Die Mutter meiner Mutter

Hardcover
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Von der Autorin des SPIEGEL Bestsellers "Eisenkinder"

Als der Krieg zu Ende war, fing für die vierzehnjährige Anna der Kampf erst an. Ihre Mutter war lange tot, ihr Vater von den Russen verhaftet worden, ihre Heimat verloren. Als Flüchtling machte sie sich mit ihren kleinen Brüdern allein auf den Weg nach Westen und fand in Kosakenberg, einem Dorf in der sowjetischen Besatzungszone, Unterschlupf. Am Hof der Familie Wendler kann sie als Magd härteste körperliche Arbeit leisten. 1949 kehrt Friedrich Stein aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft nach Kosakenberg zurück. Das Deutschland, das er verlassen hat, gibt es nicht mehr: seine Familie ist tot, sein Anwesen von Flüchtlingen besetzt, das Dorf voller Sowjet-Propaganda. Ein gebrochener Mann, zwanzig Jahre älter als Anna. Anna macht die Traurigkeit in seinen Augen vom ersten Tag an Angst.

"Packend wie ein Roman: Bestsellerautorin Sabine Rennefanz ("Eisenkinder") erzählt die Geschichte eines lange gehüteten Familiengeheimnisses."

Claudia Kirsch / Brigitte EXTRA (30. September 2016)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87454-8
Erschienen am  14. September 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Bedrückend, aber eine spannende Lebensgeschichte

Von: _bookish_cat_

14.03.2020

Beim Lesen dieser Geschichte habe ich mich unwohl gefühlt. Warum? Weil dieses Geheimnis, was der Großvater wohl verbrochen hat, die ganze Zeit unausgesprochen über der erzählten Geschichte schwebt, und erst am Ende ausgesprochen wird. Aber auch die Situation der Protaginistinnen ist alles andere als schön. Die Mutter der Mutter der Erzählerin hatte kein einfaches Leben. Die Geschichte beruht wohl auf wahren Begebenheiten, was es nicht leichter macht. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, es werden überwiegend kurze, prägnante Sätze verwendet. Da die Enkelin die Geschichte ihrer Großmutter erzählt, gibt es zwar ein gewisses Maß an Distanz, aber man ist immer noch sehr nah an den Gefühlen und der Story dran. Ich bewundere die Großmutter. Sie war eine einfache Frau, die alle Rückschläge im Leben hinnahm und versuchte, das Beste daraus zu machen. Schön war das für sie augenscheinlich nur selten. Aber ihre Generation Beschwert sich nicht und macht weiter. "Denn das, worüber man nicht spricht, existiert auch nicht." S. 54 "Wie heißt es so schön? Die Zeit heilt alle Wunden. Natürlich Blödsinn. Die Zeit heilt nichts."

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Ein gutes Buch!

Von: Sarah Janina

27.02.2017

Dieses Buch erzählt vom Krieg und von der Zeit danach und konnte mich mit einer schönen Sprache relativ gut fesseln. Womöglich eine sehr wichtige Geschichte für die Generation, die den Krieg nicht mehr miterlebt hat, aber die Nachwirkungen davon vielleicht in dem ein oder anderen Familienmitglied noch spürt oder erkennt. Man lernt die Hauptperson in der Geschichte gut kennen und auch sehr innig, das ganze Gefühlsleben wird vor dem Leser ausgebreitet, ein Detail, welches ich in Büchern unglaublich zu schätzen weiß. Das bringt mich dem Menschen, über den ich lese, einfach viel näher und ich kann mich sehr gut hineinversetzen. Ingesamt war es für mich ein schönes Buch, das ich gerne gelesen habe und das in manchen Hinblicken sicher noch nachwirken wird. Vor allem aber der Stil hatte es mir angetan und die Möglichkeit einmal in eine Familie dieser Zeit einzutauchen.

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Vita

Sabine Rennefanz, 1974 in Beeskow geboren, arbeitet als Redakteurin für die "Berliner Zeitung" und wurde für ihre Arbeit u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. Ihr erstes Buch, "Eisenkinder", stand mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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Pressestimmen

„In nüchternem Tonfall erzählt Sabine Rennefanz von der großen Brutalität, die manchmal Familie ausmacht, und davon, wie sich Traumata über Generationen hinweg weitervererben.“

Anna Mayrhauser / Missy Magazine (05. August 2015)

"Ein kluges und, bei aller Tragik, spannendes Buch über Scham, Schweigen und das, was man ein "transgenerationales" Trauma nennt."

EMMA (14. Dezember 2015)

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