Die lange Reise

Tagebuch einer Astronautin

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Beeindruckend und inspirierend: Die faszinierende Reise der sympathischen Astronautin

„Ich bin für eine Weile nicht auf dem Planeten. Zurück im Mai“. Das war die Abwesenheitsnotiz von Samantha Cristoforetti, als sie 200 Tage auf der ISS verbrachte. Bis die Ingenieurin und Pilotin endlich in das Raumschiff stieg, war es ein weiter Weg, den sie mit Wissbegier, Beharrlichkeit und einer Portion Glück absolvierte – als eine von nur wenigen Frauen. Persönlich und humorvoll schildert sie ihre Erfahrungen, von den harten Astronautenlehrjahren über die Zeit im All bis hin zur Rückkehr auf die Erde. Welche Gedanken begleiten die letzten Stunden vor dem Abflug? Womit entspannt man sich nach einem langen Arbeitstag auf der Raumstation? Wie fängt man einen Raumtransporter ein? Mit einem wunderbaren Blick für die Herausforderungen und Merkwürdigkeiten des Astronautenberufs nimmt sie uns mit auf eine unvergleichliche Reise.

»Das Buch ist mit seiner Fülle an Details und Hintergründen eine wahre Schatzkiste… Es ist eine Einladung, die eigenen Grenzen zu erkennen und darüber hinauszugehen.«

wired.it (27. Juni 2019)

Aus dem Italienischen von Christine Ammann, Walter Kögler
Originaltitel: Diario di un'apprendista astronauta
Originalverlag: La nave di Teseo
Hardcover mit Schutzumschlag, 496 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit Abbildungen
ISBN: 978-3-328-60103-6
Erschienen am  02. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine Reise ins All

Von: streifisbuecherkiste

11.10.2019

Samantha Cristoforetti verbrachte 2014/2015 knapp 200 Tage im Weltraum auf der ISS. Dieses Buch erzählt von ihrer Zeit der Vorbereitung und der Zeit auf der ISS. Samantha steckt gerade in der Kampfpiloten-Ausbildung als die ESA mit einem Auswahlprogramm für Astronauten beginnt. Hin und her gerissen, ob sie es wohl schaffen wird, zusätzlich zu ihrer Ausbildung auch noch das Auswahlverfahren durchstehen wird, beschließt sie dann aber, es wenigstens zu versuchen ihren Traum vom Astronautenleben wahr werden zu lassen. Unterstützt von ihren Ausbildern startet sie in das Programm und schafft es am Ende tatsächlich in die Ausbildungsgruppe aufgenommen zu werden. Daraufhin beginnen Jahre des Reisens und des Lernens. Und des Hoffens auf eine Mission, die sie dann auch ins All bringen soll. Wir begleiten Samantha durch die Jahre der Vorbereitung und lernen so auch die Phasen der Ausbildung zum Astronauten genauer kennen. Da ich selbst gerne ins All fliegen würde, fand ich es sehr interessant zu erfahren, was denn alles so nötig ist, bevor man sich dann also auf den Weg machen kann. Klar ist, ich werde das All wohl selbst nie erleben 😉 . Daher fand ich es spannend dies sozusagen aus der Sicht der Autorin erleben zu dürfen. Wie auch ihr Kollege Alexander Gerst es schon beschrieben hat, verhilft einem der Aufenthalt im All wohl zu einer gewissen Demut und der Erkenntnis, dass so manches Problem hier unten für den Planeten vollkommen bedeutungslos ist. Und dass es eben auch wichtig ist, eben diesen Planeten als Ganzes zu schützen. Mir hat das Buch gut gefallen, es war gut zu lesen, was bei den teilweisen doch sehr technischen Ausführungen, sicher nicht so einfach war. Ich war zum Beispiel alleine schon von den vielen unterschiedlichen Raumanzügen etwas überfordert. Aber die Autorin schafft es trotz aller Technik auch immer wieder persönliche Aspekte mit einzubringen. So kommt auch zur Sprache, welche persönlichen Dinge mit auf die ISS genommen werden können und welche Spezialgerichte extra für Samantha entworfen wurden. Auch ihre Gefühle als es endlich losgeht und als sie dann wieder zurückkehrt, werden ausführlich und mitnehmend dargestellt. Ich kann gut verstehen, dass man am Ende doch einfach nur zurück ins All möchte. Erwähnenswert sind auch farbigen Illustrationen der ISS, der Raumanzüge und der Sojus, sowie ein ausführliches Glossar am Ende. Von mir daher eine Leseempfehlung für alle, die sich nicht nur wegen des Mondlandungs-Jubiläums für die Raumfahrt interessieren.

