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Die Unvollkommenheit der Liebe Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87509-5

Erschienen: 29.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Leben, denke ich manchmal, heißt Staunen.

Als die Schriftstellerin Lucy Barton längere Zeit im Krankenhaus verbringen muss, erhält sie Besuch von ihrer Mutter, die sie jahrelang nicht mehr gesehen hat. Zunächst ist sie überglücklich. Doch mit den Gesprächen werden Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend wach, die sie längst hinter sich gelassen zu haben glaubte …

Der neue Roman von Elizabeth Strout ist ein psychologisches Meisterstück, zutiefst menschlich und berührend. Er erzählt die Geschichte einer Frau, die trotz aller Widrigkeiten ihren Weg geht, eine Geschichte über Mütter und Töchter und eine Geschichte über die Liebe, die, so groß sie auch sein mag, immer nur unvollkommen sein kann.

Lucy Barton erzählt ihre Geschichte. Sie muss sie erzählen, weil sie auf der Suche nach der Wahrheit ist, als Schriftstellerin wie als Mensch. Und es gibt zu vieles, was ihr Leben geprägt hat und ihr immer noch keine Ruhe lässt. Das wird ihr klar, als sie wegen einer unerklärlichen, lebensbedrohenden Infektion nach einem Routineeingriff längere Zeit im Krankenhaus bleiben muss und plötzlich ihre Mutter an ihrem Bett sitzt. Ihre Mutter, die sie nicht mehr gesehen hat, seit sie ihr Zuhause in einem kleinen Kaff in Illinois verlassen hat. Während sie erschöpft und glücklich der Stimme ihrer Mutter lauscht, die ihr Geschichten von den Leuten aus ihrer Heimat erzählt und was aus ihnen geworden ist, während Mutter und Tochter ein neues Band zu formen scheinen, auch wenn sie nur schweigend aus dem Fenster auf das beleuchtete Chrysler Building gegenüber schauen, kommt alles wieder hoch: die bettelarme Kindheit, die Schwierigkeiten in der Familie, der Mangel an Zärtlichkeit und Zuneigung. Wie der Wunsch, Schriftstellerin zu werden, ihr half, ihre Ängste zu bekämpfen, wie fremd sie sich dennoch manchmal in New York vorkommt. Ihre Ehe mit einem Mann aus einem wohlbehüteten Elternhaus und die vielen Abgründe, die sich zwischen ihnen auftun, trotz des gemeinsamen Lebens und der zwei heißgeliebten Töchter …

Elizabeth Strout (Autorin)

Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren und wuchs in Kleinstädten in Maine und New Hampshire auf. Nach dem Jurastudium begann sie zu schreiben. Ihr erster Roman »Amy & Isabelle« wurde für die Shortlist des Orange Prize und den PEN/Faulkner Award nominiert. Für »Mit Blick aufs Meer« bekam sie 2009 den Pulitzerpreis, »Die Unvollkommenheit der Liebe« kam auf die Shortlist des Man Booker Prize 2016. Alle ihre Romane waren Bestseller. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.

"Ich bin großer Strout-Fan!"

Christine Westermann / ZDF - Das Literarische Quartett (26.08.2016)

"Was mir besonders gut an diesem Buch gefällt: dass nichts ausgemalt ist, dass es nur das gibt, was man liest."

Christine Westermann / ZDF - Das Literarische Quartett (26.08.2016)

"Der persönliche Ton, die Natürlichkeit der Sprache, das alles hält auch in der souveränen und zugleich uneitlen Übersetzung von Sabine Roth."

Sylvia Margret Steinitz / Stern (01.09.2016)

"Es ist ohne jede Einschränkung ein ganz wunderbarer Roman, ein ebenso menschliches wie kluges Buch, das die Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Strout hier vorlegt."

Michael Hirz / Kölner Stadt-Anzeiger (02.09.2016)

"Elizabeth Strout hat ein unglaublich feines Gehör und Gespür für die feinen und feinsten Töne."

