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Der begrabene Riese

Kundenrezensionen (16)

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Gebundenes Buch, Leinen ISBN: 978-3-89667-542-2

Erschienen: 31.08.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Der lang erwartete neue Roman des britischen Bestsellerautors

Britannien im 5. Jahrhundert: Nach erbitterten Kriegen zwischen den Volksstämmen der Briten und Angelsachsen ist das Land verwüstet. Axl und Beatrice sind seit vielen Jahren ein Paar. In ihrem Dorf gelten sie als Außenseiter, und man gibt ihnen deutlich zu verstehen, dass sie eine Belastung für die Gemeinschaft sind. Also verlassen sie ihre Heimat in der Hoffnung, ihren Sohn zu finden, den sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben. Ihre Reise ist voller überraschender Begegnungen und Gefahren, und bald ahnen sie, dass in ihrem Land eine Veränderung heraufzieht, die alles aus dem Gleichgewicht bringen wird, sogar ihre Beziehung.

Ein gewaltiger, intensiver, spannender Roman, der uns mitnimmt auf eine so tiefgründige wie faszinierende Reise. Kazuo Ishiguros unprätentiöser und zugleich betörender Realismus macht ihn zu einem feinsinnigen Meister des Erzählens.

"... der Roman ist reich, vieldeutig und so rätselhaft wie ein Traum, und seine Figuren sind keine Marionetten, sondern psychologisch komplex und widersprüchlich."

Daniel Kehlmann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (05.09.2015)

Kazuo Ishiguro (Autor)

Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 28 Sprachen übersetzt. Sein Roman »Alles, was wir geben mussten« (Blessing, 2005) wurde mit Keira Knightley in der Hauptrolle verfilmt. Der Autor lebt in London.


Barbara Schaden (Übersetzerin)

Barbara Schaden studierte Romanistik und Turkologie in Wien und München, arbeitete anschließend als Verlagslektorin und ist seit 1992 freiberufliche Übersetzerin aus dem Englischen, Französischen und Italienischen. Sie übersetzt neben Kazuo Ishiguro unter anderem Patricia Duncker und Nadine Gordimer. Barbara Schaden lebt in München.

"... der Roman ist reich, vieldeutig und so rätselhaft wie ein Traum, und seine Figuren sind keine Marionetten, sondern psychologisch komplex und widersprüchlich."

Daniel Kehlmann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (05.09.2015)

"Ein Buch, das mich das Staunen noch einmal ganz neu gelehrt hat. ... Ich finde es eine großartige Lektüre."

Felicitas von Lovenberg, SWR Fernsehen, "lesenswert quartett" (08.10.2015)

"Beim Lesen hatte ich Angst: dass der schamanische Sog der ersten Seiten nachlässt, dass der klirrende glasklare Ton seinen Zauber verliert ... Dann wurde es unwichtig."

Alina Bronsky, Literatur Spiegel (28.11.2015)

"... eine universell gültige Geschichte über Völkermord und fehlende Erinnerungskultur."

Philippe Zweifel, SonntagsZeitung (16.08.2015)

"Aus der berührenden Erzählung über das Schicksal zweier alter Menschen wird ein überwältigendes Epos über kollektives Gedächtnis und kollektives Verdrängen."

Jan Ehlert, NDR Kultur (07.09.2015)

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Aus dem Englischen von Barbara Schaden
Originaltitel: The Buried Giant
Originalverlag: Faber & Faber

Gebundenes Buch, Leinen, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-89667-542-2

€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

Erschienen: 31.08.2015

  • Leserstimmen

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Philosophisch, Mystisch, Emotional

Von: Sanny Datum: 28.12.2016

https://www.facebook.com/A-whole-new-World-of-Books-801930199953589/?ref=aymt_homepage_panel

Inhalt
Nach dem Krieg der Sachsen gegen die Briten im 5. Jahrhundert, ist Großbritannien kaum mehr als ein Trümmerhaufen. Das ältere Paar Axl und Beatrice lebt schon seit langer Zeit in einem kleinen Dorf. Doch in diesem sind sie nicht mehr erwünscht, da sie als eine Belastung für die Gemeinschaft gelten. Sie entschließen sich also ihrer Heimat den Rücken zu kehren und begeben sich auf die Suche nach ihrem Sohn, den sie schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen haben. Ihre Reise birgt nicht nur zahlreiche Gefahren, sondern ebenso überraschende und interessante Begegnungen. Doch ebenso bekommen sie die Veränderungen Großbritanniens deutlich zu spüren und schnell wird klar, dass bald nichts mehr so sein wird, wie es einmal war.
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Kritik
Ich erinnere mich noch ganz genau daran, dass ich nicht begeistert war, als wir in der Schule „Alles was wir geben mussten“, im Englischunterricht lesen mussten. Für mich klang es nicht interessant und ich habe ein langatmiges und langweiliges Buch erwartet. Doch als ich es durch hatte, war ich mehr als begeistert. Kazuo Ishiguro beherrscht sein Handwerk wie kein zweiter. Er verarbeitet schwierige Themen in fabelhaften Handlungen und spielt dabei gekonnt mit Worten. Der Schreibstil ist allerdings auch in „Der begrabene Riese“ kein einfacher und die Thematik keine leichte Kost. Es dauert ein wenig, bis man sich in die Geschichte einfindet, doch sobald das geschehen ist, liest sich das Buch relativ flüssig weg.

