Dieses entsetzliche Glück

Roman

(8)
Hardcover
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Über unsere Neigung, einander misszuverstehen, und das schwierig-schöne Miteinander, das Leben heißt

Hollyhock, eine Kleinstadt irgendwo in Virginia: von hier kommen sie, von hier fliehen sie, hierhin kehren sie zurück, manche für immer. Fünfzehn Menschen, fünfzehn Leben, die miteinander verbunden sind. Da sind Robert und Amy, die vor einem Jahr eine Vereinbarung getroffen haben: sie dürfen beide mit anderen schlafen, was Robert gar nicht will. Da ist Aiko, die glücklich sein könnte mit Alex, der eine Zuversicht ausstrahlt, die sie von ihrem Bruder Kenji kennt, doch das Glück will sich nicht einstellen. Da ist Dan, dessen Ehe in die Brüche ging und der ahnt, dass auch die seiner Schwester Amy auf der Kippe steht. Da ist Kenji, der sich als Schriftsteller versucht, und Lucy, die sich zu ihrer eigenen Überraschung in eine Frau verliebt. Und da ist Basil, der ein Geheimnis mit sich trägt, von dem in Hollyhock niemand etwas ahnt.

Annette Mingels erzählt mit großer Wärme, heiterer Melancholie und Virtuosität von Menschen, die auf Durchreise in ihrem eigenen Leben sind. Ein Roman über die Unmöglichkeit der Nähe, unsere Sehnsucht danach und den manchmal lebenslangen, verzweifelten Versuch, sie zu erreichen.

»Ein Buch der kunstvollen Aussparungen, die exakt dessen reiches poetisches Kapital bilden.«


ORIGINALAUSGABE
Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60100-5
Erschienen am  24. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein wunderschönes Buch, das toll erzählt mir jedoch nicht ganz zugänglich war...

Von: Gedankenlabor

10.10.2020

>>Hollyhock, eine Kleinstadt irgendwo in Virginia: von hier kommen sie, von hier fliehen sie, hierhin kehren sie zurück,...<< „Dieses entsetzliche Leben“ von Annette Mingels – eine Geschichte, die sich aus vielen verschiedenen Lebensgeschichten, Lebensabschnitten zusammensetzt. Es ist ein Buch, das in all seinen Facetten das für jeden einzelnen schwierige aber auch schöne Leben zeigt. Mich lässt dieses Buch eher gespalten zurück. Einerseits hat mir der Schreibstil, die Art der Autorin die verschiedenen Geschichten zu erzählen und zu verknüpfen gut gefallen. Die Charaktere waren für mich greifbar und doch habe ich das Buch einfach immer wieder zur Seite gelegt und irgendwie ist alles, sei es die jeweilige Geschichte oder aber die Charaktere schnell in Vergessenheit geraten. Es hat mich nichts so gefesselt, dass es nachhaltig für mich präsent war, was ich einfach unheimlich schade fand, weil das Buch insgesamt absolut nicht schlecht war! Fazit: Ein wunderschönes Buch, das toll erzählt mir jedoch nicht ganz zugänglich war...

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Geschichten aus dem Alltag. Tiefgründig, bewegend, philosophisch und poetisch.

