Die Stecknadeln des Herrn Nabokov

Hardcover
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Das Leben mit neuen Augen sehen

Tempo, Geschwindigkeit und rastloses Tun, die Wesensmerkmale des modernen Lebens, lassen uns zusehends blind werden für die Schönheit des Seins. Dafür, was eigentlich zählt im Leben. Christian Haller macht sich in diesem Buch auf den Weg, das Leben zu entdecken, das unter der täglichen Unrast begraben liegt: Ein Leben, das seine eigene, uns unbekannt gewordene Schönheit und Wahrheit besitzt...

Was geschieht, wenn jemand keinen Terminkalender führen und nicht erst sein Smartphone hinzuziehen muss, bevor er sich mit einem Freund verabreden kann? Eine Katastrophe? Ein Chaos aus verpassten Terminen? Dabei geht die Welt vielleicht gar nicht unter, wenn jemand nicht über Wochen hinaus verplant ist und wie Christian Haller aus dem Strom der alltäglichen Verrichtungen heraustritt. Die Zeit beginnt sich nämlich für ihn zu dehnen, sie erlaubt ihm, sich umzusehen und sich wie der große Vladimir Nabokov, der, mit einem Netz ausgerüstet, auf die Jagd nach Schmetterlingen ging, mit dem vermeintlich Nutzlosen zu beschäftigen. Er lernt Umwege lieben, freut sich über unspektakuläre Erlebnisse wie eine Fahrradfahrt durch einen Park oder ist vollkommen verblüfft, dass er eine Landschaft, von der er überzeugt ist, sie gut zu kennen, mit neuen Augen sieht. Überhaupt wird er den lange verweilenden Blick schätzen lernen. Dieser Blick bringt ihm die Schönheit von Gegenständen und unverbrauchte Momente näher – er lehrt ihn ein Leben, das keinem Zweck unterstellt ist; ein Leben, das gerade deswegen seine geheime Pracht entfalten kann, weil es zu nichts gut sein muss.

„Vergnügt entdeckt man lesend auch den Funkenregen der Ironie“.

Neue Zürcher Zeitung (16. Dezember 2010)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 160 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-630-87350-3
Erschienen am  15. November 2010
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Vita

Christian Haller wurde 1943 in Brugg, Schweiz geboren, studierte Biologie und gehörte der Leitung des Gottlieb Duttweiler-Instituts bei Zürich an. Er wurde u. a. mit dem Aargauer Literaturpreis (2006), dem Schillerpreis (2007) und dem Kunstpreis des Kantons Aargau (2015) ausgezeichnet. Zuletzt sind von ihm der Roman „Der seltsame Fremde“ sowie der erste Teil seiner autobiographischen Trilogie »Die verborgenen Ufer« erschienen. Er lebt als Schriftsteller in Laufenburg.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

„Die gelassene Genauigkeit von Christian Hallers Sprache ist ihre Schönheit“

Neue Zürcher Zeitung am Sonntag (26. Dezember 2010)

„Er darf unter den gegenwärtigen Autoren als der subtilste, aber auch gleichzeitig skeptischste Ausforscher von Erinnerung gelten“

Die Welt (21. Januar 2011)

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