VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Ein Ire in Paris Roman

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 22,00 [D] inkl. MwSt.
€ 22,70 [A] | CHF 30,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8135-0754-6

NEU
Erschienen:  23.04.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Nichts verpassen und zum kostenlosen Buchentdecker-Service anmelden!

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Service

  • Biblio

Über die Kraft des Schreibens – Samuel Becketts Kriegsjahre

Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, hält sich der Schriftsteller in seinem Elternhaus in Irland auf. Die Mutter ist froh, sie möchte den Sohn immer in ihrer Nähe wissen. Trotzdem verlässt der junge Mann seine sichere Heimat und kehrt zum Künstlerkreis um James Joyce und Marcel Duchamp und zu seiner Geliebten nach Paris zurück. Als seine Freunde nach und nach verschwinden, schließt er sich der Résistance an. Jo Baker nähert sich dem rätselhaften Samuel Beckett über die dunklen Jahre seiner künstlerischen Anfänge und zeigt, wie die entbehrungsreichen Kriegsjahre und das endlose Warten auf ein Ende sein Werk prägten, das Jahrzehnte später weltbekannt wurde.

Jo Baker (Autorin)

Jo Baker wurde in Lancashire geboren und studierte an der Oxford University und der Queen’s University in Belfast, wo sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit „Im Hause Longbourn“. Jo Baker lebt mit ihrer Familie in Lancaster.

Aus dem Englischen von Sabine Schwenk
Originaltitel: A Country Road, A Tree
Originalverlag: Doubleday

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-8135-0754-6

€ 22,00 [D] | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

NEU
Erschienen:  23.04.2018

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Warten

Von: Frau Lehmann Datum: 09.06.2018

fraulehmannliest.com

Bisweilen passt alles zusammen, Buch, Leser und der Moment,den man zum Lesen eines bestimmten Buches wählt. Mir ging es mit Jo Bakers "Ein Ire in Paris" so.
Das Leben verläuft leider nicht immer wunschgemäß. Ein mir sehr nahestehender Mensch ist sehr krank geworden und nun besteht mein Leben aus Warten. Warten auf den nächsten Befund, Warten auf Versicherungen, Krankenkassen, Warten auf den nächsten Tag mit neuer Kraft und Hoffnung, Warten...

Und um dieses Warten geht es im Grunde auch in diesem Roman. Jo Baker spürt der Zeit nach, die der irische Schriftsteller Samuel Beckett im Zweiten Weltkrieg in Frankreich verbracht hat. Er ist trotz Kriegsbeginn zu seiner Geliebten Suzanne nach Paris gefahren und schließt sich dort dem Widerstand an. Nachdem seine Zelle auffliegt, müssen Beckett und Suzanne untertauchen. Und nun beginnt es, das Warten. Das Warten auf das Ende des Krieges, das Warten auf Hilfe, auf neue Papiere, auf Unterkunft. Dazwischen immer wieder gefährliche und anstrengende Fluchten, Hunger und Verzweiflung. Dazu die ständige Angst, erkannt oder verraten zu werden.

Über diese Zeit hat Beckett sich immer mehr oder weniger ausgeschwiegen. Umso eindrucksvoller gelingt der Autorin diese Annäherung, die das Werk des Nobelpreisträgers zugänglicher macht. Zugänglicher deshalb, weil das Weglassen alles unnötig Gesagten, die Verknappungen, das Sinnlose im Alltäglichen hier ihren Ursprung gehabt zu haben scheinen. Weil erst das unmittelbare Erfahren des Kriegsalltags als Flüchtling Becketts Ausdruck geschliffen und geprägt hat.

Ein Roman, der mich ergriffen hat. Man erlebt, wie die Wartehallenposition, das beständige kurz vor dem Sterben, aber nur halb tot sein, die Menschen zermürbt, ihre Gefühle untergräbt, wie das Warten an den kaum noch vorhandenen Kräften zehrt, und wie manch einer den Tod vorzieht, weil er den Wechsel zwischen Flucht und Stillstand nicht mehr erträgt.

Wer sich für die Kriegsjahre und Literatur interessiert, dem kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Für mich ist der Roman eines der Buchhighlights des Halbjahres.

Wenn der Krieg alles verändert..

