Drei Mann in einem Boot. Ganz zu schweigen vom Hund!

Roman

(4)
Hardcover
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Mit seiner Schilderung einer vertrackten Bootsfahrt auf der Themse schuf Jerome K. Jerome 1889 einen der beliebtesten Klassiker britischen Humors. Sein scharfer, wenn auch wohlwollender Blick entlarvt die Tücken einer Freizeitkultur, die sich noch heute – etwa unter dem Namen «Camping» – größter Beliebtheit erfreut.

Eine Bootsfahrt auf der Themse – zu Zeiten von Königin Viktoria der Inbegriff des Ferienglücks. Auch die drei Freunde George, Harris und J. rudern auf der Suche nach Natur und Erholung zwölf Tage lang flussaufwärts: von Kingston nach Maidenhead, Marlow, Dorchester, Reading und Oxford – und dabei von einer Panne zur nächsten. Gemeinsam mit Hund Montgomery kämpfen sie einen sympathischen, wenn auch hoffnungslosen Kampf gegen die Tücken des Objekts. Ein Sturz ins kalte Wasser kann die Freunde nicht aus der Fassung bringen, und auch alle übrigen Missgeschicke, trocken serviert von Erzähler J., wissen sie mit Stil und Witz zu ertragen. Die Gentlemen trösten sich mit der reizvollen Atmosphäre der Themsestädtchen (und in deren Kneipen), bis der Regen sie vorzeitig in die Zivilisation Londons zurücktreibt.

Jerome K. Jerome (1859–1927) sah sich als echter Humorist für die Unzulänglichkeiten des Daseins ebenso zuständig wie für Kritik an den Zeitumständen. Hierzulande erlangte sein Buch in den sechziger Jahren große Popularität, als die Bootsfahrt – verlegt in die damalige Bundesrepublik – mit Heinz Erhardt, Walter Giller und Hans-Joachim Kulenkampff verfilmt wurde.

»Eine wunderbare Bettlektüre!«

kulturtipp (CH), 7/12

Aus dem Englischen von Trude Fein
Originaltitel: Three Men in a Boat
Mit Nachwort von Ernst Leisi
Hardcover, Leinen mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-1544-9
Erschienen am  01. März 1978
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein Evergreen neu aufgelegt

Von: Anja Beisiegel "Hund im Buch"

02.12.2018

125 Jahre und kein bisschen angestaubt ist Jerome K. Jeromes Geschichte einer Bootstour mit Hund. In der Neuübersetzung von Gisbert Haefs wurde das Büchlein 2017 wieder aufgelegt und bietet eine unterhaltsame, humorige Darstellung einer Herrenpartie auf der Themse. Was eigentlich als Reiseführer gedacht war (und aufgrund er vielen historischen Fakten und touristisch relevanten Erläuterungen auch durchaus als solcher durchgehen kann) entwickelte sich schließlich zu einem witzigen und geistreichen Erfahrungsbericht. Die „Three Men“ sind die Freunde Harris, George und J. (dahinter versteckt sich der Autor selbst), die gemeinsam mit dem eigenwilligen Foxterrier Montmorency von einem Missgeschick ins nächste paddeln. Der hündische Protagonist ist ein sympathischer Hundecharakter. Ein typischer Vertreter der Terrierfamilie: Stur , liebenswert und ein Katzenhasser par excellence. Ein Hundemann also, der sich mit Fug und Recht ein Plätzchen in unserem Hunde-im-Buch-Lesesessel verdient hat. Für Wassersportler, die ihr Hobby nicht zu verbissen angehen, ist „Drei Mann in einem Boot“ ein Klassiker. Für Hundefreunde und für alle, die sich für feinen britischen Humor – garniert mit einigen Slapstick-Einlagen – begeistern können bietet es ein paar heitere Lesestunden (nicht nur ein heißen Sommertagen). Davon abgesehen, dass die Neuauflage – in der lesenswerten Übersetzung aus dem Englischen von Gisbert Haefs – mit Lesebändchen, Leineneinband und Montmorency-Ornament auf den Vorsatzblättern einfach ein schön anzusehendes Buch ist, kann sie mit einer weiteren Zugabe punkten: Harald Martenstein (Zeitkolumnist und selbst Hundebesitzer) steuert ein Nachwort bei, das nicht nur mit einigen Informationen über Autor und Wirkungsgeschichte aufwartet, sondern sich genauso vergnüglich liest, wie die Jeromes Seemanns-Garn selbst. Wer mehr über den Autor erfahren möchte: Hier geht es zur Seite der Jerome K. Jerome-Society (englischsprachig) https://www.jeromekjerome.com/

