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Der totgeglaubte Gott Politik im Machtfeld der Religionen

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Gebundenes Buch, Pappband mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-466-37072-6

Erschienen: 22.04.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

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Religiöse Leidenschaften erweisen sich als Triebkraft der Weltpolitik. Die Bestrebungen, das politische Leben unter Gottes Herrschaft zu stellen, sind wiedererwacht und fordern das moderne Gemeinwesen heraus.

Mark Lilla zeichnet in seinem international viel beachteten Buch den langen und opferreichen Weg zum säkularen, aufgeklärten Staat nach und plädiert für die konsequente Verbannung des Religiösen aus der politischen Sphäre.

Der totgeglaubte Gott ist ein Buch über die Verwundbarkeit der Welt, jener Welt, die aus der intellektuellen Rebellion gegen die politische Theologie des Westens geboren wurde. Das Thema mag ein wenig ungewohnt wirken, angesichts der Tatsache, dass die westlichen Nationen augenblicklich in Frieden leben und dass die Normen der liberalen Demokratie, gerade was die Religion angeht, allgemein akzeptiert werden. Heute ist es kaum noch vorstellbar, dass aus unserer Mitte je wieder Theokratien entstehen oder bewaffnete Banden religiöser Fanatiker einen Bürgerkrieg anzetteln könnten. Und doch ist diese Welt verwundbar - einerseits, weil das politische System seine Versprechen nicht mehr einlöst, andererseits, weil unser politisches Denken gar keine Anstrengungen mehr unternimmt, überhaupt noch Versprechen zu formulieren.

Die Geschichte, die im Buch nachgezeichnet wird, soll daran erinnern, dass wir uns als moderne Gesellschaft keineswegs am Scheideweg finden zwischen Vergangenheit und Gegenwart oder dem Westen und "dem Rest der Welt". Es soll klar werden, welche Alternativen es gibt, für die wir uns entscheiden können und wir mit der Konsequenz unserer Wahl leben müssen.

»Das Buch ist gut begründet, elegant und flüssig geschrieben. Es ist spannend zu lesen.«

Catherine Newmark in Deutschlandradio Kultur (23.05.2013)

Mark Lilla (Autor)

Mark Lilla, geb. 1956, lehrt als Professor für Geisteswissenschaften an der New Yorker Columbia University. Schwerpunkt seiner Schriften und Vortragsreisen durch die ganze Welt ist die politische und religiöse Ideengeschichte des Westens.

»Das Buch ist gut begründet, elegant und flüssig geschrieben. Es ist spannend zu lesen.«

Catherine Newmark in Deutschlandradio Kultur (23.05.2013)

»Dieses provokante Buch verdient Applaus.«

New York Times (27.05.2013)

Aus dem Englischen von Elisabeth Liebl
Originaltitel: The Stillborn God
Originalverlag: Vintage Books, New York

Gebundenes Buch, Pappband mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-466-37072-6

€ 21,99 [D] | € 22,70 [A] | CHF 29,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Kösel

Erschienen: 22.04.2013

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Auch im Westen gibt es (wieder) eine politische Theologie

Von: A. Buttero  aus Martensrade Datum: 15.06.2013

Das Buch „Der totgeglaubte Gott“ von Mark Lilla ist in mehrere Kapitel unterteilt und erscheint doch zweiteilig. Der eine Teil erklärt die historische Entwicklung und Entstehung des anderen Teiles in der Neuzeit.
Wurde die westliche Politik lange Zeit ganz selbstverständlich losgelöst von der christlichen politische Theologie wahrgenommen, bestimmen religiöse Leidenschaften wieder die Weltpolitik. Die Suche nach einer politischen Verbundenheit unter Gottes Autorität im Christentum scheint wieder zum Leben erweckt. Obwohl dies insbesondere die Politik der Vereinigten Staaten betrifft, überrascht es beinahe, dass der Autor (Professor für Geisteswissenschaften an der New Yorker Columbia University) dieses so wenig thematisiert. Vielmehr verlagert er für das letzte Jahrhundert seinen Schwerpunkt auf Deutschland und die letzte Anwendung dieser politischen Strategie ab den 30er Jahren. Auf dieser Basis macht sich Lilla auf die Suche nach den Quellen dieses Strebens.
Lilla ist in einem verhältnismäßig geringen Umfang (knapp 300 Seiten) eine detaillierte Auflistung der historischen Kontexte zur Trennung von Politik und Religion gelungen. Dabei wird auf die großen Denker der vergangenen Jahrhunderte (z.B. Hobbes, Rousseau, Kant, Hegel …) eingegangen. Desweiteren analysiert er, wie diese ersehnte Trennung sich im Laufe der Jahre wieder in gewissem Maße zurückentwickelt, um in die heutige Politik, natürlich mit anderen Strategien, wieder Einzug zu finden.
Eine gewisse Übersicht über die geschichtlichen Zusammenhänge und Lehrmeinungen dieser Denker halte ich für notwendig zum besseren Textverständnis dieses Buches.
In seinem Buch, welches auf Polemik vollständig verzichtet, erinnert Mark Lilla den modernen Westen an eine beinahe fünfhundert Jahre währende Suche nach politischer Unabhängigkeit von der christlichen Religion … vielleicht mit dem Hintergedanken, diese nicht langsam und beinahe unbemerkt wieder aufzuweichen.
Der Titelzusatz „Politik im Machtfeld der Religionen“ lässt eine Beleuchtung auch anderer Religionen erwarten. Dieses ist zwar nicht der Fall, jedoch können auch die politischen Entwicklungen in anderen Religionen nach dem Lesen des Buches unter neuen Aspekten beleuchtet werden.

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