Drei Mann in einem Boot. Ganz zu schweigen vom Hund!

Roman

(5)
Hardcover
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Die Mutter aller Männerausflüge

Mit seiner Schilderung eines Campingurlaubs der drei Freunde George, Harris und J. und ihres Hunds Montmorency schuf Jerome K. Jerome 1889 einen der berühmtesten Klassiker britischen Humors. Dass ihr sympathischer, wenn auch sinnloser Kampf gegen die Tücken des Objekts heute so komisch ist wie eh und je, beweist Gisbert Haefs in seiner beschwingten Neuübersetzung.

Eine Bootsfahrt auf der Themse! Zu Zeiten von Königin Viktoria war das der Inbegriff des Ferienglücks. Auch unsere drei Freunde rudern auf der Suche nach Natur und Erholung zwölf Tage lang flussaufwärts: von Kingston nach Maidenhead, Marlow, Dorchester, Reading und Oxford – und dabei von einer Panne zur nächsten. Nichts kann die Freunde aus der Fassung bringen, sämtliche Missgeschicke, trocken serviert von Erzähler J., wissen sie mit Stil und Witz zu ertragen. Die Gentlemen trösten sich mit der reizvollen Atmosphäre der Themsestädtchen (und in deren Kneipen), bis der Regen sie vorzeitig in die Zivilisation Londons zurückspült.

»Lesevergnügen im besten Sinne des Wortes. ... Harald Martenstein vergleicht den Humor des Briten in seinem Nachwort mit Loriot. Das trifft es ganz gut. Der Witz ist trocken, absurd und nie platt.«


Aus dem Englischen von Gisbert Haefs
Originaltitel: Three Men in a Boat
Mit Nachwort von Harald Martenstein
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-2440-3
Erschienen am  02. Oktober 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Kingston upon Thames, Großbritannien

Leserstimmen

„Eine Bootsfahrt, die ist lustig…!“ – zumindest für den Leser

Von: Andreas Kück - LESELUST

22.05.2020

Drei überarbeitete Müßiggänger machen – samt Hund – eine Bootsfahrt entlang des Ufers der Themse, um ihre gestressten Nerven zu beruhigen und sich so von ihren eingebildeten Krankheiten zu erholen. Doch diese harmlos anmutende Bootsfahrt bietet ihnen tückische Missgeschicke, unverhoffte Bekanntschaften und wetterbedingte Herausforderungen am Busen der Natur und wird so zu einem Füllhorn an Anekdoten. Dies ist die Handlung dieses Romans: Mehr passiert nicht! Eine Gruppe von Individuen machen sich auf eine Reise von A nach B. In filmischer Form wurden wir das Werk als „Road Movie“ bezeichnen. Doch als was charakterisieren wir es in seiner literarischen Form? Gerne schließe ich mich der Einschätzung von Harald Martenstein an, der in seinem Nachwort diesen Roman als „Road Novelle“ betitelt. Sie rudern los. Sie kommen an. Und dazwischen passiert eine ganze Menge und gleichzeitig reichlich wenig. Diese Form von Unterhaltungsroman bietet dem Autor eine willkommene Möglichkeit, etliche Geschichten und Geschichtchen, reichlich Weisheiten und kritische Ansichten über die Gesellschaft in eine lose Rahmenhandlung einzubinden. Dies gelingt Jerome K. Jerome im Grunde auch ganz wunderbar: Wie Perlen auf einer Schnur reihen sich seine Anekdoten entlang des Laufs der Themse aneinander und bieten humoristische Bonmots, ironische Übertreibung, sozialkritische Seitenhiebe, Albernheiten und Slapstick. Die Nichtigkeiten des Alltags werden zu Wichtigkeiten und fordern unsere Helden immer wieder auf ein Neues heraus. Die Tücke des Objekts bietet unzählige Möglichkeiten des Scheiterns. Jerome blickt auf seine drei Männer durchaus liebevoll, überschüttet sie aber mit der nötigen Ironie und verhindert so, dass sie wie unsympathische Taugenichtse wirken. Wobei seine Freude am galanten Fabulieren und detaillierten Schwadronieren auf jeder Seite spürbar bleibt und so auch mir beim Lesen Freude bereitete. Leider nutzen sich diese Talente bei einem Roman mit einem (vorliegenden) Umfang von über 350 Seiten etwas ab: Aufgrund Ermangelung einer echten Handlung mit Spannungsbogen, Konflikte etc. wirkte auf mich manches zu sehr austauschbar. Die Fülle an Geschichten lässt wenig Raum für erinnerungswürdige Highlights. Weniger wäre mehr gewesen! Was mir bleibt ist eine schöne Erinnerung an eine literarische Seifenblase (in vielfältigen Farben schimmernd), die trotz des Alters (Erscheinungsjahr: 1889) noch eine überraschende Frische besitzt!

