Die Launenhaftigkeit der Liebe

Roman

Hardcover
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Darf man für ein Gemälde töten?

Annie McDee ist nach London gezogen, um nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund einen Neuanfang zu wagen. Eines Tages kauft die junge Köchin in einem Trödelladen ein verstaubtes kleines Gemälde, nicht ahnend, dass dieses Bild nur wenige Monate später die internationale Kunstwelt in helle Aufregung versetzen wird. Schwerreiche russische Oligarchen, Staatspräsidenten, die Gattin eines Ölscheichs und ein Gangster-Rapper werden vor dem altehrwürdigen Auktionshaus Monachorum & Sons Schlange stehen, um den »Verkauf des Jahrhunderts« für sich zu entscheiden. Doch auch Annies Leben wird durch ihren Zufallsfund auf den Kopf gestellt. Denn unversehens gerät sie ins Zentrum der dunklen Machenschaften skrupelloser Kunsthändler, die zu allem bereit sind, damit ein gut gehütetes Familiengeheimnis nicht ans Tageslicht kommt ...

»Ein fesselnder Kunstkrimi ... über das bizarre Leben der Superreichen, die Welt der alten Meister und eine berührende Liebesgeschichte. Ein Muss auch für ›Distelfink‹-Fans.«

stern (13. Oktober 2016)

Aus dem Englischen von Monika Baark
Originaltitel: The improbability of love
Originalverlag: Bloomsbury, London 2015
Hardcover mit Schutzumschlag, 512 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-421-04713-7
Erschienen am  12. September 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Magie der Liebe im Bild

Von: Magische Farbwelt

10.05.2017

Ganz ehrlich: Unter dem Buchtitel hatte ich mir zunächst etwas anderes vorgestellt. Ja, ich dachte wahrlich an einen romantischen Liebesroman. Auch wenn die Liebe zwischen zwei Personen ganz am Rande der Geschichte eine kleine Rolle spielt, ist „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ ein Roman mit einer kriminologischen Geschichte. Es geht um ein Gemälde mit dem Namen „Die Launenhaftigkeit der Liebe“, welches dem Roman auch seinen Titel gibt. Der Einstieg in das Buch fiel mir dieses Mal gar nicht so leicht. In etwa bis zur Mitte des Buches war ich mir nicht sicher, was die Autorin Hannah Rothschild mit ihrer Geschichte erzählen will. Erstens: Ich bin nicht so bewandert in der Kunstwelt. Klar, die großen und namhaften Künstler kenne ich vom Hörensagen. Und ich war auch schon mal im Dalí Museum in Barcelona. Den impressionistischen Stil von Monet habe ich schon in der Schule bewundert. Aber da hört es auch auf. Und zweitens: Zu Beginn des Buches bin ich mit Namen – natürlich englische – überhäuft worden. Mit diesen ganzen Namen hatte ich zunächst meine Schwierigkeiten. Hannah Rothschild beschreibt in ihrem Roman verschiedene Handlungsstränge. Und der Leser will sie gleich zusammenfügen, was natürlich noch nicht funktioniert, weil sich alles erst nach und nach ergibt. Und das war für mich spätestens ab der zweiten Hälfte des Werkes der Fall. Nun machte alles einen Sinn, es wurde richtiggehend spannend, denn es ging im Zusammenhang mit dem Gemälde „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ um ein schwerwiegendes Verbrechen, welches um einige Jahre zurück liegt. Da ich nun sehr geschichtsinteressiert bin, war dies für mich umso spannender. Übrigens: Hier und da bekommt das Gemälde selbst seine Erzählzeit. Dann erzählt es in der Ich-Form. Es berichtet von seinen vergangenen Besitzern, die namhafte Persönlichkeiten waren, die der Leser wahrscheinlich nur aus Geschichtsbüchern kennt. Und das Gemälde spricht über seine Gefühle und Ängste. Und genau das macht für mich das gewisse Etwas des Romans aus, der mich immer noch ganz verzückt. Um meine Neugier zu stillen, habe ich natürlich das Internet durchforstet: Den Maler Jean-Antoine Watteau gab es wirklich, das Bild allerdings konnte ich mir nicht ansehen. Da muss die eigene Vorstellungskraft herangezogen werden und der Leser muss sich das Bild anhand der Beschreibungen der Autorin selbst in Gedanken malen.

