Die Unsterblichen

Roman

Hardcover
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Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis?

»Eine großartige Familiengeschichte - perfekt für alle Fans von Celeste Ng.«

People Magazine, Book of the Week

Aus dem Amerikanischen von Norbert Möllemann, Charlotte Breuer
Originaltitel: The Immortalists
Originalverlag: G.B.Putnam's Sons
Hardcover mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-442-75819-7
Erschienen am  29. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Wie würdest du leben, wenn du dein Todesdatum wüsstest?

Von: Giirl with the Book

07.02.2020

Wie würdest du leben, wenn du dein Todesdatum wüsstest? Würdest auf Sicherheit spielen und versuchen, das Schicksal zu verändern, oder alles auf eine Karte setzen und leben, als würde es kein Morgen geben? Mit dieser Frage beschäftigt sich Chloe Benjamin in ihrem Roman "Die Unsterblichen", der international die Bestsellerlisten gestürmt hat und auch mich nicht mehr losgelassen hat. Buchdetails Die Unsterblichen: Darum geht es Im Sommer 1969 ist eine Wahrsagerin in New York unterwegs, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Auch die Gold Geschwister machen sich auf den Weg, um sich mit eigenen Augen von ihrem Können zu überzeugen - nicht ahnend, dass diese Begegnung ihr Leben für immer verändern wird. Simon, der jüngste der Geschwister, beschließt, mit dem Wissen um sein Todesdatum, sein Leben in vollen Zügen zu genießen und haut mit 16 nach San Francisco ab. Dort beginnt er zu tanzen, erkundet die Schwulen-Szene und wirft alle Vorsicht über Bord. Klara interessiert sich von klein auf für Zauberei, doch merkt schnell, dass dies eine brotlose Kunst ist. Vor allem als Frau in einer von Männer dominierten Szene hat sie es nicht leicht, doch Aufgeben kommt nicht in Frage. Daniel arbeitet als Arzt bei der Army, doch die Begegnung mit der Wahrsagerin lässt auch ihn niemals los. Als er durch einen Ermittler mehr Informationen über die geheimnisvolle Frau erhält, beschließt er selbst für Gerechtigkeit zu sorgen. Varya ist die älteste der Geschwister und geht im Gegensatz zu den anderen lieber auf Nummer sicher. Sie wird Wissenschaftlerin und verschreibt sich ganz der Altersforschung, wo sich dann doch wieder ein Zusammenhang mit der Wahrsagerin herstellen lässt. Denn einzig und allein Varya bekommt von ihr ein langes Leben bescheinigt. Über alle dem steht die Frage: Ist man selbst für sein Schicksal verantwortlich oder ist alles am Ende vorbestimmt? Ist es das Wissen, um ihr Todesdatum, was die Geschwister all diese Entscheidungen treffen lässt, die zu den verschiedenen Tragödien führen, oder wäre alles auch ohne diese Begegnung so gekommen? Die Unsterblichen: Meine Meinung Wer von euch hat damals die "Numbers" Trilogie von Rachel Ward gelesen? Irgendwie musste ich bei der ganzen Thematik zuerst an diese Buchreihe denken, auch, wenn da natürlich ein anderer Fokus gesetzt wird. In "Die Unsterblichen" verfolgen wir die Lebensgeschichte der Gold Geschwister in der Reihenfolge ihrer Todesdaten. Das heißt nach dem einleitenden Kapitel, in dem alle noch Kinder sind, trifft man einige Charaktere wie Daniel und Varya erst wieder, wenn sie schon älter sind. Trotzdem hat man das Gefühl, alle Figuren relativ gut einschätzen zu können, da es Chloe Benjamin gut schafft, in den einzelnen Geschichten kurze Infos über den Lebensverlauf der anderen einzubinden. Die Lebensgeschichten der Geschwister sind alle total unterschiedliche da sie auch alle komplett andere Charaktere sind. Gemeinsam haben sie nur, dass das Treffen mit der Wahrsagerin ihr Leben sehr beeinflusst und das leider in keinem Fall positiv. "Die Unsterblichen" ist eine Familiengeschichte der anderen Art - mit spannenden Figuren und interessanten Schauplätzen. Das Buch hat sich wirklich von der ersten Seite an sehr spannend gelesen und ich konnte es, sobald ich richtig in den einzelnen Perspektiven drin war, teilweise gar nicht aus der Hand legen. Obwohl man ja meist wusste, dass der jeweilige Charakter mit großer Wahrscheinlichkeit am Ende sterben wird, fiebert man trotzdem mit, ob er oder sie es vielleicht doch schafft, das Schicksal und die Vorhersage zu ändern.

