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Du bist das Gegenteil von allem

Ab 14 Jahren

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-16158-6

Erschienen: 30.03.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Und ich lag da, erdrückt vom Gewicht meiner Angst

Die 16-jährige Ellie hatte etwas Besonderes an sich. Etwas Dunkles, Charismatisches, Gebrochenes … Jetzt ist sie tot. Gestorben an einer Überdosis Tabletten. Zurück bleiben ihr Bruder Jake, ihre beste Freundin Sarah und deren jüngere Schwester Jess – und vierunddreißig Zettel von Ellie in einem Schuhkarton. Vierunddreißig Hinweise, die Ellie hinterlassen hat. Vierunddreißig Geheimnisse eines viel zu kurzen Lebens voller Schmerz. Auf der Suche nach dem Warum müssen sich Jake, Sarah und Jess nicht nur ihren eigenen Abgründen stellen, sondern auch dem, was Ellie so lange vor ihnen verborgen hat …

"Die Autorin schafft eine tiefgehende und authentische Atmosphere und bringt durch wundervolle Charaktere leben in die Geschichte."

bemybookhero.blogspot.de (03.05.2015)

Carmen Rodrigues (Autorin)

Carmen Rodrigues wurde in Ohio geboren. Als sie zehn war, zog ihre Mutter mit Carmen, ihren zwei älteren Schwestern und ihrem jüngeren Bruder nach Miami. Sie studierte Creative Writing an der Florida State University. Nach ihrem Studium zog sie nach New York, wo auch ihre Karriere als Schriftstellerin begann. Sie machte ihren Abschluss in Creative Writing an der University of North Carolina Wilmington und lebt auch heute noch an der Küste North Carolinas. Du bist das Gegenteil von allem ist ihr zweites Jugendbuch.

"Die Autorin schafft eine tiefgehende und authentische Atmosphere und bringt durch wundervolle Charaktere leben in die Geschichte."

bemybookhero.blogspot.de (03.05.2015)

"Rodrigues zeichnet eindrucksvolle Figuren, authentische Handlungen und dramatische Ereignisse."

booksection.de (13.05.2015)

"Ein berührendes, düsteres Jugendbuch."

annasalvatoresbuchblog.blogspot.de (30.07.2015)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Katarina Ganslandt
Originaltitel: 34 Pieces of You
Originalverlag: Simon & Schuster

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-16158-6

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbt

Erschienen: 30.03.2015

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Düsteres und fesselndes Jugendbuch

Von: Anna Salvatore Datum: 30.07.2015

annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/

Um ehrlich zu sein, hat mich bei diesem Buch eher das außergewöhnliche Cover überzeugt. Natürlich fand ich den Klappentext nicht schlecht, doch ich hatte Angst, dass es so ein Abklatsch von "Tote Mädchen lügen nicht" sein könnte.
Da habe ich mich auf jeden Fall geirrt.
Vielen Dank an den cbt Verlag für dieses Schmuckstück!

Cover
Ähm ja, wie schon erwähnt außergewöhnlich. Es wirkt wie ein zerknittertes Papier und sieht total cool aus :D
So richtig kann man noch nicht erkennen, worum es geht, doch nach dem Lesen kann ich auf jeden Fall sagen, dass das Cover zur Geschichte passt.

