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Drei Mann in einem Boot. Ganz zu schweigen vom Hund! Roman

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Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-1544-9

Erschienen:  01.03.1978
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Mit seiner Schilderung einer vertrackten Bootsfahrt auf der Themse schuf Jerome K. Jerome 1889 einen der beliebtesten Klassiker britischen Humors. Sein scharfer, wenn auch wohlwollender Blick entlarvt die Tücken einer Freizeitkultur, die sich noch heute – etwa unter dem Namen «Camping» – größter Beliebtheit erfreut.

Eine Bootsfahrt auf der Themse – zu Zeiten von Königin Viktoria der Inbegriff des Ferienglücks. Auch die drei Freunde George, Harris und J. rudern auf der Suche nach Natur und Erholung zwölf Tage lang flussaufwärts: von Kingston nach Maidenhead, Marlow, Dorchester, Reading und Oxford – und dabei von einer Panne zur nächsten. Gemeinsam mit Hund Montgomery kämpfen sie einen sympathischen, wenn auch hoffnungslosen Kampf gegen die Tücken des Objekts. Ein Sturz ins kalte Wasser kann die Freunde nicht aus der Fassung bringen, und auch alle übrigen Missgeschicke, trocken serviert von Erzähler J., wissen sie mit Stil und Witz zu ertragen. Die Gentlemen trösten sich mit der reizvollen Atmosphäre der Themsestädtchen (und in deren Kneipen), bis der Regen sie vorzeitig in die Zivilisation Londons zurücktreibt.

Jerome K. Jerome (1859–1927) sah sich als echter Humorist für die Unzulänglichkeiten des Daseins ebenso zuständig wie für Kritik an den Zeitumständen. Hierzulande erlangte sein Buch in den sechziger Jahren große Popularität, als die Bootsfahrt – verlegt in die damalige Bundesrepublik – mit Heinz Erhardt, Walter Giller und Hans-Joachim Kulenkampff verfilmt wurde.

»Eine wunderbare Bettlektüre!«

kulturtipp (CH), 7/12

Jerome K. Jerome (Autor)

Jerome Klapka Jerome (1859-1927), geboren in der mittelenglischen Grafschaft Staffordshire, arbeitete zunächst bei der Eisenbahn, dann als Reporter und Schauspieler. Er war Mitherausgeber des "Idler" und verfaßte populäre humoristische Erzählungen. Sein Roman "Drei Mann in einem Boot" (1889) wurde ein Bestseller und mehrfach verfilmt, in Deutschland mit Heinz Erhardt.

»Eine wunderbare Bettlektüre!«

kulturtipp (CH), 7/12

Aus dem Englischen von Trude Fein
Originaltitel: Three Men in a Boat

Mit Nachwort von Ernst Leisi

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 9,0 x 15,0 cm

ISBN: 978-3-7175-1544-9

€ 17,90 [D] | € 18,40 [A] | CHF 25,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen:  01.03.1978

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DREI MANN IN EINEM BOOT. GANZ ZU SCHWEIGEN VOM HUND! JEROME K. JEROME

Von: Bücherkompass Datum: 18.04.2018

instagram.com/buecherkompass

INHALT

Als die drei Freunde George, Harris und Jerome eines Tages beisammensitzen und sich über den Stand ihrer gesundheitlichen Beschwerden austauschen, entscheiden sie sich spontan dazu eine mehrtägige Bootsfahrt auf der Themse zu begehen. Natürlich nur, weil eine solche Bootstour ihrer Gesundheit sicherlich zuträglich wäre. Schließlich signalisieren die Krankheitsbilder der drei jungen Männer klar und deutlich: Alle drei haben dringend einen Urlaub nötig.

Kurzerhand beginnen George, Harris und Jerome mit der Reiseplanung, bevor es frohen Mutes und mit Hund Montmorency im Gepäck auf zu neuen Ufern geht.

MEINUNG

Nachdem mich im letzten Jahr bereits Evelyn Waugh mit seinem Werk Wiedersehen mit Brideshead begeistern konnte, überkam mich Anfang des Jahres die Lust, mich erneut einem britischen Schriftsteller zu widmen. Und Drei Mann in einem Boot, so hieß es auf dem Klappentext, sei ein Klassiker des britischen Humors – es musste mir wohl zwangsläufig gefallen.

Die drei Protagonisten des Romans sind skurril und liebenswert, trotz oder auch gerade wegen ihrer hypochondrischen Anwandlungen. Und so kommt es, dass ich ihnen von Anfang an zugetan war. Dabei brachten mich George, Harris und der Ich-Erzähler Jerome so häufig zum Lachen, wie es zuvor noch bei keinem Roman der Fall war. Der Hund Montmorency, welcher der Bootstour der drei britischen Gentlemen eine tierische Note verleiht, setzt dem Ausflug schließlich die Krone auf.

Zu Beginn des Romans fragte ich mich zunächst immer wieder, worauf die ganze Begebenheit womöglich hinauslaufen könnte oder sollte. Da den männlichen Protagonisten jedoch jegliche Planungsgabe abgeht, lernte ich mit der Zeit den jeweiligen Moment für sich zu genießen und nicht immer gleich vorauszudenken. Immerhin bleibt die Handlung somit stets unvorhersehbar.