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Ist unser Tod vorherbestimmt?

Von: Gedankenflüge

14.12.2019

Meine Gedanken zur Geschichte Ich hatte keinerlei Erwartungen. Ich wusste nur das mich das Thema interessiert und darum war ich einfach neugierig. Die Autorin hat sich Gedanken gemacht wie Menschen wohl reagieren, wie ihr Leben verläuft, wie sie ihr Leben leben, wenn sie wüssten an welchem Tag sie sterben würden. Einerseits hat es was verlockendes zu wissen wann der Tag gekommen ist, denn wir reden uns ein das wir dann bewusster Leben, wir uns vorbereiten können, das wir dann erkennen was wirklich wichtig ist, wir wirklich nur noch das machen würden was wir wollen. Andere meinen, bloss nicht, ich will nicht mein ganzes Leben, egal wie kurz oder lang es sein mag, Angst haben vor diesem Tag. Ich will frei sein, frei sein mein Leben unbeschwert zu leben, zu geniessen. Ich will mir keine Grenzen setzen lassen von der Zeit, die mich da sonst einschränken würde. Doch was ist wenn wir einfach nicht dazu bestimmt sind zu wissen wann wir sterben? Können wir, egal wie wir entscheiden, es zu glauben oder nicht, das Leben leben das wir wollen? Das für uns bestimmt ist? Ja, das sind alles Gedanken von Erwachsenen, doch was ist wenn Kinder einfach neugierig sind. Was macht diese Erkenntnis mit ihnen? Und genau da setzt Chloe Benjamin an. Und was soll ich sagen? Die Autorin hat es geschafft eine sinnvolle, spannende und nachvollziehbare Geschichte zu schreiben die mich gepackt hat. Da hat natürlich auch ihr Schreibstil keinen unwesentlichen Beitrag dazu geleistet. Ich mag ihn, er ist wirklich angenehm und flüssig zu lesen. Mich hat sie gleich gehabt, ab der ersten Seite. Sie schreibt locker, tiefsinnig, einfühlsam und manchmal auch mit Humor. Chloe Benjamin hat das Buch in 4 Teile eingeteilt, in jedem erzählt sie die Lebensgeschichte eines der Geschwister. Prota- und Antagonisten & Co Wir haben in dieser Geschichte viele Protagonisten. Da wären die vier Geschwister, sie alle haben total verschiedene Charaktereigenschaften. Und die Autorin hat es geschafft diese wirklich sehr gut auszuarbeiten. Da wär die kontrollsüchtige und von Zwängen gebeutelte Varya. Der vermeintlich bodenständige Daniel, der sein Leben zielstrebig verfolgt, die verantwortungslose, spontane Klare, die weiss wass sie will und was eben auch nicht, egal was andere von ihr denken. Simon, der sensieble und schüchterne, der versucht nicht aufzufallen, es allen recht machen will. Ich muss gestehen das ich mit Varya am schlechtesten klar kam. Warum? Sie ist hart und unnachgiebig. Das sind Eigenschaften die ich an einem Menschen gar nicht mag. Sie ist schnell im (ver-)urteilen aber selber kommt sie wohl am wenigsten mit ihrem Leben klar. Ich denk sie ist oft neidisch und das verzeit sie den anderen nie. Mein Herz hängt an Simon. Er ist mir am nächsten. Er hat die grösste Entwicklung gemacht. Er hat seine Angst überwunden und ist ins kalte Wasser gesprungen auch wenn er einen kleinen Stubs dazu brauchte. Aber er hat’s getan. Klara und Daniel, ja, ich glaube sie sind ihren Charaktereigenschaften am treusten geblieben. Und dennoch ist ihr beider Leben spannend und wird von dem wissen, wann sie sterben, beeinflusst. Dann ist da noch die Mutter und ihre Beziehung zu den Kindern, sie stammt aus einer Generation die nicht aufbegehren und sich fügen. Die eher subtile andere beeinflusst mit dem wie sie es sagt und was sie sagt. Die Sache mit dem