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Überraschend, spannend und emotional

Von: Martina Meyen aus Sankt Augustin

02.04.2017

Ich lasse mich immer wieder gerne auf neue Leseabenteuer ein und „eine berührende Liebesgeschichte mit einer mitreißenden Spannungshandlung“ (Zitat Daily Express) klang für mich nach einer lesenswerten Mischung. Der Prolog hat mir schon das Ende verraten, ich wusste also von Anfang an, dass eine Auktion statt finden würde und bei der Gelegenheit wurde mir auch direkt das illustre Grüppchen der Hauptfiguren vorgestellt. Nicht alle, denn besagte Annie lerne ich im ersten Kapitel kennen, das ein halbes Jahr vorher angesiedelt ist. Sie hat von Kunst genau so viel Ahnung wie ich, nämlich gar keine. Und schlittert in ihrer Ahnungslosigkeit fast in eine Tragödie. Die Launenhaftigkeit der Liebe ist trotz des ruhigen Erzähltempos außerordentlich spannend und hält einige Überraschungen für mich bereit, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe. Die unrühmliche Vergangenheit spielt eine nicht unwesentliche Rolle, die Machenschaften der Kunstszene sind viel interessanter als erwartet. Besonders gut hat mir die brisante Mischung aus Familiengeschichte und Vergangenheitsbewältigung mit spannenden Thrillerelementen gefallen. Die Liebesgeschichte hat natürlich auch ihren Platz, aber sie spielt sich eher im Hintergrund ab. Hannah Rothschild erzählt sehr vielschichtig aus verschiedenen Perspektiven mit viel Liebe zum Detail und stellt in den einzelnen Kapiteln immer wieder andere Personen in den Mittelpunkt. Der Schreibstil mutet fast französisch an, was mir sehr gut gefällt und ein ganz besonderer Humor mit ein paar feinen Spitzen gibt dem Ganzen das gewisse Etwas. Die Launenhaftigkeit der Liebe ist nicht nur der Titel des Romans sondern auch der Name des Gemäldes, dem Hannah Rothschild auch einige Kapitel gewidmet hat. Auf diese Abschnitte habe ich mich besonders gefreut, denn die „alte Seele“ erzählt aus ihrer bewegten Vergangenheit mit einem ganz eigenen Humor und Snobismus, ein bisschen desillusioniert, herablassend und allwissend: „Ich heiße und verkörpere Die Launenhaftigkeit der Liebe. Ich wurde gemalt, um l´amour zu feiern, die wilden Kaskaden der Liebe, die ausgelassene, ungezähmte, verheerende und umgestaltende Leidenschaft, die unweigerlich der elenden, erdrückenden und maßlosen Enttäuschung den Weg ebnet … Jeder junge Mensch glaubt, dass es in seinem Fall anders sein wird; bedauernswerte Narren, allesamt.“ (S. 291) Fazit: Vielschichtig, spannend und mit viel Liebe zum Detail verknüpft Hannah Rothschild die Geschichte eines Bildes mit einer nicht minder bewegten Familiengeschichte. Mir hat es gut gefallen!