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Ein Evergreen neu aufgelegt

Von: Anja Beisiegel "Hund im Buch"

02.12.2018

125 Jahre und kein bisschen angestaubt ist Jerome K. Jeromes Geschichte einer Bootstour mit Hund. In der Neuübersetzung von Gisbert Haefs wurde das Büchlein 2017 wieder aufgelegt und bietet eine unterhaltsame, humorige Darstellung einer Herrenpartie auf der Themse. Was eigentlich als Reiseführer gedacht war (und aufgrund er vielen historischen Fakten und touristisch relevanten Erläuterungen auch durchaus als solcher durchgehen kann) entwickelte sich schließlich zu einem witzigen und geistreichen Erfahrungsbericht. Die „Three Men“ sind die Freunde Harris, George und J. (dahinter versteckt sich der Autor selbst), die gemeinsam mit dem eigenwilligen Foxterrier Montmorency von einem Missgeschick ins nächste paddeln. Der hündische Protagonist ist ein sympathischer Hundecharakter. Ein typischer Vertreter der Terrierfamilie: Stur , liebenswert und ein Katzenhasser par excellence. Ein Hundemann also, der sich mit Fug und Recht ein Plätzchen in unserem Hunde-im-Buch-Lesesessel verdient hat. Für Wassersportler, die ihr Hobby nicht zu verbissen angehen, ist „Drei Mann in einem Boot“ ein Klassiker. Für Hundefreunde und für alle, die sich für feinen britischen Humor – garniert mit einigen Slapstick-Einlagen – begeistern können bietet es ein paar heitere Lesestunden (nicht nur ein heißen Sommertagen). Davon abgesehen, dass die Neuauflage – in der lesenswerten Übersetzung aus dem Englischen von Gisbert Haefs – mit Lesebändchen, Leineneinband und Montmorency-Ornament auf den Vorsatzblättern einfach ein schön anzusehendes Buch ist, kann sie mit einer weiteren Zugabe punkten: Harald Martenstein (Zeitkolumnist und selbst Hundebesitzer) steuert ein Nachwort bei, das nicht nur mit einigen Informationen über Autor und Wirkungsgeschichte aufwartet, sondern sich genauso vergnüglich liest, wie die Jeromes Seemanns-Garn selbst. Wer mehr über den Autor erfahren möchte: Hier geht es zur Seite der Jerome K. Jerome-Society (englischsprachig) https://www.jeromekjerome.com/

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Vita

Jerome K. Jerome

Jerome Klapka Jerome (1859-1927), geboren in Staffordshire, erlebte als Kind den Bankrott der väterlichen Firma. Nach dem frühen Tod der Eltern arbeitete er in London zunächst tagsüber als Büroangestellter bei einer Eisenbahngesellschaft und abends als Schauspieler. Später wurde er Rezensent, Mitherausgeber des «Idler» und schrieb populäre humoristische Erzählungen. Der Roman «Drei Mann in einem Boot» machte ihn 1889 schlagartig reich, berühmt und zu einem beliebten Mitglied des literarischen Establishments. Sein berühmtestes Werk wurde mehrfach verfilmt, in Deutschland mit Heinz Erhardt, Walter Giller und Hans-Joachim Kulenkampff.

Zur Autor*innenseite

Gisbert Haefs, 1950 in Wachtendonk am Niederrhein geboren, lebt und schreibt in Bonn. Als Übersetzer und Herausgeber ist er unter anderem für die neuen Werkausgaben von Ambrose Bierce, Rudyard Kipling, Jorge Luis Borges und zuletzt Bob Dylan zuständig. Zu schriftstellerischem Ruhm gelangte er nicht nur durch seine Kriminalromane, sondern auch durch seine farbenprächtigen historischen Werke Hannibal, Alexander und Troja. Im Heyne Verlag erschienen zuletzt Caesar, Die Mörder von Karthago und Die Dirnen von Karthago.

Zur Übersetzer*innenseite

Harald Martenstein, geboren 1953, ist Autor der Kolumne "Martenstein" im "ZEITmagazin" und Redakteur beim Berliner "Tagesspiegel". 2004 erhielt er den Egon-Erwin-Kisch-Preis. Sein Roman "Heimweg" wurde im September 2007 mit der Corine ausgezeichnet, 2010 erhielt er den Curt-Goetz-Ring. Außerdem erschienen seine Kolumnensammlungen "Männer sind wie Pfirsiche. Subjektive Betrachtungen über den Mann von heute mit einem objektiven Vorwort von Alice Schwarzer" und "Der Titel ist die halbe Miete. Mehrere Versuche über die Welt von heute".

Pressestimmen

»Einer der Klassiker des berühmten britischen Humors.«

»Gilt zu Recht als Klassiker des britischen Humors. Wem Monty Python und der britische Humor im Allgemeinen gefallen, der wird von diesem Buch begeistert sein«

Wochenzeitung Ermstal & Uracher Alb (18. Januar 2018)