Markus Wüest / Basler Zeitung (30.08.2016)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Sabine Roth
Originaltitel: My Name is Lucy Barton
Originalverlag: Random House USA

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 208 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-630-87509-5

€ 18,00 [D] | € 18,50 [A] | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 29.08.2016

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Die wunderbare Banalität des Lebens

Von: Lavender Datum: 12.01.2017

https://lavendercoriander.wordpress.com/

Dieses Buch hat mich gleich von den ersten Seiten an gefesselt. Zu meiner eigenen Überraschung.

Lucy Barton ist in tiefer Armut aufgewachsen. In ihrer Familie gab es keine großen Gefühlsbezeugungen. Als erwachsene Frau liegt sie nach einer Blinddarmoperation wegen einernysteriösen Infektion 9 Wochen lang im Krankenhaus. Es sind die 80iger Jahre. Ihr Mann und ihre Töchter können sie nur selten besuchen. Aber eines Tages sitzt ihre Mutter, die sie lange nicht gesehen hat, an ihrem Bett. Ganze 5 Tage rührt sie sich kaum von ihrem Stuhl. Sie sprechen über Nichtigkeiten, ihre Mutter erzählt ihr Klatsch und Tratsch aus der provinziellen Heimatstadt. Alles ungut endende Geschichten. Frauen, die ihre Männer verließen, oder verlassen wurden und irgendwie nie glücklich wurden. Nur die wirklich wichtigen Dinge, die sprechen Mutter und Tochter nie an.

Elizabeth Strout ist eine hochgelobte Autorin. Ich war ein wenig skeptisch aber auch neugierig, ob sie mir liegt. Ich weiß nicht, ob ich noch weitere Bücher von ihr lesen möchte, zu Eigen war doch ihr Stil. Aber ich bin froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Denn es hat mich definitiv aus meiner Komfortzone herausgeholt. Ich empfand ihre Sprache als sehr einlullend, sehr geschmeidig und geschliffen. Sie sagt wenig, das Buch ist sehr kurz. Aber alle kleine Geschichten, viele kurze Bemerkungen sind sehr vielschichtig und auf eigene Weise eloquent. Denn wirklich wichtige Dinge werden nicht ausgesprochen. Eine Dinge, die Lucy passiert sein können, bleiben wage. Unwichtige kleine Geschichten werden erzählt, aber das essentielle bleibt ungesagt. Lucys Mutter kann nicht sagen, dass sie sie liebt. Das bekommt sie nicht ausgesprochen. Warum das so ist, erfahren wir nicht, aber ein Universum an Gründen ist möglich.

Das Buch mäandert vor sich hin. Es ist kurz, nur knapp mehr als 200 Seiten. Dabei wird so nebenbei Lucys Leben skizziert. Aber vor allem ihre Kindheit ist wichtig. Wobei da so vieles nicht ausgesprochen wird sondern seinen Gegenpart in etwas in ihrem Erwachsenenleben wiederfindet. Hier wird der wundervollen Banalität des normalen Lebens gehuldigt, denn sie lässt uns die schlimmen Dinge, die passiert sind, ertragen. Menschen, denen Lucy begegnete und die ihr Leben prägten, werden in wenigen Worten so plastisch umschrieben, das ist wirklich eine Kunst.

Wer gerne ein gradliniges Buch mit einer ordentlich umrissenen Handlung lesen möchte, ist hier verkehrt. Ich empfand dieses Buch als überraschend anders, in seiner Knappheit und wagen Erzählung aber sehr tiefgründig und nachhaltig. In wenigen Worten und ohne große Erklärungen erzählt uns Lucy ihr Leben, ihr Weg in die Heilung von allem, das ihr widerfahren ist. Das macht es zu einem sehr positiven Buch. Für mich war es ein unerwartetes tiefgründiges Leseerlebnis.

Ist eine bedingungslose Liebe möglich?

