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Ein wilder Schwan

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87491-3

Erschienen:  13.11.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Michael Cunningham erzählt die alten Märchen neu – er betrachtet sie aus einem anderen Blickwinkel, hinterfragt sie mit Witz und Verve und zeigt dabei, wie zeitlos sie sind.

Noch nie waren Märchen so lustig und raffiniert, so düster und sexy – und so wahr. Rumpelstilzchen, Hänsel und Gretel, Schneewittchen und Rapunzel – wer erinnert sich nicht an die Gutenachtgeschichten aus der Kindheit, an Märchen, die uns verzauberten und schaudern machten. Einer der begnadetsten amerikanischen Schriftsteller holt nun diese und andere Märchen in unsere Gegenwart und erzählt, was sie verschwiegen oder vergessen haben oder wie es nach dem angeblichen Ende »wirklich« weitergeht. Und welch tiefe Abgründe sich an jeder Ecke auftun können. Die altüberlieferten Mythen über Könige und Prinzessinnen, Flüche, Zauber, Habgier und Verlangen erweisen sich in Michael Cunninghams spielerischen, so ironischen wie klugen Erzählungen als verblüffend modern und menschlich.

»Die Gebrüder Grimm würden wohl erröten - vor Begeistetrung.«

Stern (18.01.2017)

Michael Cunningham (Autor)

Michael Cunningham wurde 1952 in Cincinnati, Ohio, geboren und wuchs in Pasadena, Kalifornien, auf. Er lebt in New York City, lehrt an der Yale University und hat mehrere Romane und Erzählungen veröffentlicht. Sein Roman "Die Stunden" wurde vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem Pulitzerpreis und dem PEN/Faulkner-Award, und wurde in 22 Sprachen übersetzt. Die überaus erfolgreiche Verfilmung "The Hours" mit Meryl Streep, Julianne Moore und Nicole Kidman wurde mit einem Oscar ausgezeichnet.

»Die Gebrüder Grimm würden wohl erröten - vor Begeistetrung.«

Stern (18.01.2017)

»Dieses Buch ist in jedem Fall ein Glücksgriff, wenn man ein Herz für Märchenfiguren hat.«

Angela Wittmann / Brigitte (20.12.2017)

»Ein Geniestreich, eine Liebeserklärung an die Fantasie, ein herrlich schräges Werk, reich an mysteriösen Essenzen und rätselhaften Zutaten, die - Vorsicht aber auch! - ziemlichen Suchtfaktor haben.«

Werner Krause / Kleine Zeitung Graz (02.12.2017)

»Cunningham ist ein brillanter Erzähler, der die schmalen Märchen über Außenseiter und Ausgestoßene virtuos in die Gegenwart überträgt.«

Rolf Fath / Badische Neueste Nachrichten (08.12.2017)

»Eine spannende Lektüre für Erwachsene, die das Kind in sich bewahrt haben.«

SonntagsBlick Magazin (19.11.2017)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Eva Bonné
Originaltitel: A Wild Swan and Other Tales
Originalverlag: Farrar, Straus & Giroux

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 160 Seiten, 15,0 x 21,0 cm, 24 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-630-87491-3

€ 19,00 [D] | € 19,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen:  13.11.2017

  • Leserstimmen

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Abgedrehte, aber auch voller Gefühle und Innovationen steckende Märchen-Neuinterpretation mit wunderschönen Illustrationen.

Von: Wolfgang Brunner - Buchwelten Datum: 16.02.2018

https://buchwelten.wordpress.com/

Rumpelstilzchen, Hänsel und Gretel, Schneewittchen und Rapunzel – wer kennt diese Märchen nicht? Aber Michael Cunningham erzählt sie nun vollkommen anders, berichtet über die Hintergründe jener Geschichten und schreibt Prequels und Sequels. Und nicht immer ganz jugendfrei …

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Bei diesen Märchen-Neuinterpretationen scheiden sich wohl die Geister, wenn man sich verschiedene Rezensionen durchliest. Die einen sind hellauf begeistert, wozu ich mich zähle, und die anderen finden Cunninghams Geschichten langweilig und uninspiriert. Cunninghams Schreibstil ist gewohnt hoch und er kann mit seinen Gedanken, die oftmals zum Nachdenken anregen, schlichtweg verzaubern. Doch der Autor, dessen Meisterwerke wie „The Hours – Die Stunden“ oder „Ein Zuhause am Ende der Welt“ noch nach Jahren im Gedächtnis des Lesers haften bleiben, nimmt den Märchen an manchen Stellen die Mystik, in dem er etwas derb den Plot in unsere Wirklichkeit verlegt. Das funktioniert aus meiner Sicht unglaublich gut, kommt aber anscheinend bei anderen Lesern nicht so gut an. Michael Cunningham „spielt“ mit den bekannten Märchen, erzählt eine Vor- und/oder Nachgeschichte und passt die Charaktere der Realität an, verbannt sie sozusagen aus der Märchenwelt, wie wir sie kennen. Das ist zum einen erfrischend, zum anderen aber auch sehr geschickt verändert, so dass man in manchen Geschichten unsere Wirklichkeit wiedererkennt.

