Die Sparsholt-Affäre

Roman

(6)
Hardcover
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Im Oktober 1940 kommt der junge David Sparsholt nach Oxford. Der gut aussehende Athlet und Ruderer ist sich anfangs nicht der einnehmenden Wirkung bewusst, die er auf andere hat – besonders auf den einsamen und romantisch veranlagten Evert Dax, Sohn eines gefeierten Romanciers, der selbst literarische Ambitionen verfolgt. Während der Blitzkrieg London erschüttert, wird Oxford zu einem seltsamen Rückzugsort, an dem die Verdunkelung geheime Liebesbeziehungen verbirgt. Hier nimmt die Sparsholt-Affäre ihren Anfang, von der auch siebzig Jahre später noch ganz Großbritannien sprechen wird.

Ein großer atmosphärischer Roman über einen Kreis von Freunden, die über drei Generationen hinweg durch Kunst, Literatur und Liebe verbunden sind. Entwaffnend geistreich, berührend und brillant beobachtet untersucht Hollinghurst die gesellschaftlichen Veränderungen des zwanzigsten Jahrhunderts, deren Folgen noch heute zu spüren sind.

»ein epischer Bilderbogen über das Leben mehrerer Männer und ihre homoerotischen Sehnsüchte, über Strafe, Heimlichkeit und Freiheit.«

WDR 5 (06. April 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Thomas Stegers
Originaltitel: The Sparsholt Affair
Originalverlag: Picador
Hardcover mit Schutzumschlag, 544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-89667-626-9
Erschienen am  11. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Schwules Leben in England...

Von: Arcimboldis_World

21.06.2019

„Vorsicht Spoiler!“ - Schwules Leben in England – von den Verdunklungsnächten im 2. Weltkrieg in den 40er Jahren bis in die heutige Zeit und der Umgang der Gesellschaft mit diesem Thema. Mehrere Generationen übergreifend beleuchtet der neue Roman des Man-Booker-Preisträgers ALAN HOLLINGHURST die britische Gay-Community mit ihren entsprechenden Themen in der jeweiligen Epoche. Zentrale Figur ist dabei David Sparsholt und eine Affäre, die noch jahrelang von sich reden macht… Das ist als Gesellschaftsroman ganz unterhaltsam und amüsant, erinnert stellenweise ein wenig an E.M. Foster oder Henry James, nimmt häufig kein Blatt vor den Mund und erzählt wohltuend offenherzig von schwulem Sex, schwuler Liebe, dem schwulen Milieu, schwulem (Alltags)Leben an sich, in sehr angenehmer und lesenswerter Art und Weise, die man bereits auch schon von seinem Bestseller „Die Schönheitslinie“ kennt (für den er den Man-Booker-Price bekam – obwohl oder vielleicht auch genau weil er explizit schwules Leben darin beschrieben hat …). IM OKTOBER 1940 KOMMT DER JUNGE DAVID SPARSHOLT NACH OXFORD. DER GUT AUSSEHENDE ATHLET UND RUDERER IST SICH ANFANGS NICHT DER EINNEHMENDEN WIRKUNG BEWUSST, DIE ER AUF ANDERE HAT – BESONDERS AUF DEN EINSAMEN UND ROMANTISCH VERANLAGTEN EVERT DAX, SOHN EINES GEFEIERTEN ROMANCIERS, DER SELBST LITERARISCHE AMBITIONEN VERFOLGT. WÄHREND DER BLITZKRIEG LONDON ERSCHÜTTERT, WIRD OXFORD ZU EINEM SELTSAMEN RÜCKZUGSORT, AN DEM DIE VERDUNKELUNG GEHEIME LIEBESBEZIEHUNGEN VERBIRGT. HIER NIMMT DIE SPARSHOLT-AFFÄRE IHREN ANFANG, VON DER AUCH SIEBZIG JAHRE SPÄTER NOCH GANZ GROSSBRITANNIEN SPRECHEN WIRD. (BLESSING-VERLAG) Zu Beginn des Romans braucht man etwas Zeit, um sich in den sprunghaften Perspektivenwechseln des Romans zurechtzufinden, ebenso wartet man ständig (jedoch vergebens) auf eine detaillierte Aufklärung, was denn nun eigentlich die namensgebende „Sparsholt-Affäre“ ist/war. Hierzu bleibt alles eher vage und angedeutet, wenngleich jede Romanfigur darüber Bescheid zu wissen scheint, bei den Sexszenen geht es dann schon detaillierter und unverblümter zur Sache, das ist erfrischend, authentisch und macht das Buch und seine Handlung glaubwürdig. Interessant die politischen und rechtlichen Aspekte des queeren Lebens, angefangen in einer Zeit, wo Homosexualität noch illegal war, über die AIDS-Thematik der 80er Jahre bis in die heutige Zeit mit seinen Regenbogen- und Patchwork-Familien. Es geht aber auch um das Altern in einer auf Jugend fixierten Gesellschaft, um Kunst und gesellschaftliches Leben in den verschiedensten Formen und Ausprägungen. Etwas seltsam und schade, dass Hollinghurst über alle Aspekte schwulen Lebens schreibt, aber eben nicht über diese Affäre, von der man nur erahnt, dass es um Kriminalisierung und gesellschaftliche Ächtung bzw. Diskriminierung aufgrund eines Vorfalls ging. Trotz dieses wirklich lesenswerten Romans bleibt man deshalb am Ende als Leser etwas unbefriedigt zurück.

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Großartig!

Von: kaddiesbuchwelt

18.06.2019

Ich habe etwas gebraucht, um dieses Buch anzufangen. Mich hat der Klappentext sehr neugierig gemacht und trotzdem gehört es eigentlich nicht in mein Beuteschema was Bücher angeht. Aber letztlich hat es mich überrascht und ich bin durch die Seiten geflogen. Alan Hollinghurst hat eine sehr angenehme At zu schreiben. Die Geschichte überstreckt einen Zeitraum von 70 Jahre der gesellschaftlichen Entwicklung Englands. Vom dunkeln Pub in den 40er Jahren, über die Kohlearbeiter die gemeinsam mit den LGBT Demonstranten sich einen 'Krieg' gegen Thatcher geliefert haben über die neuen bunten Jahres der Schwulenclubs der Neuzeit ist es eine spannende und mitnehmende Reise. Hollinghurst verzichtet auf übertriebenes Drama sondern hält seine Spannung mit der Erzählkunst, wie ich sie bisher nicht oft gelesen habe. Man flog durch die Seiten und sog alles in sich auf. Bewertung: Ein absoluter Volltreffer. Ich kann jedem dieses Buch empfehlen! Daher auch 5+ von 5 Sternen.

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Vita

Alan Hollinghurst wurde 1954 in Stroud geboren. Er studierte in Oxford und arbeitete anschließend als Literaturkritiker für das Times Literary Supplement. Hollinghurst hat zahlreiche Preise erhalten, darunter den Sommerset Maugham Award und 2004 den Booker Prize für seinen Roman Die Schönheitslinie. Alan Hollinghurst lebt in London.

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