Die Ardennen-Offensive 1944

Hitlers letzte Schlacht im Westen

(3)
Hardcover
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Im August 1944 schien das Ende des Zweiten Weltkrieges nah. An Ost- und Westfront trieben die Alliierten die Wehrmacht vor sich her, das Attentat vom 20. Juli schien ein Signal nach innen zu sein. Doch Hitler und seine getreuen Generäle verweigerten sich dieser Realität, auch in den alliierten Führungsstäben zeigten sich Unstimmigkeiten. Zunächst jedoch wurde die Westfront in atemberaubendem Tempo nach Osten verschoben, Belgien wurde befreit; Schrecken erfüllte insbesondere die deutschsprachigen Ostkantone der Ardennen, Vergeltungsmaßnahmen von Fliehenden und Verfolgern waren an der Tagesordnung. Vor diesem Hintergrund schufen verzweifelte Entschlossenheit auf deutscher und euphorische Fehleinschätzungen auf alliierter Seite die Ausgangslage für die wohl brutalste Schlacht des Krieges, in den Ardennen im Winter 1944/1945. In nur sechs Wochen verloren allein 150 000 Soldaten ihr Leben; für die USA war es die blutigste Schlacht des gesamten Krieges.

»Beevors Buch schafft es, ein ebenso umfassendes wie lebendiges Bild jener letzten vergeblichen Offensive der Deutschen zu zeichnen - des letzten Schnaufers eines sterbenden Regimes.«

Norman Ohler, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (05. Februar 2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Helmut Ettinger
Originaltitel: Ardennes 1944
Originalverlag: Viking (Penguin Books), London 2015
Hardcover mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
3 s/w-Bildteile a 8 Seiten und 17 Karten im Text, je 1 Karte im Vor- und Hintersatz
ISBN: 978-3-570-10220-6
Erschienen am  31. Oktober 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Rezension zu "Die Ardennen Offensive 1944"

Von: Zsadista

04.09.2018

„Die Ardennen Offensive 1944“ ist ein historisches Sachbuch aus der Feder des Autors Antony Beevor. Ich finde das Cover bereits bezeichnend für das Elend des 2. Weltkrieges. Dem Soldat sieht man auf dem Bild schon den Hunger, die Kälte und das Grauen des Krieges an. Das Buch ist rund 480 Seiten dick. Im Innenteil finden sich einige Bilder mit dazugehörigem Text. Es sind auch ein paar Karten zu finden. Mir hat das sehr gut gefallen. Im Anhang ab Seite 404 wird einiges abgearbeitet. Das geht von einem Kartenverzeichnis und Militärische Symbole bis hin zu den Quellennachweisen. Der Bericht selbst hat mich sehr mitgenommen. Wie jeder Bericht oder Film über Kriege im Allgemeinen. Ich konnte das Buch auch nicht am Stück lesen und musste immer wieder Pausen einlegen. Viel Neues gibt es in diesem Buch natürlich nicht zu erfahren. Die Schlachtausgänge sind bekannt und werden sich auch in hundert Jahren nicht ändern. Gefallen hat mir an diesem Bericht, die vielen Einzelschicksale, die der Autor mit in die Geschichte eingebracht hat. Auch die Hinweise auf fehlenden Nachschub, schlechte Straßen, falsche Kleidung und dergleichen fand ich auch ganz gut. Normal liest man so etwas nicht so oft in solchen Berichten. Ganz klar fand ich auch, dass Teile des Buches einfach übertrieben waren. Manchmal kam man sich vor, als wäre man in einem schlechten amerikanischen Kriegsfilm gelandet. Die Deutschen sind zu doof zum Atmen und die Alliierten erledigen ganze Kompanien Deutscher Soldaten mit zehn Mann. Aber nun gut, das passiert eben, wenn nur eine Person solche Bücher verfasst. Natürlich werden da nur landeseigene Personen befragt und Berichte recherchiert. Ich würde mir wünschen, dass man so ein Buch in Kooperation mit verschiedenen Autoren schreiben würde. Damit man verschiedene Ansichten hat, Überlebende aus allen Ländern fragen könnte und einfach gemeinsam die alten Berichte aufarbeiten könnte. Das Buch war jetzt nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Ich vergebe hier gute 3 Sterne, weil mir halt so einiges recht übertrieben erschien. Vor allem, wenn man durch eigene Recherche im Internet ganz andere Zahlen findet. Ich habe aber nur zwei Ereignisse überprüft und den Rest einfach nur gelesen und nicht mehr nachgeforscht.

