Eine Katze muss tun, was eine Katze tun muss

Die kleine Katzologie

Mit Illustrationen von Oliver Ninnis
Hardcover
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Die Katze ist des Menschen allerliebstes Haustier. Auch wenn sie durchaus eigensinnig, gefräßig und unbarmherzig sein kann. Aber genau das macht sie ja so unwiderstehlich. Denn wenn sie uns ihre Zuneigung zeigt, ist dies das größte Geschenk für jeden Katzenfreund. Und falls sie das tatsächlich nur tut, um uns etwas zu entlocken – na und?

In 86 kommentierten Illustrationen beleuchten Adrian Searle und Oliver Ninnis Situationen aus dem Katzenalltag, die jedem Katzenhalter nur allzu vertraut sind. Doch er wird sich wundern, wenn er erfährt, was seine Katze dabei wirklich denkt.


Aus dem Englischen von Leena Flegler
Originaltitel: Catology - Inside the twisted mind of our feline friends
Originalverlag: Freight
Mit Illustrationen von Oliver Ninnis
Hardcover, Pappband, 96 Seiten, 18,5 x 14,5 cm, 86 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-453-27150-0
Erschienen am  19. März 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Typisch Katze

Von: Ulrike Frey

24.01.2019

Adrian Searles liebt seit seiner Kindheit Katzen und besitzt auch selbst zwei erwachsene und fünf graugestreifte Kätzchen. Aber ob er sie besitzt oder sie ihn besitzen, bleibt dahingestellt. Mit diesem Geschenkbüchlein zeigt der Autor in gemeinsamer Arbeit mit dem Illustrator und Cartoonist Oliver Ninnis, wie das Leben aus Sicht einer Katze abläuft. Mal lässt es schmunzeln, mal ist es erschreckend, aber so ist es eben mit Katzen. Der Titel hat es voll getroffen. "Eine Katze muss tun, was eine Katze tun muss". Wir wissen doch, dass wir auf bestimmte Sachen besonders achten müssen, weil die Katze sonst auf die ihr eigene Art reagiert. Und ja, es sind sicherlich auch Zwangshandlungen einer Katze, wenn sie z.B. Sachen vom Tisch werfen. Auf dem Boden können sie doch viel besser damit umgehen. Das weiß jeder Katzenhalter. Denn sobald etwas auf dem Boden liegt, wird es schon schnell in ein anderes Zimmer geschossen und möglichst versteckt. Es ist nicht neu, dass Katzen korrupt sind. Für ein Leckerchen tun sie (fast) alles. Dennoch setzen sie ihren Kopf durch, wo immer es geht. Und wenn sie gestreichelt werden wollen, wissen sie genau, wie sie das durchsetzen können. Und natürlich sehen sie sich als Besitzer des Wohnraumes und lassen uns gnädigerweise dort mitleben. Doch uns macht das nichts. Denn wir lieben diese felligen Wesen wie nichts auf der Welt. Die 86 sehr schönen Illustrationen zeigen eine nette Katze in ihrem Leben im Haushalt und Garten. Sie sind meist mit nur einem Satz kommentiert, dieser ist jedoch passend. Es ist ein schönes Geschenkbücklein für jeden Katzenfreund. Mir persönlich, Besitzerin von vier Katzen, hat es sehr gefallen. Die kleine KATZologie wurde aus dem Englischen übersetzt von Leena Fleger. Das Buch erscheint bei Heyne in der Verlagsgruppe Randomhouse.

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Zwischen Mäusen und "Dyson"

Von: Edith N.

