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Die Launenhaftigkeit der Liebe Roman

Kundenrezensionen (12)

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04713-7

Erschienen: 12.09.2016
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Darf man für ein Gemälde töten?

Annie McDee ist nach London gezogen, um nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund einen Neuanfang zu wagen. Eines Tages kauft die junge Köchin in einem Trödelladen ein verstaubtes kleines Gemälde, nicht ahnend, dass dieses Bild nur wenige Monate später die internationale Kunstwelt in helle Aufregung versetzen wird. Schwerreiche russische Oligarchen, Staatspräsidenten, die Gattin eines Ölscheichs und ein Gangster-Rapper werden vor dem altehrwürdigen Auktionshaus Monachorum & Sons Schlange stehen, um den »Verkauf des Jahrhunderts« für sich zu entscheiden. Doch auch Annies Leben wird durch ihren Zufallsfund auf den Kopf gestellt. Denn unversehens gerät sie ins Zentrum der dunklen Machenschaften skrupelloser Kunsthändler, die zu allem bereit sind, damit ein gut gehütetes Familiengeheimnis nicht ans Tageslicht kommt ...

Rezension auf maschseeperlen.de

»Ein fesselnder Kunstkrimi ... über das bizarre Leben der Superreichen, die Welt der alten Meister und eine berührende Liebesgeschichte. Ein Muss auch für ›Distelfink‹-Fans.«

stern (13.10.2016)

Hannah Rothschild (Autorin)

Hannah Rothschild, 1962 geboren, entstammt der berühmten Bankiersfamilie und arbeitet als Autorin und Filmregisseurin. Sie schreibt u.a. für Vanity Fair, The New York Times, Harper's Bazaar und Vogue. Der Kunstbetrieb, in dem ihr Romanerstling spielt, ist ihr aufs Beste vertraut, da sie sich seit vielen Jahren in den Kuratorien renommierter Museen wie z. B. der Tate Gallery engagiert. Seit 2015 steht sie als erste Frau dem Board der National Gallery vor. Bisher liegt auf Deutsch nur ihre Biografie über ihre Großtante Nica Rothschild vor, "Die Jazz-Baroness" (2013). "Die Launenhaftigkeit der Liebe" war nominiert für den Baileys Women's Prize for Fiction und wurde mit dem Bollinger Everyman Wodehouse Prize for Comic Fiction ausgezeichnet. Das Buch erscheint in rund zehn Ländern und hat in der englischsprachigen Welt Leser wie Kritiker begeistert.

»Ein fesselnder Kunstkrimi ... über das bizarre Leben der Superreichen, die Welt der alten Meister und eine berührende Liebesgeschichte. Ein Muss auch für ›Distelfink‹-Fans.«

stern (13.10.2016)

»Der Roman ist spannend, ironisch, liebevoll, ungeheuer kundig, voller ungeahnter, pfiffiger Wendungen: Unterhaltung auf hohem Niveau, mit Einblicken in die Hochsicherheitstrakte der Kultur versehen.«

Die Rheinpfalz, Gabriele Weingartner (24.09.2016)

»Die Lektüre aber offenbart eine bitterböse, beeindruckend genaue Karikatur der Kunstszene und eine Reflexion darüber, was Kunst wert ist – und was Liebe.«

Welt am Sonntag kompakt (25.09.2016)

»Eine lesenswerte Mischung aus Herz, Schmerz, Kunst und Krimi.«

Frauke Kaberka (dpa), 29.10.2016

»Ein fesselder Krimi aus der schillernden Welt der schönen Künste, zugleich eine Liebesgeschichte und ein Familiendrama, das sich von vielen Neuerscheinungen dieses Herbstes wohltuend abhebt.«

WDR 5, „Bücher“, Andreas Wallentin (24.09.2016)

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Aus dem Englischen von Monika Baark
Originaltitel: The improbability of love
Originalverlag: Bloomsbury, London 2015

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 512 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-421-04713-7

€ 21,99 [D] | € 22,70 [A] | CHF 29,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen: 12.09.2016

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Die Launenhaftigkeit der Liebe

Von: Kleine Bücherinsel Datum: 05.02.2017

www.monesleseinsel.blogspot.de

"Die Launenhaftigkeit der Liebe", dieser Titel und die ein oder andere Rezension waren es, dass ich genau dieses Buch lesen musste. Und schon von der ersten Seite stand fest, dass es mit zu den Jahreshighlights gehören wird.

Durch Zufall ersteht Annie, die vor kurzem nach London gezogen ist und nun ihrem neuen Freund ein Geschenk kaufen möchte, in einem heruntergekommenen Trödelladen ein kleines Bild. Das Bild ist staubig und dreckig, nur schemenhaft sind die Personen darauf zu erkennen. Aber genau dieses Bild wird eine Reihe an Ereignissen auslösen, mit denen Annie nicht gerechnet hätte und dies nur, um ein altes Familiengeheimnis verschlossen zu halten.

Wer nun glaubt, er bekommt eine seichte Liebesgeschichte und ein Familiendrama zu lesen, der irrt sich gewaltig, denn "Die Launenhaftigkeit der Liebe" ist so viel mehr und so vielschichtig angelegt. Ja, es geht um die Liebe und um ein Familiengeheimnis, aber es geht auch um Kunst und um Machenschaften in der Kunstszene.

