Die Gefangenen

Roman

Hardcover
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Die Geschichte einer hoch manipulativen Beziehung - hypnotisch, explosiv, obsessiv

Frank erkennt sie auf Anhieb. Die Haare, der Gang, das Lächeln – sie hat sich nicht verändert. In der Highschool war er unsterblich in dieses Mädchen verliebt. Damals hat sie ihn keines Blickes gewürdigt. Nun steht Miranda in ihrer gelben Gefängniskluft vor ihm, wegen kaltblütigen Mordes zu 52 Jahren Haft verurteilt. Frank ist ihr als Psychologe zugewiesen, müsste aber den Fall wegen Befangenheit abgeben. Doch Frank trifft eine fatale Entscheidung mit gefährlichen Konsequenzen für beide …

Debra Jo Immergut erzählt mit großem psychologischem Feingefühl davon, wie Frank und Miranda Gefangene ihrer schicksalhaften Vergangenheit sind. Ein faszinierender Roman über die Wechselwirkung zwischen Macht und Obsession, Manipulation und Gefahr – atemlos spannend!

»Bester Spannungsroman des Jahres.«

The New York Times

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Originaltitel: The Captives
Originalverlag: Ecco
Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60019-0
Erschienen am  16. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: New York State, Vereinigte Staaten von Amerika

Leserstimmen

Psychologische Abgründe rund um destruktive Beziehungen

Von: artWORDising Diana Wieser

15.06.2020

Die Gefangenen ist ein faszinierendes Psychogramm, dessen Titel auf zwei Ebenen wirkt. Zum einen spielt das Setting in einem New Yorker Frauengefängnis. Zum anderen sind die beiden Protagonisten – die zu 52 Jahren Haft verurteilte Miranda Green und der Gefängnispsychologe Frank Lundquist – ebenfalls gefangen: in sich selbst, ihren Traumata, familiären Verstrickungen und ungesunden Sehnsüchten. Das Schicksal hat die beiden wieder zusammengeführt. Miranda war Franks heimlicher Schwarm auf der Highschool. Im Grunde seines Herzens immer noch der verunsicherte Teenager, sieht er seine große Chance gekommen, endlich bei seiner Traumfrau in Erscheinung zu treten. Doch Miranda verfolgt eigene Pläne. Es beginnt eine äußerst obsessive und manipulative Beziehung, die weit über den Grenzen einer gesunden Psychiater-Patienten-Verbindung hinausgeht. Miranda Green hatte eine strahlende Zukunft vor sich. Als Tochter eines Kongressabgeordneten in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen, gutaussehend, mit besten Karriereperspektiven in einer Marketingfirma, hätte sie ein sorgloses Leben führen können. Stattdessen muss sie ihre 52jährige Haftstrafe in der Strafanstalt Milford Basin bei New York verbüßen. Für Miranda kein lebenswertes Dasein. So landet sie bei dem Gefängnispsychologen Frank Lundquist, der ihr etwas gegen ihre Schlaflosigkeit verschreiben soll. Während sich Miranda nicht an Frank zu erinnern scheint, sieht Frank einen Traum wahr werden. Wenn auch auf Umwegen. Miranda war Franks großer Schwarm auf der High School. Schon immer hat er eine unerklärliche Verbundenheit zu ihr gespürt, ist ihr nachgegangen – von Miranda unbemerkt. Denn hinter der schönen Fassade kämpfte Miranda mit einem erschütternden Familiendrama. Nun steckt sie in noch viel größeren Schwierigkeiten, obwohl sich Frank nicht vorstellen kann, dass Miranda tatsächlich einen Doppelmord begangen haben soll. Auch Frank befindet sich in einer Krise. Ein tödlicher Therapiefehler bei einem jungen Patienten hat Franks Karriere ruiniert, gleichzeitig hat sich seine Frau von ihm getrennt. Ohne jegliche Perspektive, hat er endlich wieder einen Sinn im Leben gefunden. Er will Miranda helfen, egal wie! Dafür ist er bereit, alle Regeln zu brechen. Obwohl er nicht einmal weiß, ob Miranda wirklich unschuldig ist. Wie kann jemand so sehr lieben, dass er bereit ist, für den anderen ins Gefängnis zu gehen? Und dass, obwohl die Gefühle nicht erwidert werden? Wie erklären sich destruktive Beziehungen? Fragen, die der Roman zu ergründen versucht. Was die beiden Hauptdarsteller verbindet, sind ihre Verletzungen aus der Vergangenheit. Beide haben schlimme familiäre Verluste erlitten. Beide mussten erfahren, wie erfolgreiche Väter das Leben ihrer Kinder so sehr überschatten, dass sie niemals darunter hervortreten können. Beide haben sich in Beziehungen verloren und Fehlentscheidungen getroffen, die ihre Lebensplanung zerstört haben. Kurz: Frank und Miranda erkennen den eigenen Schmerz im anderen wieder. Dennoch werden sie von ganz unterschiedlichen Sehnsüchten angetrieben. So bleibt die Frage: Wer benutzt hier eigentlich wen? Debra Jo Immergut ist ein vielschichtiges Psychogramm gelungen. Die Autorin schreibt ihre Kapitel abwechselnd aus Sicht von Frank in der Ich-Perspektive sowie als allwissende Erzählerin mit Blick auf Miranda. Die inneren und äußeren Konflikte der Hauptakteure bringen die Geschichte voran. Langsam, aber stetig. Erfahrung damit hat die Autorin: Debra Jo Immergut unterrichtete Kurse für kreatives Schreiben in Strafanstalten. Sie wirft einen Blick in den Alltag eines Frauengefängnisses, die Praxis eines Kinderpsychiaters, den Wahlkampf eines machtbesessenen Politikers. Abgründe der Seele lauern überall. Warum tun wir, was wir tun? Darauf gibt es keine einfache Antwort. Erfahrungen prägen uns so tief, dass wir bereits in Bahnen gelenkt werden. Und der freie Wille ist längst nicht so frei wie erhofft.

