stuttgart

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch, Pappband, 192 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
Mit einem Vorwort von Max Mannheimer!
Mit s/w Fotos

ISBN: 978-3-570-15919-4

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbj Kinderbücher

Erschienen: 12.01.2015

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Gegen das Vergessen

Von: Anne-Marit Strandborg Datum: 17.11.2017

https://didonia.blogspot.de/

Das Vorwort zu diesem Buch wurde von Max Mannheimer geschrieben. Selbst ein Überlebender, der fast die ganze Familie im Holocaust verlor, engagierte er sich bis zu seinem Tode im September 2016, vor allem jungen Leuten zu erzählen, was Krieg bedeutet.

Wilhelm Brasse wurde am 3. Dezember 1917 in Żywiec geboren. Die Mutter hielt die Familie, es folgten noch drei Brüder, beisammen und vermittelte den Jungs ihre inneren Werte.
Als der Vater während der Weltwirtschaftskrise seine Arbeit verlor, musste Wilhelm in die Lehre. Er wurde Fotograf und arbeitete nach der Gesellenprüfung bei seinem Onkel in Kattowitz im Fotoatelier.

Wilhelm war ein junger Mann, der, da die Stadt zur Hälfte mit Deutschen bevölkert war, auch Kontakt mit deutschsprachigen jungen Mädchen hatte. Sie zeigten ihm ihre Medaillons, in denen man normalerweise ein Foto des Liebsten hatte, doch in diesen befand sich ein Bild von Adolf Hitler. Das ließ ihn aufmerksam werden für die Anfänge und rasche Ausbreitung des Nationalsozialismus.
Kurz bevor der Zweite Weltkrieg ausbricht, kehrt Wilhelm Brasse wieder nach Hause zurück, weil er damit rechnet, in die Armee eingezogen zu werden. Viele Menschen entschieden sich für die deutsche Staatsangehörigkeit, doch Wilhelm Brasse lehnte ab, ja weigerte sich geradezu.
Seine Mutter war Polin, sie sprach nur polnisch, er zwar auch deutsch, aber Polnisch war seine Muttersprache, und er dachte polnisch, er fühlte polnisch, er war Pole.

Mit ein paar Freunden wollte er nach Frankreich, sich dem Widerstand anschließen. Doch man erwischte sie und nachdem er sich nach vier Monaten Gefängnis immer noch weigerte, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen, ging sein Transport in Richtung Westen.

Wilhelm Brasse kommt am 31. August 1940 mit vielen anderen Männern, eingepfercht in einem Viehwaggon, in Auschwitz an. Er war gerade mal 23 Jahre jung.
Seit seiner Ankunft, als sie aus den Waggons getrieben und gleich mit Holzknüppeln geschlagen wurden, begannen all seine Fragen mit dem Wörtchen "Warum". Und es waren die Fragen, die ich mir heute noch stelle:

"Warum werden Menschen hier so gedemütigt?"
"Warum werden sie geschlagen?"
"Warum greift niemand ein?"
"Warum macht man uns hier zu Opfern?"
"Warum haben die Täter offenbar vergessen, dass sie Menschen sind? Aber sind sie es noch? So, wie sie sich verhalten?"

Die Männer durften nur ein Taschentuch und einen Hosengürtel behalten. Alles andere wurde ihnen abgenommen. Aber sie hatten eh nur das, was sie am Körper trugen. Und dann nahm man Wilhelm Brasse den Namen und er war nur noch eine Nummer: Häftling Nummer 3444.

Und so begann der Häftlingsalltag von Wilhelm Brasse, der unmenschlicher nicht sein kann.

Es ist wortwörtlich nicht zu fassen, was man den Häftlingen angetan hat. Wie soll man die Täter benennen? Sind es Monster? Das personifizierte Böse? Sind das wirklich noch Menschen?
Schon nach den ersten 50 Seiten fiel es mir so schwer, weiterzulesen. Dabei arbeitet Reiner Engelmann nicht mit Emotionen. Er zeigt durch Wilhelm Brasse die Fakten auf, das, was wirklich geschah.

Ich wünsche diesem Buch viele Leser. Und nicht nur solche, die eh schon der Meinung sind, dass so etwas nie wieder passieren darf.

Ich wünsche, solche Bücher würden viel mehr an Schulen gelesen werden. Ich wünsche solche Bücher vor allem Lesern, die sich durch unsere politischen Parteien so verunsichern lassen und aus Protest den verkehrten Leuten hinterherlaufen.

Wichtiges Werk, das jeder gelesen haben sollte

Von: Kleinbrina Datum: 24.05.2015

www.kleinbrina.de

Ich habe in meinem Leben schon sehr viele Bücher über Auschwitz und den zweiten Weltkrieg gelesen - mal freiwillig, mal weniger freiwillig. Nachdem ich nun einige Zeit von der Thematik Abstand genommen habe, da mir der Markt eine Zeit zu sehr von solchen Büchern überschüttet wurde, habe ich mich nun endlich mal wieder an ein Buch herangewagt: "Der Fotograf von Auschwitz: Das Leben des Wilhelm Brasse".

Wilhelm Brasse war mir bereits im Vorfeld ein Begriff, da ich vor längerer Zeit eine Dokumentation über ihn gesehen habe. Ich fand seine Schilderungen damals sehr interessant, erschreckend und unglaublich traurig, sodass ich auch das Buch über ihn lesen wollte, welches Reiner Engelmann verfasst hat. Dabei gab es nicht nur sehr viele neue Informationen zu Brasses Zeit in Auschwitz, sondern auch sehr viele Erkenntnisse aus seiner Zeit nach seiner Befreiung.

Brasse kam als Häftling nach Auschwitz und musste dort in verschiedenen Abteilungen arbeiten, ehe er als Fotograf tausende von Häftlingen fotografieren musste, ehe sie auf bestialische Art und Weise ermordet wurden. Hier blieb ihm zwar die harte körperliche Arbeit erspart und er bekam auch eine deutlich bessere Verpflegung als andere Häftlinge, allerdings musste er dabei Dinge erleben und fotografieren, die ihn bis zu seinem Tod im Jahr 2012 nicht losgelassen haben.

Dabei werden sämtliche Ereignisse schonungslos erzählt, sodass man einen genauen Einblick erhält, wie es vor knapp siebzig Jahren in den Arbeitslagern zuging und wie es den häftlingen, speziell den Juden, ergangen ist. Interessant ist auch Brasses Gedanken zu gewissen Themen. So hat er sich zwar an einigen Stellen immer wieder darum bemüht, dass es den Häftlingen, die er fotografieren musste, während der Zeit in seinem Büro gut ging, allerdings musste er sich selbst immer wieder eingestehen, dass er als Häftling sonst nichts für andere Menschen tun konnte. Interessant ist hierbei auch das Glossar, in dem sämtliche Offiziere, Ärzte und Co. noch einmal erwähnt werden und ihr Leben in einem kleinen Lebenslauf erklärt wird.

Für mich ist "Der Fotograf von Auschwitz: Das Leben des Wilhelm Brasse" insgesamt ein wichtiges Werk, dass jeder Leser mindestens einmal gelesen haben sollte. Dazu wäre Brasses leidvolle Geschichte perfekt für den Geschichtsunterricht. Ich kann es nur empfehlen.

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