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Die Wolkenfrauen Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7645-0620-9

Erschienen:  11.12.2017
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Freiheit verweht wie Sand, doch die tausend Farben der Wüste bleiben ...

Deutschland, 1942. Eine junge Frau träumt von einer Zukunft mit ihrer großen Liebe, doch nach einer unvergesslichen Nacht wird er nach Nordafrika versetzt, bevor sie heiraten können.
1988: Im Nachlass ihrer gerade verstorbenen Mutter entdeckt die dreiundzwanzigjährige Doro Zeichnungen der marokkanischen Wüste und ein Amulett. Daraufhin reist sie nach Marokko, um mehr über ihre Mutter zu erfahren, die immer sehr verschlossen war. In Agadir trifft sie Ingrid, ihre ehemalige Dozentin und Leiterin einer Hilfsorganisation, die das Amulett sofort erkennt: Es ist ein seltenes Exemplar der Fatima-Hand, eines bei Muslimen verehrten Schutzsymbols. Einige Tage später wird Doro Zeugin einer brutalen Verhaftung. Kurz darauf begegnet sie dem Gefangenen erneut – er heißt Amir und trägt das gleiche Amulett ...

Doris Cramer über ihre Liebe zu den islamischen Ländern und ihren Traum auf einem Kamel sitzend zu reisen und zu schreiben Zum Interview

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»Das ist ein sehr ungewöhnliches Buch: eine Abenteuer-Liebes-Familien-Geschichte, mit viel Herz und viel Politik, die an ein vergessenes Drama am Rand Europas erinnert. […] Mitreißend, unterhaltsam, ohne Angst vor Sternenhimmelkitsch – und wirklich spannend.«

Silvia Feist / emotion (05.02.2018)

Doris Cramer (Autorin)

Doris Cramer ist gelernte Buchhändlerin und leitete jahrelang eine Gemeindebibliothek, bevor sie zum Schreiben fand. Sie ist ein Bücherwurm durch und durch. Allein oder zu zweit unternimmt sie seit 1984 regelmäßige und ausgedehnte Reisen in Nordafrika und darüber hinaus, von Marokko bis nach Syrien, davon allein siebzehn Touren im äußersten Süden Marokkos. Die Landschaft, die Berberkultur und das alltägliche Leben in den Wüstenregionen Südmarokkos haben ihr ein spannendes Gegenkonzept zum Leben im übererschlossenen und -regulierten Deutschland gezeigt.

»Das ist ein sehr ungewöhnliches Buch: eine Abenteuer-Liebes-Familien-Geschichte, mit viel Herz und viel Politik, die an ein vergessenes Drama am Rand Europas erinnert. […] Mitreißend, unterhaltsam, ohne Angst vor Sternenhimmelkitsch – und wirklich spannend.«

Silvia Feist / emotion (05.02.2018)

»Toller Wüstenroman, lebendig, kenntnisreich, opulent.«

Für Sie (02.01.2018)

»Ganz große Gefühle …«

Freizeit Woche (13.03.2018)

»Eine spannende, abenteuerliche Reise in die fernen Weiten der marokkanischen Wüste.«

Schöne Welt (21.03.2018)

»In den sonnensatten Landschaften Marokkos treffen drei Frauen, zwei Zeitebenen und ein Familiengeheimnis aufeinander, das mit dem Freiheitskampf eines Berbervolkes verbunden ist.«

Counter vor 9 Newsletter (24.02.2018)

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-7645-0620-9

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen:  11.12.2017

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"Du bist eine Wolkenfrau."

Von: Svanvithe Datum: 04.03.2018

svanvithe.blogspot.de

1942. Bettys Zukunft trägt einen Namen: Gernot. Ewig würde sie mit ihm die Wege entlangfahren, zwischen den abgeernteten Feldern, über ihnen Schwärme von Zugvögeln, begleitet von unbeschwertem Lachen, bis ans Ende der Welt. Doch es ist Krieg, und Gernot ist Soldat…

1988. Dorothea, genannt Doro, hat vor einem Jahr ihre Mutter verloren. Darunter leidet die Dreiundzwanzigjährige nach wie vor. Weil ihre Mutter, verschlossen wie sie war, ihre Krankheit bis fast zum letzten Augenblick verschwiegen hat. Brustkrebs mit 45. Beim Aufräumen der Hinterlassenschaft entdeckt Doro in einer Kiste neben Tagebuchnotizen und Zeichnungen, die von einem Gernot stammen und vor langer Zeit in der marokkanischen Wüste entstanden, außerdem ein wunderschönes Amulett.

