Die Frauen von Salaga

Roman

Hardcover
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Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Aminah, ein verträumtes junges Mädchen, wird brutal aus ihrem Zuhause gerissen und als Sklavin verkauft. Wurche ist eine privilegierte Frau, doch ihr Vater zwingt sie, eine ungewollte Ehe einzugehen. Als Aminah und Wurche sich auf dem Sklavenmarkt von Salaga begegnen, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander. Beide hadern mit den Grenzen, die ihnen Zeit und Gesellschaft auferlegen. Beide riskieren ihr Leben. Und beide verlieben sich in denselben Mann.

»Ein glänzendes historisches Drama.«

The New Yorker

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Christiane Burkhardt
Originaltitel: The Hundred Wells Of Salaga
Originalverlag: Cassava Republic
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 12,5 x 20,0 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-453-29219-2
Erschienen am  11. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der Traum von der Freiheit

Von: Martinas Buchwelten

26.07.2019

Sehr selten finde ich Lektüre aus Afrika - nicht nur als Schauplatz, sondern vorallem Autoren dieses Kontinentes. Mit "Die Frauen aus Salaga" habe ich mich nach Westafrika, dem heutigen Ghana, begeben. Dort begleiten wir Ende des 19. Jahrhunderts zwei Frauen unterschiedlicher Herkunft. Aminah ist ein junges Mädchen aus dem Dorf Botu, welches sich im Landesinneren befindet. Sie gehört zum Volk der Guma. Die Menschen in dieser Gegend sind von den Karawanen abhängig, mit denen sie handeln um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ihr Vater ist Schuster und Aminah möchte später ebenfalls das Schusterhandwerk erlernen. Doch eines Tages wird das Dorf von Sklavenhändlern überfallen. Die ganze Familie wird getötet oder versklavt, wie auch der Rest des Dorfes. Wurche hingegen ist die Tochter eines Stammesführers, die in einer Siedlung in Salaga-Kpembe, nahe der Goldküste lebt und deren Reichtum durch den Sklavenhandel gestärkt wird. Sie gehört zum Volk der Gonja. Wurche liebt es zu reiten und zu schießen. Sie ist eine eigenwillige Frau und möchte selbst einmal Mitspracherecht bei ihrem Volk erreichen und ist ihrer Zeit weit voraus. Doch sie muss sich ihrem Vater beugen und Adnan vom Volk der Dogma heiraten, den sie verabscheut. Die Geschichten der beiden Frauen wird abwechselnd erzählt, wobei ich bei Aminah immer lieber verweilte. Ihr Schicksal fand ich interessanter und sie war eine sehr sympathische Protagonistin. Zu Wurche fand ich erst spät Zugang. Sie wirkte auf mich überheblich und arrogant. Leider fand jedoch in der Geschichte keine große Charakterentwicklung der beiden Frauen statt, obwohl sich beide nichts sehnlicher wünschen, als die eigene Freiheit und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Freundschaft der beiden Frauen, die erst sehr spät in der Geschichte aufeinandertreffen, erschien mir nicht wirklich vorhanden. Allerdings verlieben sie sich in denselben Mann. Eine Liebesgeschichte, wie es der Klappentext verheißt, gibt es trotzdem nicht bzw. nur am Rande. Ich fand es schade, dass Aminah und Wurche erst sehr spät aufeinander treffen. Ich hätte gerne mehr Zeit mit Beiden gemeinsam verbracht. Die Autorin beschreibt das Leben von Aminah und Wurche sehr detailliert. Sie brachte mir diese fremde Kultur näher. Die Beschreibung der Behausungen, der Kleidung und dem Essen, der Einfluss des Islams (Viel-Ehe) und die Landschaft wurden sehr bildhaft dargestellt. Die Konflikte zwischen den einzelnen Stämmen und in weiterer Folge mit den Deutschen, Engländern und Franzosen, sind sehr aufschlussreich beschrieben. Der Roman greift vorallem die Themen der Sklaverei und der Frauenrechte auf. Die Politik dieser Zeit spielt ebenfalls eine große Rolle. Es war die Zeit, als die Deutschen und die Engländer versuchten in Afrika Fuß zu fassen und Allianzen zu schließen, die jedoch alles andere als stabil waren. Aber auch die Vorherrschaft der Ashanti wurde von den anderen Stämmen nicht gerne gesehen. Die Verteilung und das Auf und Ab der einzelnen Mächte wird sehr gut aufgezeigt. Schreibstil: Ayesha Harruna Attah schreibt einerseits sehr distanziert und dann wieder detailverliebt. Abwechselnd erzählt die Autorin aus der Sicht von Aminah und Wurche. Die vielen für uns fremd klingenden Namen lassen sich zu Beginn schwer lesen und zuordnen. Auch ein Glossar mit der Erklärung der afrikanischen Bräuche und Gerichte, wäre hilfreich gewesen. Fazit: Die Autorin entführt uns Europäer mit dieser Geschichte in eine fremde Welt und zwar in das Westafrika Ende des 19. Jahrhunderts. Obwohl mich der Roman nicht ganz überzeugen konnte, bleibt er mir sicherlich alleine wegen des Settings und den liebevollen Beschreibungen der Menschen und ihren Bräuchen, der Landschaft, den unterschiedlichen Machtverhältnissen in der Familie, als auch in der Politik dieser Zeit, in Erinnerung. Eine Geschichte über zwei Frauen, die beide ein unabhängiges Leben in Freiheit führen möchten.

