Die Nähmaschine

Roman

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»Der Stoff, aus dem große Romane gemacht sind.« The Herald

Für alle Liebhaber von alten Dingen und ihren Geschichten

Clydebank, Schottland, 1911: Die junge Jean verliert durch einen Streik in der Singer-Nähmaschinenfabrik Arbeit und Zuhause. Aber sie hinterlässt der Nachwelt eine versteckte Botschaft.
Edinburgh 2016: Als Fred das Erbe seiner Großeltern in Augenschein nimmt, findet er eine alte Singer 99K. Darin versteckt: Arbeitsjournale mit Nähproben und Notizen. Lesend begibt sich Fred auf eine Reise in die Vergangenheit und taucht ein in das Leben von vier Frauen – darunter seine Urgroßmutter Kathleen, die sich dank der Nähmaschine eine Existenz aufbaute. Und er erfährt von der mutigen Jean, die mit ihrer Botschaft weit mehr Herzen berührt hat, als sie ahnen konnte.

Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen. (Gilt nur für die gebundene Ausgabe.). Weitere berührende Wunderraum-Geschichten finden Sie in unserem kostenlosen aktuellen Leseproben-E-Book »Frühlingsfest im Wunderraum: Unsere neuen Bücher ab März 2019« sowie unter www.wunderraum-verlag.de

»Ein gelungener Roman mit starken Figuren.«

Herald Scotland

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Christine Heinzius
Originaltitel: The Sewing Machine
Originalverlag: Unbound
Hardcover, Halbleinen, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-336-54802-6
Erschienen am  25. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Singer – wie die Nähmaschines

Von: hasirasi2

14.04.2019

... so habe ich meinen Mädchennamen früher immer erklärt. Ob heutzutage noch jemand was mit der Erläuterung anfangen könnte? Man kennt die Maschinen ja höchstens noch von Oma oder aus den Antiquitätensendungen im Fernsehen ... Die Geschichte der Nähmaschine in diesem Buch beginnt 1911 im Singer-Werk in Clydbank. Für Jean ist es die letzte, deren Qualität sie prüft, bevor sie mit ihrem Verlobten Donald nach Edinburgh geht, denn er wurde nach einem Streik gefeuert. Um auf diese Ungerechtigkeit hinzuweisen, versteckt sie eine Nachricht für die zukünftige Besitzerin in der Garnspule. Fred entdeckt diese Zeilen 2016, als er die Singer zusammen mit der Wohnung seines Großvaters erbt. Im Sockel der Maschine findet er unzählige Notizbücher, in denen die Vorbesitzerinnen auf jede Seite jeweils kleine Stücke des verarbeiteten Stoffs genäht haben mit der Notiz, was sie daraus für wen für wie viel Geld angefertigt haben. Damit schließt sich der Kreis, denn Fred, der gerade in einer Umbruchsituation steckt, lernt nicht nur auf ihr zu nähen und kommt seinen neuen Nachbarn näher, sondern deckt mit Hilfe der Notizbücher auch noch ein altes Familiengeheimnis auf. Natalie Fergie erzählt die Geschichte der Nähmaschine ohne Effekthascherei, abwechselnd auf mehreren Zeitebenen. Man erfährt, wie es Jean und Donald in Edinburgh ergeht und welchen Familien die Singer in den folgenden 100 Jahren gute Dienste leistet. Da ist z.B. Kathleen, die 1954 Sachen für das Vorstellungsgespräch ihrer Tochter Connie ändert. Connie wiederum näht darauf 1980 Schwangerschaftskleidung für die Schwesternschülerin Ruth. Das Leben ihrer Besitzerinnen ist immer eng mit der Maschine verknüpft – sie ist ein fester Bestandteil des Familienlebens und hilft ihnen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen oder für Freunden und Nachbarn zu nähen. Mir hat gerade das Unaufgeregte der Geschichte gut gefallen. Ich habe die einzelnen Protagonisten sehr gemocht und gern durch ihr Leben begleitet. Wie die einzelnen Erzählstränge zusammenhängen, wird erst ganz am Ende aufgelöst und hat mich an einer Stelle sehr überrascht. Außerdem regt das Buch dazu an, doch mal wieder die Nähmaschine auszupacken und sich wenigstens an einem Kissenbezug zu versuchen. Wie alle Bücher aus dem Wunderraum-Verlag erzählt auch dieses eine ganz besondere Geschichten, die sich auch in der besonderen Aufmachung widerspiegelt. Das Buch hat einen hochwertigen Leinenrücken und ein Lesebändchen, der Coverhintergrund ist wie ein Stück Stoff gestaltet. Wunderschöne Geschichte einer Nähmaschine und ihrer Besitzer über ein Jahrhundert hinweg.