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Die Ardennen-Offensive 1944

Von: Patrick Schlenz aus Willstätt

14.07.2017

Autor Antony Beevor hat es im vorliegenden Werk "Die Ardennen Offensive 1944" wieder einmal geschafft, einen sehr komplexen geschichtlichen Vorgang verständlich von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Die Ardennen Offensive, Hitlers letzter Versuch im Westen offensiv aktiv zu werden, um den Krieg noch positiv beeinflussen zu können, scheitert kläglich. Obwohl Hitler die Alliierten überraschen kann, hat er seinen Militärs unverrückbare Prämissen zur Durchführung der Offensive mit auf den Weg gegeben, die führenden deutschen Militärs bereits vor Beginn der Offensive ein Scheitern sicher erscheinen lassen. Da aber im Führerstaat ein allzu offensives Kritikverhalten gefährlich ist, wird die Offensive, wie von Hitler befohlen, durchgeführt. Beevor schildert die Planungsphase mit all ihren Handicaps und beschreibt auch die Überraschung der überrumpelten alliierten Befehlshaber. Einen Schwerpunkt setzt der Autor in der Beschreibung der Animositäten und Intrigenspiele, die sich der englische Feldmarschall Montgomery mit den seinen amerikanischen "Kollegen" liefert. Darüber hinaus schildert er, was im alliierten Hauptquartier "SHAEF" während der Offensive vor sich geht. Dies blendet der Autor auf Deutscher Seite nicht aus, vernachlässigt aber aus meiner Sicht jedoch die Schilderung der Vorgänge im deutschen Hauptquartier. Die einzelnen Phasen der Offensive mit den jeweiligen Gefechten und Augenzeugenberichten bestechen. Fast zu jedem Ort, jeder Straße und jeder Kreuzung gibt es einen genauen Bericht der jeweiligen Gefechte und Ereignisse. Natürlich werden auch die Menschenrechtsverletzungen sowie die Verletzungen des Kriegsrechts, häufig durch SS-Verbände begangen, zu Recht beschrieben. Die "Gegengreuel", die die Alliierten im Gegenzug an den deutschen Soldaten begingen, werden zwar erwähnt aber aus meiner Sicht fast schon verharmlosend beiläufig dargestellt. Der Autor beschreibt dabei, dass diese "Gegenmaßnahmen" von den alliierten Befehlshabern nicht nur toleriert sondern auch begrüßt wurden mit einer Offenheit, die überrascht. Der Autor schildert sehr eindringlich das Leiden der Soldaten auf beiden Seiten. Auch die unendlichen Qualen der Zivilisten, auf die im Zweifel weder die Deutschen noch die Alliierten Rücksicht nahmen, werden eindringlich dargestellt. Die Beschreibung des Zusammenbruchs der Offensive an den einzelnen Abschnitten, die häufig auch der katastrophalen Versorgungslage der Angreifer geschuldet waren, zeigt auf, mit welcher materiellen Übermacht die Alliierten operieren konnten. Beevor arbeitet aber dabei auch heraus, wie schnell das "SHAEF" und seine Befehlshaber in der Lage waren, die richtigen Gegenmaßnahmen zu ergreifen und wie hartnäckig die Deutschen trotz materieller Unterlegenheit weiterkämpften. Letztendlich nimmt die Ardennen Offensive dem untergehenden 3. Reich die Möglichkeit, sich der Offensive der Russen zu Beginn des Jahres 1945 stärker entgegenzusetzen. Dies ist auch letztendlich die Conclusio die Beevor zieht und die das Ende des Führerstaats beschleunigt, da die letzten Kräftereserven unnötig geopfert wurden. Insgesamt ist das vorliegende Buch sehr lesenswert und gut. Wer sich für die detaillierte Geschichte des 2. Weltkriegs interessiert sollte das Werk in seiner Bibliothek haben. Wenn der Leser bei der ein oder anderen Passage eine gewisse Distanz einnimmt, die der Nähe des Autors zu den Alliierten geschuldet ist, dann ist das bei der Lektüre kein Nachteil.

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Vita

Antony Beevor, Jahrgang 1946, hat sich mit mehrfach ausgezeichneten und in zahlreiche Sprachen übersetzten Büchern zur Geschichte einen Namen gemacht. Auf Deutsch sind von ihm erschienen: »Stalingrad« (1999), »Berlin 1945 – Das Ende« (2002), »Die Akte Olga Tschechowa« (2004), »Der Spanische Bürgerkrieg« (2006), »Ein Schriftsteller im Krieg« (2007), »D-Day« (2010) und »Der Zweite Weltkrieg« (2014).

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Zitate

"Scharf in der Analyse, lebendig und anschaulich geschrieben, (...). Beevors Buch erinnert zur richtigen Zeit daran, wie hart und opferreich jene freie Welt erstritten wurde, deren Werte und Errungenschaften heute so vielen Menschen so wenig bedeuten."

Joachim Käppner, Süddeutsche Zeitung (14. November 2016)

"Beevor legt ein brillantes Buch über Hitlers letzte Schlacht vor. Einmal mehr überzeugt er mit der ungeheuren atmosphärischen Dichte der Schilderungen paralleler Kampfhandlungen. Zugleich besticht seine sachliche Unbestechlichkeit, indem er sämtliche Aspekte beleuchtet."

Passauer Neue Presse (05. Mai 2017)

»Einmal mehr versteht es Beevor, Zeitgeschichte sachlich und gleichzeitig spannend zu erzählen.«

Aachener Nachrichten (24. Januar 2017)

»Der Wahnsinn wird hier akkurat vorgeführt.«

Buchmarkt (10. Januar 2017)

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