Die Einwilligung

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„Wird dir nicht bewusst, wie sehr er dich ausnutzt und wie sehr er dir schadet? Er ist der Schuldige, nicht du …“

Paris, Mitte der 1980er-Jahre. Auf einer Feier lernt die dreizehnjährige Vanessa den kultivierten Literaten G. M. kennen. Sie ist verwirrt – und geschmeichelt, als er in den Wochen darauf in sehnsuchtsvollen, wunderschön formulierten Briefen um sie wirbt. Nach und nach wird sie freiwillig zum sexuellen Kindesopfer dieses Mannes. Als Vanessa begreift, wie sehr sie von ihrem Liebhaber psychisch überfordert, betrogen und manipuliert wird, sucht sie in ihrem Umfeld Hilfe. Aber vergeblich.

In dem Künstlermilieu, in dem sich Vanessa und ihre alleinerziehende Mutter bewegen, tolerieren alle, dass G. M. auf Minderjährige fixiert ist und sich seiner Neigung rühmt. Der Zeitgeist macht es ihm leicht. Auch Vanessas Mutter lässt diese Beziehung nach anfänglichem Protest zu. Die Polizei und das Jugendamt, durch anonyme Hinweise auf die strafbaren Handlungen aufmerksam gemacht, verfolgen den Fall nur halbherzig.

DER AUFRÜTTELNDE NR. 1-BESTSELLER AUS FRANKREICH

Ausgezeichnet mit dem Prix Jean-Jacques Rousseau für autobiographische Schriften und mit dem Grand Prix des lectrices de "Elle"

  • Der Nr.-1-Bestseller aus Frankreich, der schon jetzt weltweit Aufsehen erregt und zahlreichen Ländern erscheinen wird.

  • Vanessa Springoras persönliche Geschichte macht das systematische Wegsehen einer bequemen Gesellschaft und die fragwürdige Lizenz zum Tabubruch in der Welt der Künstler deutlich.

»Es sage noch einer, dass Bücher heutzutage keine Macht mehr hätten. In Frankreich ist ein Werk erschienen, das in wenigen Tagen die halbe Welt veränderte.«

Neue Zürcher Zeitung, 17.01.2020 (03. Februar 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Französischen von Hanna van Laak
Originaltitel: Le consentement
Originalverlag: Edition Grasset
Hardcover mit Schutzumschlag, 176 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-89667-683-2
Erschienen am  09. Juni 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

kennt die Liebe ein Alter?

Von: litterarumnebula

19.07.2020

"Ich bin vor kurzem vierzehn geworden. Er wird bald fünfzig. Na und?" Mit diesen Worten startet V. in die Liebesbeziehung mit G. M. einem bekannten französischen Schriftsteller. Wie falsch sich das anhört ist jedem klar, nur ihr damals nicht. Vom Vater verlassen freut sie sich über die Aufmerksamkeit eines älteren Mannes, findet dort endlich Liebe, die sie so dringend sucht. Oder zumindest glaubt sie das. Langsam und bedacht kappt G. M. alle ihrer Beziehungen zu gleichaltrigen, bis sie fast alleine steht und niemand ihr hilft aus der Beziehung zu fliehen. "Das Stockholm-Syndrom ist mehr als ein Gerücht." Keine Schminke, keine Schokolade, ihr jugendliches, fast kindliches Aussehen soll sie behalten, was Pädophil bedeutet, lernt sie viel zu spät und wie falsch das ist auch. Seine Bücher, in denen er sich mit Liebschaften zu Kindern brüstet, darf sie nicht lesen. Nur die harmlosen. Am Ende sieht sie eher sich als Ungeheur als ihn. Ich weiß nicht genau wie ich dieses Buch beschreiben soll. Noch nie haben mich 114 Seiten so aufgewühlt. Man fühlt mit V., versteht ihr Denken und Handeln und möchte sie am liebsten von diesem Mann wegziehen. Mich überraschte die Ehrlichkeit mit der die Autorin berichtet. Von der Liebe, der Beziehung und dem Leid, dass sie noch Jahre verfolgte, ebenso wie G. M. selbst es ebenfalls tat. 5 / 5 Sternen. Aber definitiv keine Leseempfehlung für jeder man. Ich möchte hiermit eine Triggerwarnung für Missbrauch jeglicher Form aussprechen, auch mir ist das Lesen nicht immer leicht gefallen. "Solange mir nicht bewiesen werden kann - mir, wie ich jetzt, heute, bin, mit meinem Herzen und meinem Bart und meinem beginnenden körperlichen Verfall -, dass es im unendlichen Lauf der Dinge kein Jota ausmacht, wenn ein minderjähriges nordamerikanisches Mädchen namens Dolores Haze von einem wahnsinnigen ihrer Kindheit beraubt wird, [...] sehe ich kein anderes Mittel gegen mein Elend als die schwermütige und sehr punktuelle Linderung, ihm künstlerischen Ausdruck zu geben." - Vladimir Nabokov, Lolita

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Vita

Vanessa Springora wurde am 16. März 1972 geboren und studierte an der Sorbonne Universität Literatur. Seit 2006 arbeitet sie als Lektorin des Verlages Editions Julliard, den sie ab 2021 leiten wird. Ihr autobiographischer Text "Le consentement" (Die Einwilligung) erschien im Januar 2020 im Grasset Verlag und löste ein literarisches Erdbeben aus, weit über Frankreich hinaus.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»die eindringliche Anklage gegen eine Gesellschaft, die die ‚Freiheit der Kunst‘ über das Recht auf Unversehrtheit und Würde stellt [...] meisterhaft seziert.«

ARD, titel thesen temperamente (07. Juni 2020)

»Die sichere, schneidende und schillernde Sprache eines unaufdringlich erzählten Schmerzes.«

Le Monde (17. Februar 2020)

»Erschütternd zu lesen.[...] [Vanessa Springora] findet ihre Sprache und gibt damit gleichzeitig auch den vielen anderen Betroffenen endlich eine Stimme.«

Katja Weise, NDR Kultur (07. Juli 2020)

»Ihre Worte zerlegen den Täter in seine Einzelteile. Sich selbst hat die Autorin Satz für Satz ins Leben zurückgeholt.«

NZZ am Sonntag (28. Juni 2020)

»Ein so wichtiges Buch.«

Julia Encke, FAS (21. Juni 2020)

»Vanessa Springora trifft einen Nerv in der gegenwärtigen Diskussion um sexuelle Gewalt.«

DLF "Kultur heute" (09. Juni 2020)

»Eindringlich beschreibt die Autorin den Missbrauch, der sie bis heute prägt.«

FOCUS (20. Juni 2020)

»Manchmal ist am besten, den Gegner mit seiner eigenen Waffe zu schlagen. Vanessa Springora hat das getan. Sie hat ein Buch geschrieben.«

Die Welt, 11.01.2020 (03. Februar 2020)

»Die Kritik bescheinigt diesem Buch herausragende literarische Qualität.«

Der Freitag, Ausgabe 3, 2020 (25. Februar 2020)

»Diesem Buch lässt sich nicht widersprechen ... Springoras Darstellung ist auch gegenüber sich selbst rücksichtlos.«

Die ZEIT (15. Januar 2020)

»Eigentlich ist ‚die Einwilligung‘ keine Erzählung über Sexualität, sondern über Macht. Es geht um Macht und um diejenige, die keine Macht hat, ausgenutzt wird und sich jetzt das Wort verschafft«

Gila Lustiger, Deutschlandfunk , 17.01.2020 (25. Februar 2020)