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Weibliche afrikanische Sicht auf die europäische Kolonialzeit

Von: nil_liest

14.07.2019

Ich war zunächst verwirrt, vor lauter ungewohnten Namen und unbekannten Speisen und Orten schwirrte mir der Kopf. Aber als die ersten Seiten „überwunden“ waren, bin ich abgetaucht in eine andere Welt. Nicht nur geografisch, auch die Historie der lokalen Geschehnissen inkl. Bräuche in Westafrika waren mir bisher nicht bekannt. Es spielt im späten 19. Jahrhundert im heutigen Ghana. Ein Roman der mich sehr bereichert hat, denn nicht nur habe ich eine spannende Geschichte gelesen, ich bin vor allem, neben der Lektüre, durch das Internet gesurft und von Begriff zu Begriff gesprungen. Am Ende habe ich doch mein Wissen erheblich ausgebaut. Oder wisst ihr auf Anhieb welche Europäer sich in Westafrika welche Landesteile gesichert haben? Wer welche Allianzen schloss? Und wie war das mit dem Sklavenhandel? Nach meiner Minirecherche haben sich die beschriebenen Orte und Geschehnisse als historisch wahr bestätigt. Aber keine Sorge hier wird nicht ein Schlacht nach der anderen skizziert sondern es wird auf einer sehr persönlichen weiblichen Ebene erzählt, aus der Sicht zweier lokaler Frauen. Wurche, eine Königstochter, die gedanklich ihrer Zeit weit voraus ist und mehr Mitspracherecht einfordert in der Politik ihres Vaters. Und die andere, Aminah, die als Sklavin verschleppt wird und ihre Familie verloren hat. Beide erzählen ihre Geschichte im Wechsel. Mich hat vor allem die Ohnmacht und das Ausgeliefertsein der beiden Frauen sehr erschüttert und der Menschenhandel als übergeordnetes Thema. Ayesha Harruna Attah schreibt packend und reißt einen mit. Brutal, aber realistisch ist das beschriebene. Die Geschichte ist lose eine Verarbeitung ihrer Familiengeschichte. Ihre eigene Ururgroßmutter wurde nur „die Sklavin“ genannt und mit diesem Roman gibt sie ihr eine Stimme. Fazit: Lest mehr afrikanische Autor*innen um gute Bücher zu entdecken! Im wahrsten Sinne des Wortes tut sich da ein ganzer Kontinent auf. Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Vita

Ayesha Harruna Attah wurde in Ghana geboren, studierte in den USA u.a. an der Columbia University und der NYU und lebt heute mit ihrer Familie im Senegal. Ihr Roman »Die Frauen von Salaga« ist von dem Schicksal ihrer Ururgroßmutter inspiriert.