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Rasanter Thriller mit überraschenden Wendungen

Von: Zeilentaenzer

11.06.2020

Miranda, aus gutem Hause stammend, wurde zu zweiundfünfzig Jahren Gefängnis verurteilt. Immer öfter hat sie den Gedanken, aufgrund ihrer ausweglosen Situation, ihrem Leben ein Ende zu setzen und so ihrem tristen Dasein in der Haftanstalt Milford zu entgehen. Der Psychologe Frank Lundqvist erkennt Miranda bei ihrer ersten Begegnung sofort. Sie waren zusammen auf der High School und sie war sein heimlicher Schwarm. Während er sich der Identität seiner Patientin gleich bewusst ist, weiß sie zunächst nicht, dass beide sich kennen. Frank hat einen angesehen Beruf, doch ist sein Leben im Allgemeinen auch mehr und mehr aus der Bahn geraten. In Miranda sieht er eine Möglichkeit, seine Zukunft positiv zu beeinflussen. So verliert er immer mehr die professionelle Distanz zu ihr und ist bald besessen von der Idee, sie und dadurch sich selbst zu retten. Die Schilderungen des Lebens in der Frauenhaftanstalt Milford Basin hinterlassen Spuren. Im Gefängnis gelten eigene Gesetze: der Stärkere gewinnt, die sadistischen Aufseherinnen ergötzen sich am Leid der Insassen und Suchtmittel sind eines der begehrtesten Produkte. Immergut achtet auf das Detail, sodass man sich das Erzählte sehr gut vor Augen halten kann. Durch diese genauen Beschreibungen schafft sie einen Spannungsbogen, der bis zum Ende anhält. Nicht nur Miranda, die ihre Schwester Amy bei einem Autounfall verlor und aufgrund einer Straftat zu unglaublichen zweiundfünfzig Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde, verzweifelt an ihrer Situation. Auch ihr Therapeut Frank ist unglücklich. Er steckt mitten in der Scheidung von seiner Frau Winnie, ist durch einen zeitnahen Behandlungsfehler an einem Kind traumatisiert und sein kleiner Bruder Clyde ist schwer drogenabhängig. Frank, als auch Miranda sind Gefangene ihrer selbst. Obwohl Frank weiß, wem er in den gemeinsamen Sitzungen gegenübersitzt, gibt er den Fall nicht an einen Kollegen ab. Im Gegenteil: er klammert sich an den Wunsch, Miranda und damit sich selbst zu helfen. Dabei begibt er sich in immer gefährlichere Situationen und verliert sich in Besessenheit. Nach einem missglückten Selbstmordversuch Miranda´s, möchte er ihr zur Flucht verhelfen und schmiedet einen folgenschweren Plan. Dieser ist getrieben von seinem starken Drang, nicht mehr allein zu leben, seine Jugendliebe bei sich zu wissen und diese aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Immergut zeichnet zwei spannende Charaktere, denen Fürchterliches widerfahren ist. In beiden wurden folglich kriminelle Energien freigesetzt. Durch das Wiedersehen mit Miranda sieht Frank keinen anderen Ausweg, als ihre beider Leben für immer miteinander zu verbinden, auch wenn das heißt, dass er damit beide Leben riskiert. Die Sichtweisen von Miranda und Frank werden immer nacheinander in ihnen eigens gewidmeten Kapiteln erzählt, sodass man als Leser einen guten Eindruck vom Gedankenleben der beiden bekommt und mitfiebern kann. Insgesamt weist die Geschichte viele Muster eines brisanten Psycho-Thrillers auf und kann auch diesem Genre zugeschrieben werden. Trotz der begangenen Fehler sind die Figuren nicht unsympathisch. Ich fühlte mich Miranda zwar viel näher, konnte durch die authentische Erzählweise aber auch immer wieder für Mitgefühl für Frank aufbringen, auch wenn sich das vergleichsweise stark in Grenzen hielt. Dennoch schafft es die Schriftstellerin, ihren Lesern Verständnis oder zumindest eine Nachvollziehbarkeit für die Handlungen ihrer Charaktere abzuringen. Mir gefielen neben dem Schreibstil die spannungsgeladene Atmosphäre und die ungeahnten Ereignisse. Mit Detailreichtum und psychologischem Geschickt gelingt Debra Jo Immergut ein rasanter und spannender Thriller mit überraschenden Wendungen und einem nachdenklichen Ende.

