Ein Ire in Paris

Roman

Hardcover
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Über die Kraft des Schreibens – Samuel Becketts Kriegsjahre

Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, hält sich der Schriftsteller in seinem Elternhaus in Irland auf. Die Mutter ist froh, sie möchte den Sohn immer in ihrer Nähe wissen. Trotzdem verlässt der junge Mann seine sichere Heimat und kehrt zum Künstlerkreis um James Joyce und Marcel Duchamp und zu seiner Geliebten nach Paris zurück. Als seine Freunde nach und nach verschwinden, schließt er sich der Résistance an. Jo Baker nähert sich dem rätselhaften Samuel Beckett über die dunklen Jahre seiner künstlerischen Anfänge und zeigt, wie die entbehrungsreichen Kriegsjahre und das endlose Warten auf ein Ende sein Werk prägten, das Jahrzehnte später weltbekannt wurde.

»Präzise und eindringlich geschrieben. Wer ‚Ein Ire in Paris‘ liest, versteht, dass diese prägenden Jahre den Erfolg des späteren Literaturnobelpreisträgers begründen.«

Gala (12. Juli 2018)

Aus dem Englischen von Sabine Schwenk
Originaltitel: A Country Road, A Tree
Originalverlag: Doubleday
Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8135-0754-6
Erschienen am  23. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Große Kunst

Von: Little Shamrock Library

19.02.2019

Eine grandiose Romanbiographie. Jo Baker beschreibt das Leben und Schaffen von Samuel Beckett, während seiner Zeit in Frankreich, zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Ein Genie am Rande des Wahnsinns. So lässt es sich wohl treffend beschreiben. Samuel Beckett wirkt, eigen, verschlossen, sozial inkompetent und doch wieder hilfsbereit, loyal, interessiert. Jo Baker schafft es durch ihren Protagonisten Samuel Beckett, die Wirren und Schrecken des zweiten Weltkriegs, für uns lebendig werden zu lassen. Das Buch versprüht eine Melancholie, die sich fast bis in Angst steigert. Sie schafft es sehr gut Gefühle zu transportieren. Oft ist es mir schwer gefallen weiter zu lesen. Die Stimmung in diesem Buch ist erdrückend. Deutlich beschreibt Baker, wie das Genie in Beckett erwacht, getrieben vom Drang zu Schreiben, schafft er es immer wieder sich zu motivieren, sein Überleben in der wohl verrückt gewordenen Welt, zu sichern. Jo Baker ist es gelungen Fakten und Fitkrion wunderbar miteinander zu verbinden. Ein toller Roman, der gelesen gehört. Gerade in unserer heutigen Zeit, in der Parteien an Macht gewinnen, die offen gegen Völkergruppen hetzen. Ich hoffe für uns alle, dass wir aufmerksam bleiben. Vielen Dank an das Bloggerportal und den KNAUS Verlag, die mir ein Belegexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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Eine Hommage an Samuel Beckett !!!

