VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

, (Hrsg.)

Der wandernde Turm Die Erzählungen

Mit Illustrationen von Elisabeth Klingenberg

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 19,99 [D] inkl. MwSt.
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch, Pappband mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-58034-9

Erschienen: 05.03.2012
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Pressestimmen

  • Service

  • Biblio

Eine literarische Sensation: Der Komponist Sergej Prokofjev als begnadeter Erzähler!

In der Wohnung Sergej Eisensteins fand der Gitarrist Lucian Plessner in einer vergilbten Zeitschrift Erzählungen des großen Komponisten Sergej Prokofjev und landete damit eine literarische Sensation: Lange war nicht bekannt, dass der Komponist auch schriftstellerisch tätig war. Auf seinen unzähligen Reisen schrieb er humorvoll-skurrile Geschichten, die die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit aufs Korn nehmen: Da begibt sich der Eiffelturm aus Sehnsucht nach dem Turm der Türme auf Wanderschaft nach Babylon, ein eitler Offizier und ein verliebter Maler wetteifern um eine Frau und legen sich dafür mit Schopenhauer an, oder ein Ingenieur verliert seine Frau und den Verstand. In seinem erzählerischen Werk, das hier vollständig vorliegt, spiegeln sich Prokofjevs Vorliebe für märchenhafte Stoffe, Zeiteinflüsse wie Dada und Surrealismus, aber auch die russische Erzähltradition eines Dostojewski, Gogol oder Tschechow.

"Mit seinen frühen Erzählungen wird ein kleiner Schatz gehoben, trefflich übersetzt von Lucian Plessner und vignettenhaft illustriert von Babette Klingenberg. Schöne Bizarrerien."

Die Welt

"Mit seinen frühen Erzählungen wird ein kleiner Schatz gehoben, trefflich übersetzt von Lucian Plessner und vignettenhaft illustriert von Babette Klingenberg. Schöne Bizarrerien."

Die Welt

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Russischen von Lucian Plessner
Originaltitel: Erzählungen
Originalverlag: Haus des Komponisten, Moskau 2003

Mit Illustrationen von Elisabeth Klingenberg

Gebundenes Buch, Pappband mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
Mit 11 Illustrationen

ISBN: 978-3-570-58034-9

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Edition Elke Heidenreich

Erschienen: 05.03.2012

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (eBook)

Der wandernde Turm - Bücher für Weihnachten...

Von: EricaSta Datum: 03.12.2017

https://happy-hour-with-picts.blogspot.de

„Peter und der Wolf“ ist ein musikalisches Märchen entstanden
im Jahr 1936. Der Komponist Sergej Prokofjew hatte das Stück für das
Moskauer Kindertheater komponiert und ist weltberühmt und beliebt.
_____ Peter und der Wolf ist übrigens zu YouTube verlinkt _____

There are still so many beautiful things
to be said in C Major.
Sergei Sergejewitsch Prokofjew


Major ist im Englischen leider doppelt belegt, was immer wieder zu
Missverständnissen führt. Einerseits bedeutet es nämlich einfach
Dur, also z.B. C major, G major; andererseits bezeichnet man damit
in Akkorden eine große Septime, z.B. Cmaj7 (C-Dur Akkord mit
großer Septime) oder DmMaj7 (D-Moll Akkord mit großer Septime).


Doch diesmal dreht es sich um seine Literatur und nicht um die Musik!


Der wandernde Turm.

Der Autor.
Sergej Prokofieff (Prokofjew)
zählt zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts und wurde
am 23. April 1891 in Sonzowka geboren und starb am 4. März 1953 in Moskau.

Prokofieff studierte am Moskauer Konservatorium. Bei Ausbruch der
Oktoberrevolution floh er aus seiner Heimat. Viele Jahre lang bereiste er die Welt, gab Konzerte und gewann internationalen Ruhm. 1913 reiste er zunächst in den Westen (Frankreich und England) wo er Richard Strauss und Maurice Ravel kennenlernte.

Als er nach seiner Rückkehr sein 2. Klavierkonzert präsentiert, lehnte das Publikum dieses als zu 'futuristisch' ab. 1917 beendete er die Arbeit an seiner 'Symphonie classique', welche ihm internationalen Ruhm brachte.
Nach dem Krieg trat Prokofieff auch in Japan und in den USA als Pianist auf, lebte lange Zeit in Frankreich und kehrte 1934 nach Rußland zurück.

Beinahe 50 Jahre nach dem Tod von Prokofjew verflossen, bis die acht
vollendeten (und drei unvollendeten) Stories erstmals auf Deutsch übersetzt worden waren. Selbst in Russland schienen sie vergessen.

Beim Lesen empfinde ich sofort, dass hier nicht etwa ein Zufallsliterat am Werk war.

Prokofjew hatte sich nämlich ernsthaft im Zeitraum etwa von 1917 bis 1921 Hoffnung auf eine berufliche Zukunft als Literat gewünscht, wie meine Recherche über ihn ergab.

Er publizierte wohl in verschiedenen Zeitschriften. Die Schreiberei bricht jedoch ab, als sich dann erste musikalische Erfolge einstellen, die seine Berufsaussicht vereindeutigten.

Der Erfindungsreichtum seiner Prosa bleibt grandios.


Der Komponist Sergej Prokofjev als begnadeter Erzähler!

Es klingt geradewegs abenteuerlich: In der Wohnung von Sergej Eisensteins
fand der Gitarrist Lucian Plessner in einer vergilbten Zeitschrift Erzählungen
des großen Komponisten Sergej Prokofjev — Eisenstein, der im Übrigen
mit dem russischen Komponisten Sergei Prokofjew für zwei seiner Filme
zusammenarbeitete: Alexander Newski und Iwan der Schreckliche
(Teil I. und Teil II.).

Damit landete Lucian Plessner eine literarische Sensation: Lange war
nicht bekannt, dass der Komponist auch schriftstellerisch kreativ tätig war.

Auf seinen unzähligen Reisen schrieb Prokofjew nämlich immer wieder die eine oder andere dadaistisch-skurrile Geschichte, die die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit unter die Lupe nahm: Da begibt sich u.a. der Eiffelturm in Paris aus Sehnsucht (!) nach dem Turm der Türme auf Wanderschaft nach Babylon.

Weiterhin: Ein eitler Offizier und ein verliebter Maler wetteifern um eine Frau und legen sich dafür mit Schopenhauer an, oder etwa der Ingenieur, der seine Frau verliert und danach den Verstand...

In seinem erzählerischen Werk, das hier im Buch vollständig vorliegt, spiegeln sich deutlich Prokofjews Vorliebe für Märchenhaftes, wie wir es aus seiner Musik kennen und lieben. Auch Zeiteinflüsse — wie erwähnt — Dada und Surrealismus spielen dabei eine große Rolle.

Zu spüren ist weiterhin auch die typisch russische Erzählkunst eines
Dostojewski, eines Gogol oder auch eines Anton Tschechowas.

Ich genieße die Geschichten... und deren Beschreibung, die chronologisch
dazu im Buch geboten sind.

Sieben von sieben Lesezeichen

Voransicht