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Die Zweige der Esche Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-75488-5

NEU
Erschienen: 25.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Sie nennt sich selbst Ash, doch das ist nicht ihr wahrer Name. Eigentlich ist sie Constance, die treusorgende Ehefrau eines Farmers in Indiana. Aber sie ist die bessere Schützin und die mutigere von beiden. Also schneidet sie sich die Haare ab und verbirgt ihre weiblichen Formen unter der Uniform der Nordsaaten, um für die Freiheit zu kämpfen. Doch was treibt sie wirklich in den Krieg?

Warum verlässt sie ihren Ehemann, um den Terror des Krieges in seiner ganzen Grausamkeit zu erleben? Und wird es ihr gelingen, jemals wieder zur heimischen Farm zurückzukehren?

»gewöhnungsbedürftig und packend, trostlos und ergreifend. ‚Die Zweige der Esche‘ beeindruckt auf ganz eigene Art.«

Silke Hellwig, Weser Kurier (11.05.2017)

Laird Hunt (Autor)

Laird Hunt ist amerikanischer Schriftsteller, dessen Romane mehrfach für den Pen/Faulkner Award nominiert waren. Er arbeitete als Pressereferent bei den Vereinten Nationen und unterrichtet heute Creative Writing an der Universität von Denver. Er lebt mit seiner Frau, der Lyrikerin Eleni Sikelianos, und ihrer gemeinsamen Tochter in Boulder, Colorado.

»gewöhnungsbedürftig und packend, trostlos und ergreifend. ‚Die Zweige der Esche‘ beeindruckt auf ganz eigene Art.«

Silke Hellwig, Weser Kurier (11.05.2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Kathrin Razum
Originaltitel: Neverhome
Originalverlag: Little, Brown and Company

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-442-75488-5

€ 18,00 [D] | € 18,50 [A] | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

NEU
Erschienen: 25.04.2017

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Grandios! Erschreckend und faszinierend!

Von: Daniel Allertseder | WeLoveBooks Datum: 21.05.2017

welobo.com/

Meine Meinung

Was versteckt sich hinter dem Titel »Die Zweige der Esche«? Mehr, als man denkt! Der Titel passt zum Buch wie das Amen in der Kirche. Eine tiefe Bedeutung, ein Roman, der faszinierte! Laird Hunt’s Geschichte über eine junge Frau, die sich, als Mann verkleidet, in den Krieg zieht – Schreckliches und Grausames sieht und erlebt, und eine trügerische Liebe erfahren muss, eine erschütternde Reise, die fasziniert, aber auch schockt.

Ich bin gegenüber Kriegsdramen nicht abgeneigt. Ich lese gerne über starke Helden, die sich im Krieg beweisen. Premiere aber war nun die Zeit des Dramas, in der es spielte: Der amerikanische Bürgerkrieg, zu Zeiten Abraham Lincolns, die Zeit der Sezession in den USA. Eine erdrückende Atmosphäre hat die Folge, eine Zeit ohne Elektrizität, ohne Elemente postmoderner Zeiten. Umso erstaunlicher waren die Lebensumstände, die im Buch beschrieben wurden. Beginnen wir aber mit Ash, unserer Heldin: Ash, eigentlich Constance, gibt sich als Mann aus und zieht anstatt ihren Mann in den Krieg, da sie besser schießen kann als er und ihr Mann höchstwahrscheinlich innerhalb kürzester Zeit gestorben wäre. Eine starke Entscheidung, wie ich fand, war die Tatsache, als Mann in den Krieg zu ziehen. Immer besteht die Gefahr, aufzufliegen, immer musste man mit der Angst lesen, dass Ash’s wahre Identität ans Tageslicht gerät. Ash besitzt einen harten Kern, der dem Leser auch direkt nahegebracht wurde. Ihr Charakter ist eisern, loyal, hilfsbereit. Sie polarisiert, wenn auch auf eine düstere Weise. Generell ist das komplette Buch sehr düster, was man natürlich vom Krieg nicht anders erwartet. Recht viel aber kriegt man vom Krieg nicht mit. Ash und ihr Überlebenskampf steht im Vordergrund. Man liest ihre Eindrücke, ihre Gefühle, ihre Taten. Man liest von ihren Heldentaten, von ihren Momenten, in denen sie ihren harten Kern verlässt. Äußerst spannend waren Szenen etwaiger Kämpfe, am allerschlimmsten der Kampf am Ende, auf ihrer Farm. Das Ende war sehr erschrecken, das hätte ich nicht erwartet.
Ash trifft viele Menschen auf ihrer Reise. Sie wird gefangen genommen, wird fast von einem Baum erschlagen, wird von drei Kindern festgehalten und tötet als sozusagene „Doppelagentin“ die Rebellen. Der Verlauf der Story ist klar übersichtlich, einfach zu folgen, auch wenn man meint, dass die Story innerhalb weniger Tage geschieht, so zieht sich dies doch innerhalb zwei Jahren. Sehr gefallen haben mir die kurzen Kapitel! Es sind wenige Dialoge zu finden, dafür mehr „innere Tagebucheinträge“ von Ash. Der Autor beschreibt durch einen inneren Betrachter und anhand des Ich-Erzählers, was Ash noch anschaulicher und authentischer macht. Der Schreibstil von Laird Hunt ist klassisch, sehr gut, einige Male etwas verzwickt, aber keinesfalls störend. Ich mochte die Art, wie der Autor die Geschichte beschreibt – schnell, düster, grausam.
Was es mit den Zweigen der Eschen auf sich hat, hat mich schockiert. Das Cover finde ich sehr gut, es symbolisiert die Trauer, die düstere Atmosphäre und die schockierende Bedeutung des Titels. Der Roman war sehr gut, eine kurzweilige, unglaubliche Geschichte, die mich fasziniert hat!