Von: Literaturwerkstatt-kreativ /Blog

22.09.2018

„Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor: „ Ein Ire in Paris“ von Jo Baker September 1939 / Greystones – Januar 1946 / Paris Samuel Beckett hält sich, während der zweite Weltkrieg ausbricht, in seinem Elternhaus in Irland auf. Seine Mutter nimmt ihm die Luft zum Atmen und somit auch zum Schreiben. Trotz des Krieges – der 1940 auch Frankreich erreicht hat – verlässt er seine sichere Heimat und kehrt nach Paris zurück. Einmal weil er seine Geliebte Suzanne wiedersehen will, aber auch weil er sich künstlerische Inspiration von seinen Freunde James Joyce und Marcel Duchamp erhofft. Als Freunde und Bekannte nach und nach verschwinden, schließt er sich dem französischen Widerstand, der Résistance an. 1942 wird er aber an die Gestapo verraten und muss untertauchen. Er geht mit seiner Partnerin Suzanne in die unbesetzte Südhälfte Frankreichs, nach Roussillon. Hier arbeitet er als Erntehelfer und Gelegenheitsarbeiter. Von dort geht es weiter nach Vaucluse und La Croix. Dort schließt er sich den französischen Partisanen (Maquisards) an. 1944 nach der Befreiung Frankreichs kehrt Beckett für einen kurzen Besuch nach Irland zurück, um dann freiwillig als Rotkreuzhelfer in Frankreich mitzuhelfen. Fazit: „Samuel Barclay Beckett (* 13. April 1906 in Dublin; † 22. Dezember 1989 in Paris) war ein irischer Schriftsteller. Er gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und wurde 1969 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Sein bekanntestes Werk ist „Warten auf Godot“ (En attendant Godot), das am 5. Januar 1953 in Paris uraufgeführt wurde.“ Jo Baker schreibt einen biographischen Roman von und über Samuel Beckett und widmet sich den Jahren von 1939 bis 1946. Denn erstaunlicherweise gibt es über sein Handeln im zweiten Weltkrieg keine Berichte und Beckett selbst hat seine aktive Zeit bei der Résistance nie publik gemacht. Erst in jüngster Zeit wurde mit der Veröffentlichung einiger Briefe und Tagebücher dieser Abschnitt vom Leben des Schriftsteller bekannt. Und Jo Baker schafft es nun auf hervorragende Weise Beckett vor dem geistigen Auge wieder lebendig werden zu lassen. Sie hat einen sehr flüssigen und ansprechenden Schreibstil und zeichnet ein sehr anschauliches Bild des Künstlers. Auch ihre düsteren Beschreibungen des zweiten Weltkrieges werden deutlich, ja fühlbar. „Sie setzen sich auf das gebündelte Viehfutter, Kleider rascheln, Jacken werden aufgeknöpft, Taschen auf den Boden gestellt, Schnürriemen aufgezogen, Füße quälen sich aus knirschenden Schuhen. Wie sich herausstellt, trifft der Krieg die Füße besonders schwer.“ „Ein dumpfes Geräusch von Leder, das auf den Boden fällt, zwei Schläge. Ein Seufzen, dann das schmerzverzerrte Inspizieren von Blasen und wundgeriebenen Stellen.“ Natürlich hat Jo Baker für ihr Werk glänzend recherchiert, gleichzeitig aber auch eine Hommage an Samuel Beckett verfasst. Sie hat Ihn und sein Leben uns Lesern noch einmal anders präsentiert und seine literarischen Stücke – zumindest mir – ein ganzes Stück verständlicher gemacht. Hat mich Becketts „Endspiel“, welches ich Ende der 80èr Jahre im Theater gesehen hatte, schockiert und fassungslos zurückgelassen (was möglicherweise auch damit zusammen hängen mag, dass ich mit 20 Jahren noch recht jung war), kann ich heute diese Dystopie mit dem jetzt Gelesenen doch besser nachvollziehen. Auch kann ich mir heute gut vorstellen, mir das Theaterstück “Warten auf Godot“ anzuschauen, was seit dem damaligen traumatischen Erlebnis mit „Endspiel“ bis heute für mich nicht möglich war. Jo Baker hat einen sehr packenden und faszinierenden Roman über Samuel Beckett geschrieben und gleichzeitig ein hervorragendes Stück Zeitgeschichte geschaffen. Absolut empfehlenswert !!!

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Vita

Jo Baker wurde in Lancashire geboren und studierte an der Oxford University und der Queen’s University in Belfast, wo sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit „Im Hause Longbourn“. Jo Baker lebt mit ihrer Familie in Lancaster.

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Sabine Schwenk

Sabine Schwenk, 1964 geboren, studierte Romanistik und Philosophie und übersetzt zeitgenössische Literatur aus dem Englischen und dem Französischen, darunter Bücher von Céline Curiol, Elizabeth Gilbert, Anne Tyler und Jeanette Winterson.

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Pressestimmen

»Jo Baker hat mit diesem Roman ein spannendes, sprachmächtiges Meisterwerk geschaffen, das einem die rätselhafte Figur Samuel Beckett und damit auch seine Werke näherbringt.«

Nürnberger Nachrichten, Leonhard F. Seidl (03. September 2018)

»Ausgesprochen lesenswerte Lektüre.«

Ruhr Nachrichten, Britta Helmbold (08. August 2018)

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