Die Letzten ihrer Art

Roman

Hardcover
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Drei Familien, drei Jahrhunderte und der alles entscheidende Kampf gegen das Aussterben der Arten.

Über Mensch und Tier und das Tier im Menschen: Vom St. Petersburg der Zarenzeit über das Deutschland des Zweiten Weltkriegs bis in ein Norwegen der nahen Zukunft erzählt Maja Lunde von drei Familien, dem Schicksal einer seltenen Pferderasse und vom Kampf gegen das Aussterben der Arten. Ein bewegender Roman über Freiheit und Verantwortung, die große Gemeinschaft der Lebewesen und die alles entscheidende Frage: Reicht ein Menschenleben, um die Welt für alle zu verändern?


Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein
Originaltitel: Przewalskis hest
Originalverlag: H. Aschehoug & Co.
Hardcover mit Schutzumschlag, 640 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-442-75790-9
Erschienen am  21. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Wunderschön und erschreckend augenöffnend

Von: Frau Pastell

15.07.2020

"Hier gibt es nur Asphalt und Steine, eine Härte, die unter den Fußsohlen beginnt und sich bis in den Nacken fortpflanzt. Ich vermisse Erde und Gras, eine weiche, schwingende Unterlage, die etwas nachgibt. Ich hasse diese asphaltierten Flächen, auf denen die Städte erschaffen werden." Aus Maja Lunde, Die Letzten ihrer Art, S. 586f. Ich mag die Sprachmelodie der norwegischen Autorin Maja Lunde. In ihren Werken "Die Geschichte der Bienen", "Die Geschichte des Wassers" und "Die Letzten ihrer Art" (ein weiterer Band wird noch folgen) geht es um den Menschen und die Natur, um Klimaveränderungen und den Wandel der Welt im Laufe der Zeit. In diesem Band geht es um eine bedrohte Wildpferderasse. Erzählt wird jeweils aus verschiedenen Perspektiven zu unterschiedlichen Zeiten: Der Zoologe Michail macht sich 1881 auf den Weg zu einer Expedition in die Mongolei, um Wildpferde für seinen Tierpark zu fangen. 1992 versucht die Tierschützerin Karin die Wildpferde wieder in der Mongolei auszuwildern, wo sie zu dieser Zeit nicht mehr in freier Wildbahn vorkommen. 2064 versucht Eva nach dem Klimakollaps verzweifelt, ihre letzten zwei Wildpferde zu retten, während sie sich ebenfalls selbst und ihre Tochter retten muss. Eine wunderschöne und zugleich erschreckende Reihe, die ich sehr empfehlen kann. Durch viele kleine Momente schafft es Maja Lunde, die Augen für das Große und Ganze zu öffnen.

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Ein lesenswertes Buch zum Nach- und Umdenken!

Von: Leserattenmama

06.05.2020

1883: der Zoologe Michail Alexandrowitsch Kowrow erfährt, dass in der Mongolei noch Urpferde leben und startet mit dem Hamburger Tierfänger Wilhelm Wolff eine Expedition, um einige Tiere nach Petersburg zu bringen. 1992: die Tierärztin Karin versucht mit Unterstützung ihres Sohnes Mathias, Wildpferde in der Mongolei auszuwildern, wo sie zwischenzeitlich ausgestorben sind. 2064: Eva und ihre Tochter Isa führen ein karges Leben abgelegen in Norwegen. Sie versucht, einige Tiere wie u.a. auch Wildpferde durchzubringen, obwohl nicht mal für die Menschen genug Nahrung und Wasser da ist. Überall fliehen Menschen und die Stromversorgung ist am Zusammenbrechen - eine sehr beklemmende Zukunftsvision! Drei Erzählstränge, drei Jahrhunderte - Bindeglied sind die Wildpferde. Vergleicht man die Lebensumstände der Personen, musste ich so manches Mal schwer schlucken - mir wurde bewusst, wie verrückt und oftmals überflüssig unser Konsumleben heutzutage ist... und die Szenerie für 2064 ist ja gar nicht sooo weit weg; das erleben meine Kinder ja noch alles voll mit! Durch den Schreibstil, der mich sofort gefesselt hat und die 640 Seiten nur so durchfliegen lies, habe ich mit allen Hauptpersonen absolut mitgefühlt! Nicht nur der Einsatz für die Wildpferde, sondern auch ihre Beziehungen - Liebe in einigen Facetten ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil- sind einfühlend beschrieben. Für mich in diesem Jahr ein absolutes Lesehighlight, das ich unbedingt weiterempfehle!

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Vita

Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Ihr Roman "Die Geschichte der Bienen" wurde mit dem norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet und sorgte auch international für Furore. Das Buch wurde in 30 Länder verkauft, stand monatelang auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste und war der meistverkaufte Roman 2017. Zuletzt erschien der zweite Teil ihres literarischen Klimaquartetts, "Die Geschichte des Wassers".

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