Ich war beim Lesen sehr überrascht darüber, dass es sehr viel Märchenhaftes und einige Fantasyelemente beinhaltet. Das Paar reist durch Großbritannien und dabei stößt es auf zahlreiche mythische Wesen, die wohl jeder Leser kennt. Zunächst mögen diese nicht so recht in die Handlung passen, doch je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto klarer wird alles. Ich habe mit einer komplett anderen Richtung gerechnet, wurde allerdings mehr als positiv überrascht. So bekommen wir kurze Blicke auf beispielsweise den Zauberer Merlin und König Artus. Doch auch Drachen kommen hier nicht zu kurz.

Es ist schwer zu erklären, weshalb mich dieses Buch so in den Bann gezogen hat, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Es handelt sich nämlich um eine Geschichte, die man selbst für sich entdecken muss. Der Klappentext wird dem leider so gar nicht gerecht, da er einfach nichts von den eigentlichen Geschehnissen preisgibt. Denn eigentlich dreht sich alles um das Geheimnis eines mystischen Nebels, der das Land einhüllt. Was es mit diesem auf sich hat, sollte man allerdings selber herausfinden.

Auch ist es Kazuo Ishiguro wieder einmal gelungen einige wichtige Fragen des Lebens aufzurufen. Für was würde man sich entscheiden? Frieden oder seine Erinnerungen? Das alles wird in einer philosophisch-mystischen Geschichte verpackt, die zum Nachdenken anregt. Hier ist nichts, wie es scheint und man bekommt nicht alle Antworten auf einem Silbertablett serviert, sondern wird zum Nachdenken angeregt. Gerade das gefällt mir sehr. Trotzdem hat die Geschichte in meinen Augen ein paar Längen und an einigen Stellen gerät der Lesefluss aufgrund der Sprache etwas ins Stocken. Der Handlung tut das zwar keinen Abbruch, allerdings habe ich aus diesem Grund relativ lange für das Buch gebraucht.
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Fazit
Das Buch ist keine leichte Kost und auch nicht für jedermann geeignet. Man muss ein ernsthaftes Interesse an Philosophie, der menschlichen Psyche und dem Mystischen aufweisen, um hier ein Lesevergnügen zu haben. Doch für all jene, ist das Buch mit Sicherheit geeignet.

Ein Buch, über das man länger nachdenkt

Von: CoolCatsCologne Datum: 14.06.2016

www.coolcatscologne.de

Offenbar muss ich hier länger ausholen, denn ich denke noch immer über das Buch nach. „Der begrabene Riese“ – ein Buch, auf das die Literaturwelt 10 Jahre gewartet hat. 1989 hat Ishiguro „Was vom Tage übrig blieb“ geschrieben, für das er den Booker Prize bekommen hat. 2005 kam sein letzten Buch „Alles, was wir geben mussten“ heraus, das bei ein paar Freunden von mir noch immer zu ihren Lieblingsbüchern gehört. Jetzt also endlich „Der begrabene Riese“ – das Motiv bleibt gleich, das Genre ändert sich.
Ich bin so hin und her gerissen, komischerweise nicht aus den Gründen, die ich vorher angenommen hatte. Die Welt im Buch ist eine mittelalterliche Fantasywelt, mit der ich normalerweise gar nichts anfangen kann. Aber mit Landschaften hat es Ishiguro ja. Alles ist wunderbar auserzählt, so dass es das Lesen wahrscheinlich schöner macht als es dort in Wirklichkeit aussieht. Und natürlich ist das Genre (angelehnt an) Fantasy. Es spielt in einer Zeit, über die heute fast nichts bekannt ist. Als im 6. Jahrhundert die Römer sich aus England zurückziehen, verfällt das Land in tiefstes Mittelalter. Die Menschen glaubten nun mal an Drachen und Zauberwesen, die tief in den Wäldern hausten. Also laufen den Figuren auch hier und da welche über den Weg. Das hat mich überraschenderweise nicht gestört.
Auch die Motiv der Geschichte, die sich ja grob in allen Romanen von Ishiguro wiederfinden, also Vergessen und Identität, haben mir gefallen. Da legt sich ein Nebel über das Land und niemand kann sich mehr an die Vergangenheit erinnern, oft nicht mal an etwas, das vor ein paar Minuten passiert ist. Wie soll da der Mensch (oder das Land) eine eigene Identität haben? Und als Gegenfrage: aber was ist, wenn dieses Vergessen nur dazu da ist, um dich selbst zu schützen? Diese Fragen muss man sich im Laufe des Buches selbst beantworten und auch ruhig auf unsere Gegenwart anwenden. In welchen Situationen wollen wir die Vergangenheit vergessen und neu anfangen? Wo ist es besser, sich Dingen zu stellen und daraus zu lernen?
Trotzdem hat sich das Buch für mich hingezogen! Denn gerade das Problem mit dem Vergessen lässt die Figuren ohne Hintergundgeschichte dastehen. Sie sind flach und existieren nur für den Moment – und sind mir im großen und ganzen egal. Das ist schade, denn normalerweise bleiben Ishiguros Figuren lange bei mir. Und dann die Sprache! Die ist wie immer wunderbar klar und leise. Allerdings ist die Förmlichkeit, mit der die Figuren sprechen, für das Lesen anstrengend und kräftezehrend. Jemand auf Goodreads schreibt sehr passend, dass das Buch wahrscheinlich 50 Seiten kürzer wäre, wenn man jedes „Prinzessin“ herausstreichen würde.
Da müsst ihr euch wahrscheinlich selbst ein Bild machen.

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