Der zweite Reiter

Ein Fall für August Emmerich
Kriminalroman

Hardcover
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Er ist dem Grauen der Schlachtfelder entkommen, doch in den dunklen Gassen Wiens holt ihn das Böse ein ...

Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Der Glanz der ehemaligen Weltmetropole ist Vergangenheit, die Stadt versinkt in Hunger und Elend. Polizeiagent August Emmerich, den ein Granatsplitter zum Invaliden gemacht hat, entdeckt die Leiche eines angeblichen Selbstmörders. Als erfahrener Ermittler traut er der Sache nicht über den Weg. Da er keine Beweise vorlegen kann und sein Vorgesetzter nicht an einen Mord glaubt, stellen er und sein junger Assistent selbst Nachforschungen an. Eine packende Jagd durch ein düsteres, von Nachkriegswehen geplagtes Wien beginnt, und bald schwebt Emmerich selbst in tödlicher Gefahr...

»Was Alex Beer erzählt, betrifft auch die heutige Zeit, aber wie sie erzählt, lässt die ferne Vergangenheit lebendig werden: ein Kunststück der Stimmungsmalerei, das Wien in einem düsteren, aber faszinierenden Licht neu erstrahlen lässt. Eine Welt von gestern, in die wir hineingesaugt wurden und die wir nur ungern wieder verlassen haben. Das Versprechen des letzten Satzes hat uns getröstet: 'Diese Geschichte war noch nicht vorüber.'«

Jury des Leo-Perutz-Preises für Wiener Kriminalliteratur 2017 (13. September 2017)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8090-2675-4
Erschienen am  27. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Kriminalinspektor-Emmerich-Reihe

Leserstimmen

Ein gelungener Auftakt mit kleinen Schwächen

Von: Bücherserien.de

11.06.2018

Der Erste Weltkrieg ist kaum vorbei, die einstige Weltstadt Wien ist im Jahr 1919 nur noch ein Schatten ihrer selbst. Hier ermittelt Polizeiagent August Emmerich inmitten elender Verhältnisse. Als die Leiche eines vermeintlichen Selbstmörders entdeckt wird, hat er Zweifel; doch sein Vorgesetzter glaubt nicht an seine Mord-Theorie. Emmerich ermittelt auf eigene Faust, dabei stets hoffend, dass niemand merkt, dass seine eigene Kriegsverletzung ihm ausgerechnet jetzt zu schaffen macht. Denn sein Traum ist die „Leib und Leben“-Abteilung, wie die Mordkommission zu jener Zeit heißt – hier möchte er arbeiten, also muss er Erfolge vorweisen. Zusammen mit seinem Assistenten Winter, ein unerfahrener Neuling, versucht Emmerich einen Mord aufzuklären, was ihn und Winter schon bald in große Gefahr bringt … „Der zweite Reiter“ ist der Auftakt einer Reihe Wien-Krimis, die Alex Beer (ein Pseudonym der Autorin Daniela Larcher) in eine spannende Zeit gesetzt hat. Im Krimi-Genre ist diese Epoche noch etwas unterrepräsentiert, wenngleich Volker Kutscher mit seiner Gereon Rath-Reihe im Berlin der 1930er Jahre Maßstäbe gesetzt hat. Die Emmerich-Krimis spielen deutlich früher und noch dazu in Wien, das zu jener Zeit den Untergang des Kaiserreiches erlebt. Nach dem Krieg ist Österreich kleiner geworden, es fehlen wichtige Rohstoffe, die Wiener leiden Hunger – ein aufregendes Setting, geradezu prädestiniert für Verbrechen. Alex Beer hat diese Zeit hervorragend recherchiert und lässt das alte Wien sehr plastisch vor den Lesern auferstehen. Für die Krimihandlung gilt dies leider zunächst nicht in gleichem Maße. Die lässt sich zögernd an, der Spannungsaufbau gelingt nicht auf Anhieb, man möchte „Der zweite Reiter“, zumindest in der ersten Hälfte, etwas langatmig nennen. Alex Beer will viel erzählen in diesem Buch, und was ihr bei der Schilderung der Zeit, der Menschen, des elenden Alltags nach diesem Krieg auch sehr gut gelingt, das fehlt ein bisschen beim eigentlichen Krimi. Sprache und Stil von „Der zweite Reiter“ sind anfangs recht schwierig für Leser, die den typischen „Wiener Schmäh“ nicht kennen, mögen oder verstehen. Dialoge sind oft im Dialekt geschrieben, was verzeihlich ist und die Geschichte authentisch macht. Aber auch ungewöhnliche Metaphern und Satzgestaltung stören gelegentlich den Lesefluss, Füllwörter erscheinen unnötig oft; es sind Kleinigkeiten, die mich jedoch ein paarmal, zumindest kurz, aus der Geschichte gebracht haben. Überzeugend fand ich dafür Rayonsinspektor Emmerich. Er ist ein typischer Antiheld, ein zäher Kerl, dem das Leben immer wieder Steine in den Weg legt. Nicht immer wählt er den legalen Weg, wenn es um seine Ermittlungen geht. Als gäbe es angesichts von Zeit und Ort nicht Schwierigkeiten genug, hat Emmerich auch noch private Probleme. Hinzu kommt das zunächst schwierige Verhältnis zu seinem jungen Kollegen Winter. Emmerich bietet Reibungsflächen, was ihn zu einem tragenden und interessanten Protagonisten macht. Mein Fazit: Ganz rund ist „Der zweite Reiter“ noch nicht: Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, die Handlung anfangs zögerlich. Doch das Nachkriegs-Wien kurz vor den 1920er Jahren ist angenehm dicht beschrieben, die Stimmung der Zeit vermag Alex Beer hervorragend einzufangen. Liest man das Buch eher als historischen Roman denn als Krimi, ist das Lesevergnügen ungleich größer. Die Reihe um den durchaus interessanten Ermittler Emmerich und seinen Assistenten hat Potenzial. Ich werde auf jeden Fall auch noch den 2. Band der Reihe lesen (erschien im Mai 2018) und ggf. berichten, ob die oben genannten „Kinderkrankheiten“ beseitigt wurden.

