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Die Erzählungen der Chassidim

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Gebundenes Buch, Leinen ISBN: 978-3-7175-2368-0

Erschienen: 10.11.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein Buch zur religiösen und spirituellen Inspiration

Die von Martin Buber gesammelten Geschichten aus der Welt des osteuropäischen Judentums begeistern durch ihre Lebensweisheit, durch Humor und gelebte Religiosität. Zum fünfzigsten Todestag des bedeutenden Religionsforschers am 13. Juni 2015 erscheint Bubers populärstes Werk in einer liebevoll edierten Jubiläumsausgabe.

Der Chassidismus, die im 18. Jahrhundert entstandene religiöse Bewegung der Juden Osteuropas, hat eine Fülle legendenhafter Erzählungen hervorgebracht. Teils mündlich, teils schriftlich niedergelegt, hatten diese Geschichten lange Zeit keinerlei Anspruch auf literarische Gültigkeit. Es ist das Verdienst Bubers, sie nicht nur gesammelt, sondern auch sprachlich geformt und philosophisch eingeordnet zu haben. Den Band «Die Erzählungen der Chassidim» hat er 1949 persönlich für den Manesse Verlag zusammengestellt. Zum Jubiläum veröffentlichen wir eine um Register, Anmerkungen und Glossar erweiterte Ausgabe. Michael Brocke, einer der renommiertesten deutschen Judaisten, beleuchtet mit einem neuen Nachwort Bubers epochales Werk aus heutiger Sicht.

  • Großformatige Geschenkausgabe, gebunden in bedrucktes Leinen, mit Rundum-Farbschnitt

  • Mit neuem Nachwort und erstmals mit Register und Glossar

»Die aufwendigste und umfangreichste Neuausgabe aller Zeiten.«

Jüdische Allgemeine, Ellen Presser, 04.06.2015

Martin Buber (Autor)

Martin Buber (1878–1965), Religionsforscher, Religionsphilosoph und Schriftsteller, war eine der führenden Persönlichkeiten des Judentums im 20. Jahrhundert und ein Vorreiter des jüdisch-christlichen Dialogs. Geboren in Wien, aufgewachsen in Lemberg, lehrte er als Professor für Allgemeine Religionswissenschaft in Frankfurt a.M. 1938 floh er nach Jerusalem und unterrichtete an der Hebräischen Universität. 1953 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.


Michael Brocke (Nachwort)

Michael Brocke, geboren 1940, ist einer der renommiertesten deutschen Judaisten. Er ist Direktor des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. Er lehrte Juadaistik an den Universitäten von Berlin und Duisburg und war Gastprofessor in Jerusalem, Los Angeles und Bloomington.

»Die aufwendigste und umfangreichste Neuausgabe aller Zeiten.«

Jüdische Allgemeine, Ellen Presser, 04.06.2015

«Ein Buch das, wo immer man es aufschlägt, ein Vergnügen zu bieten hat, eine überraschende Einsicht, eine gelungene Pointe, ein farbiges Wort. Ein Kosmos aus Wunderglauben, Weisheit und Witz.»

DeutschlandFunk (11.06.2015)

«Buber hat sich fast 50 Jahre lang bemüht, seiner Wahrheit in einer Sammlung von Geschichten Ausdruck zu geben: Es sind Erzählungen von einer idealen Welt.»

Jakob Hessing, Der Tagesspiegel (05.06.2015)

»Eine Kostbarkeit.«

zeitzeichen, 12/14

»Lesegenuss. […] Reich, bunt, vielfältig, fremd und faszinierend.«

Neues Deutschland, 21.11.2014

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Mit Nachwort von Michael Brocke

Gebundenes Buch, Leinen, 784 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-7175-2368-0

€ 29,95 [D] | € 30,80 [A] | CHF 39,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 10.11.2014

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Das Weisheitsbuch der gläubigen Ostjuden