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Interessante Einblicke in das Leben auf der ISS – wenn man bis dahin durchhält

Von: Marlen Blume

06.10.2019

Samantha Cristoforetti ist eine von wenigen Frauen in einem außergewöhnlichen Beruf: Astronautin. In den Jahren 2014/2015 durfte sie an einer ISS-Mission teilnehmen und über diese besondere Erfahrung und die langjährige akribische Vor-bereitung berichtet sie in diesem Buch. Man kann das Buch gedanklich in zwei Abschnitte teilen: der erste (und weit größere) Abschnitt befasst sich mit ihrer Aus-bildung, dem Auswahlverfahren für angehende Astronauten und der Vorbereitung auf den Raumeinsatz. Der zweite (kürzere) Teil beschreibt ihre Zeit auf der ISS. Hier muss ich sagen, im ersten Teil wurde meine Geduld etwas auf die Probe gestellt. Denn Frau Cristoforetti berichtet sehr detailliert über alle möglichen Simulationen, Trainingseinheiten und Manöver, die es immer und immer wieder zu üben galt, bis man sie quasi blind beherrscht. Mir schwirrte irgendwann der Kopf vor lauter technischer Details, aber es wurden mehr und mehr Trai-ningseinheiten akribisch genau beschrieben. Bis etwa Seite 300 geht das so – das war mir wirklich zu viel. Ohne Frage, eine solche Vorbereitung ist notwendig und wichtig für einen Einsatz im Weltall. Natürlich muss jeder Handgriff sitzen und so einstudiert sein, dass man auch im Ernstfall einen kühlen Kopf bewahrt. Das sehe ich vollkommen ein. Aber für den „einfachen Leser“ wird das mit der Zeit wirklich anstrengend (zumindest ging es mir so). Ich war neugierig auf den Bericht vom ISS-Alltag, von der un-gewöhnlichen Lebenssituation und vor allem auch darauf, wie man als Mensch mit Gefühlen, Ängsten und dem Leistungsdruck umgeht. Diese Erwartung wurde aber nur teilweise erfüllt. Zunächst mal: wer bis Seite 300 durchhält, wird mit interes-santen Fakten über die ISS-Mission belohnt. Es ist wirklich spannend zu lesen, wie der Arbeitstag eines Astronauten auf der ISS aussieht, wieviel persönlichen Freiraum man aufgeben muss, wieviel Medienaufmerksamkeit man ausgesetzt ist, aber auch, welche Experimente mit welchen Zielen im All durchgeführt werden. Dieser Teil des Buches hat mir sehr gut gefallen und den würde ich auch mit 5 Sternen bewerten. Was mir aber zu kurz kam, war die menschliche Seite. Frau Cristoforetti scheint im Allgemeinen ein sehr rational denken-der Mensch zu sein. Ängste scheint sie kaum zu kennen. Mich hätte noch viel mehr interessiert, wie man eine Erfahrung wie den Sojusflug zur ISS oder zurück reflektiert, welche Gedanken einem durch den Kopf gehen, wenn man zusammengekrümmt in der Sojuskapsel sitzt und weiß, es könnte in ein paar Sekunden auch alles vorbei sein und man könnte seine Familie und Liebsten nie wieder sehen… bei ihr liest es sich alles wie ein einziges Abenteuer auf dem Spielplatz Astronautenbasis oder Raumstation. Vielleicht ist es einfach ihr Wesen, dass ihr Gedanken übers Scheitern oder über Risiken scheinbar nie in den Kopf kommen (da bin ich wohl ganz anders gestrickt). Aber mir war der Bericht dadurch zu „glatt“. Meine Empfehlung kann ich daher eher für den zweiten Teil des Buches ab ca. Seite 300 geben, wo absolut interessante Einblicke ins Leben auf der Raumstation ISS gegeben werden. Der erste Teil ist mir zu ausschweifend geraten, auch wenn mir bewusst ist, dass diese lange Vorbereitung absolut notwendig ist für „Die lange Reise“. Daher meine geteilte Meinung und im Ganzen 3 Sterne.

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Vita

Samantha Cristoforetti, geboren 1977 in Mailand, ist eine italienische Astronautin und Kampfpilotin. Sie studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der TU München. Beim Auswahlverfahren der ESA setzte sie sich gegen mehr als 8400 Bewerber durch und wurde 2009 als einzige Frau unter sechs neuen Astronauten, darunter auch Alexander Gerst, ins Europäische Astronautenkorps berufen. Von November 2014 bis Juni 2015 war sie mit zwei Amerikanern und drei Russen auf der Internationalen Raumstation (ISS). Sie spricht Italienisch, Englisch, Deutsch, Französisch und Russisch und arbeitet im Astronautenzentrum der ESA in Köln.

Zur AUTORENSEITE

Events

22. Okt. 2019

Lesung und Gespräch

19:30 Uhr | Berlin | Lesungen
Samantha Cristoforetti
Die lange Reise

22. Nov. 2019

Lesung und Gespräch im Rahmen der Münchner Bücherschau

19:00 Uhr | München | Lesungen
Samantha Cristoforetti
Die lange Reise