Dinge, die es (so) nicht mehr gibt

Ein Album der Erinnerungen

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Hardcover
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Nostalgie pur!

Man nimmt ein Ding in die Hand und plötzlich tauchen intensive Empfindungen und Erinnerungen auf, lässt sich Zeitgeschichte „begreifen“. Wie anders funktionierte ein Fernsprechgerät, so lange auf einer Scheibe gewählt wurde oder über Tasten ein Gerät bedient, das mittels Schnur mit der Wand und dessen Hörer ebenso mit dem Gerät verbunden war.

Ein Kommunikationsmittel, über dessen Gebrauch sich eine Familie oder Wohngemeinschaft verständigen musste. Dieser kurzweilige Bildband versammelt ein Album deutscher Dinge seit den späten 1970er-Jahren, die es (so) nicht mehr gibt. Er vergegenwärtigt Objekte, die völlig eigene, sentimentale, heitere und vielleicht auch ganz absurde Geschichten erzählen. Überraschende Erinnerungen tauchen auf, Stimmungen, Atmosphären und besondere Geschichten vermittelt diese anschauliche Geschichte der Dinge, die es nicht mehr gibt – oder dann doch wieder?


Mit Beiträgen von Ilja Richter
Mit Fotos von Jens Heilmann
Hardcover, Pappband, 160 Seiten, 19,6 x 23,3 cm, 60 farbige Abbildungen, 40 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-7913-8146-6
Erschienen am  27. April 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

130 Seiten Nostalgie

Von: Friederike Hehle

20.02.2017

130 Seiten Nostalgie Wie gerne besuche ich Buchläden und schlendere von Regal zu Regal, auf der Suche nach interessanter Beute zum Lesen! Eines dieser schönen Fundstücke ist ein Buch über mehr als 50 Dinge, die es in dieser Form nicht mehr gibt: etwa den Apple Macintosh 128k, den Kassettenrekorder oder das Testbild im Fernsehen. Wer sich gerne an Dinge aus früheren Zeiten erinnert, der wird an diesem Buch seine helle Freude haben! Vor einem Jahr habe ich dieses Album der Erinnerungen in einer Buchhandlung in München entdeckt und gekauft. Seitdem nehme ich es immer wieder gerne zur Hand, um darin zu schmökern. Vereinzelt habe ich auch schon darauf zurückgegriffen, wenn ich bei einem meiner Projekte auf ein älteres Ding aus dem Unternehmensarchiv gestoßen bin. Eine erste Bestimmung und Einordnung des Objekts war damit jedes Mal möglich. Was Sie vom Buch erwarten können? Das Buch liefert weder eine korrekte Geschichte des jeweiligen Objekts noch eine detaillierte (technische) Beschreibung der Funktionsweise. Vielmehr erzählen die maximal einseitigen Beiträge auf sehr unterhaltsame Art und Weise vom Objekt, ergänzt um persönliche Erlebnisse und Empfindungen der jeweiligen Autoren. Sehr wahrscheinlich sind es vor allem die Abbildungen der Dinge, die Ihre ganz persönlichen Erinnerungen wieder wach rufen werden. Welche sind meine persönlichen Top Drei? - Kaugummiautomat Als Kind war die Versuchung jedes Mal groß, wenn ich an einem der bunten Automaten vorbei ging. Zu verlockend war der Inhalt: Bunte Kaugummikugeln, glitzernde Plastikringe oder Gummibälle standen im Angebot. Die Standorte entlang des Schulwegs waren auf jeden Fall gut gewählt. Heute sind die bunten Kästen, die nach Einwurf der geforderten Münzen das Objekt der Begierde mittels mechanischem Drehmechanismus freigaben, fast gänzlich verschwunden. Heute kennt man vor allem die elektrisch betriebenen Automaten für Süßwaren und Getränke als Verpflegung an Bahnhöfen oder bei der Arbeit. - Super 8-Film In manchem Unternehmen schlummert heute noch ein ganz besonderer Schatz: Super 8-Filme, die einen besonderen Abschnitt der Firmengeschichte dokumentieren. Heute gelten die Filme und die dahinter stehende Filmtechnik längst als Kult. Für das Unternehmen sind sie jedoch heute eine besonders authentische Möglichkeit, die Geschichte des eigenen Unternehmens in bewegten Bildern nachzuerzählen. - Telegramm Mein einziges Telegramm bekam ich im Juni 1996. Die auf einem standardisierten Formular ausgedruckte Nachricht, die an mein Heimatpostamt mittels Fernschreiber übermittelt worden war, enthielt Glückwünsche zur bestandenen Reifeprüfung. Irgendwie wirkte es damals schon ziemlich antiquiert, aber aufbewahrt habe ich es bis heute. Von meinen ersten Mails, die ich wenige Jahre später erhalten sollte und die das Ende des Telegramms bedeuteten, kann ich das leider nicht behaupten.