Von: Gesa Blank Datum: 28.11.2016

abaufssofalesenlos.blogspot.de

Ich gehöre nicht zu den Lesern, die förmlich danach lechzen, das Autor XYZ wieder einen neuen Roman herausbringt. Bei Elizabeth Strout mache ich da eine Ausnahme. Zwar lechze ich nicht danach, aber ich freue mich, wenn ein neuer Roman von ihr erscheint. Ich kenne keine andere Autorin, die es schafft, mich emotional derart zu berühren, dass ihre Geschichten noch lange in mir nachwirken. Der Roman "Die Unvollkommenheit der Liebe" ist eine weitere berührende emotionale Reise in das weite Land der Liebe.

Lucy Barton ist nach einer Blinddarmoperation, die eine rätselhafte Infektion zur Folge hat, für neun Wochen ans Krankenhausbett gefesselt. Obwohl der Kontakt zwischen Lucy und ihrer Mutter schon seit längerem auf Eis liegt, sitzt diese eines Tages für fünf Tage und Nächte an ihrem Bett. In langen Gesprächen kommen Mutter und Tochter sich zwar wieder näher, Kühle und Distanz sind jedoch weiterhin vorherrschend.
Nach Anerkennung ringend, möchte Lucy endlich die Liebe spüren, die eine Mutter-Tochter-Beziehung ausmachen sollte, die bedingungslose Liebe. Da Lucys Mutter aber keinesfalls mit dem bisherigen Verlauf des Lebens ihrer Tochter einverstanden ist, kritisiert sie Lucy selbst noch am Krankenbett. Anstatt ihre Tochter in ihrer Persönlichkeit zu stärken, schafft sie es immer wieder, ihre Tochter zu verunsichern und die bedingungslose Liebe, die Lucy so dringend benötigen würde, bleibt aus.

Ein Roman, der ans Herz geht. Viele von uns werden diesen Konflikt kennen. Nach Liebe und Anerkennung ringend, wird man immer wieder enttäuscht. Erwartet man zu viel, kann man auch nur enttäuscht werden, aber liebt eine Mutter ihre Tochter nicht, ohne Bedingungen an diese Beziehung zu stellen?

Die Autorin Elizabeth Strout greift ein Thema auf, das nicht nur schwierig in Worte zu fassen, sondern auch kaum greifbar ist. Mit Brillianz meistert die Autorin den Spagat zwischen der Bedingungslosigkeit und der Unvollkommenheit der Liebe. Leise schwingt ein Hauch von Melancholie und Traurigkeit durch den Roman. Nicht pathetisch, nein, zart und wohl dosiert, schafft die Autorin eine Atmosphäre zwischen Tochter und Mutter, die man als Leser teilweise nur schwer aushalten kann, jedoch aber die Wirklichkeit widerspiegelt und das wahre Leben aufzeigt. Tochter-Mutter-Beziehungen, ein Stoff, der meiner Meinung nach viel zu selten in der modernen Literatur aufgegriffen wird, obwohl er doch so viele Facetten zu bieten hat.
Ein liebevolles Danke an die Autorin für diesen ergreifenden Roman.

Ein Leseschatz

Von: Hauke Harder aus Kiel Datum: 29.08.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Almut Schmidt oHG

Der deutsche Titel des neuen Romans der amerikanischen Autorin Elizabeth Strout „Die Unvollkommenheit der Liebe“ klingt etwas abgedroschen und bedeutungsschwanger. Durch den geringen Umfang des Buches könnte man enttäuscht sein, erwartet man von dieser großen Autorin doch mehr. Doch versteht es Elizabeth Strout innerhalb weniger Seiten die Selbstreflexion der Protagonistin, einer Schriftstellerin, sehr glaubhaft und mit immer weiterführenden Anekdoten anzureichern, die bis zum Ende die ganze Geschichte über ihr Leben, Herkunft, ihre Sorgen und das menschliche Miteinander erzählen. Eine fesselnde Geschichte, die mit wenig auskommt und dennoch großes zu erzählen vermag.
Mehr siehe: https://leseschatz.com

Brillante Erzählkunst

Von: Margit Muschter aus Wanzleben-Börde Datum: 08.07.2016

Buchhandlung: Bücher-Shop

Elizabeth Strout brilliert durch ihre geradlinige Berichterstattung und lässt dadurch die Emotionen beim Leser brodeln.

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