Fazit

Eine unglaubliche Geschichte über eine junge Frau, die in den Krieg zieht. Ein grausamer Bericht vom amerikanischen Bürgerkrieg – atmosphärisch grandios, ein schrecklicher Plot und ein sehr gelungener Schreibstil. Absolut empfehlenswert, jedoch nichts für Zartbesaitete!

Eine Frau im Krieg

Von: vielleser18 Datum: 10.05.2017

https://www.lovelybooks.de/mitglied/vielleser18/

Amerikanischer Bürgerkrieg. Viele ziehen in den Krieg, so auch die Nordstaatlerin Constance. Weil sie stärker und treffsicherer ist als ihr Ehegatte, verkleidet sie sich als Mann und wird als Ash Thompson Soldat.
Die Geschichte "Die Zweige einer Esche" wird aus Sicht von Constance Jahre später erzählt. Sie erinnert sich, berichtet wie alles anfing und was geschah. Dabei ist der Erzählstil fast sachlich und kühl - und ist gerade deswegen bewegend und geht unter die Haut. Sie berichtet von den Kämpfen und dem Sterben auf den Schlachtfeldern. Von Kameraden und Vorgesetzten. Von Verwundungen und ihrer Zeit im Irrenhaus.
Allerdings gibt es immer wieder auch weitere Rückblenden in ihre Jugendzeit, vor allem erinnert sich Constance an ihre bereits verstorbene Mutter. Erst nach und nach wird auch dem Leser klar, warum Constanze zu so einer Kämpfernatur geworden ist.
Es ist einer harter Weg, den sie geht und sie wird nicht verschont von Leid und quälenden Gedanken und Erinnerungen. Dennoch ist sie eine Frau, die ihr Herz am rechten Fleck hat und eingreift und hilft, wo sie nur kann. In ihr steckt viel Widersprüchliches, aber dennoch schafft es der Autor sie glaubhaft und lebendig zu zeichnen.

Die Erzählweise ist ruhig, doch durch die immer wiederkehrenden Andeutungen auf Constances Vergangenheit, die sich erst nach und nach heraus kristallisiert, gibt es auch einen Spannungsbogen. In der Mitte des Romans flacht dieser etwas ab um umso stärker am Ende wieder zu fesseln. Vor allem aber sind es Emotionen, die das Buch beim Lesen auslöst - und gerade am Schluß, kann man den Roman nicht einfach aus der Hand legen, man sinnt noch eine Weile darüber nach.

Der Sprachstil ist der Protagonistin angepasst. Eine einfache, fast gefühlskalte Sprache, aber genau die drückt das Leben der Hauptperson aus. Man kann sich förmlich vorstellen, wie sie, die früher nur Arbeit auf dem Feld und im Hof kannte, in den Krieg zog und als Frau unerkannt unter Männern lebte und kämpfte. Im Klapptentext wird die New York Times zitiert, die den Roman "unterkühlt und gefühlvoll zugleich" bezeichnet. Und genau diesen Eindruck konnte ich auch gewinnen.

Immer wieder gab/gibt es Frauen, die als Männer getarnt in den Krieg zogen/ziehen. So auch im amerikanischen Bürgerkrieg. Der Autor hat die Figur glaubhaft dargestellt, auch ihre Widersprüchlichkeiten, die sanften Seiten gegenüber den kaltblütigen Kampfhandlungen, ihre Listigkeit gegenüber Hilfsbereitschaft.

Ein Roman, der sich fast liest wie ein Tatsachenbericht, bei dem man die Grenze zwischen Realität und Fantasie kaum sehen kann. Ein Buch, das mich gefesselt und gefangen genommen hat, manchmal mit Schrecken und Abscheu über die beschriebenen Handlungen, aber auch mit Mitleid und Sorge um die Protagonistin, die man je mehr man von und über sie liest, immer besser verstehen lernt.
Es ist eine Geschichte aus einer anderen Zeit, einem so gänzlich anderem Leben, doch der Autor schafft es, diese Zeit, dieses Leben ziemlich genau vor Augen zu haben.

Fazit:
Eine ganz andere, fesselnde, bedrückende, faszinierende und emotionale Leseerfahrung.

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