Doro hat gerade ihren Abschluss als Lehrerin gemacht, sie ist trotzdem unsicher und zweifelt, ob dieser Beruf, den ihre Eltern ebenfalls ausübten, sie ausfüllen wird. Um ihrer Zukunft eine Richtung geben zu können, reist Doro zu ihrer ehemaligen Lehrerin Ingrid nach Marokko, die sich von Agadir aus um ein Hilfsprojekt für die Schulbildung junger Mädchen kümmert. Ingrid empfindet sie nicht nur als Vorbild, sondern auch als Freundin.

Nach wenigen Tagen in Marokko erlebt Doro mit, wie ein junger Mann verhaftet wird. Ihr Gerechtigkeitssinn lässt sie dagegen protestieren, während sich die Einheimischen abwenden. Umso erstaunter ist sie, als ihr eben jener junge Mann – Amir – kurze Zeit später wieder begegnet. Und obwohl Doro nicht sicher ist, ob sie ihm und seinen Worten, die Verhaftung sei ein Irrtum gewesen, vertrauen kann, fühlt sie keine Angst in seiner Begleitung, als sie sich mit ihm in die Wüste aufmacht.

Eigentlich will Doro nur helfen. Jedoch sie gerät an der Seite von Amir, der sich als Sheik und Angehöriger des Berbervolkes der Sahraouis, der in Westeuropa ausgebildet wurde, entpuppt, in einen Strudel unvorhergesehener und gefährlicher Ereignisse, die das Pensum einen europäischen Touristin bei weitem übersteigen. Sie begegnet vielen Menschen, Einheimischen und auch Betty, einer Deutschen, die nach einem Vorkommnis nicht mehr daran erinnert und darum Unterstützung benötigt.

Es stellt sich heraus, dass es einen Grund für Amirs Verhaftung gegeben hat. Er engagiert sich für die Belange der Polisario, der Volksbefreiungsarmee, und damit für das Wohl seines Volkes, legt gleichwohl eher Augenmerk auf das Verhandeln auf politischer Ebene. Auf der Gegenseite steht Mahmud, für den es die Durchsetzung der Ziele der Saharouis nur mittels Waffengewalt gibt und der zudem einen persönlichen Groll gegen Amir hegt Er entführt Doro, bedroht sie und will sie für die Zwecke der Polisario missbrauchen...

Mit „Die Wolkenfrauen“ beweist Doris Cramer nach ihrer historischen Marokko-Saga erneut ihre Faszination für das nordafrikanische Land und überträgt diese auf uns. So vermitteln ihre Sachkenntnis (die sich unter anderem auch im Nachwort, dem Glossar und einem historischen Abriss des West-Sahara-Konflikts sowie den entsprechenden Quellen und Links widerspiegelt) und daneben die Detailtreue und Erzählkunst ein abwechslungsreiches, farbenprächtiges und tiefgründiges Bild dieser Region und des gesellschaftlichen Lebens. Besonders in der Darstellung der örtlichen Schauplätze – beispielsweise in Agadir und in der Sahara – punktet die Autorin mit treffender Wahrnehmung der Gegebenheiten angesichts der herrschenden Verhältnisse. Denn Doris Cramer verschließt nicht die Augen vor einem unerhörten Umstand, in den Marokko involviert ist: der Westsahara-Konflikt. Ein heikles Tabu-Thema, das seit mehr als 40 Jahren existiert, wenig bis gar keine Beachtung (mehr) findet und bislang auch auf politischer Ebene durch UNO und Internationalen Gerichtshof nicht gelöst werden konnte.

