Der Winter unseres Missvergnügens

Roman

(8)
Hardcover
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Die ultimative Abrechnung mit dem menschenverachtenden US-Kapitalismus

John Steinbecks letzter Roman ist ein bis heute gültiges Lehrstück über Geld und Moral: Sein Protagonist Ethan Hawley, Hätschelkind der Finanzaristokratie von Long Island, muss sich um materielle Dinge nicht sorgen – bis ihn die Pleite seines Vaters plötzlich zwingt, auf eigenen Beinen zu stehen. Um Frau und Kinder ernähren zu können, tritt er eine schlechtbezahlte Stelle als Verkäufer in einem Lebensmittelladen an. Rasch erkennt jedoch er, dass redliches Tagwerk einen Mann nicht weiterbringt. Unter dem Einfluss seiner Frau und dem seines Bankberaters entledigt er sich aller Menschlichkeit und steigt zum skrupellosen Geschäftsmann auf, der ohne Rücksicht auf andere nur den eigenen Vorteil sucht.

»Eine gnadenlos klarsichtige, literarisch komplexe Darstellung des moralischen und kulturellen Niedergangs der USA während der Eisenhower-Ära. ... Der Ausgang bleibt dramatisch ungewiss. Sicher ist hingegen, dass die Nobel-Akademie ... im Jahr 1962 eine gute Entscheidung getroffen hat.«

Süddeutsche Zeitung, Kristina Maidt-Zinke (27. November 2018)

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Robben
Originaltitel: The Winter of our Discontent
Mit Nachwort von Ingo Schulze
Hardcover mit Schutzumschlag, 608 Seiten, 9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-2432-8
Erschienen am  15. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Long Island, Vereinigte Staaten von Amerika

Leserstimmen

Gefahr auf leisen Sohlen

Von: Christian Eberli – @thinkingowlish

01.04.2020

"Der Winter unseres Missvergnügens", bekannt als der letzte Roman John Steinbecks (1961) handelt von einem rechtschaffenen, guten Mann, der unter bestimmten Umständen eine Macht- und Geldgier entwickelt. Er wird zum Kapitalisten. Ethan Allen Hawleys Familie war einst eine reiche Dynastie in der Stadt, sein Vater jedoch verlor das Familien-Vermögen und deswegen arbeitet er in einem Lebensmittelgeschäft als Verkäufer. Er ist unzufrieden mit seinem Job. Seine Frau und seine Kinder beschweren sich über ihren Stand und Ethan beginnt seine gute Einstellung zu überdenken. Er plant einen Bankraub, erzielt dass sein Boss ausgeschafft wird, damit er den Laden billig aufkaufen kann und erbt das Land von seinem Schulfreund Danny Taylor an dessen Tod er nicht unschuldig ist. Was mich aber schockte war nicht nur was er alles getan hat, sondern wie ich als Leser beinahe nicht gemerkt habe wie er sich verändert hat. Alles fühlte sich so natürlich an und plötzlich ist Ethan mit einer Pistole auf dem Weg die Bank zu überfallen. Es scheint so gefährlich wie unbeachtet ein guter Mensch plötzlich Machtmissbrauch und Qual ausüben kann. Ethan jedoch sieht wenigstens was er getan hat. Trotzdem hatte ich Spass am Charakter dieses Protagonisten, er ist klug und hat einen eigenen Humor, was es leicht machte im Buch voranzukommen. Diese tolle Arbeit war sehr anders als jene die ich von John Steinbeck bereits gelesen habe. Die anderen waren Geschichten über Farmer mit ihrer ganz eigenen Sprache und es war eher so, dass sie die meiste Zeit gelitten haben. Hier haben wir ein Buch über Geschäftsmänner. Über Geld und Moral und die Unvereinbarkeit von beiden. Das ist ein wichtiges Thema und Steinbeck hat es grossartig ausgearbeitet. Seine Sprache hat nichts an ihrer Einfachheit verloren und behandelt dennoch Vielschichtigkeit. Steinbeck ist noch immer mein liebster Autor aus den Staaten.

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Geld ist nicht freundlich.

Von: Wissenstagebuch

11.08.2019

Asche auf mein Haupt – ich habe den Roman wegen Steinbecks humoristischem Grundton anfangs gnadenlos unterschätzt. Hier geschieht nichts von ungefähr, jedes Wort dieser Geschichte ist genauestens gesetzt und verdichtet sich am Ende zu einer wirkmächtigen Kapitalismuskritik. Eine grandiose Geschichte aus einem Amerika, in dem Ansehen und Geld untrennbar miteinander verknüpft sind. Der Winter unseres Missvergnügens war mein allererster Steinbeck – und garantiert nicht mein letzter.

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Vita

John Steinbeck

John Steinbeck (1902–1968) thematisiert in seinen Büchern vor allem die Lebensverhältnisse von einfachen Arbeitern und Außenseitern. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Novelle Von Mäusen und Menschen sowie die Romane Früchte des Zorns und Jenseits von Eden. 1962 erhielt er den Nobelpreis für Literatur und gilt bis heute als einer der erfolgreichsten und beliebtesten Autoren der USA.

Zur AUTORENSEITE

Bernhard Robben, geboren 1955, ist seit 1992 als Übersetzer tätig. Er übertrug und überträgt u.a. die Werke von Ian McEwan, John Burnside, John Williams und Salman Rushdie ins Deutsche. 2003 wurde er mit dem Straelener Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet, 2013 mit dem Ledig-Rowohlt-Preis für sein Lebenswerk geehrt. Er lebt in Brunne, Brandenburg.

zum Übersetzer

Ingo Schulze

Ingo Schulze, 1962 in Dresden geboren, studierte von 1983 bis 1988 klassische Philologie in Jena. Anschließend war er bis 1990 Dramaturg am Landestheater Altenburg, dann in einer Zeitungsredaktion tätig. Diese Arbeit führte ihn 1993 für ein halbes Jahr nach Sankt Petersburg. Seither lebt er als freier Autor in Berlin. Für sein erstes Buch, "33 Augenblicke des Glücks", wurde Ingo Schulze 1995 mit dem Alfred-Döblin-Förderpreis, dem Ernst-Willner-Preis des Ingeborg-Bachmann- Wettbewerbs sowie dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Selten konnte man einen solch detailreichen und analytischen und zugleich aberwitzig komischen und unterhaltsamen Roman über die menschlichen Abgründe des Kapitalismus lesen. ... Die Neuübersetzung von Bernhard Robben: ist mehr als gelungen! Sie ist großartig, modern ohne modernistisch zu sein, gegenwärtig ohne auf Aktualität zu schielen, sprachlich brillant und vor allem: wahnsinnig witzig. ... Unbedingt lesenswert.«

»Steinbecks Roman ist ein großartiges Spiel mit Hoffnungen und Wünschen.«

Mannheimer Morgen, Ulrich Rüdenauer (17. Dezember 2018)

»Wunderbare Sprache, ... großartige Dialoge. Man gleitet regelrecht durch diesen tollen Roman und kann dabei kaum innehalten.«

»John Steinbecks letzter Roman aus dem Jahre 1961 ist ein Lehrstück über den rücksichtslosen Kapitalismus jener Zeit in den USA.«

Hellweger Anzeiger, Ulrich Rubens-Laarmann (24. November 2018)

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