Die beste meiner Welten

Roman

(6)
Hardcover
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Tom Barren lebt in der idealen Welt: keine Armut, keine Kriege, jeder ein nützliches Mitglied der Gesellschaft. Nur Tom ist der ewige Außenseiter und hat zudem die Frau seiner Träume verloren. In seiner Not reist er mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit. Doch dort geht alles schief, und bei seiner Rückkehr ins Jetzt umgibt ihn nicht mehr seine ideale, sondern unsere gar so mangelhafte Welt. Ein Fehler, den er korrigieren will – bis er auf eine wunderbare alternative Version seiner großen Liebe trifft. Bleiben oder Gehen? Gefühl oder Pflicht? Es beginnt eine spannende Reise, bei der Tom sich entscheiden muss, wo nicht nur seine, sondern unser aller Zukunft liegt ...

»Feine Satire, clevere Zeitreisestory, warmherzige Lovestory - und vor allem: ein großes Vergnügen!«

Bielefelder (01. Juli 2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Rainer Schmidt
Originaltitel: All Our Wrong Todays
Originalverlag: Dutton
Hardcover mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-31462-1
Erschienen am  23. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein Buch, das fast ein Highlight geworden wäre - trotzdem ein sehr guter Roman

Von: Barbaras Bücherbox

19.05.2019

„Ich komme aus der Welt, die wir haben sollten“. Enthält Spoiler. Tom Barren ist ein Loser. Geschlagen mit einem Genie als Vater, wird ihm Tag für Tag vor Augen geführt, wie gewöhnlich er in Wirklichkeit ist. Und natürlich weiß er, dass ihn dieser nur aus Mitleid in das Team der Chrononauten aufgenommen hat. Aus Mitleid und mit der Sicherheit, dass Penelope Weschler, dessen Zweitbesetzung Tom ist, niemals – niemals – ausfallen wird. Denn nach ihrer gescheiterten Karriere als Astronautin, wird sie nie und nimmer darin versagen, als Teil des Teams der ersten Zeitreisenden in unsere Geschichte einzugehen. Doch entgegen Toms Gewissheit und ganz zum Entsetzen seines Vaters, kommt es durch traurige Umstände dazu, dass Tom als erster Zeitreisender in die Geschichte eingeht – und dabei prompt, Dummkopf der er ist, unsere Welt zerstört und zu der macht, zu der wir sie jetzt kennen: unvollkommen und fehlerhaft. Denn mit seiner Zeitreise verhindert er das wichtigste Experiment der Geschichte: 1965 sollte Lionel Gottreider die Gottreider-Maschine starten und damit ein Zeitalter einleiten, das von Kriegen und Klimakatastrophen keine Ahnung mehr haben wird. Doch Tom verändert die Vergangenheit und mach dadurch die Gegenwart – na, vielen Dank, Tom! – zu der, die wir haben. Und eigentlich alles nur deswegen, weil er sich, ganz der einfältige Trottel, in Penelope Weschler verliebt. Das Buch stand lange auf meiner Wunschliste. Es klang erfrischend und ein wenig verrückt – etwas, das mich bei Büchern und Menschen gleichermaßen begeistert. Und zu Beginn hatte mich Elan Mastai direkt gepackt. Tom Barren erzählt offen und liebenswert von der Welt, die wir haben sollten und davon, wie es dazu kam, dass wir die Welt haben, die wir haben und zwischendrin berichtet er uns von seiner Familie und Penelope „Penny“ Weschler, in die er sich in seiner Welt – und natürlich dann auch in unserer – verliebt. Der Leser folgt Tom anhand der Zeitmaschine seines Vaters in die Vergangenheit und in einen geänderten Zeitstrang und der darin veränderten Menschen. Wir erfahren, was sich alles aufgrund seines Eingreifens im Jahr 1965 verändert hat – welche Menschen nicht und welche Menschen stattdessen existieren, welche Parallelen es zwischen Toms und unserer Welt gibt und welche Unterschiede. Das fand ich von Anfang bis Ende spannend und Tom, der sich selbst oft als Loser bezeichnet und aufgrund seiner Handlungen auch dem Leser oft als solcher auftritt, war mir sehr sympathisch. Zeitgleich ignoriert jedoch Mastai die Problematik der Zeitreisen nicht komplett und unterlässt es auch nicht, den ungebildeten Leser (Physik ungleich ich) mit den auftretenden Paradoxen zu fordern. Sagen wir es so: Ich war davon überzeugt, dass das Buch ein Highlight werden würde. Doch dann passierte etwas, das mich – auch wenn ich es dramaturgisch irgendwie nachvollziehen kann, vor allem in Bezug auf das Ende – unfassbar störte (es handelt sich um eine Vergewaltigungsszene) und, wie ich finde, einen starken Bruch in die bis dahin doch noch immer sehr locker und irgendwie auch fröhlich erzählte Geschichte brachte. Das störte mich so sehr, dass ich es bis zum Ende hin nicht schaffte, darüber hinweg zu kommen. Natürlich hat der Autor eine Intention damit, jedoch bin ich der Meinung, hätte es diese Szene nicht gegeben, hätte das Buch ausschließlich gewonnen. So muss ich sagen, dass mir das Buch bis auf ein paar Dinge hervorragend gefallen hat – allein die Geschichte zwischen Ursula und Lionel und die ganze alternative Vergangenheit um Gottreiders Maschine und die „Zeugen“ - die Zeugen! -, ist wundervoll – doch aufgrund dieser einen genannten Szene kein Highlight geworden ist und ich denke, aufgrund dessen auch einige das Buch nicht mögen werden.