Von: Susanne Probst

06.10.2020

Wir begeben uns ins fiktive amerikanische Kleinstädtchen Holbrook in den USA, das der gemeinsame Nenner zwischen den verschiedenen zahlreichen Protagonisten und den 15 verschiedenen Episoden, man könnte sie eigentlich auch Kurzgeschichten nennen, ist. Es sind keine allgemein spektakulären, aber individuell bedeutsamen Geschichten, die durchaus eine poetische und philosophische Dimension haben. Wir begegnen ganz alltäglichen Menschen mit ebenso alltäglichen Sorgen und Nöten, Wünschen und Sehnsüchten. Das wird aber niemals eintönig oder langweilig! Im Gegenteil! Der Roman ist originell und äußerst ansprechend konstruiert, die Charaktere sind interessant und die Autorin schreibt feinfühlig und unaufgeregt. Die Personen werden in all ihrer Vielschichtigkeit, Unterschiedlichkeit und Komplexität gezeigt, wodurch sie sehr glaubwürdig und authentisch erscheinen und man einen detaillierten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt bekommt, was mir außerordentlich gut gefällt. Annette Mingels ist eine gute Beobachterin mit Menschenkenntnis, die noch dazu wunderbar erzählen und beschreiben kann. Erst mit der Zeit erkennt man zwischen den Figuren Verbindungen, die über den o.g. gemeinsamen Nenner, die Kleinstadt Holbrook, hinausgehen. Man entdeckt familiäre, bekanntschaftliche, freundschaftliche Verbindungen, Liebesbeziehungen oder berufliche Überlappungen. Eine deutliche Gemeinsamkeit ist auch deren Suche nach Sinn und Glück. Dadurch, dass jeder Protagonist seine Geschichte selbst erzählt und dann oft später in der Geschichte eines Anderen wieder auftaucht, wird er noch „runder“ und kommt er einem noch näher. Man lernt ihn sozusagen aus der Perspektive seiner Selbst- und einer Fremdwahrnehmung kennen. Und dann kommt ja unsere eigene Wahrnehmung noch dazu. Ein origineller Kunstgriff! Ich empfehle diesen Episodenroman, der mir mit seinen tiefgründigen Geschichten aus dem Alltag und mit seiner darüber liegenden leichten Schwermütigkeit und melancholischen Stimmung, die aber im Verlauf hoffnungsvoller wird, sehr gerne weiter. Man kann und sollte ihn nicht „schnell weglesen“, sondern aufmerksam und bedächtig genießen, damit man die Zusammenhänge sowie die vielen Protagonisten und deren Verbindungen gut „verdauen“ und die Lektüre somit bis ins Letzte auskosten kann. „Dieses entsetzliche Glück“ bereitete mir sehr viel Lesevergnügen! Unbedingt lesen!

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Vita

Annette Mingels, geboren 1971 in Köln, studierte Germanistik, Linguistik und Soziologie in Frankfurt, Köln, Bern und Fribourg. Promotion in Germanistik. Nach Stationen in der Schweiz, in Montclair (USA) und Hamburg lebt sie seit Mitte 2018 mit ihrem Mann Guido Mingels und den drei Kindern in San Francisco.

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Pressestimmen

»Mingels Porträts von Familien, Ehen, Lebensentwürfen und gescheiterten Träumen sind in ihrer Grundstimmung melancholisch, in ihrer Psychologie aber genau.«

»"Dieses entsetzliche Glück", der neue Roman von Annette Mingels, widmet sich mit virtuoser Leichtigkeit dem schwersten aller Themen: der Unmöglichkeit von Nähe.«

»So dicht und stark sind die Kapitel ihres neuen, bei Penguin erschienenen Romans, dass sie wie eigenständige Erzählungen strahlen. Während sie die Biografien der Bewohner Hollyhocks, einer fiktiven Kleinstadt in Virginia, anreißen, machen sie ganz universale menschliche Lebensstationen offenbar.«

»Ein literarischer Reigen, in dem Menschen und Geschichten ineinander verwoben werden und Schicksale sich zum heiter-traurigen Roman fügen. Vielleicht wird das Glück sowieso überschätzt.«

»Ein wunderbares Geflecht von Schicksalen und von Verwicklungen und ein Bild von den USA, das sich doch sehr unterscheidet von dem, was uns im Moment aus den Nachrichten so rübergebracht wird.«

»Ein außergewöhnliches Buch, das Lust auf mehr von Mingels‘ Geschichten macht.«

BuchMarkt, Franziska Altepost (01. September 2020)

»Mingels Freude, Geschichten zu erzählen, wird durch ihren einfühlsamen Blick auf das Innenleben ihrer Protagonist*innen spürbar.«

Kulturnews, Carsten Schrader (25. August 2020)

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