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Stich für Stich - Wort für Wort eine wunderschöne Familiengeschichte

Von: Lesemademoiselle

12.04.2019

✏️„Das wurde also vor über hundert Jahren genäht. Ich weiß. Es ist, als würde man die Vergangenheit berühren.“✏️ . Im Jahr 1911 kommt es in der Nähmaschinenfabrik Singer zu einem großen Massenstreik, dem sich auch die achtzehnjährige Jean anschließt. Eine Entscheidung, die das Leben der jungen Frau entscheidend verändert wird. Sie muss ihre Arbeitsstelle und ihr Zuhause verlassen und als Zeichen des Widerstandes versteckt sie einen kleinen Zettel mit einer Botschaft auf einer Spule in einer Nähmaschine. Mehr als hundert Jahre später erbt ein junger Mann überraschend die Wohnung seines Großvaters. Beim Ausmisten der Wohnung findet er eine alte Nähmaschine. In der Nähmaschine findet er mehrere handgeschriebene Journale mit Arbeitsproben und Notizen und er findet auch eine versteckte Botschaft in einer Spule. Fred heißt dieser junge Mann, der selbst vor den Trümmern seines Lebens steht. Lesend begibt sich Fred auf eine Reise in die Vergangenheit und taucht ein in das Leben von vier Frauen, die in unterschiedlichen Zeiten gelebt haben und für die diese Nähmaschine eine ganz große Bedeutung in ihrem Leben hatte. . Schon das Buch in die Hand zu nehmen ist ein kleines Fest. Der farblich schön abgestimmte Halbleineneinband ist ein optisches wie haptisches Vergnügen. Der Titel sieht aus, wie mit einer Nähmaschine aufgestickt. Ein so liebevoll gestaltetes Buch hatte ich noch nicht oft in der Hand. . Die Geschichte beginnt mit Jean und ihrem Freund Donald Cameron 1911. Die beiden verlassen ihr Zuhause und ihre Familien in eine unsichere und unbekannte Zukunft. Für mich war dieser Erzählteil sehr berührend und ich habe sehr mit Jean mitgefühlt. Der Roman springt zwischen den Protagonisten und den Zeiten geschickt hin und her, ohne den Lesefluss zu behindern. Connies Lebensgeschichte verfolgen wir ab 1954. Sie lebt mit ihrer Mutter Kathleen und ihrem Vater Bruce in Edinburgh. Als drittes kommt Fred hinzu, auch er lebt in Edinburgh aber 2016. Die Nähmaschine dient ihm zu Beginn als Türstopper und wird dann aber ganz überraschend sein Leben von Grunde auf ändern. Im letzten Drittel des Buches kommt noch Ruth hinzu, ihre Geschichte startet 1980. . Natalie Fergie erzählt in ihrem Roman „Die Nähmaschine“ die Geschichte von zwei Familien über vier Generationen hinweg, die alle ein Geheimnis haben und die alle etwas miteinander verbindet. . Es ist eine eher stille Geschichte, die unaufgeregt von den Familien erzählt. Nathalie Fergie schreibt sehr detailreich und liebevoll. Die Zeitsprünge bringen Spannung in die Geschichte, weil die Episoden an bedeutenden Stellen wechseln. Alle Protagonisten sind liebenswürdig und gehen einem zu Herzen. Allen wünscht man nur das Beste und man leidet mit den Familien mit ihren verschiedenen Schicksalsschlägen sehr mit. . Ganz großartig ist der Autorin gelungen die Lebensgeschichten der beiden Familien miteinander zu verbinden. Stückchen für Stückchen, wie bei einem Flickenteppich, werden Erzählteile miteinander vernäht und bilden am Schluss des Buches einen bunten, wärmenden Wörterteppich. Es ist eine Geschichte, die mich glücklich zurück gelassen hat. . Durch die detailreichen Beschreibungen hat das Buch an manchen Stellen etwas Länge, was ich aber gerne verziehen habe. . Die Nähmaschine als Bindeglied der Familiengeschichten funktioniert außerordentlich gut. Ein lesenswertes Buch, das sich aufgrund seiner tollen Aufmachung auch perfekt als Geschenk eignet. . Aus dem Englischen übersetzt von Christine Heinzius und erschienen im Wunderraum Verlag.

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Vita

Die »Textilenthusiastin« und gelernte Krankenschwester Natalie Fergie vertreibt handgefärbte Garne über das Internet. Und sie sammelt Nähmaschinen. Einer von ihnen, einer Singer 99K, setzt sie in ihrem Roman »Die Nähmaschine« ein literarisches Denkmal. Natalie Fergie lebt in der Nähe von Edinburgh.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Gekonnt verbindet Natalie Fergie die durch eine Singer-Nähmaschine miteinander korrespondierenden Einzelschicksale zu einem überzeugenden Ganzen. Lesenswert!«

The Herald

»Ein außergewöhnlich gelungenes, wunderbares Romandebüt, ausgeschmückt mit vielen historischen Details.«

Rachael Lucas, Autorin des Romans "Wildflower Bay"