Hannah Rothschild hat ein Händchen für all die Personen, die in diesem Roman vorkommen, bewiesen. Man bekommt als Leser zu allen Personen Zugang zu ihren Gedanken und genau dies erweckt sie zu Leben und macht dieses Buch lebendig. Besonders Annie ist mir dabei ans Herz gewachsen, weil sie so nichtsahnend ein Bild gekauft hat und damit einen Stein ins Rollen gebracht hat.

Aber damit wäre das Buch noch nichts Besonderes, denn erst das Bild, welches zu den Lesern spricht, bringt genau den Schwung in das Buch hinein, den ich mir gewünscht habe. Das Bild ist skurril und sarkastisch in seinen Erzählungen. Man merkt von Anfang an, dass es zu etwas höherem bestimmt ist und ja, es ist ziemlich eingebildet.

Die Geschichte reißt einen mit, man versinkt in ihr und möchte eigentlich nicht auftauchen. Mal sind die Nerven überspannt, nicht weil das Buch nun besonders actionreich ist und wie ein Thriller daher kommt. Dieses Buch ist auf seine ganz eigene Art und Weise spannend und reißt einen mit.

Der Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, aber er es so passend. Selbst in den spannendsten Momenten bleibt sich die Autorin, mit ihrer ruhigen Schreibart treu und das ist genau richtig und gibt dem Buch einen weiteren Pluspunkt.

"Die Launenhaftigkeit der Liebe" ist ein großartiges Buch, welches mir ein paar unvergessliche Stunden beschert hat. Ich bin immer noch hin und weg von dem Buch.

Ein Buch über die Kunst

Von: Anja S aka Ana Datum: 19.01.2017

tjskleinebuecherwelt.blogspot.de

Das Buch beginnt eigentlich mit dem Finale, nämlich mit der Auktion des Gemäldes „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ bei Monachorum & Sons. Damit ist von Anfang an klar, dass die „unscheinbare“ Köchin Annie mit dem Kauf in einem Trödelladen ein wertvolles Gemälde erstanden hat, ohne es zu diesem Zeitpunkt zu wissen.

Doch nach den Ereignissen bei der Auktion wendet sich das Buch der Vergangenheit zu und wir als Leser erfahren dadurch den kompletten Hintergrund, wie es zu dieser Auktion gekommen ist.
Nach und nach kristallisiert sich heraus, welche kriminellen Machenschaften in der Kunstszene herrschen. Wir werden konfrontiert mit Lug, Betrug, Intrigen, Selbstdarstellungen, Machthunger, Mord und erfahren welche Agenda jeder einzelne Charakter verfolgt, um an dieses Bild zu kommen.

Es gibt viele Protagonisten, die alle ihren Anteil an der Geschichte haben und jeder einzelne ist in die Geschichte verstrickt. Alle Charaktere und Figuren sind bedingt durch die Kunst so stark miteinander verbunden, dass schnell klar wird, wie klein die Kunstszene ist. Sprichwörtlich ist die Kunstwelt ein
Dorf.

Rund um diese kleine und eigentlich banale Aktion von Annie wird eine epochenübergreifende, faszinierende Geschichte erzählt, die zurückreicht bis zum zweiten Weltkrieg.

Wir erfahren im Verlauf der Handlung mehr über Künstler des 17. Jahrhunderts, Exil-Russen, die Machenschaften der Kunstwelt, Protegés und Strippenzieher. Ein dunkles und gut gehütetes Geheimnis einer der mächtigsten Familien in diesem Bereich spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

All dies entwickelt sich aus dem Kauf des Gemäldes durch Annie, die eigentlich rein gar nichts mit der Kunstwelt und den Reichen zu tun hat, aber jetzt immer tiefer in deren Machenschaften hineingezogen wird.

Wir begleiten Annie durch Ihren Alltag und erleben hautnah mit, was Sie erlebt und fühlt in Bezug auf Ihre Mutter, Jessie, der als Unterstützer in Ihr Leben tritt, Ihrem Ex und Ihr Leben im Allgemeinen.
Hanna Rothschild lässt nicht nur die menschlichen Protagonisten zu Wort kommen, sondern auch das Bild kommt immer wieder zu Wort und erzählt Dinge aus seiner Sichtweise. Für mich ein absolut faszinierender Ansatz, der mich mehr als begeistert hat.

Ein Beispiel:
„Ich heiße und verkörpere Die Launenhaftigkeit der Liebe. Ich wurde gemalt, um l’amour zu feiern, die wilden Kaskaden der Liebe, die ausgelassene, ungezähmte, verheerende und umgestaltende Leidenschaft, die unweigerlich der elenden, erdrückenden und maßlosen Enttäuschung den Weg ebnet.“


Fazit:
Hannah Rothschild erzählt die Geschichte in einem sehr ruhigen Tempo und mit Muße. Ich habe meine Lesegeschwindigkeit tatsächlich dem Fluss der Geschichte angepasst und es nicht eine Sekunde bereut. Einmal ist es der Komplexität auf Grund der vielen Charaktere geschuldet, aber auch der Tatsache, dass ich die Geschichte so viel besser genießen konnte.
Man hechtet in einem Museum auch nicht im Dauerlauf durch die Ausstellungsräume ohne die Exponate zu betrachten.

Ein leidenschaftlich erzähltes Buch über die Kunst, den dunklen Machenschaften in dieser Gesellschaft und der Liebe. Hannah Rothschild schreibt in Ihrem Debüt dermaßen eindringlich und faszinierend, dass sich das Lesen dieses wunderbaren Buches auf jeden Fall lohnt.

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