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Vita

Debra Jo Immergut ist Journalistin und war in den 1990ern Korrespondentin für das Wall Street Journal in Berlin. Zudem unterrichtet sie Kreatives Schreiben, u.a. seit vielen Jahren in Strafanstalten. Ihre Erfahrungen haben sie zu ihrem Debüt, »Die Gefangenen«, inspiriert, das in den USA viele begeisterte Leserinnen und Leser fand und von der New York Times mit dem Prädikat »Bester Spannungsroman des Jahres« ausgezeichnet wurde. »Die Gefangenen« erscheint in einem Dutzend Länder.

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Ulrike Wasel

Ulrike Wasel und Klaus Timmermann leben und arbeiten seit vielen Jahren als Übersetzer angloamerikanischer Literatur in Düsseldorf. Zu den von ihnen ins Deutsche übertragenen Autorinnen und Autoren zählen Andre Dubus III, Dave Eggers, Tana French, Jane Harper, Jess Kidd, Harper Lee und Delia Owens.

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Pressestimmen

»Atemlos durch das Buch. So könnte man diesen fesselnd geschriebenen Roman trefflich beschreiben. Absolut lesenswert.«

»Subtil, eindringlich, fesselnd – ein Meisterwerk!«

»Faszinierend, wie Debra Jo Immergut uns in die Seelen zweier verletzter Menschen blicken lässt - ein unglaublich fesselnder psychologischer Roman voller überraschender Wendungen.«

Daily Star

»Quälend, faszinierend, man kann dieses Buch nicht weglegen.«

Glamour

»Debra Jo Immergut erzählt feinsinnig und mit großer Genauigkeit davon, wie Frank und Miranda Gefangene ihrer Vergangenheit, der Gegenwart und ihrer Zukunft sind. Dieses Debüt ist ein faszinierendes Porträt von zwei verletzten Menschen - und zugleich ein richtig guter Spannungsroman mit ungewöhnlichen und dabei doch glaubwürdigen Twists.«

The Washington Post

»Der Roman beginnt als scharfsinniges Porträt von zwei Menschen in einem Augenblick der Schwäche, doch mehr und mehr nimmt er Fahrt auf - und das Ende ist wirklich verblüffend!«

Vanity Fair

»Rasant und geschickt erzählt, einfühlsam und genau - ein Roman, der aufs Beste eine gute Schreibe mit großer Spannung vereint.«

Washington Independent Review of Books

»Ein kluges Doppelporträt, rasant erzählt!«

The New York Times Review of Books

»Die Figuren sind so lebendig gezeichnet, die Spannung fast unerträglich und das Thema brillant umgesetzt. Ich konnte diesen Roman nicht weglegen!«

The Independent