Die unbequeme Wahrheit

Rede zur Lage unserer Nation

(2)

Bestseller Platz 24
Wirtschaftsbestseller - manager magazin

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»Die Politik versucht mit künstlich geschaffenem Notenbankgeld die Welt von gestern zu retten – und verpasst so die Zukunft.« Gabor Steingart über Deutschland nach Corona

Corona ist mittlerweile nur ein anderes Wort für Ausrede. Gabor Steingart hat eine persönliche Rede verfasst, die uns die Augen öffnet für die Erschöpfungszustände im produktiven Kern unserer Volkswirtschaft. Die unbequeme Wahrheit hinter den billionenschweren Konjunkturprogrammen handelt von ökonomischer Erstarrung, prekären Arbeitsverhältnissen und sozialer Spaltung in Deutschland. Alles wird beklagt, aber nichts bekämpft. Europa greift zu den synthetischen Drogen der Geldschöpfung, auch um den Schmerz des Epochenwandels nicht zu spüren. Die politisch Verantwortlichen konservieren unterm Rettungsschirm die Welt von gestern. An der Schwelle von der Industrie- zur Digitalgesellschaft hat Deutschland von Pionier auf Follower umgeschaltet – mit gravierenden Folgen für unseren Wohlstand. Doch es gibt Alternativen zur Verzweiflung und Steingart benennt sie. Digitalisierung, Globalisierung und Klimaschutz bilden das magische Dreieck der bevorstehenden Transformation. »Nur wenn wir alle drei Phänomene zusammendenken, ihre Vernetztheit erkennen und eine Welt bauen, die global, digital und nachhaltig ist, können wir bestehen.«

Dieses Buch ist eine Ruhestörung.
Dieses Buch ist eine Ermutigung.
Dieses Buch ist ein Programm für alle, die keine Lust auf Untergang haben.


Hardcover mit Schutzumschlag, 208 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
durchg. 4c, mit farbigen Infografiken
ISBN: 978-3-328-60112-8
Erschienen am  31. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Zumutung und Zuversicht: Pflichtlektüre für Elite, Establishment, Eunuchen, Ewiggestrige