Dabei ist der Roman mit so vielen Anekdoten des Ich-Erzählers gespickt, dass man teilweise vergisst, in welcher Situation die Geschichte zuletzt endete. Hält man bereits die Bootstour für ein chaotisches Unterfangen, so wird durch die Erzählungen des Protagonisten Jerome deutlich, dass die Vorkommnisse auf der Bootstour lediglich die Spitze eines massiven Eisbergs bilden. Und während man zwischen bereits erlebtem und den gegenwärtigen Erlebnissen hin und her wechselt, fällt kaum auf, dass am Ende sowieso nichts wie geplant läuft.

Neben den Protagonisten und ihrer Geschichte konnte mich auch der Schreibstil des Autors (in meinem Fall somit zugleich die Übersetzung von Haefs) von Anfang an begeistern. Die Schreibe ist stets locker-leicht und heiter, während sie mit ihrer bildlichen Art die Geschehnisse auf der Themse real werden lässt. Die Komik wirkt dabei nie wie etwas Erzwungenes, sie wird vielmehr indirekt über die Schilderungen transportiert. So ist kaum vorherzusehen, wann sich der nächste Lacher anbahnt.

Drei Mann in einem Boot hat in meinem Bücherregal nun einen Ehrenplatz unter vielen weiteren tollen Klassikern eingenommen. Allerdings wird das Buch diesen Ort in Zukunft wohl noch häufiger verlassen müssen, um mir heitere Lese-Momente zu bescheren.

Für mich ist das Buch absolut eine riesengroße Empfehlung wert!

Britischer Humor auf höchstem Niveau!

Von: Elena Datum: 14.02.2018

inprogressx.blogspot.de/

Wer wie ich vorher noch nie etwas von diesem einmaligen Klassiker gehört hat: Euch entgeht was! Wenn man an Klassiker denkt wie Frankenstein, Kafkas Prozess oder Anne Karenina, denkt man an ernste, schwere Themen und eine schwierige Sprache.
Jerome K. Jerome liefert in seinem angenehm kurzen 1880 veröffentlichten Buch jedoch pure Unterhaltung und Komik.
Mit dem Thema an sich kann man eigentlich schon nicht viel falsch machen. Drei Männer und ein Hund, die eine Bootsfahrt auf der Themse unternehmen. Natürlich läuft alles schief, was in seiner Absurdität schief laufen kann. Gespickt ist die ganze Fahrt zudem mit witzigen Anekdoten. Britischer Humor auf höchstem Niveau! Zugegeben, man muss diese Art Humor schon mögen, aber mein Geschmack wurde hunderprozentig getroffen und ich wurde wunderbar unterhalten!

Meine Meinung:
Wie schon bei Frankenstein war ich auch hier von der handlichen Manesse-Ausgabe begeistert!
Vor allem haben mir wieder die kleinen Fußnoten und Anmerkungen in dieser Neuauflage gefallen. Man erhält sehr viel historisches Hintergrundwissen über die Städte, an denen die Chaoten vorbeirudern und auch intertextuale Bezüge werden geklärt, die man sonst wohl nicht mehr so einfach erfassen kann.
Ich konnte bei diesem Buch kaum aufhören zu lachen oder wenigstens zu grinsen. Der Autor beschreibt bildhaft diese lustigen Momente, die man erst liest, dann sich bildlich vorstellt und man zu dem Schluss kommt, dass diese Momente so absurd sind, dass sie tatsächlich wahr sein könnten.
Die witzige und irgendwie trockene Erzählweise sorgt dafür, dass der Leser ständig das Gefühl hat, diese Situationen zu kennen und auch, dass der Erzähler seine eigenen komischen Handlungen als solche selbst gar nicht wahrnimmt. Vieles wird auch dem Leser von heute sehr bekannt vorkommen. Zu Beginn zum Beispiel die Betrachtung aller möglichen Krankheiten und der selbst erteilten Diagnose, dass er wohl alles haben müsse (laut durchgegangener Symptome) lässt einen wunderbar in die Art des Buches eintauchen.
Ich weiß, dass ihr auch eure Symptome googlet und alle Krebs habt und schwanger seid (ja auch die Männer).

Ich für meinen Teil habe mich wie gesagt absolut unterhalten gefühlt. Der Roman nimmt die witzigen Charaktere, aber auch den Leser auf die Schippe. Von den Ereignissen und Erlebnissen, die erzählt werden, kann jeder von uns wohl ein Liedchen singen. Von tollpatschigen Freunde, eigensinnigen Verwandten, die immer alles besser wissen und einem Hund, der sich anscheinend gegen alle anderen Hunde verschworen hat und zuweilen so menschlich beschrieben wird, dass man oft vergisst einen Hund vor sich zu haben.

Außerdem sehr interessant: Zwischen allem Amüsement und Witz und Albernheiten tauchen immer wieder im Kontrast auch sehr poetische Zeilen auf.

Fazit:
Dieser Klassiker hat mich unglaublich gut unterhalten und oft zum Lachen gebracht. Alltagssituationen werden wunderbar aufgegriffen und man kann sich selbst oft wiedererkennen. Ein zeitloser, genialer mit britischem Humor durchsetzter Roman, den ich nur wärmstens weiterempfehlen kann. Diese Bootsreise auf der Themse werde ich so schnell nicht mehr vergessen.

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