Die Freibeuterin

Das Leben der Natalia Ginzburg

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Hardcover
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Porträt der großen europäischen Schriftstellerin und Intellektuellen im Spiegel des 20. Jahrhunderts.

Sie war eine der bedeutendsten Frauen der europäischen Kulturgeschichte: Natalia Ginzburg (1916-1991). Ihre Werke zählen zu den Klassikern der Weltliteratur. Sie schrieb Erzählungen, Romane, Gedichte, Theaterstücke. Als Literatur-, Theater-, und Filmkritikerin war sie wegweisend. Sie war Verlegerin und Abgeordnete im Parlament. Zu ihren Weggefährten zählen die wichtigsten italienischen Autoren der Nachkriegszeit wie Cesare Pavese, Italo Calvino, Alberto Moravia und Elsa Morante. Sandra Petrignani spürt dem abenteuerlichen und mutigen Leben Natalia Ginzburgs nach. Sie besucht ihr Geburtshaus in Sizilien, die Turiner Wohnung in der Via Pallamaglio, das Versteck in den Abruzzen während der Besatzung durch die Nationalsozialisten sowie die Wohnung am Campo Marzio in Rom. Sie trifft die noch lebenden Weggefährten und liest ihr großes Werk noch einmal. Ihr gelingt das spannende Porträt einer außergewöhnlichen Frau und Intellektuellen im 20. Jahrhundert.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Italienischen von Stefanie Römer
Originaltitel: La Corsara. Ritratto di Natalia Ginzburg
Originalverlag: Neri Pozza
Hardcover mit Schutzumschlag, 640 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 4 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-75863-0
Erschienen am  16. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Rom, Italien

Leserstimmen

Natalia Ginzburg wird lebendig,Die Freibeuterin wird lebendig

Von: HEIDIZ

20.08.2020

Ich liebe Biografien, weil sie bestens unterhalten und gleichzeitig über den Menschen informieren und das, was er tut oder getan hat. Neulich habe ich ein Buch gelesen, welches das Leben der Natalia Ginzburg zum Inhalt hat. Es war sehr aufschlussreich zu lesen und hat mir all das vermittelt, was ich zur Person wissen wollte. Natalia Ginzburg war eine italienische Schriftstellerin. Die intellektuelle Frau lebte ein kämpferisches Leben, weil sie nicht damit klarkam, in weiblicher Rollenklischees gepresst zu werden. Sie bäumte sich auf ... Das 20. Jahrhundert lebt noch einmal auf, ist sozusagen Hintergrund der Biografie, die sehr lebendig geschrieben ist. Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen. Vor den mehr als 600 Seiten muss man keine Angst haben, die lesen sich flüssig und fesselnd kurzweilig. Mir hat die Lektüre sehr viel gegeben. Ich habe europäische Kulturgeschichte erleben dürfen, habe erfahren, wer ihre Weggefährten waren, lerne ihren Geburtsort kennen und ihr Versteck in den Abruzzen, welches sie während der Besatzung durch die Nationalsozialisten Unterschlupf bot. Noch lebende Weggefährten kommen zu Wort. Dieses Porträt ist nicht nur extrem authentisch und spannend geschrieben, sondern geht detailliert auf alle Aspekte ein, verbindet das Leben der Schriftstellerin mit der Geschichte und der Zeit, in der sie lebte, all das lässt den Leser aufhorchen und begreifen, da alles in einen Zusammenhang gestellt wird, wird deutlich, wie Natalie Günzburg tickte und was ihr widerfuhr. Das Buch ist in vier Teile untergliedert, was mir sehr gut gefällt. Die Herangehensweise ist verständlich. Man kann sich schrittweise herantasten. Es ist ein Genuss, diese Biografie zu lesen - ich mochte das Buch sehr gern und habe die Zusammenhänge sofort verstanden, sehr verständlich geschrieben. Bin rundherum zufrieden - sehr gelungene Publikation !!!

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Akribisch recherchiertes Porträt einer vielseitigen Schriftstellerin

Von: YukBook

11.07.2020

Der Name Natalia Ginzburg sagte mir bisher nichts, und doch reizte es mich, diese Biografie zu lesen – wohl deshalb, weil sie nicht nur eine Lebensgeschichte erzählt, sondern auch Einblick in die Literaturszene Italiens und das Verlagswesen im 20. Jahrhundert gibt. Zu Beginn erfahren wir viele Details über Ginzburgs Kindheit in Turin – ein bedeutsamer Lebensabschnitt, der ihr Gesamtwerk stark prägen wird, besonders ihr Hauptwerk „Familienlexikon“. Daraus zitiert Petrignani sehr häufig, ebenso aus ihren Gedichten, Essays, Kurzgeschichten und Theaterstücken. Immer wieder gleicht sie fiktive und reale Personen ab und bringt uns nicht nur Ginzburgs Blick auf die Welt, sondern auch das politische Zeitgeschehen wie die antifaschistische Widerstandsbewegung näher. Mit großer Detailverliebtheit widmet sich Petrignani einzelnen Personen, die in Ginzburgs Leben eine wichtige Rolle spielten, angefangen mit ihrem cholerischen Vater, ihren ersten Ehemann Leone Ginzburg, der den Verlag Einaudi gründete, und bekannten Künstlerkollegen wie Italo Calvino und Alberto Moravia. Für meinen Geschmack waren es zu häufige inhaltliche Ausschweifungen, die mich etwas überforderten. Mein Interesse galt eher einigen wenigen Personen, darunter der Schriftstellerin Elsa Morante, zu der Natalia eine besondere Beziehung hatte, und ihrer Arbeit als Lektorin bei Einaudi inmitten von männlich dominierten Intellektuellen. Angetan war ich auch von den Passagen, die Ginzburgs Innenwelten beschreiben, zum Beispiel wie sie sich als Kind ihre eigene Welt schaffte und später ihren gesamten Bekannten- und Verwandtenkreis als Beobachtungsfeld nutzte, um über Unvollkommenheit, Neurosen und Chaos zu schreiben.

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Vita

Sandra Petrignani, geboren 1952, ist eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen Italiens. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und lebt als Autorin und Journalistin in Rom. Ihre große Natalia-Ginzburg-Biografie war für den Italienischen Literaturpreis »Premio Strega« nominiert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

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