Von: sk Datum: 02.06.2018

https://booksarelifexoxo.blogspot.com/

Klappentext:
Über die Kraft des Schreibens – Samuel Becketts Kriegsjahre

Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, hält sich der Schriftsteller in seinem Elternhaus in Irland auf. Die Mutter ist froh, sie möchte den Sohn immer in ihrer Nähe wissen. Trotzdem verlässt der junge Mann seine sichere Heimat und kehrt zum Künstlerkreis um James Joyce und Marcel Duchamp und zu seiner Geliebten nach Paris zurück. Als seine Freunde nach und nach verschwinden, schließt er sich der Résistance an. Jo Baker nähert sich dem rätselhaften Samuel Beckett über die dunklen Jahre seiner künstlerischen Anfänge und zeigt, wie die entbehrungsreichen Kriegsjahre und das endlose Warten auf ein Ende sein Werk prägten, das Jahrzehnte später weltbekannt wurde.







Meine Bewertung:
Zum Cover: Das Cover gefällt mir sehr! Es ist aus der Vogelperspektive dargestellt und zeigt eine Szenerie aus Paris. Zusehen ist eine Straße, ein typisches Gebäude im Paris-Stil, sowie zwei Menschen.
Zum Inhalt: Über den Schriftsteller Samuel Beckett wusste ich bisher nichts. Aber die Autorin Jo Baker beschäftigt sich in ihrem Werk mit der Frage, weshalb Samuel Beckett nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nicht in seiner sicheren Heimat Irland blieb, sondern nach Paris zurückkehrte. Der junge Beckett kehrte nach Paris, um mit seinen Freunden und seiner Geliebten dem Krieg in Frankreich ins Auge zu blicken. Und doch verändert der Krieg alles, seinen Schreibtrieb, seine Gewohnheiten, seine Liebe zu Suzanne und der Krieg ist es, der ihn und seine Geliebte zur Flucht zwingt. Wir erhalten einen teifen Einblick in die komplizierte Beziehung während dieser lebensbedrohenden Zeit, in die Person Beckett und das Wollen in dieser Zeiten seinen Mitmschen zu helfen.
Zum Schreibstil: Auf den ersten Blick wirkt es wie ein normaler Roman, doch "Ein Ire in Paris" ist eine bewegende Romanbiografie über den irischen Schriftsteller Samuel Beckett. Die Romanbiografie lässt sich locker und leicht lesen - alles ist sehr flüssig geschrieben worden. Aber die Autorin Jo Baker schreibt vor allem in einm mitreißenden Stil und lässt uns mit dem jungen Schriftsteller mitfühlen, mitleiden und gemeinsam mit ihm immer auf der Flucht sein. Es sind Abschnitte vorhanden, die Dialogie sind deutlich erkennbar und die Autorin macht Gebrauch auch von kurzen Sätzen, wodruch ein guter Leseverlauf ermöglicht wird. Namentlich benennt die Autorin Jo Baker ihn nicht - Sie schreibt nur in der dirtten Person von Samuel Beckett.
Es gibt drei große Handlungsstränge mit insgesamt 21 Kapitel. Der erste Teil ist unterteilt in Cooldrinagh im Frühling des Jahres 1919, in Greystones September 1939, Paris 1939-1940-1941-1942, L'Exode im Juni 1940, Arcachon im Sommer 1940. Der zweite Teil ist unterteilt in Paris 1942 sowie die Flucht von 1942, Roussillon im Oktober 1942, La Croix im Januar 1943 und im Jahre 1944, Vaucluse im April 1944. Der dritte Teil ist unterteilt in New Place Foxcrock im Sommer 1945, Normandie im August 1945 und im Dezember 1945, Paris im Oktober 1945 sowie im Januar 1946.


Mein Fazit:

Dieses Werk der Autorin Jo Baker ist eine Romanbiografie über den Schriftsteller Samuel Beckett. Die Autorin schreibt über die Jahre, über die Beckett schwieg, die niemand von ihm kannte und nur durch Briefe ans Licht kamen. Dieser Roman zeigt in Detailliertheit, was der Krieg einem Menschen antun kann und es zeigt aber auch, wie Menschen in Extremsituationen über sich hinaus wachsen können.
Insgesamt gebe ich 5 von 5 Sterne!



Danke an das Bloggerportal und dem Knaus - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin