Der Wind in meinem Herzen

Roman

(4)
Hardcover
20,00 [D] inkl. MwSt.
20,60 [A] | CHF 28,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Ein einfühlsamer Roman über eine junge Außenseiterin in einem italienischen Bergdorf Anfang des 20. Jahrhunderts.

St. Rhémy, Aostatal, während des ersten Weltkriegs: Die junge Fiamma, die sich mit Heilkräutern auskennt, wird von den Dorfbewohnern als "Hexe" gemieden. Nur mit dem jungen Raphaël verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Bis Raphaël im Krieg fällt. Und ein junger ehrgeiziger Pfarrer in den Ort kommt, um die Seele der „Hexe“ zu retten.

Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen.

Weitere berührende Wunderraum-Geschichten finden Sie in unserem kostenlosen aktuellen Leseproben-E-Book »Frühlingsfest im Wunderraum: Unsere neuen Bücher ab März 2019« sowie unter www.wunderraum-verlag.de

»Eine Geschichte mit einer sehr romantischen Aussage: Sich zu verlieben macht uns stärker, solange wir den Mut haben, es zuzulassen.«

Donna Moderna

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Italienischen von Barbara Neeb, Katharina Schmidt
Originaltitel: Dentro soffia il vento
Originalverlag: Neri Pozza
Hardcover, Halbleinen, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-336-54803-3
Erschienen am  10. Juni 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Buchtipps für deine Ferien
pin
Nimm dieses Buch mit in den Urlaub!
Dieses Buch spielt in: Aostatal, Italien

Leserstimmen

Bergleben im Aosta-Tal!

Von: Angela Busch

23.07.2019

Meine Meinung: Die schöne Aufmachung der Bücher aus dem Wunderraum Verlag hat es mir ja angetan. Und die Themen-Inhalte und Autoren haben mich bisher nicht enttäuscht. So erging es mir auch mit diesem Band einer jungen italienischen Schriftstellerin, deren Schreibstil einfach und klar ist, wie das Quellwasser eines Gebirgsbaches. Wir befinden uns in der kargen Gebirgslandschaft des Aosta-Tals während des 1.Weltkriegs. Die Menschen dort leben von der Arbeit ihrer Hände, sind sehr religiös, hängen aber trotzdem immer noch ein wenig alten, abergläubischen Vorstellungen an. Eine Kräuterfrau, die im Wald weitab von der Dorfgemeinschaft lebt und sich nicht eingliedert , wird von ihnen als *Hexe* bezeichnet. Das hält die Dorfbewohner aber nicht davon ab , sich heilende Hilfe dort zu holen und als Gegenleistung die *Hexe* mit Lebensmitteln zu versorgen. Bis zur Hälfte des Buches bin ich schnell und leicht durch die Seiten geflogen und ich wurde durch den Eindruck einer Jugenderzählung gefesselt. Aber dann entwickelt sich eine überraschende Änderung der Schreibweise und vor allem des Inhalts. Er wird tiefgründiger, mit sehr viel Gefühl und Verständnis verfasst. Erklärungen über alte Ressentiments gegenüber fahrenden Leuten, den sogenannten Roma, oder Zigeuner, wie die Autorin diese Menschen nennt, schildert sie warmherzig und mit Sachkenntnis der damaligen Lebensumstände im alpinen Raum. Diese *Kesselflicker* stehen außerhalb der Gesellschaft wie Fiamma. Auch der junge Raphael, ein Kinder - und Jugendfreund der * Hexe* Fiamma passt mit seiner Klugheit, dem sanften Wesen und seiner Belesenheit nicht gut in das harte Leben im Dorf Saint Rhémy. Er wird einberufen, zieht in den1.Weltkrieg und wird schmerzlich vermisst. Sein wahrscheinlicher Tod und sein Leiden werden für Fiamma und Raphael's Familie immer deutlicher ....aber es lebt ja noch der Bruder Yann, der nun den Bergbauernhof führt und eine zarte Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf..... Der Roman ist zwar fiktiv und verfremdet , aber es gab diese Kesselflicker oder Zinn-Zigeuner tatsächlich in der Gemeinde Saint Rhémy en Bosses in den Jahren 1919/1920 . Eine Inschrift auf einem Gedenkstein besagt dieses: Für die Zinn-Zigeuner, verloren in ihrem Nomadenleben, umherziehend aus harten Lebensnöten, die hier der reinweiße Sturm aus todbringendem Schnee traf und besiegte. Wanderer, gedenke ihrer und bete für sie. Meine Bewertung: VIER **** Sterne für diesen Roman im Genre Liebe und historischer Roman! Vielen Dank an die Autorin und den Wunderraum Verlag für dieses schöne Rezensionsexemplar!

