Die Sprache der Menschlichkeit

Wie wir Kranke wieder als Menschen wahrnehmen und nicht als Patienten

(3)
HardcoverNEU
20,00 [D] inkl. MwSt.
20,60 [A] | CHF 28,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Mit ganzem Herzen im Einsatz fürs Leben

Sie ist hellwach und ihre Hände sind ruhig, auch wenn das Geschehen um sie herum ihr oft genug das Herz zerreißt. Christie Watson war über zwei Jahrzehnte als Pflegfachkraft im Einsatz und erzählt in bewegenden Geschichten von Neuanfang, Hoffen und Abschied im Krankenhaus. Sie nimmt uns mit in die flirrende Atmosphäre der Notaufnahme, wo Schwerverletzte hinter dünnen Vorhängen erstversorgt werden, wo Drogensüchtige im Delirium warten neben Patienten wie der Witwe Betty, die leise über Brustschmerzen klagt und Zuwendung braucht. Auf der Kinder-Intensivstation kämpft sich der kleine Emanuel trotzig ins Leben. Und was auf der Krebsstation am Ende wirklich zählt, begreift Christie, als ihr Vater im Sterben liegt. Jeder von uns erkrankt irgendwann einmal im Leben. Und jeder wünscht sich, dann nicht nur richtig, sondern gut behandelt zu werden. Christie Watson erinnert daran, was uns alle verbindet: Die universelle Sprache der Menschlichkeit.

»Christie Watsons Buch über Güte und andere menschliche Qualitäten in der Pflege trifft den Nerv der Zeit.«

Galore (13. Dezember 2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von pociao, Roberto de Hollanda
Originaltitel: The Language of Kindness
Originalverlag: Chattoo & Windus, London 2018
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-31473-7
Erschienen am  29. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Aus dem Leben heraus mit Herz geschrieben

Von: Michael Lehmann-Pape

12.11.2018

„Ein Großteil der Pflege besteht darin, für Reinlichkeit zu sorgen“. So hat es Florence Nightingale propagiert und dem könnte Watson ja auch durchaus zustimmen. Theoretisch. „….obwohl es wenig tröstet, wenn Pflege anscheinend im Wesentlichen daraus besteht, Körperflüssigkeiten zu beseitigen“. Ob Blut von Wänden und Böden, harter Kot von Säuglingen oder andere Hinterlassenschaften von Patienten, Ärzten, Operationen, Übelkeiten und vieles mehr. Erfahrungen aus 20 Jahren Arbeit als Krankenschwester und damit in der Pflege und medizinischen Versorgung von Menschen. 20 Jahre, die dem Leser nun einen intensiven Einblick in den Alltag der Pflege vermitteln, aber auch, und das ist der eigentliche Gewinn der Lektüre, immer wieder an den Kern dessen rühren und gehen, worum es eigentlich gehen sollte. Nicht um Technik, Handreichung, Funktion, Effizienz (was durchaus auch alles seine Berechtigung hat, aber eben nur die äußeren „Formen“ der Tätigkeit beschreibt. Zuwendung, Menschlichkeit, das ist, was Watson vor Augen rückt. Wieder einmal, könnte man sagen, aber durch häufigere Wiederholungen wird dieser Kern des Berufs und der Pflege von Menschen ja nicht unwahr, sondern eher eindringlich geschärft. Zu einer Zeit, in der genau dieser Kern verloren zu gehen scheint. Personalmangel, auf spitze Nadel gestrickte Mitarbeiterstrukturen, im Vergleich zu anderen Berufen (und was die zentrale Bedeutung der Krankenpflege für jeden betrifft, denn jeder wird im Leben, zumindest zu dessen Ende hin, Krankheiten erleben und hier und da hilflos nach Eingriffen oder durch Schwäche in einem Krankenbett sich einfinden) miserable Entlohnung bei zugleich ständigem Stress und dauernd winkenden Überstunden. „Pflege bedeutet, für Menschen das zu tun, was sie normalerweise selbst tun würden“ (und aufgrund der Intimität dieser Verrichtungen auch fast um jeden Preis eigentlich lieber selber tun würden). Es ist aller Ehren wert dabei, dass sich Watson ihr „Herz“ selber durchgehend bewahrt hat. Und einfach kann das nicht gewesen sein, liest man die vielen Einsichten in die Praxis der Krankenpflege, die Watson im Buch bietet. Und damit schlussendlich eine große Lanze für den Beruf und jeden und jede im Beruf Tätigen bricht. Da ist es im Übrigen hilfreich, sich das Buch der „Bullshit-Jobs“ einmal näher anzusehen, um im größerem Zusammenhang zu begreifen, dass im System vieles nicht in Ordnung ist, wenn man die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Krankenpflege in Relation setzt zur gesellschaftlichen Anerkennung und schlichtweg zur Entlohnung. Denn jeder und jede, die hier weiterhin den Berufstand „unten“ zu halten gedenken oder schlichtweg nicht genug innerlich würdigen, werden ihre Meinung sicherlich auch noch radikal ändern, wenn sie selbst am eigenen Leibe erfahren, dass man das eigene Leben an bestimmten Punkten aus Krankheit heraus jemand anderem ein stückweit anvertraut.

Lesen Sie weiter

Die Sprache der Menschlichkeit

Von: Iris Lohmeyer aus Stapel

17.10.2018

Das Buch bescheibt, was die Damen und Herren, die diesen Beruf ausüben meistens dazu bewegt, ihm treu zu bleiben. Der Beruf der mir mein Leben lang im Kopf gespukt hat. Die Leseprobe hat mich dazu bewegt in einem Zug eine Lesezeit zu genießen und mich da wiederzufinden wo ich ein Leben lang gern gewesen wäre.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Christie Watson war zwanzig Jahre als examinierte Krankenschwester tätig, bevor sie nach einem Studium ihre zweite Leidenschaft zum Beruf erhob: das Schreiben. Für ihr Debüt »Tiny Sunbirds Far Away« wurde sie 2011 mit dem Costa Award, einem der begehrtesten britischen Literaturpreise, ausgezeichnet, 2015 folgte der international ebenfalls vielbeachtete Roman »Where Women are Kings«. Ihre Bücher wurden in 22 Sprachen übersetzt. Christie Watson lebt in London.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

»Wenn sich der Zustand unserer Gesellschaft am Umgang mit den Schwächsten bemisst, dann ist die Krankenpflege selbst Gradmesser für unsere Menschlichkeit. Dabei zählt sie zu den am geringsten geschätzten Tätigkeiten.«

Christie Watson

»Das Wesen der Krankenpflege zu beschreiben, ist schwierig. Christie Watson erfasst es genau. Mit ihrer kraftvollen Sprache zeigt sie den wahren Wert der Pflegekraft.«

Janet Davies, Royal College of Nursing

»Wenn Sie wissen wollen, was Krankenpflege bedeutet, lesen Sie dieses Buch.«

Robert Sowney, RCN Foundation

»Dieses durch und durch feinsinnige Buch wird Sie zum Lachen, Weinen und Nachdenken über den Sinn des Lebens bringen. «

Nicky Parker, Verleger von Amnesty International UK