Text Wie schon oben gesagt, ist das Buch in 4 Teile eingeteilt, diese erzählen die jeweilige Geschichten der Geschwister. Innerhalb der Teile wird der Text auch noch durch Kapitel unterteilt. Diese sind in der Länge völlig okay. Sie sind nicht zu lang aber lassen genug Platz für einen angenehmen Leserhythmus. Auch die Sprache ist dem Alter angepasst und für das Genre passend. Meine ganz persönliche Meinung zum Buch Zuerst möchte ich über das Cover sprechen, denn es ist der Eyecatcher. Es ist schlicht und doch irgendwie passend. Den das Leben ist wie ein Baum, es wächst und es verzweigt sich. Manche Äste (Lebensabschnitte) berühren sich, andere stehen für sich alleine. Es gibt den Stamm, die Äste und die zarteren Zweige. Und irgendwann fallen die Blätter und das Leben ist zu Ende. Was den Titel angeht, hm… da bin ich etwas zwiegespallten. Die Geschichte, sie war spannend, interessant und regte immer wieder zum Nachdenken an. Denn es ist ein Thema über welches ich schon lange immer mal wieder rum gesponnen habe. Und ich fand es interessant wie die Autorin das Thema angegangen ist. Bei mir löst es sehr viele Gedanken aus, viele Pro’s und Kontra’s. Ist es ethisch vertretbar es jemandem zu sagen, wenn man’s könnte? Und wenn man weiter denkt, stellen sich andere Fragen. Ist das Leben vorherbestimmt? Wenn ja, was ist mit dem Schicksal? Wer bestimmt dann über das Leben? Oder ist alles nur ein Phänomen das wir „selbsterfüllende Prophezeiung“ nennen? Und und und… Es ist wirklich ein sehr spannendes, philosophisches Thema welches in eine spannende Geschichte verpackt wurde. Leider aber muss ich sagen, dass das Ende irgendwie unbefriedigend war, für mich. Denn bei allen 3 Geschwister erzählte sie die Geschichte bis zu ihrem Tod, nur bei der Person die alle überlebt hat, endet es davor Tod. Und das fühlte sich für mich unvollendet an. Aber dieser, für mich etwas unbefriedigenden Schluss, verändert den Gesamteindruck nicht des Buches! Ich bin auf alle Fälle auf weitere Bücher von Chloe Benjamin gespannt. Ich denke mit ihrem Buch hat sie die Messlatte recht hoch gelegt und die Erwartungen sind sicher recht gross. Aber ich werd ein Auge auf sie haben 😉 Ich kann euch das Buch wirklich nur an’s Herz legen! Ihr solltet aber allerdings offen gegenüber dem Thema sein. Mein Fazit Trotz des ernsten Themas ist das Buch nicht nur traurig, sondern auch lebensbejahend. Denn es geht in erster Linie mehr wie sie das Leben führen anstatt wie sie sterben werden. Es geht um Liebe, Mitgefühl, Vergebung und so viel mehr.

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Vita

Chloe Benjamin gelangte mit »Die Unsterblichen« auf Anhieb in die Top Ten der Bestsellerliste der New York Times. Der Roman wurde mehrfach als »Best Book of the Year« ausgezeichnet und erscheint in mehr als 30 Ländern. Chloe Benjamin stammt aus San Francisco und lebt heute in Madison, Wisconsin.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Dieser Roman lässt einen nicht mehr los.«

The New York Times

»Ein Zeugnis wahrer Liebe.«

The Washington Post

»Eine Geschichte, die einen verändert.«

The Economist

»Dieses Buch ist für alle, die einen kleinen Schubs des Schicksals brauchen, aber auch für diejenigen, die nicht an vage Versprechungen glauben.«

ELLE

»Wunderschön, mitfühlend und heiter. Kein Buch über das Sterben – sondern ein Buch, wie man leben soll.«

Nathan Hill

»Ein berührender Roman über das, was eine Familie zusammenhält.«

Southern Living