Idee/Handlung
Die Idee hat mich wie gesagt erstmal an "Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher erinnert. Doch beim Lesen merkte ich schnell, dass es überhaupt nicht so ist, sondern wirklich eine eigene Geschichte. Ob nun gut oder schlecht ist erstmal egal.
Ich hatte einen sehr schweren Einstieg in die Geschichte. Man wird vollkommen ohne Ahnung in die Story reingeworfen, und zwar nicht auf die gute, action geladene Weise.
So viele Personen, Namen und Hektik, ich konnte damit überhaupt nichts anfangen, und erstmal wurde es auch nicht besser.
Erst nach und nach bekommt man ein Gespür dafür, wer wer ist, denn die Geschichte wird aus der Sicht einer Menge Personen geschildert.
Also ein sehr holpriger Start. Zur Mitte hin wurde es deutlich besser, nur gab es sehr oft riesige Zeitsprünge in den Kapiteln.
Trotzdem wurde ich warm mit der Geschichte.
Eigentlich ist es sogar sehr spannend, die verschiedenen Personen vor und nach Ellies Tod zu erleben, wie sie damit klarkommen, und auch langsam Ellies Geschichte zu erfahren, die mich oft sehr schocken konnte. Ab und zu fand ich Szenen wirklich, wirklich sehr verstörend, z. B. als sie sich ein Teppich Messer in den Oberschenkel gerammt hat. Ugh.
Naja, auf jeden Fall waren die meisten Szenen nicht so verstörend, und die Geschichte konnte mich fesseln.
Zwischen jeden Kapiteln gab es diese 34 Sätze, die teils sehr, sehr schön sind. Die haben mir sehr gefallen, obwohl ich irgendwie erst danach gemerkt habe, dass sie alle von Ellie stammen. Ich dachte, die kommen immer von der Person, die im Kapitel danach/davor spielte.
Alles in einem fand ich die Handlung sehr gelungen, denn trotz einiger Mängel empfand ich die Geschichte als interessant und berührend.

Schreibstil
Der Schreibstil ist sehr schön zu lesen. Die bereits erwähnten 34 Zitate von Ellie waren zwischendurch immer sehr schön.
Die Geschichte wird aus der Sicht von allerlei tragenden Personen erzählt. Das wären Jessie, Sarah und Jake. Immer abwechselnd wird in dieser Reihenfolge aus ihren Blickwinkeln in der Ich-Perspektive erzählt.
Zu Beginn war dies sehr verwirrend, doch es steht auch bei jedem Kapitel drüber, wann der Abschnitt spielt und wer erzählt.
Ich wurde, vor allem ab der Mitte bis zum Ende hin, wirklich mitgerissen.
Insgesamt kann ich sagen, dass mir der Schreibstil trotz kleiner Mängel, wie z. B. die Zeitsprünge, sehr gut fand. Ich habe das Buch an einem einzigen Tag gelesen^^

Charaktere
Jessie, blond, blauäugig, sehr dünn, fand ich ganz nett. Ich weiß wie das klingt. Sie hat sich immer von ihrer besten Freundin Lola herumkommandieren lassen, hatte praktisch keine eigene Meinung, was echt schwer mit an zu lesen war. Doch als sie Ellie kennenlernt, wird sie selbstbewusster und weiß sich mehr zu schätzen. Mit der Zeit mochte ich sie immer lieber, und teils tat sie mir sehr Leid, da sie nach Ellies Tod eigentlich kaum beachtet wurde, da ihre ältere Schwester Sarah im Mittelpunkt der Familie stand.
Sarah, lockige, braune Haare, ist die Schwester von Jessie und beste Freundin von Ellie. Sie wurde adoptiert und fühlte sich deshalb manchmal etwas komisch in der Familie, obwohl sie sie wirklich liebt. Ich muss sagen, dass, obwohl jedes dritte Kapitel aus ihrer Sicht war, habe ich kein wirkliches Bild von ihrem Charakter.
Sie war irgendwie unauffällig und hat mehr durch die Erzählungen von Ellie im Buch gelebt. Das fand ich sehr schade, bei ihr hätte man ne Menge mehr rausholen können.
Jake, Ellies attraktiver großer Bruder, hat mir sehr gefallen.
Er ist auf seinen Art sehr besonders, vielleicht auch ein kleiner Frauenheld. Man merkt, dass er Gefühle hat, obwohl er sich äußerlich sehr cool gibt. Dies bemerkt man vor allem in Bezug auf seine Schwester und Sarah.
Die Beziehung von ihm und Sarah fand ich sehr interessant. Irgendwie sind die beiden seit 5 Jahren ineinander verliebt und haben die ganze Zeit nur um sich herumgeschlichen.
Nun zu Ellie, dem Herzstück des Buches. Sie hat zwar keine eigenen Kapitel, doch durch die Erinnerungen der anderen und die 34 Zitate, hat man sich von ihr noch am Ehesten ein klares Bild machen können.
Sie ist sehr charismatisch und hat so eine düstere, komische Wirkung auf gefühlt alle, die ihr näher kommen.
Sarah z. B. ritzte sich wegen ihr. Dennoch tat sie mir irgendwie sehr leid, sie hat schon viel Schlimmes erlebt und ist deswegen innerlich wohl ziemlich verstört. Sie ritzte sich schon seit Jahren, und hat viel "Verbotenes" getan, z. B. Tabletten von ihrer Mutter geklaut.