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Vita

Hannah Rothschild, 1962 geboren, entstammt der berühmten Bankiersfamilie und arbeitet als Autorin und Filmregisseurin. Sie schreibt u.a. für Vanity Fair, The New York Times, Harper's Bazaar und Vogue. Der Kunstbetrieb, in dem ihr Romanerstling spielt, ist ihr aufs Beste vertraut, da sie sich seit vielen Jahren in den Kuratorien renommierter Museen wie z. B. der Tate Gallery engagiert. Seit 2015 steht sie als erste Frau dem Board der National Gallery vor. Bisher liegt auf Deutsch nur ihre Biografie über ihre Großtante Nica Rothschild vor, "Die Jazz-Baroness" (2013). "Die Launenhaftigkeit der Liebe" war nominiert für den Baileys Women's Prize for Fiction und wurde mit dem Bollinger Everyman Wodehouse Prize for Comic Fiction ausgezeichnet. Das Buch erscheint in rund zehn Ländern und hat in der englischsprachigen Welt Leser wie Kritiker begeistert.

Zur AUTORENSEITE

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Pressestimmen

»Der Roman ist spannend, ironisch, liebevoll, ungeheuer kundig, voller ungeahnter, pfiffiger Wendungen: Unterhaltung auf hohem Niveau, mit Einblicken in die Hochsicherheitstrakte der Kultur versehen.«

Die Rheinpfalz, Gabriele Weingartner (24. September 2016)

»Die Lektüre aber offenbart eine bitterböse, beeindruckend genaue Karikatur der Kunstszene und eine Reflexion darüber, was Kunst wert ist – und was Liebe.«

Welt am Sonntag kompakt (25. September 2016)

»Eine lesenswerte Mischung aus Herz, Schmerz, Kunst und Krimi.«

Frauke Kaberka (dpa), 29.10.2016

»Ein fesselder Krimi aus der schillernden Welt der schönen Künste, zugleich eine Liebesgeschichte und ein Familiendrama, das sich von vielen Neuerscheinungen dieses Herbstes wohltuend abhebt.«

»Ein hinreißender Kunstkrimi mit Lovestory«

B.Z. am Sonntag (11. September 2016)

»Kunst, Liebe und Verbrechen sind die Themen. Sie treiben als verlässliche Motoren die Geschichte voran, in der bekannte Bilder zu einem opulenten Ganzen vereint werden.«

Süddeutsche Zeitung, SZ extra (24. November 2016)

»Eine hochspannende, rabenschwarze Satire auf den internationalen Kunstmarkt und seine Auswüchse. Wir Leser lachen, fiebern und zittern.«

Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten, Walter Vennen (Buchhändler) (25. Oktober 2016)

»Eine geistvolle Satire auf den Kunstbetrieb – inklusive Liebesgeschichte mit Thrillerelementen.«

BÜCHERmagazin, Margarete von Schwarzkopf (01. Dezember 2016)

»Vielschichtiges und unterhaltsam ... In Verbindung mit Annies königlichen, historisch inspirierten Banketten wird die Lektüre zum sinnlichen Hochgenuss.«

Darmstädter Echo, Jeannette Villachica (12. September 2016)

»Hannah Rothschild beschreibt den Luxus, die Laster und Leidenschaften der Kunstwelt so geistreich und witzig, wie nur eine ausgemachte Kennerin der Szene es vermag.«

Passauer Neue Presse, Alexandra von Poschinger (29. Dezember 2016)

»Die Autorin sitzt im Aufsichtsrat der Londoner National Gallery und kennt sich bestens in der Szene aus, die sie in ihrem spannenden Debüt genüsslich seziert.«

Gala (13. Oktober 2016)

»Ein Paukenschlag, eine freudige Überraschung, ein einzigartiger Genuss.«

Ruhr Nachrichten (24. November 2016)

»›Die Launenhaftigkeit der Liebe‹ ist ein Paukenschlag, eine freudige Überraschung, ein einzigartiger Genuss. Als Leser dieses Buchs fühlt man sich wie in einer erlesenen Konditorei: Man bestaunt die Meisterschaft und Perfektion der Kreationen und wünscht sich, dass das Genießen niemals ein Ende hat.«

Elizabeth Gilbert

»Ganz oben auf der Liste der besten Bücher des Jahres … Sensationell – vom Aufbau her, vom Sprachstil, vom Inhalt und der Vielschichtigkeit.«

maschseeperlen.de, 12.10.2016