26.08.2018

„Die [...] Cartoons schenken Ihnen tiefere Einsichten in die Beweggründe Ihrer vierbeinigen Freunde als jede staubtrockene Studie. Was sie Ihnen hinsichtlich der wahren Katzologie Ihres Gefährten eröffnen, wird Sie hoffentlich nicht allzu sehr schockieren. Zumindest wissen Sie dann endlich, woran Sie sind.“ (Einleitung. Die Seiten sind nicht paginiert.) Kaum zu glauben, dass der Autor und der Illustrator tatsächlich Katzenfreunde sein sollen. Sie legen sich hier mächtig ins Zeug, um uns zu beweisen, dass „Katzen [...] tatsächlich die korrupten, egomanischen, skrupellosen und zutiefst unbarmherzigen Hausbesetzer [sind], als die sie gelten [...]“. (Einleitung) Das ist jetzt nicht so ganz mein Humor. Wie kann man aus reinem Spaß an der Freude Vorurteile zementieren und etwas diskreditieren, das man gern hat? Und zumindest der Autor spricht in Interviews sehr liebevoll von den Katzen, mit denen er aufgewachsen ist und von denen, die sein Erwachsenenleben begleiten und begleitet haben. Gewidmet ist das Büchlein zwei von ihnen: dem imposanten schwarzen Kater (Behe)Moth und der Tigerkätzin Mia. Gut, ich muss ja nicht alles verstehen. Begeben wir uns also mitten hinein in die finsteren Gedankengänge unserer Katzen! Haben sie tatsächlich Mordgedanken, wenn sie auf unserer Bettdecke sitzen und uns lieb anschauen? Und denken sie „Klar ist die Alte verrückt, aber glaubst du allen Ernstes, wir würden bleiben, wenn sie uns nicht fünfmal am Tag fütterte?“. Gut möglich. Auch dass ihre Anhänglichkeit proportional mit ihrem Hunger wächst, meine ich schon beobachtet zu haben. Laut Searle und Ninnis bleiben die Katzen sowieso nur aus reinem Eigennutz bei ihren Menschen. Im Grunde hassen und verachten sie uns. Dass sie sich von uns durchfüttern lassen, gemahnt schon fast an P r o s t i t u t i o n. „Wie ein hübscher junger Kerl wie ich bei so einer reichen alten Dame enden konnte? V o l l i d i o t!“ Zumindest ist es ein knallharter Deal: „Hör mal, es ist wirklich simpel. Du gibst mir Futter und Wärme. Im Gegenzug gebe ich deinem langweiligen, wertlosen Leben einen Sinn.“ Es mag was dran sein. Aber wirklich lustig finde ich das nicht. Dass Raubtiere mit ihren Beutetieren kein Mitleid haben, überrascht mich jetzt nicht. Das hätten der Autor und der Illustrator meinetwegen nicht mehrfach thematisieren müssen. Dafür weiß ich nun, warum Katzen wirklich so gerne in Kartons klettern oder irgendwo hoch droben sitzen. :-D Am amüsantesten fand ich noch die Haushalts-Cartoons. Der Kampf der Katze mit der Jalousie ... ihr gestörtes Verhältnis zum Staubsauger ... die Sache mit der Haustür, die wir alle kennen: im Minutentakt rein, raus, rein, raus ... Und warum unsere Stubentiger bei all ihren Fähigkeiten noch nicht die Weltherrschaft übernommen haben, erfahren wir auch. Dieses Weltherrschafts-Motiv war das einzige, bei dem ich dachte, das würde ich mir gerne vergrößern und in mein Büro hängen. Ich wurde beim Lesen das Gefühl nicht los, dass sich das Buch gar nicht an Katzenfreunde richtet, sondern vielmehr an Katzenhasser, die ein zynisches Schicksal dazu verdammt hat, mit einem Katzenhalter zusammenzuleben. Jetzt kann er dem Partner/der Partnerin bei passender Gelegenheit dieses Büchlein unter die Nase halten und sagen: „Siehste! So sind diese haarigen Biester wirklich. Hab ich dir doch schon immer gesagt!“

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Vita

Adrian Searle

Adrian Searles Liebe zu Katzen begann im zarten Kindheitsalter, als ein Kitten in seinen Lieblingscowboyhut kotzte. Momentan zählen der schwarze Kater Behemoth, kurz Moth, und die grau getigerte Katze Mia zu seiner Familie, neben fünf ebenfalls grau getigerten Kätzchen. Moth ist jedoch nicht der Vater. Ein Umstand, den er mit Fassung trägt. Moth, nicht Adrian. Der kümmert sich hingebungsvoll um den Nachwuchs. Und schreibt nebenbei Bücher, arbeitet für Zeitschriften und gibt Anthologien heraus.

Oliver Ninnis hat in Edinburgh Kunst studiert und lebt heute in Saus und Braus in London. Er fährt einen Sportwagen und arbeitet in einem Pub in Hammersmith als freier Illustrator und Cartoonist.

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