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Der unbewusste Lebensplan Das Skript in der Transaktionsanalyse. Typische Muster und therapeutische Strategien

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-466-34624-0

Erschienen: 25.04.2016
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„Ich bin eh nicht so wichtig“, „Ich bin schuld“, Ich glaub, ich bin zu blöd“: Drei typische Sätze, die wir schon in früher Kindheit verinnerlichen, unbewusst glauben und mit denen wir uns das Leben schwer machen. Die unbewussten Lebenspläne, die sich aus solchen Sätzen entwickeln, werden in der Transaktionsanalyse als Lebensskripte bezeichnet. Almut Schmale-Riedel analysiert die häufigsten Skriptmuster und ihre Auswirkungen auf Lebensbewältigung, Partnerschaft und Beruf. Basierend auf jahrelanger therapeutischer Erfahrung zeigt sie Wege auf, die aus dem Bann dieser Muster herausführen – einfühlsam, fundiert und verständlich.

Almut Schmale-Riedel (Autorin)

Almut Schmale-Riedel ist Lehrtransaktionsanalytikerin, Supervisorin und Coach. Nach dem Studium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie sowie umfangreicher Aus- und Weiterbildung in Psychotherapie war sie in eigener psychologischer Praxis sowie als Trainerin und Beraterin in Erwachsenenbildungsinstituten tätig. 1982 gründete sie das Fortbildungs- und Psychotherapieinstitut TEAM Entwicklung Arbeit und Mensch in München (jetzt Gilching), das sie seitdem leitet. Sie gründete außerdem den TEAM Arbeitskreis Gewaltprävention und bildet Trainer und Trainerinnen für Selbstsicherheit sowie Selbstverteidigung für Kinder im Grundschulalter weiter.

www.institut-team.de

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 2 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-466-34624-0

€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Kösel

Erschienen: 25.04.2016

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Verständliche Aufarbeitung der Transaktionsanalyse für die Gegenwart

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 29.06.2016

www.rezensions-seite.de


Nicht nur Entwicklungsbiologen oder einige Psychologen, sondern in großer Breite setzt die Wissenschaft die ersten drei Lebensjahre des Menschen als psychisch und in der Persönlichkeit grundlegend prägend an.

Genau jene Jahre somit, an die sich (in der Regel) ein später heranwachsender und erwachsener Mensch weitestgehend gar nicht erinnern kann.

Werte, Verhaltensweisen, Gestaltung von Beziehungen, Sehnsüchte für das Leben, das Erleben und internalisieren des Umganges mit Konflikten und weiterhin so ziemlich alles, was der erwachsene Mensch an Charakter, Persönlichkeit und Handlungen dann in Automatismen aus dem Unterbewusstsein heraus dann „nachlebt“ oder „vor sich hin lebt“ hat in diesen ersten Jahren seinen prägenden Ursprung.

Kann man diese „unbewussten Codes“ entschlüsseln, bearbeiten und damit das eigene Leben souveräner in die eigene Hand nehmen? Das ist die Kernfrage, der sich Schmale-Riedel stellt und zu deren Beantwortung sie in weiten und breiten Teilen auf die Ergebnisse der Forschung Eric Bernes und seiner „Transaktionsanalyse“ und seines damaligen Bestsellers „Die Spiele der Erwachsenen“ zurückgreift,

Und damals wie heute sind die Grundfragen existenziell und ist die Methode wirksam, wie sich in langen Jahren und klinischen Erprobungen gezeigt hat.

Ängste und Begrenzungen als störend erleben, diese Überwinden wollen, leidvolle Beziehungen (und deren dahinterliegende, auch eigene Strukturen) erkennen und bearbeiten wollen, all das bewegt Menschen immer noch ungemein und führt zur Bereitschaft („Leidensdruck), je ihren „unbewussten Lebensplan“ aufzudecken, die „Zwiebel zu schälen“, um dann sich auch von althergebrachten, immer wieder gelebten Mustern verabschieden zu können, die keinen konstruktiven Ertrag für das eigene Leben bisher geleistet haben, im Gegenteil, diesem eigenen, verantwortlichen Leben eher hindernd entgegen stehen.

Stringent nach Berns Erkenntnissen kann dabei die Wichtigkeit „der anderen“ für die eigene Gesundung nicht hoch genug eingeschätzt werden. In der Interaktion vollziehen sich unbewusste Rollenmuster, in der Interaktion finden dann die entscheidenden, nach außen sichtbaren Veränderungen und die eigene Neuorientierung statt.

Nach einer ausführlichen Darlegung der Grundüberlegungen Bernes und des Konzepts des „Lebenstransskripts“ leistet Schmale-Riedel (spürbar aus ihrer Praxis heraus mit vielfachen griffigen Formulierungen und Erläuterungen) eine Darstellung von Lebensskriptmustern und klare Hilfestellungen zur Reflexion, Gewahr-Werdung, Bearbeitung und Veränderungen der diesen Mustern zugrundliegenden, wie „im Gefängnis“ haltenden, Glaubenssätzen und frühkindlicher Skripte.

Wobei deutlich sein muss, dass hier im Buch nur stichwortartig (trotz der vielen Fallbeispiele), die „Augen geöffnet“ werden können für eigene Skripte und die Arbeit an sich sowie die einzelnen Veränderungsschritte tunlichst unter professioneller Begleitung stattfinden sollte. Nicht immer wird das so klar im Buch. Mit der reinen Lektüre und ein wenig sinnieren werden solch tiefsitzende, unbewusste Denkmuster und Automatismen nicht aus der Welt geschafft werden können.

Auf jeden Fall aber ein lesenswertes Buch, dass zum einen Berns Transaktionsanalyse sehr nachvollziehbar und verständlich vor Augen führt, deren zeitlosen Wert betont und in vielfacher Verbindung zur Praxis dem offenen Lesser vielleicht erstmalig, vielleicht wieder einmal die eigenen Skripte vor Augen führt und betont, dass diese nicht so bleiben müssen (und zeigt, wie das ginge).

Ein Gewinn für Experten und Laien

Von: Wolfgang Weiß  aus 85276 Pfaffenhofen Datum: 21.05.2016

Viele Sachbücher erheben den Anspruch sich sowohl an den Fachexperten als auch an den „interessierten Laien“ zu wenden. Nur wenigen Autoren gelingt es diesem Anspruch gerecht zu werden. Anders im vorliegenden Werk von Almut Schmale Riedel: Das Buch neigt weder zur populärwissenschaftlichen Simplifizierung noch zu einer kryptischen Nomenklatur und Textgestaltung, bei der die Fußnote länger als der Originaltext ist. Vielmehr handelt es sich um eine erfrischend verständliche und gleichzeitig tiefsinnige, differenzierte und durchdachte Abhandlung über das individuelle Drehbuch der menschlichen Psyche.

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