„In dunklen Zeiten bewahrt oft nur die Hoffnung den Menschen vor Verzweiflung.“ (Seite 63)

In behutsamer Art und Weise gelingt es der Autorin, die Problematik der aus ihrer ursprünglichen Heimat vertriebenen Saharouis, dem Volk der Wolken, die mit 150.000 Angehörigen ihr Dasein in der Einöde der algerischen Wüste fristen, der Vergessenheit zu entreißen und uns – verpackt in eine tragische Familien- und eine eigentlich undenkbare, behutsame Liebesgeschichte – näher zu bringen.

Doris Cramer schreibt in einem authentischen und elegantem Stil, ihre Wortbilder zeugen von ihrer Leidenschaft für Land und Menschen. Sie kritisiert, beschönigt hierbei nichts, nimmt dem Ganzen aber die Schärfe. Die Autorin will nicht schockieren, jedoch eine bedrückende Tatsache aus der Dunkelheit ans Licht ziehen, und dies gelingt ihr in bewundernswerter Art und Weise.

Im Verlauf der Handlung lassen sich die Hintergründe des Familiengeheimnisses recht früh erahnen, was allerdings der Lektüre nicht abträglich ist. Vielmehr macht es die Autorin möglich, mit Rückblicken in die Vergangenheit der Spurenlegung zu folgen und des Rätsels Lösung nahe zu kommen.

Dabei sind es neben der Schilderung des Geschehens die Ausführung, das Zusammenspiel und die Entwicklung der Figuren, die den Roman zu einem beachtenswerten und einprägsamen Erlebnis machen. Diese sind nuanciert ausgeformt. Nicht nur die neben Doro im Mittelpunkt befindlichen Frauen Ingrid und Betty beweisen jeweils eine eminente Persönlichkeit. Auch die männlichen Protagonisten Amir, Ibrahim und Mahmud hat die Autorin realistisch und in ihrem Denken und Handeln nachvollziehbar charakterisiert.

Besonders aber Doro sticht mit ihrem unabhängigen, herzensklugen und vorurteilsfreien Wesen hervor. Was immer sie erlebt, sie lässt sich nicht unterkriegen, ist voller Kraft und Energie. So ist es nur einleuchtend, dass sie in der Vorstellung von Amir hell und klar einer Wolkenfrau gleicht, also einer Angehörigen seines Volkes.

„… das Beständige in der Wüste ist der Wandel. Du bist eine Wolkenfrau. Wenn die Zeit kommt, findest du einen Weg.“ (Seite 392)

Doris Cramer verabschiedet uns aus der Geschichte ohne Happy End, aber mit Hoffnung. Und so sagen wir Doro und Amir "Auf Wiedersehen!", und das mit einem guten Gefühl.

Sahraouis (Wolkenvolk)

Von: Literaturwerkstatt-kreativ /Blog Datum: 28.02.2018

www.literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com

„Literaturwerkstatt- kreativ“ stellt vor:
„Die Wolkenfrauen“ von Doris Cramer

Deutschland, 1942
Elisabeth, genannt Betty und Gernot sind ineinander verliebt und träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Bevor sie jedoch heiraten können wird Gernot nach Nordafrika versetzt. Die beiden verbringen vorher noch eine wunderbare Nacht miteinander. Als Betty merkt dass sie schwanger von ihm ist, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Als unverheiratete Frau mit einem Kind würde sie es schwer haben und da sie auch nicht weiß ob Gernot den Krieg überleben würde, bringt sie ihr Kind in einem Lebensborn-Heim zur Welt und gibt es zur Adaption frei. Gernot überlebt den Krieg, kommt zurück und die beiden heiraten. Betty erzählt ihm jedoch nie von dem gemeinsamen Kind. Der Krieg hat Gernot verändert und er ist nicht mehr der Mann, den Betty vor dem Krieg gekannt hatte. Als Gernot später stirbt und Betty sich einsam fühlt, lässt sie sich 1988 zu einer Reise nach Marokko überreden, dahin wo ihr Mann die Kriegsjahre verbracht hat.


Deutschland, 1988
Doros Mutter Christa liegt im sterben und erzählt ihrer Tochter kurz vor ihrem Tod, das sie (Christa) adoptiert sei und ihre richtige Mutter (also Doros Großmutter) Elisabeth Schlüter hieße. Sie hätte diese auch ausfindig gemacht und versucht zu ihr Kontakt aufzunehmen, doch Elisabeth hätte dies vehement abgelehnt.