Michael Cunningham kann Geschichten erzählen, das hat er mit vielen Romanen mehrfach bewiesen. In „Ein wilder Schwan“ traut er sich einfach mal etwas anderes, geht über seine Grenzen hinaus und wird hin und wieder sogar lynchesk „abgedreht“. Das ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, aber wenn man sich auf die Ideen einlassen kann, wird man mit einem ironischen, augenzwinkernden Blick in unsere echte Welt belohnt, der zeigt, wie aktuell „alte“, klassische Märchen sein können. Cunningham geht oft auf die menschliche, emotionale Seite der Protagonisten ein, die in den Originalen oftmals fehlen. Er zeigt, dass sich hinter den Märchenwesen echte Menschen und Charaktere verstecken könnten, so dass man den verklärten Blick auf eine Märchenwelt manchmal vergisst und darüber nachdenkt, ob die Inspirationen, aus denen diese Geschichten einst wurden, vielleicht sogar ihren Anfang in einer wahren Begebenheit fanden. Cunningham nimmt den Märchen ihren Zauber, das ist keine Frage, aber er verleiht ihnen eine neue Art von Zauber, der so manches Mal sogar beeindruckender ist als der der Originale. Aber man muss sich, wie gesagt, darauf einlassen können und die Sprache des Autors verstehen.

Abgesehen von der wirklich tollen Aufmachung des kleinen Bandes werden die sprachlich raffinierten Geschichten von wunderbaren Illustrationen der japanischen Künstlerin Yuko Shimizu unterstrichen, die sich perfekt an die Erzählungen anpassen. Ein wenig erinnern ihre schwarzweißen Zeichnungen an den hierzulande relativ unbekannten Künstler Aubrey Beardsley. Ich habe diese Illustrationen jedes Mal ein paar Minuten auf mich einwirken lassen, weil sie mich zum einen stark beeindruckt und zum anderen den „Geist“ von Cunninghams Märcheninterpretation hervorragend ergänzt haben. Diese Symbiose aus Text und (Bilder)Kunst gibt dem Buch eine ganz besondere Note, die man nicht so schnell vergisst.
Die aus einer anderen Sichtweise erzählten Märchen haben mich mal mehr und mal weniger begeistert, im Gesamten aber vollkommen in den Bann gezogen. Und wer behauptet, dass sich zwischen den Zeilen keine Gefühle und Sehnsüchte verbergen, der hat Cunninghams Arbeit (und Anliegen) wohl nicht verstanden. „Ein wilder Schwan“ ist nämlich keine leichte Kost zum Zwischendurchlesen (oder gar oberflächlichem „Konsumieren“), sondern fordert ein wenig Feingefühl (trotz der manchmal derben Ausdrücke) und literarische Empathie. Für mich zeigt dieser Band erneut das Können dieses Schriftstellers, wenngleich auf eine völlig andere Art als seine bisherigen Bücher.

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Fazit: Abgedrehte, aber auch voller Gefühle und Innovationen steckende Märchen-Neuinterpretation mit wunderschönen Illustrationen.

© 2018 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Eine Sammlung realistischer Märchen

Von: Cherry Datum: 14.02.2018

collectionofbookmarks.blogspot.de

Wenn das bildschöne Liebespaar nicht bis ans Ende seiner Zeiten zufrieden und glücklich zusammenlebt; wenn Wünsche sich umkehren und Alpträume mit sich bringen; wenn das vermeintlich böse Männchen auch nur eine gescheiterte Persönlichkeit mit dem Traum von Liebe ist, ja, dann stecken wir wohl in einer Sammlung von Märchenadaptionen des amerikanischen Schriftstellers Michael Cunningham. Unterhaltsam mischt er hier den modernen, realistischen Alltag mit bekannten Erzählungen aus unserer Kindheit und nimmt ihnen ihre oberflächliche Schwarz-Weiß-Malerei. So sehen sich für einander bestimmte Prinzen und Prinzessinnen plötzlich mit den Krisen einer langjährigen Ehe konfrontiert und ein verwunschener Edelmann wird erst dann zur wahren Bestie, wenn ihm seine Schönheit wiedergegeben wird.

Wie es sich bei Geschichtensammlungen oft verhält, gingen mir auch diesmal einige der Erzählungen näher als andere. Ich war zwar beeindruckt, wie Cunningham mit den verschiedenen Motiven der Märchenwelt spielt und diese für seine Zwecke einsetzt, doch verbirgt sich in den meisten seiner Geschichten auch eine mir von ihm bereits bekannte Trostlosigkeit, die ich einserseits nachvollziehen kann und realistisch finde, andererseits auch einen bitteren Beigeschmack bei mir hinterlassen. Sie scheinen nicht das bei mir zu erreichen, was sie bei anderen schaffen und so kann ich nicht ganz in die begeisterten Lobeshymnen mit einstimmen.

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