Von: Jules Barrois Datum: 01.07.2016

https://julesbarrois.wordpress.com

1965 starb Martin Mordechai Buber, ein österreichisch-israelischer jüdischer Religionsphilosoph. Jetzt erscheinen die chassidischen Erzählungen von Martin Buber neu im Zürcher Manesse-Verlag. Mit einem sehr informativen Nachwort des Judaisten Michael Brocke.
Martin Buber war immer ein Vermittler zwischen der bedrohten traditionellen jüdischen Welt im Osten und der westlichen wissenschaftlichen und aufklärerischen Moderne. Unter diesem Aspekt sehe ich vor allem auch seine Erzählungen der Chassiden, an die er eben nicht aus dem Blickwinkel des Forschers oder des Übersetzers herantrat, sondern als Nacherzähler.
Der Begriff Chassidismus umfasst mehrere, voneinander unabhängige Bewegungen im Judentum, denen allen drei Dinge gemeinsam sind: eine strenge Einhaltung der religiösen Regeln, ein hoher moralischer Anspruch und eine besondere Empfindung der Gottesnähe.
Israel Ben Elieser von Mesbiž, genannt Baal Schem Tov (Besitzer des guten Namens) war der Gründer des osteuropäischen Chassidismus. Um ihn ranken sich viele Legenden. Eine stellt Buber direkt an den Anfang seiner Erzählungen: „Am Baum der Erkenntnis – Es heißt, die Seele des Baalschemtow sei einst, als alle Seelen in der Adams versammelt waren, in der Stunde, da er am Baum der Erkenntnis stand, geflohen und habe nicht von der Frucht des Baumes gegessen.“ (Seite 97)
Baalschemtow entging also der Sünde. Im Gegensatz zu Adam blieb nur er eine reine Seele. Diese Geschichte ist symptomatisch für alle weiteren kleineren und größeren Geschichten und Erzählungen von einer idealen Welt. Dort sammeln sich die Chassidim, die Frommen, Begeisterten, um Zaddikim, die Gerechten, Bewährten. Die Zaddikim vermittelten als ekstatische Beter sowie praktisch gesinnte Helfer der Gläubigen zwischen Himmel und Erde, Geist und Natur, Gott und Mensch. Sie trieben keine Askese, sondern wandten sich voller Freude und Begeisterung der von Gottes Licht erhellten Welt zu. Sie erhoben die Gläubigen durch Handlungen und Predigten, und sie unterrichteten Schüler, oft Söhne und Enkel, die ihrerseits Zaddikim wurden und so Dynastien bildeten.
Dieser Struktur der Dynastien folgt auch Martin Buber: Er ordnet die legendären Anekdoten, die von Leben und Lehren jeweils eines Gerechten erzählen, nach den gut 50 Zaddikim, die auf Baal-Schev-Tow folgten.
„Die Erzählungen der Chassidim“ vereinen seltsame, schrullige, anrührende, manchmal unergründliche und auch einige banale Geschichten zusammen mit Anekdoten, Lehrsprüchen, Gleichnissen, Gesprächen über Alltagsereignisse und Auslegungen von Bibelstellen.
Ja, ich möchte diese Erzählungen von Martin Buber als Märchen im besten Sinn bezeichnen, als phantastisch-wunderbare Begebenheiten und Zustände. Das Böse wird bestraft und das Gute wird belohnt. Und Erlösung wird möglich. Getragen wird das Ganze durch Martin Bubers metaphorische Sprache und seine ungemein dichte Erzählweise.
"Die Erzählungen der Chassidim" sind zwar weltberühmt. Ich habe aber den Verdacht, dass sie wenig gelesen wurden. Ich wünsche ihnen mehr Leser, denn sie können nicht nur für Juden, sondern auch für Anhänger anderer Glaubensrichtungen oder auch für Agnostiker eine reich sprudelnde Quelle der Freude, der Besinnung und der Weisheit sein. Vor allem für jene, die Unterstützung bei ihrer persönlichen Suche nach dem Göttlichen suchen.

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