Die seltsamsten Tiere der Welt – Skurrile Schöpfungen der Evolution. Tierporträts, die Darwin und Humboldt sicher nicht kannten.

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Tierische Kuriositäten

Wer hat je vom Schleichenlurch, Kaninchennasenbeutler oder Schlitzrüssler gehört? Die Biologin Lisa Signorile stellt 37 skurrile Arten vor - von Insekten über Reptilien und Vögeln bis hin zu Säugetieren - und wartet dabei mit unvermuteten Überraschungen auf: Begeben Sie sich geschrumpft in Ihr Bett, wo Sie sich Auge in Auge einer Hausstaubmilbe gegenübersehen. Lernen Sie echte Vampire kennen, gewinnen Sie winzige Beutelratten lieb und staunen Sie über Elysia, ein Mischwesen aus Schnecke und Pflanze.

Das Buch erschien ursprünglich auf Deutsch unter dem Titel Missgeschicke der Evolution.


Aus dem Italienischen von Franziska Kristen
Originaltitel: L'Orologiaio Miope
Originalverlag: Codice Edizioni
Hardcover, Pappband, 384 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-8094-4156-4
Erschienen am  11. November 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Merkwürdige Tierarten, skurril und lehrreich

Von: Sabrina

04.12.2019

Ihr bekommt auf meinem Blog ja ab und an tolle Bücher aus dem Bereich Biologie vorgestellt, meist dreht es sich um das Tierreich oder den Wald - auch heute möchte ich euch ein tolles Buch vorstellen - "Die seltsamsten Tiere der Welt". Schon das Cover ist ein Hingucker, mit den tollen Tierillustrationen. Wenn man das Buch dann öffnet und anfängt zu lesen, kann man eigentlich nicht mehr aufhören, weil es so spannend und interessant ist. Wir lernen Tiere kennen, von denen wir noch nicht gehört haben, oder eben noch nicht so viel. Es geht um Säugetiere, die vom Aussterben bedroht sind, Parasiten oder eben einfach seltsame Tiere, die man kaum kennt oder von denen es ebenfalls nicht mehr so viele gibt - oder eben auch kleine Wunder, wie den Nacktmull. Entgegen vieler Meinungen, finde ich den Nacktmull nicht hässlich, sondern besonders - was mir durch die Biologin Lisa Signorile noch bestätigt wurde. So können Nacktmulle in ihren unterirdischen Höhlen ohne gesundheitliche Einschränkungen bei nur 3% Sauerstoff überleben - zudem wurden bei ihnen noch nie Tumorerkrankungen und ähnliches entdeckt. Ein wahres Wunderwerk diese nackte Tiere. Auch die Informationen zu den anderen Arten, dem Desman oder den Kaninchennasenbeutlern sind wirklich interessant und so spannend, dass hier auf jeden Fall etwas hängen bleibt. Wer sich ebenfalls für unsere Tierwelt, bekannt oder eher unbekannt und äußergewöhnlich interessiert liegt mit "Die seltsamsten Tiere der Welt" absolut richtig. Auch eine tolle Idee als Weihnachtsgeschenk!

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Missgeschicke der Evolution ... oder so

Von: MartinS

17.11.2019

Auf humorvolle Art bringt uns Lisa Signorile kaum (oder gar nicht) bekannte Tiere nahe. Neben bekannten Tieren wie Hausstaubmilben (eher bekannt von den hervorgerufenen Allergien), Flöhen und (Kopf)Läusen werden dem Leser auch weniger bekannte Arten nahe gebracht wie etwa die Schlitzrüssler, grünblütige Echsen oder giftige Vögel. Ich weiß zwar nicht, warum das Buch Missgeschicke der Evolution heißt, denn das würde ja eher nach Sackgasse klingen, aber das trifft nur auf wenige der vorgestellten Tierarten zu (wie etwa der Chiloe-Beutelratte oder den Desmanen). Die meisten Arten sind aber tatsächlich kaum bekannt und es ist erheiternd wie diese Arten vorgestellt werden. Lisa Signorile schreibt sehr amüsant, ist sehr informativ und verständlich und zeigt eine kaum bekannte Tierwelt. Ich hatte (wie so oft) andere Erwartungen an den Inhalt des Buches, ich hatte tatsächlich an eher hässliche Vertreter der Tierwelt gedacht, aber nicht alle vorgestellten Tierarten sind auch wirklich hässlich (wobei das Erscheinungsbild immer im Auge des Betrachters liegt und ich Nacktmulle zwar als hässlich, aber doch als sehr süß betrachten würde). Ein Buch für Tierfreunde, die das Außergewöhnliche lieben (oder kennen lernen wollen). Verschweigen darf man allerdings auch nicht die netten Zeichnungen, welche die einzelnen Kapitel begleiten. Nicht unbedingt wissenschaftlich korrekt, aber doch passend zum Buch. Aber nachdem ich bereits ein Buch von Lisa Signorile gelesen habe habe ich genau das bekommen, was ich erwartet habe: Witzige, aber wissenschaftlich (fast) korrekte Literatur, sieht man von manchen Falschschreibungen bei den wissenschaftlichen Namen ab (die Zeckenfamilie Nutellidae heißt korrekterweise Nuttalliellidae und mir fällt spontan noch ein zweites Beispiel ein. Vielleicht sind das die einzigen Fehler, ich habe nicht alle wissenschaftliche Bezeichnungen überprüft, aber dem Lesevergnügen macht das keinen Abstrich, Fehler passieren immer … auch bei wissenschaftlichen Namen …) Im November stellte mir der Bassermann-Verlag das Buch „Die seltsamsten Tiere der Welt“ zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine Neuauflage der Missgeschicke. Der Inhalt ist identisch (auch die Nutellidae sind noch vorhanden). Die Unterschiede sind nur oberflächlich: Es sind zwei unterschiedliche Cover und die Zeichnungen in den Missgeschicken sind teilweise farbig. Der Originaltitel „L’Orologiaio Miope“ bedeutet Der kurzsichtige Uhrmacher und ist der gleichnamige Blog der Autorin: L’Orologiaio Miope – Der Blog in italienischer Sprache. Nachdem der Blog in Deutschland eher unbekannt sein dürfte (und ich ihn auch erst über die Missgeschicke kennen gelernt habe, aber aufgrund fehlender Italienisch-Kenntnisse nicht lese), kann sich der Verlag jeden anderen Titel aus den Fingern saugen. Es wäre aber schön gewesen wenn man irgendwo eine Verknüpfung der beiden Bücher erkannt hätte (Die seltsamsten Tiere der Welt – Missgeschicke der Evolution, z. B.), anhand der Klappentexte war mir das nicht möglich.

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Vita

Lisa Signorile

Lisa Signorile hat nach ihrem Diplom in Biologie und einer Laufbahn als Biochemikerin an verschiedenen Orten der Welt gearbeitet, um Lurche umzusiedeln oder tropische Mäuse zu zählen. Zurzeit lebt sie in London, wo sie sich mit Populationsgenetik beschäftigt.

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