Lesen Sie weiter

Wie im Rausch

Von: Gackelchensbooks

25.06.2019

Worum es geht: Aostatal während des ersten Weltkrieges. Fiamma ist allen nur als die Hexe bekannt, ausgeschlossen aus der Gemeinde aber dennoch immer bereit zu helfen, wenn die Dorfbewohner anklopfen kommen. Ihren besten Freund Raphael hat sie an den Krieg verloren und es scheint als sei nun auch ihr Schutz verschwunden. Einige Dorfbewohner wollen sie nicht mehr tolerieren. Doch ein neuer Pfarrer im Dorf versucht das Unmögliche, Fiamma in die Gemeinde einzubeziehen. Und da wäre ja noch Raphaels Bruder, mit dem Fiamma ein Geheimnis teilt... "Mehr als ein Jahr war vergangen, seit ich das letzte Mal Nachricht von meinem Bruder erhalten hatte, und noch immer konnte ich mich nicht mit dem unaufhaltsamen Verstreichen der Zeit abfinden, mit dem Wechsel der Jahreszeiten, mit dem Leben, das trotz allem weiterging. Der Schmerz war nicht an etwas Bestimmten zu verorten, er hatte keinen festen Punkt, sondern erstreckte sich in Unendlichkeit." Meine Meinung: Ein neuer Wunderraum-Titel und ich bin mal wieder begeistert. Erschrocken wie dünn es diesmal ausfiehl ist das auch eine grosse Kritik: Das Buch ist zu kurz! Der italienische Hit um Fiamma erhielt dann gleich auch den Premio Neri Pozza Preis. Sprachlich war dieses Büchlein super angenehm und ich habe es, ungelogen, an einem Tag richtiggehend inhaliert. Während es zu Beginn noch viel um die Traurigkeit und Fassungslosigkeit gegenüber des Krieges und seiner Verluste geht, kommen aber auch die Themen der Gläubigkeit und Toleranz nicht zu kurz. Durch die Perspektivwechsel zwischen Fiamma, Don Agape dem Pfarrer und Yann, Rapahels Bruder, kriegen wir einzelne Puzzelstücke zu einem Bild. Don Agape ist neu im Dorf und muss seine Schäfchen erst mal kennenlernen. Der alte Pfarrer ist streng und manipuliert seine Gemeinde mit Angst. Don Agape hingegen kommt frisch aus Rom mit Kisten voller Bücher. Er predigt auf Nächstenliebe und Toleranz. "Wir sind alle Gottes Geschöpfe", was ihm natürlich zuerst nicht viele Freunde einbringt. Die Darstellung der Gemeinde, und der Zusammenhalt dieser fand ich wunderbar porträtiert. Erst nach und nach wird Don Agape bewusst wie eng die Gemeinschaft wirklich ist. "Das Tierchen hatte schreckliche Angst und wehrte sich heftig, als wir versuchten, es loszubinden. Raphael hielt es mit seinen Händen fest und flüsterte ihm tröstende Worte zu, als könnte er ihm allein durch den Klang seiner Stimme ein wenig Mut einflössen. Und es funktionierte. Dies war seine Gabe. Er konnte wilde Geschöpfe zähmen." Yann hat nach einem Unfall ein steifes Bein und nach dem Tod seines Bruders die Familie und den Hof am Hals. Damit nicht genug hat er seinem Bruder versprochen auf Fiamma aufzupassen. Vieles daran scheint unmöglich. Den Wunsch nach Frieden und Ruhe seinerseits konnte ich gut nachvollziehen. Höhepunkt des Eklats ist die Ankunft einer Zigeunergruppe. Angst und Vorurteile seitens der Gemeinde, aber auch Freundschaften entstehen. Fiamma fühlt sich gleich mit ihnen verbunden. Eine Handlung welche inspiriert von der realen Geschichte der Zinn- Zigeuner aufbaut. Diese wurden 1911 von einer Lawine im Aostatal getötet, ein Gedenkmal steht auch heute noch. Ich fand es ein bisschen Schade, dass die Autorin nicht mehr auf die Zigeuner im Buch eingegangen ist. Sie kommen vor, aber Hauptfigur ist immer Fiamma. Hier hat die Autorin es wirklich schön geschafft unterschiedliche Themen aufeinander abzustimmen. Die Liebesgeschichte war spannend und herrlich unkitschig. Auch hier hätte ich gerne ein paar Seiten mehr gehabt. Dennoch las es sich, wie gesagt, weg wie nix. Ich habe meinen Tagesausflug mit Fiamma und Co ausserordentlich genossen und hoffe auf weitere Bücher der Autorin! "Wenn ich die Augen schliesse, mein eich, den frischen Windhauch unseres Tals zu spüren, der über die Wiese und die zerklüftete Felsen streicht und in den Wald mit den roten Lärchen, zwischen den Birken hindurch. Die Berge heben sich scharf gegen den Sonnenuntergang ab. Der Wald liegt schon im Dunkeln, aber oben auf den Almen scheinen noch die letzten Strahlen der Sonne und spenden Wärmen."

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Francesca Diotallevi wurde 1985 in Mailand geboren. Sie hat Kulturwisschenschaften studiert und arbeitet in einer Rechtsanwaltskanzlei. Ihr Roman »Der Wind in meinem Herzen« wurde mit dem Premio Neri Pozza ausgezeichnet.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein wunderbarer Schauplatz mitten in den Bergen des rauen und gleichzeitig pittoresken Aostatals.«

Corriere della Sera