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DREI MANN IN EINEM BOOT. GANZ ZU SCHWEIGEN VOM HUND! JEROME K. JEROME

Von: Bücherkompass

18.04.2018

INHALT Als die drei Freunde George, Harris und Jerome eines Tages beisammensitzen und sich über den Stand ihrer gesundheitlichen Beschwerden austauschen, entscheiden sie sich spontan dazu eine mehrtägige Bootsfahrt auf der Themse zu begehen. Natürlich nur, weil eine solche Bootstour ihrer Gesundheit sicherlich zuträglich wäre. Schließlich signalisieren die Krankheitsbilder der drei jungen Männer klar und deutlich: Alle drei haben dringend einen Urlaub nötig. Kurzerhand beginnen George, Harris und Jerome mit der Reiseplanung, bevor es frohen Mutes und mit Hund Montmorency im Gepäck auf zu neuen Ufern geht. MEINUNG Nachdem mich im letzten Jahr bereits Evelyn Waugh mit seinem Werk Wiedersehen mit Brideshead begeistern konnte, überkam mich Anfang des Jahres die Lust, mich erneut einem britischen Schriftsteller zu widmen. Und Drei Mann in einem Boot, so hieß es auf dem Klappentext, sei ein Klassiker des britischen Humors – es musste mir wohl zwangsläufig gefallen. Die drei Protagonisten des Romans sind skurril und liebenswert, trotz oder auch gerade wegen ihrer hypochondrischen Anwandlungen. Und so kommt es, dass ich ihnen von Anfang an zugetan war. Dabei brachten mich George, Harris und der Ich-Erzähler Jerome so häufig zum Lachen, wie es zuvor noch bei keinem Roman der Fall war. Der Hund Montmorency, welcher der Bootstour der drei britischen Gentlemen eine tierische Note verleiht, setzt dem Ausflug schließlich die Krone auf. Zu Beginn des Romans fragte ich mich zunächst immer wieder, worauf die ganze Begebenheit womöglich hinauslaufen könnte oder sollte. Da den männlichen Protagonisten jedoch jegliche Planungsgabe abgeht, lernte ich mit der Zeit den jeweiligen Moment für sich zu genießen und nicht immer gleich vorauszudenken. Immerhin bleibt die Handlung somit stets unvorhersehbar. Dabei ist der Roman mit so vielen Anekdoten des Ich-Erzählers gespickt, dass man teilweise vergisst, in welcher Situation die Geschichte zuletzt endete. Hält man bereits die Bootstour für ein chaotisches Unterfangen, so wird durch die Erzählungen des Protagonisten Jerome deutlich, dass die Vorkommnisse auf der Bootstour lediglich die Spitze eines massiven Eisbergs bilden. Und während man zwischen bereits erlebtem und den gegenwärtigen Erlebnissen hin und her wechselt, fällt kaum auf, dass am Ende sowieso nichts wie geplant läuft. Neben den Protagonisten und ihrer Geschichte konnte mich auch der Schreibstil des Autors (in meinem Fall somit zugleich die Übersetzung von Haefs) von Anfang an begeistern. Die Schreibe ist stets locker-leicht und heiter, während sie mit ihrer bildlichen Art die Geschehnisse auf der Themse real werden lässt. Die Komik wirkt dabei nie wie etwas Erzwungenes, sie wird vielmehr indirekt über die Schilderungen transportiert. So ist kaum vorherzusehen, wann sich der nächste Lacher anbahnt. Drei Mann in einem Boot hat in meinem Bücherregal nun einen Ehrenplatz unter vielen weiteren tollen Klassikern eingenommen. Allerdings wird das Buch diesen Ort in Zukunft wohl noch häufiger verlassen müssen, um mir heitere Lese-Momente zu bescheren. Für mich ist das Buch absolut eine riesengroße Empfehlung wert!

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Vita

Jerome K. Jerome

Jerome Klapka Jerome (1859-1927), geboren in der mittelenglischen Grafschaft Staffordshire, arbeitete zunächst bei der Eisenbahn, dann als Reporter und Schauspieler. Er war Mitherausgeber des "Idler" und verfaßte populäre humoristische Erzählungen. Sein Roman "Drei Mann in einem Boot" (1889) wurde ein Bestseller und mehrfach verfilmt, in Deutschland mit Heinz Erhardt.

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