Von: Benedikt

05.09.2020

Ein Klartext-Buch mit ehrlicher Analyse und konstruktivem Ausblick. Augenöffnend und spannend geschrieben, mit starken Formulierungen, vielen Hintergründen, Vergleichen und ausgezeichneten Infografiken. Ein Buch mit Tiefgang und Nachklang. Für den Durch- und Überblick in dramatischen Zeiten. Lesenswert. Steingart sieht in “Digitalisierung, Globalisierung und Ökologie das magische Dreieck der neuzeitlichen Transformation” und betrachtet Covid-Krise nicht als Wendepunkt, sondern als Beschleuniger: “Unsere Demokratie stand schon vorher unter Spannung. Corona war der Schwarze Schwan für große Teile der deutschen Volkswirtschaft, deren Manager ihn mit ihren nostalgischen Gesängen regelrecht angelockt haben.” Anders als viele Decoupling-Demagogen erwartet er ökonomisch nach der Pandemie nicht “das Ende der Globalisierung, und auch nicht den Zerfall Europas, sondern eine Welt der beschleunigten Digitalisierung”. Ich glaube, hier liegt Steingart richtig und die vielen Hinweise und Erläuterungen zur Digitalisierung sind klar und konkret, etwa: - “Die neue Wirklichkeit teilt sich nicht mehr zuerst in Ost und West, Stadt und Land, Diktatur oder Demokratie, Plan- oder Marktwirtschaft, sondern in digital und analog.” - “Nur die weitgehend entstofflichte Datenökonomie, die durch Beobachtung und Steuerung von Mensch und Material die Ressourcen der Erde schont, gehorcht dem ökologischen Imperativ.” (was er am Beispiel Transport und Landwirtschaft beschreibt). Steingart warnt: - vor der “Kolonialisierung der Zukunft”, - vor den “Verbotsschildern der politischen Korrektheit”, - vor der durch Corona geöffneten “Tür zum autoritären Durchregieren”, - vor “linken Dealern die sind unterwegs, um dir deine Angst wegzuspritzen”. - vor rechten Populisten ("Das Völkischem kehrt zurück") Er will: - Deutschland als Technologieführer, nicht Follower, - Ludwig Erhard als geistigen Vater der Politik, nicht David Copperfield, - ein emanzipiertes und zuversichtliches Bürgertum, das sich nicht selbst limitiert, sondern den schwarzen Schwan vertreibt, - ein besseres Erzählen von Europa ("Das europäische Narrativ muss nicht neu erfunden, nur freigelegt, verdichtet und erzählt werden"). Der für mich spannendste Abschnitt befindet sich im letzten Drittel des Buches: "Ich denke, wir sollten den Apokalyptikern spätestens an dieser Stelle freundlich, aber bestimmt sagen: Demokratie und Rechtsstaat sind nicht verhandelbar. Eine Pandemie bedeutet die dringliche Aufforderung zum Handeln, aber einen demokratischen Notstand begründet sie nicht. Die Toleranz der Toleranten darf nicht den Sieg der Intoleranten bedeuten, wie wir bei Popper gelernt haben. Du, mein Freund, bist hier gefordert. Deine Waffe sei das Argument; dein Erkennungsmerkmal die Nachdenklichkeit, und auch Camus’ »unbesiegbarer Sommer« lässt sich gegen die Lust an der Apokalypse mobilisieren. Wir sollten nicht zulassen, dass Natur und Gesundheit gegen »die Wirtschaft«, deren unverrückbarer Teil wir selbst sind, ausgespielt werden. Effektiver Umweltschutz und wirksame Gesundheitsvorsorge werden niemals gegen »die Wirtschaft« funktionieren, so wie auch umgekehrt richtig ist: Die Wirtschaft ist auf eine intakte Umwelt und auf gesunde Mitarbeiter und Kunden angewiesen. Das Entweder-oder-Spiel der Lobbyisten dient ihren Interessen, nicht deinen, mein Freund.” Sicherlich wird es auch kritische Stimmen im Rahmen der Buchbesprechung geben - wohl vor allem von “Eunuchen”, die sich als akademische Theoretiker und belehrende Voyeure ohne praktische Kompetenz im aktuellen Establishment eingenistet haben, die Lage schönreden, im Nationalen und Analogen verharren und keine Ruhestörung wünschen. Ein Grund mehr dieses Buch zu lesen. Und sich an zwei Zitate von George Orwell zu erinnern: - “The further a society drifts from the truth, the more it will hate those that speak it.” - “Journalism is printing what someone else does not want printed: everything else is public relations.”

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Vita

Gabor Steingart, geboren 1962, ist einer der profiliertesten deutschen Sachbuchautoren und mehrfach ausgezeichneter Journalist. In seinem täglichen Podcast und Newsletter »Steingarts Morning Briefing« kommentiert er das aktuelle Welt- und Wirtschaftsgeschehen, bietet Nachrichten sowie exklusive Interviews mit Meinungsbildnern aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

Sein Werdegang: 1990 bis 2010 SPIEGEL-Journalist in Leipzig, Bonn, Hamburg, Berlin und Washington D.C. Von 2010 bis 2018 zunächst Chefredakteur, später Herausgeber, Geschäftsführer und Mitgesellschafter der Handelsblatt Media Group. 2018 gründete er die Medienmarke ThePioneer für unabhängigen und werbefreien Journalismus.

Auswahl der Bestseller: »Deutschland – Der Abstieg eines Superstars«, »Weltkrieg um Wohlstand«, »Die Machtfrage«, »Unser Wohlstand und seine Feinde«, »Weltbeben«.

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