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Toller historischer Wien-Krimi

Von: Martinas Buchwelten

08.03.2018

Bewertung: 4 1/2 Sterne Wien 1919 - kurze Zeit nach Ende des 1. Weltkrieges. Die Monarchie ist Geschichte, die Menschen leiden unter Hunger und Kälte. Viele sind an der Spanischen Grippe gestorben oder haben ihr Zuhause verloren. Der Schleichhandel auf dem Schwarzmarkt blüht. Auch Rayonsinspektor August Emmerich ist ein Kriegsversehrter. In seinem Bein steckt noch immer ein Granatsplitter, der ihm oftmals Beschwerden macht. Doch Emmerich hat den dringenden Wunsch in die Abteilung "Leib und Leben" zu wechseln. Noch muss er "niedrige" Polizeiarbeit verrichten, die ihm gar nicht schmeckt. Sein verletztes Bein ist ihm nur hinderlich. Deswegen hilft er sich mit Heroin, das zu dieser Zeit noch als Husten- bzw. Schmerzmittel verschrieben wurde. Sein Chef setzt ihn auf Schleichhändler an und bekommt den jungen Assistenten Ferdinand Winter zur Seite gestellt, der aus verarmten Adel stammt. August Emmerich ist alles andere als erfreut darüber. Als ein Toter im Stadtwald gefunden wird, der Selbstmord verübt haben soll, glaubt Emmerich nicht an Suizid. Der Tote war nämlich "Kriegszitterer". Wie wäre es diesen armen Mann möglich gewesen sich selbst zu richten? Doch sein Chef glaubt nicht an Mord und so ermittelt Emmerich auf eigene Faust weiter.....schließlich möchte er in Zukunft sowieso nicht mehr im Innendienst arbeiten, sondern Mordfälle bearbeiten. Emmerich und Winter kommen nach und nach einigen seltsamen Vorfällen auf die Spur und geraten, schneller als ihnen lieb ist, in Gefahr. Neben seiner schmerzenden Kriegsverletzung und seinen unüberlegten Schnüffeleien hat der Rayonsinspektor bald ein weiteres Problem. Als der totgeglaubte Ehemann seiner Lebensgefährtin aus der Kriegsgefangenschaft unvermutet zurückkehrt, verliert er nicht nur seine Geliebte, sondern auch sein Heim. Doch das ist erst der Beginn seiner Schwierigkeiten.... August Emmerich hat nämlich auch im Job seine eigenen Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit. Es dauert nicht lange und er selbst steht auf der Liste der Verdächtigen. Ferdinand Winter hat anfangs seine Problem mit Emmerichs Auslegung der Gesetze, doch bald erkennt er, dass sein Kollege den richtigen Riecher hat.... Mit viel Vergnügen habe ich August Emmerich und Ferdinand Winter bei ihren Recherchen begleitet. Die Spannung setzt schon bei den ersten Kapiteln ein und bleibt bis zum Ende bestehen. Mit einigen überraschenden Wendungen kann die Autorin den Spannungsbogen zum Ende hin noch heben. Alex Beer versteht es, nicht nur die stimmige Atmosphäre aus dieser Zeit wiederzubeleben, sondern auch ein Bild der Adeligen zu zeichnen, die nicht an den Zerfall der k.u.k. Monarchie glauben wollten. Die Menschen sind unentschlossen, versuchen so gut es geht zu überleben und träumen von einem besseren Leben. Die Stimmung wird wunderbar eingefangen und auch auf August Emmerichs Nöte und Sorgen wird eingegangen und machen die Figur noch lebendiger. Hinter dem Pseudonym Alex Beer steckt die österreichische Autorin Daniela Larcher. Mit "Der zweite Reiter" hat sie den Auftakt zur neuen Krimireihe rund um Ermittler August Emmerich vorgelegt. Die Fortsetzung "Die rote Frau" erscheint im Mai und wird definitiv von mir gelesen werden. Schreibstil: Alex Beer hat einen sehr intensiven und flüssigen Schreibstil. Man wird automatisch in die Zeit nach der Jahrhundertwende versetzt und hat die Schauplätze vor Augen, die sehr bildhaft beschrieben sind. Der Leser unternimmt eine Reise durch die Straßen und Ecken von Wien, die teilweise auch heute noch ein Begriff sind. Die Autorin hat wunderbar recherchiert. Durch eingestreute Dialektwörter erhält der Krimi mehr Lokalkolorit. Die Figuren sind facettenreich und haben Ecken und Kanten. Fazit: Ein absolut gelungener Auftakt zu einer historischen Krimireihe, die in der Wiener Zwischenkriegszeit spielt. Tolle Atmosphäre und eine spannende Verfolgungsjagd durch die Straßen von Wien mit einem sehr speziellen Ermittler. Ich freue mich schon auf Teil 2!