Als Doro nach dem Tod ihrer Mutter in deren Nachlass ein Amulett, sowie Aquarelle von Landschaften aus Marokko findet, fragt sie sich, wie diese in den Besitz ihrer Mutter gelangten. Um Antworten zu finden, reist sie zu ihrer ehemaligen Dozentin Ingrid. Diese hatte Doro während des Studiums zur Lehrerin begleitet, war ihr immer sehr verbunden gewesen. Seit Mutters Tod hing Ingrids Einladungskarte nun bei Doro unter einem der Kühlschrankmagnete.

„Leg dein Examen ab, das muss sein. Dann aber pack zusammen, komm her und bleib, solange es dir gefällt“

Ingrid leitet in Marokko eine Hilfsorganisation, die den Schulbesuch von Mädchen auf dem Land fördert. Dort angekommen wohnt Doro bei Ingrid und beginnt für die Hilfsorganisation zu arbeiten. Auf einer der Autofahrten, die sie alleine tätigt, lernt sie Amir kennen, ein charismatischer Berber aus dem Volk der Sahraouis (Wolkenvolk). Doro trägt das Amulett, das sie im Nachlass ihrer Mutter fand und Amir erkennt sogleich, das es sich um ein Originalexemplar der „Fatima-Hand“ handelt, das sich einst im Besitz seiner Familie befand. Für ihn stellt sich nun die Frage, wie kommt Doro zu diesem Amulett.


Fazit:

Es ist das erste Buch, das ich von Doris Cramer gelesen habe und sie macht es mir mit der Besprechung ihres Romans überhaupt nicht leicht. Das schlichte, aber doch sehr anmutige Cover hat mich gleich angesprochen. Und so ließ ich mich gerne von ihr nach Marokko und in die Westsahara entführen.
Mit ihrer bildhaften und auch sehr detaillierten Sprache hat sie bei mir exzellente, farbenreiche Szenen in meinem Kopf entstehen lassen. Ich hatte die Wüste mit ihrer einsamen Pracht und ihrer Weite vor Augen und die orientalischen Düfte in der Nase. Es konnte kaum besser sein. Und doch hat sie mir auch den schwelenden Westsahara – Konflikt wieder ins Bewusstsein gebracht und damit verbunden die Geschichte der Sahraouis. Ein Nomadenvolk, das schon seit vielen Jahren in Flüchtlingscamps leben muss und einfach in Vergessenheit gerät.

Am Ende des Buches gibt es ein Glossar mit arabischen und berberischen Begriffen und einen historischen Abriss des Westsahara-Konfliktes. Dies war sehr hilfreich, um die politischen Machtkämpfe (ein wenig) zu verstehen und ich habe wieder mal eine Menge dazugelernt. Die Autorin hat hervorragend recherchiert und man merkt ihr an – auch zwischen den Zeilen -, wie verbunden und wie tief ihre Liebe zu Westafrika ist.

Leider konnte Doris Cramer mich aber mit der eigentlichen Geschichte des Romans nicht ganz überzeugen. Die Geschichte war für mich einfach zu vorhersehbar, ohne Überraschungen und großartige Wendungen. Somit blieb die Geschichte zu oberflächlich und bekam einfach keine Tiefe. Sicher, die Autorin hat schon eine gut durchstrukturierte Geschichte erzählt, hat auch die einzelnen Erzählstränge zum Ende hin gut zusammen geführt, konnte die Erzählung für mich jedoch nicht wirklich überzeugend darstellen. Gerade mit der Hauptprotagonistin Doro konnte ich überhaupt nicht so richtig warm werden. Sie blieb bei mir die ganze Zeit auf Distanz und ich bekam keinen Zugang zu Ihr. Auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Amir war mir einfach zu klischeehaft.

Ja, dieses Buch lässt mich absolut zwiegespalten zurück. Eigentlich habe ich das Gefühl zwei Bücher gelesen zu haben, wobei mir natürlich das Eine mit den wunderbar herrlich prallen Farben des Orients weiterhin intensiv vor Augen sein wird. Und alleine dafür hat sich die Lesereise gelohnt !!!




Besten Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar.

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