Die Spur des Schweigens

Roman

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Journalistin Julia schlägt sich mühsam als freie Schreiberin durch und träumt von der großen, investigativen Story. Sie erhält einen Hinweis auf mögliche sexuelle Übergriffe in einem renommierten Forschungsinstitut. Der Me-too-Debatte überdrüssig, geht sie dem Verdacht zunächst nur halbherzig nach. Als sich aber die erste Betroffene bei ihr meldet und Julia den attraktiven Hauptverdächtigen kennenlernt, ist ihr Reporterinnen-Instinkt geweckt.

Am Institut stößt sie auf ein gefährliches Gemisch aus Machtmissbrauch, Schweigen und Vertuschung – und auf eine schockierende Verbindung zu ihrem Bruder Robert, der zwölf Jahre zuvor spurlos verschwunden ist. Plötzlich muss Julia sich unangenehme Fragen stellen: Was hat Robert mit dem Selbstmord einer chinesischen Doktorandin zu tun? Warum wurde seine Leiche nie gefunden? Hat sie all die Jahre etwas übersehen?

»Spannende Auseinandersetzung mit "Mee Too".«

Hörzu (11. September 2020)

Hardcover mit Schutzumschlag, 496 Seiten, 12,5x20
ISBN: 978-3-453-27048-0
Erschienen am  31. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein sehr ernstes aber unheimlich gutes Buch

Von: Sarah Östreicher

22.09.2020

“Stell dich nicht so an, Männer sind halt so!“ (S.218), genauso hatte die Protagonistin Julia immer gedacht. Schließlich stößt sie aber in ihrer Tätigkeit als Journalistin auf einen schlimmen Fall von sexueller Belästigung und Übergriffen auf Frauen. Sie lernt die Opfer kennen und fängt an zu verstehen warum Frauen oft lieber schweigen statt sich zu wehren, obwohl es eigentlich das richtige wäre. Der ganze Fall ist ziemlich komplex und auf eine überraschende Art mit dem Verschwinden ihres Bruders vor Jahren verknüpft. Das Ganze ist ziemlich schrecklich und das aller schlimmste daran ist, dass sowas in der Realität ziemlich häufig vorkommt, wahrscheinlich öfter als man denkt. Das Buch ist deshalb so wichtig, weil man betroffene Frauen versteht und ihre Situationen. Allerdings werden nicht einfach Männer verteufelt. Es wird klar gesagt, dass auch manche Frauen in Machtpositionen ihre Macht teilweise missbrauchen, sie sind nur einfach nicht so oft in Machtpositionen und nutzen diese dann auch tendenziell eher für Geld statt für Sex aus. Das Buch war aber nicht nur gut, wegen seiner wichtigen Botschaft, sondern auch weil die Geschichte unheimlich gut geschrieben und interessant war. Die Charaktere haben sich real angefühlt und es sind so viele unerwartete Dinge passiert, die mich sehr positiv überrascht haben. Ich wollte das Buch lesen, weil es interessant klang und ich mal etwas anderes lesen wollte, ich hatte allerdings keine hohen Erwartungen an die Geschichte. Sie war dann so gut geschrieben, dass ich einfach total begeistert war. Die Erzählung hat mich total gefesselt und mich sehr zum Nachdenken angeregt, was ich am allermeisten mochte, da sie so einen gewissen Mehrwert geboten hat. Julia war keine typische Protagonisten, sie war sehr stark und unabhängig, gleichzeitig aber auch sehr verletzlich. Sie brauchte keinen Mann in ihrem Leben, sie schaffte alles alleine. Sie setzte sich für Frauen ein, die dringend Hilfe brauchten. Sie bestand aber nicht nur aus Arbeit oder diesem speziellen Fall, sie hatte ein richtiges Leben und Freunde. Zum Beispiel traf sie sich öfter mit ihren Freundinnen zu einem Salsa Kurs und dort redeten sie nicht nur über Julia. Sie hat sich einfach so sehr viel realer angefühlt, denn im echten Leben geht es ja auch nicht immer nur um einen selbst, sondern auch um die Freunde und die Familie. Auch ihre kranke Mutter spielte eine Rolle, ohne groß Bezug zum eigentlichen Thema des Buches nehmen. Trotzdem trug es zur Handlung bei und fühlte sich an wie eine Geschichte aus dem realen Leben. Es musste nicht immer spannend sein oder die Handlung sich überschlagen, aber trotzdem war es immer total interessant. Generell eine tolle Geschichte, die mich sehr positiv überrascht hat und die ich absolut empfehlen kann. Sie hat ein sehr ernstes Grundthema, aber es lohnt sich definitiv.

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Neuer Beitrag zur #me too Debatte

Von: buch_zeit

22.09.2020

Amelie Frieds "Die Spur des Schweigens" hat sich dem Trend der #metoo Debatte phantastisch angeschlossen. Die semi erfolgreiche Journalistin Julia, träumt von dem ganz großen Clou, doch momentan reichen die Themen eher von Diätpillen bis zu anderen diversen Gesundheitsthemen. Doch dann wird ihr ein Hinweis auf sexuelle Belästigung an einem renommierten Forschungsinstitut zugeschustert. Nicht ganz von der Me -too Debatte überzeugt wird sie in ein Netz des Machtmissbrauches gezogen und findet sich in diversen heiklen Situationen wieder. Ein attraktiver Hauptverdächtiger weckt letztendlich ihren Journalisteninstinkt. Verwoben mit Rückblicken aus dem Leben ihres verschollenen Bruders spannt sich ein Netz das sich wie eine Schlinge um das Institut zuzieht. Wird das Schweigen letztlich noch gebrochen? Vielen Dank an dieser Stelle an das Bloggerportal und den Heyne Verlag. Dies war mein erstes Buch vo Amelie Fried und hab es in drei Tagen super schnell durch gelesen. Mir hat natürlich die aktuelle Thematik gefallen. Auch wie Sie es rüber gebracht hat mit den zwei zart verwoben Handlungsträngen und der realistischen Darstellung eines durchaus existierenden Problems. Die Charaktere sind so plastisch dargestellt, das ich mich ohne Probleme mit ihnen identifizieren konnte. Durch die "Frage was ist passiert?" Und was wird noch passieren, hält sie den Spannungsbogen die ganze Zeit aufrecht. Nicht nur Themen wie sexuelle Gewalt sondern auch Demenz, Freundschaft und alleinerziehende Mütter werden thematisiert. Eine durchaus lesenswerte Neuerscheinung im September.

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Vita

Amelie Fried, Jahrgang 1958, wurde als TV-Moderatorin bekannt. Alle ihre Romane waren Bestseller. Traumfrau mit Nebenwirkungen, Am Anfang war der Seitensprung, Der Mann von nebenan, Liebes Leid und Lust und Rosannas Tochter wurden erfolgreiche Fernsehfilme. Für ihre Kinderbücher erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, darunter den »Deutschen Jugendliteraturpreis«. Zusammen mit ihrem Mann Peter Probst schrieb sie den Sachbuch-Bestseller Verliebt, verlobt – verrückt?. Bei Heyne erschien zuletzt der Roman Paradies. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.

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Events

07. Okt. 2020

#readntalk-Livestream: Amelie Fried im Gespräch

19:00 Uhr | Lesungen
Amelie Fried
Die Spur des Schweigens

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Pressestimmen

»Packend!«

neue woche (04. September 2020)

»Um das große Schweigen, Verschweigen, auch von Familiengeheimnissen und anderen Dingen, geht es in diesem spannenden Buch. Sehr lesenswert.«

Margarete von Schwarzkopf, Domradio (11. September 2020)