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Zeitreisender

Von: Melanie E. aus Leopoldshöhe

11.08.2018

"Die beste meiner Welten" ist sehr wissenschaftlich belegt, was mitunter den Lesefluss etwas gestört hat, ansonsten ist es eine solide Story, die amüsante Momente aufweist und durch die direkte Ansprache an den Leser so wirkt, als wäre der Roman nur für mich geschrieben worden. Ich habe es als sehr persönlich wahrgenommen und mir oftmals die Frage gestellt, wie es wäre, wenn ich die Zeit ändern könnte, um Dinge zu verändern? Tom / John, der Protagonist dieses Romans ist nicht immer sympathisch, da er egoistisch wirkt und oftmals wenig liebenswert. Es dauert lange, bis man mit ihm warm wird und dann folgen wieder Begebenheiten oder Aussagen, die mich dazu verleiten würden, ihm ganz gewaltig in den Hintern zu treten, um ihn zur Vernunft zu bringen. Ein Antiheld sozusagen, dem echtes Potential fehlt, wobei dieses natürlich für den Roman enorm wichtig ist, damit das Ende auf den Leser einwirken kann. Das Ende reißt meine geteilte Meinung noch einmal so richtig rum, da die Botschaft wirklich wertschätzend ist, wobei dieses dem Roman bis dahin gefehlt hat. Tom / John plätschert vor sich hin und weiß mit seinem neuen Leben nichts anzufangen. Sich auf Zeitreisen zu begeben kann halt auch gefährlich sein. Man befindet sich in einer anderen Zeit, trägt einen anderen Namen und wird komplett als verrückt gehalten. So wirkt Tom / John tatsächlich, denn die intensiven Selbstzweifel und Selbstgespräche werden auf Mitmenschen und Leser übertragen. Ich brauchte einige Seiten, um mich auf den Roman einzulassen. Die direkte Anrede ist manchmal überfordernd und irritierend, ist aber ausschlaggebend für die Story. Es benötigte meinerseits eine leichte Anlaufzeit. Im Gesamteindruck hat der Autor mich dennoch überzeugt, denn diese Zeitreise ist definitiv anders, da der Protagonist seine innere Haltung ändert, was dann letztendlich doch begeistert. Da, wo ich mich zuvor leicht langweilte kommt dann doch noch etwas wie Spannung oder auch Emotionalität auf. Eine Leseempfehlung an ein Buch, welches anders war als erwartet, dadurch aber nicht schlechter, sondern geistreich und letztendlich auch wortgewandt.

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Vita

Elan Mastai wurde in Vancouver geboren und lebt heute mit seiner Frau und seinen Kindern in Toronto. Als Drehbuchautor wurde er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. »Die beste meiner Welten« ist sein erster Roman.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Der Debütroman des Kanadiers Elan Mastai ist wie ein kurzweiliger Neun-Stunden-Flug.«

Sonntags Blick Magazin (24. Juni 2018)

»Ein gelungener Science-Fiction-Roman.«

Stadtecho Bamberg (01. Juni 2018)