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Ein Buch, das Erinnerungen weckt

Von: Books and Biscuit

21.01.2016

Schleckmuscheln, Super-8-Kamerias, Disketten, Kassetten, Deutsche Mark, Schnurtelefone mit Wählscheibe, Game Boy, Rollschuhe, Telefonzellen, Rechenschieber, Polaroidkameras... Bei wem werden dabei (Kindheits-)Erinnerungen wach, wer kann mit diesen Begriffen so absolut gar nichts anfangen? Dinge, die es (so) nicht mehr gibt ist ein Buch voller Nostalgie, das bei mir jede Menge Kidheitserinnerugen wach werden lässt. Schlechmuscheln, Game Boy, Rollschuhe, Kassettenrekorder, all die Dinge kenne ich noch. Für andere dagegen bin ich zu jung, aber sie zaubern bei meinen Eltern einen verträumten Ausdruck aufs Gesicht. Manche Dinge gibt es noch in stark veränderter Form, den Game Boy etwa. Nur, dass er jetzt Nintendo heißt und die Grafik etwas moderner geworden ist. Auch die Schleckmuscheln habe ich vor einigen Wochen im Kiosk gesehen. In gewisser Weise gibt es auch die Parkuhren noch - zumindest die elendige Suche nach dem passenden Kleingeld ist geblieben (als würden die Parkautomaten sich weigern, mit der Zeit zu gehen, als würden sie aus Nostalgie an der Vergangenheit festhalten, indem sie sich vehement gegen EC- und Kreditkarten sträubern). Polaroidkameras sind zurzeit wieder voll im Trend, oder zumindest Fotos im Lomo- und Polaroidstil auf Plattformen wie Instagram. Aber nicht nur materielle Dinge finden sich in diesem Sammelband der Erinnerungen, auch Filme oder TV-Sendungen wie Bonanza oder Die bezaubernde Jeannie finden sich hier. Jedem Objekt wird eine Doppelseite mit Illustration / Foto und einem erklärenden Begleittext gewidmet. Dabei gibt es einmal einen wissenschaftlich anmutenden Text, der des abgebildete Objekt beschreibt. Und einen persönlichen, mit den Erfahrungen und Erinnerungen der AutorInnen. Mir sind beim Lesen noch einige andere Dinge eingefallen, die es nicht mehr gibt, und die ich jetzt, wo ich mich an sie erinnere, vermisse. Vielleicht ergeht es anderen auch so. Für mich war das Lesen und Anschauen von Dinge, die es (so) nicht mehr gibt wie eine Reise in die eigene Vergangenheit / Kindheit, die mich sentimental hat werden lassen.

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Vita

Dirk Uhlenbrock

Dirk Uhlenbrock arbeitet in Essen als Grafiker, Illustrator und Typograf in den bereichen Print- und Webdesign.

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Jens Heilmann

Jens Heilmann arbeitet als Objektfotograf in der Nähe von München. Bekannt ist u.a. seine Serie zu den Weltmeisterschaftsbällen.

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