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Vita

Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Nach Der zweite Reiter, der von der Presse hochgelobt und mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet wurde, erscheint mit Die rote Frau jetzt der zweite Band der spannenden Reihe um den Ermittler August Emmerich.

www.alex-beer.com

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17. Jan 2019

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Zitate

»Wie Beer diesen Fall dreht und wendet, ist großes Kino – mehr noch die exzellent recherchierte Hoffnungslosigkeit im Wien nach dem ersten Weltkrieg. Total super.«

Stephan Bartels, Brigitte (07. Juni 2017)

»Interessant ist das Buch, weil es Alex Beer gelingt, Zeitgeschichte und Krimihandlung nahtlos miteinander zu verknüpfen.«

Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Zeitung (06. Juni 2017)

»Beer fächert die Gesellschaft auf, macht die Zeit geschickt lebendig, lässt die Figuren leben ... Eine historische Lücke wird geschlossen. Und zwar gut.«

Elmar Krekeler, DIE WELT (29. März 2017)

»Das Zeitkolorit, das Elend und der tägliche Kampf der Menschen ums Überleben sind ganz starke Passagen des Romans, die allein schon für Spannung sorgen.«

dpa (09. Mai 2017)

»Morbide und düster ist die Atmosphäre [...]. Der große politische und gesellschaftliche Umbruch nach dem verlorenen Krieg prägt die solide erzählte, spannende wie informative Geschichte.«

Wolfgang Hauptmann / APA – Austria Presse Agentur (10. April 2017)

»Die Geschichte lebt auch von den vielen schillernden Gestalten, die Alex Beer liebevoll zeichnet«

Christiane Irrgang / NDR Kultur (04. Mai 2017)

»Alex Beer hat sehr gut recherchiert. Vor allem aber hat sie mit August Emmerich eine interessante Hauptfigur entwickelt.«

Eckhard Stuff / rbb kulturradio (30. Mai 2017)

»Toll, wie die österreichische Autorin mit ihrem Ermittler die Wiener Nachkriegsgesellschaft gleichermaßen erkundet, ausleuchtet und durchmisst.«

Ulrich Noller / WDR „Noller liest“ (03. April 2018)

»Beer unterlegt die kriminelle Handlung mit präzisen historischen Fakten, und macht ihren spannenden Thriller so zu einem anregenden Geschichtsbuch.«

Hartwig Hochstein, Leipziger Volkszeitung (08. März 2017)

»Der zynische, gleichwohl erstaunlich einfühlsame Protagonist des Romans ist eine spannende Figur, über die noch viel zu erzählen sein wird.«

Ernst Corinth, Hannoversche Allgemeine Zeitung (22. März 2017)

»[Ihre] Erzählkunst führt mit Sogwirkung in ein Wien der Zwischenkriegszeit, von dem man schon nach wenigen Sätzen mehr erfahren will.«

Susanne Zobl / NEWS (07. April 2017)

»Mit dem Roman Der zweite Reiter beginnt eine historische Wien-Serie, die sehr spannend ist.«

Peter Pisa, Kurier (A) (24. April 2017)

»Düster, melancholisch, gnadenlos und aufregend. Ein gelungener Auftakt, der nach einer (zum Glück schon geplanten) Fortsetzung schreit.«

Franziska Trost / Kronen Zeitung (07. April 2017)

»Eine abgründige, finstere Geschichte, die ihre Leser in eine verstörende Vergangenheit führt. Atmosphärisch dicht, detailreich recherchiert.«

Alfred Komarek / literaTOUR (ServusTV) (04. Mai 2017)

»Ein richtig toller Plot, der einen von der ersten Seite an fesselt? Wunderbar! Das Ganze vor einem perfekt recherchieren historischen Hintergrund? Hervorragend! Ein völlig unvorhergesehenes, furioses Ende, das dem Ganzen noch einmal den ultimativen Twist verleiht? Jackpot! Mit dem Debüt ihrer Reihe um Polizeiagent August Emmerich, der kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges in Wien ermittelt, gelang Alex Beer ein großer Wurf.«

Daniela Abels / Kölner Illustrierte (27. April 2017)

»Brillanter Auftakt zu einer spannenden historischen Krimiserie. Unbedingt lesen!«

Elvira M. Gordon-Pusch / Frankfurter Stadtkurier (09. Mai 2017)

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