Insgesamt fand ich, dass beinahe jeder Charakter seelisch sehr mitgenommen war. Ellies Ritzen, Sarahs Abhängigkeit von Ellie, Jessies Bulimie/Magersucht, Ellies Mutter mit Burnout, Tommy's Drogenproblem usw.
Das hat das Buch wirklich düster gezeichnet.

Fazit: Ein berührendes, düsteres Jugendbuch. Trotz kleiner Mängel wie dem holprigen Anfang, habe ich es gern gelesen und war von Ellies Geschichte gefesselt.

4 von 5 Sternen

Was passiert, wenn du mit dem Leben nicht mehr klarkommst?

Von: Franzy Datum: 27.07.2015

franzyliestundlebt.blogspot.de/

Ich weiß eigentlich gar nicht so genau wo ich anfangen soll. Auf jeden Fall war dieses Buch komplett anders, als ich es erwartet hätte - besser. Viel besser.

Eingestellt hatte ich mich auf eine traurige Geschichte über den zu frühen Tod eines jungen Mädchens und ihre zurückgebliebenen Freunde, die es irgendwie schaffen wieder in ihr Leben zurück zu finden und weiterleben. Bekommen habe ich eine Geschichte, die so viel Trauer, Wut, Hass und Zerstörung enthält, dass ich mehrfach schlucken und auch einige, viele, Tränen vergießen musste.

Carmen Rodrigues macht schonungslos, ja fast schon schockierend ehrlich, auf ein Thema aufmerksam, dass leider noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Psychisch kaputte Teenager und junge Erwachsene, teils wohlbehütet, teils aus zerrütteten Familienverhältnissen, die mit allem was sie belastet völlig allein dastehen.

Ellie, die viel zu früh unsägliches Leid erfahren musste und Halt in Alkohol, Drogen und Tabletten sucht.

Jessie, die versucht Ellie den Halt zu geben, den sie benötigt, mit ihren 14 Jahren aber viel zu überfordert mit der ganzen Situation ist und nicht versteht, warum Ellie ist, wie sie ist und sich nicht gänzlich ändern kann - auch wenn sie es wirklich und wahrhaftig versucht.

Sarah, Ellies beste Freundin und Jessies ältere Schwester, die mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat und nicht zu ihrer Freundin durchdringt.

Jake, Ellies älterer Bruder, der es einfach nicht mehr erträgt die Stütze für seine Schwester und deren Mutter zu sein und ausbricht um endlich sein eigenes Leben nur für sich zu leben. Voller Selbstvorwürfe bezüglich Ellies Tod, hat er nach ihrem letzten Anruf doch gewusst, dass sie ihn brauchte und den Sex mit einer Frau vorgezogen, anstatt zu ihr zu eilen, wie er es einst versprochen hat.

Tommy, ehemals Jakes bester Freund und Exfreund von Sarah, der sein Leben vollgestopft mit Drogen und Alkohol vor sich hintröpfeln lässt.

Nicht alle Fragen werden beantwortet, manche muss man als Leser mit sich selbst ausmachen. War Ellies Tod ein Unfall oder Selbstmord? Manches spricht dafür, anderes dagegen. War es geplant oder eine Kurzschlussreaktion? Auch diese Frage bleibt offen.

Dieses Buch rüttelt auf und bleibt auch nach dem Lesen noch im Gedächtnis verankert. Es ruft uns alle auf viel öfter hinzusehen und lieber einmal zu viel nachzufragen, als einmal zu wenig.

Beobachtet die Menschen in eurer Umgebung und sprecht mit ihnen. Nicht jeder Mensch kommt ohne Hilfe mit dem Leben klar und muss, wenn nötig, an die Hand genommen werden.

Überwindet euren falschen Stolz und die falsche Scham und lasst euch helfen, wenn ihr alleine nicht mehr weiterkommt.

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