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Christiane Burkhardt

Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt Romane und Sachbücher aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat u. a. Werke von Paolo Cognetti, Domenico Starnone, Fabio Geda, Wytske Versteeg, Pieter Webeling, Willam Shaw und Hannah Richell ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

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Pressestimmen

»Ein Roman über Liebe und Mut im vorkolonialen Ghana, der auf wahren Begebenheiten beruht.«

New York Times, Globetrotting, a round-up of the best books coming in 2019 from around the world

»Schon dafür musste dieser Roman geschrieben werden: um unser Bild vom Afrika des ausgehenden 20. Jahrhunderts zu erschüttern.«

Süddeutsche Zeitung (02. Juli 2019)

»Die Autorin wird zu Recht als starke neue Stimme Afrikas gefeiert (…).«

BRIGITTE (08. Mai 2019)

»„Sie (die Autorin) lässt darin die politischen neben den menschlichen Konflikten im Mittelpunkt stehen, vermittelt anhand eindringlicher Bilder einen lebendigen Eindruck afrikanischer Kultur – und eröffnet den Blick auf ein erschreckendes Kapitel der Menschheitsgeschichte.«

GALORE Magazin (28. März 2019)

»Forschergeist und Fantasie verbinden sich in ihrem Schreiben und mit ihrem dritten Roman erobert sie momentan auch die westliche Leserschaft.«

BÜCHER Magazin (22. Mai 2019)

»Ein starkes Stück afrikanischer Literatur.«

DONNA (08. Mai 2019)

»Wir tauchen mit einem Historienroman in die exotische Welt von Westafrika ein. (Headline) (…) Zwei starke Frauenschicksale, ein exotischer Schauplatz: Der Roman fesselt sofort.«

FREUNDIN (30. April 2019)

»Ein feministischer Roman über Afrika und zwei besondere Frauen, die dort gegen alle Umstände ihren Weg erkämpfen. Eine realistische Beschreibung des damals, die viele Leserinnen für das heute und morgen inspirieren wird!«

Karla Paul im Random House podcast "Long Story Short" (07. Mai 2019)

»'Die Frauen von Salaga' ist ein Porträt des vorkolonialen Ghanas zwischen Stammeskonflikten, Sklavenhandel, verschiedenen Traditionen, Religionen und den Ausbeuteinteressen der Briten und Deutschen. Außerdem erzählt der Roman von zwei Frauen und ihrem Versuch, sich zu emanzipieren. Attah schreibt differenziert, mitreißend und historisch genau.«

RBB InfoRadio, Sendung "Quergelesen" (14. April 2019)

»'Die Frauen von Salaga' von Ayesha Harruna Attah ist eine fesselnde Reise ins Ghana des 19. Jahrhunderts.«

JOLIE (05. April 2019)

»(…) packende Reise ins Ghana des 19. Jahrhunderts (…).«

FÜR SIE (20. Mai 2019)

»Ein Roman über zwischenmenschliche Herausforderungen, die Brutalität der Sklaverei, Liebe und Mut und das Schicksal junger Frauen in einer anderen Zeit. Für alle LeserInnen von Chimamanda Ngozi Adichie, Barbara Wood, Celeste Ng, Jodi Picoult und Tania Blixen.«

www.lovelybooks.de, 'Die besten Hardcover-Neuerscheinungen im März 2019' (01. März 2019)

»Diese wahre Geschichte aus dem vorkolonialen Ghana erzählt Attah so episch wie intim und mit einem Gespür für atmosphärische, historische Details.«

GRAZIA Magazin (28. März 2019)

»Mitreißender historischer Roman!«

WIENERIN (A) (29. Mai 2019)

»Großartig recherchiert, ein überzeugender historischer Roman.«

Publishers Weekly

»Ayesha Harruna Attah gibt einer der großen menschlichen Fragen Gestalt und Relevanz.«

Los Angeles Review of Books