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Eine Liebe, in Gedanken Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87518-7

Erschienen:  12.03.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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"Eine Liebe, in Gedanken" erzählt von Liebe und Lebenslügen, von den Hoffnungen und Träumen der im Krieg geborenen Generation, vom Gefühl des Aufbruchs und Umbruchs der Sechziger Jahre. Kristine Bilkau hält uns einen Spiegel vor: Wie viel Intensität, Risiko und Schmerz lassen wir zu, wenn es um unsere Gefühle und Beziehungen geht?

Hamburg, 1964. Antonia und Edgar scheinen wie füreinander gemacht. Sie teilen den Traum von einer Zukunft fern von ihrer Herkunft. Im Krieg geboren und mit Härte und Verdrängung aufgewachsen, wollen die Welt kennenlernen, anders leben und lieben als ihre Eltern. Edgar ergreift die Chance, für eine Außenhandelsfirma ein Büro in Hongkong aufzubauen. Toni soll folgen, sobald er Fuß gefasst hat. Nach einem Jahr der Vertröstungen löst Toni die Verlobung. Sie will nicht mehr warten und hoffen, sondern endlich weiterleben.

Tonis und Edgars Leben entwickeln sich auseinander, doch der Trennungsschmerz zieht sich wie ein roter Faden durch beide Biographien. Toni lebt in dem Konflikt zwischen ihren Idealen von Freiheit und Unabhängigkeit und dem Wunsch, sich zu binden, um Edgar zu vergessen. Fünfzig Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter fragt sich Tonis Tochter: War ihre Mutter gescheitert oder lebte sie, wie sie es sich gewünscht hat: selbstbestimmt und frei? Wer war dieser Mann, den sie nie vergessen konnte? Die Tochter will ihm begegnen, ein einziges Mal.

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NDR -"Kulturjournal" zu "Eine Liebe, in Gedanken", NDR Buch des Monats April Zum Beitrag

Kristine Bilkau auf der Leipziger Buchmesse 2018 Zum Video

»Ein glänzendes, bewegendes Buch, das ohne laute Töne auskommt.«

Rainer Moritz / MDR Kultur (22.05.2018)

Kristine Bilkau (Autorin)

Kristine Bilkau, 1974 geboren, studierte Geschichte und Amerikanistik. Ihr erster Roman „Die Glücklichen“ fand ein begeistertes Medienecho, wurde mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

»Ein glänzendes, bewegendes Buch, das ohne laute Töne auskommt.«

Rainer Moritz / MDR Kultur (22.05.2018)

»Der Roman ist eine Feier der gedanklichen Emanzipation von den Zumutungen des erlebten Lebens.«

Carsten Otte / SWR 2 (03.06.2018)

»Eindringlich und berührend.«

Meike Schnitzler / BRIGITTE (25.04.2018)

»Unangestrengt poetisch kommt er daher, dieser kostbare, tröstliche Liebesroman.«

Oliver Jungen / DIE ZEIT (05.04.2018)

»Ein wunderbarer Roman - unkitschig, warmherzig und vor allem eine Anregung dazu, mit den eigenen Eltern mal wieder ins Gespräch zu kommen.«

Natascha Geier / NDR Fernsehen (17.04.2018)

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20.06.2018 | 20:00 Uhr | München

Lesung und Gespräch

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01.09.2018 | 19:00 Uhr | Hamburg

Lesung und Gespräch
im Rahmen der Langen Nacht der Literatur 2018

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Bücherhalle Barmbek
Poppenhusenstraße 12
22305 Hamburg

Weitere Informationen:
Literaturhaus e.V.
22087 Hamburg

05.09.2018 | 20:00 Uhr | Hamburg

Lesung und Gespräch

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Planten un Blomen, Musikpavillon
Marseillerstr. 7
20355 Hamburg

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87518-7

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen:  12.03.2018

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Wenn eine Liebe das ganze Leben beeinflusst

Von: inyanmni  aus Kiel Datum: 11.06.2018

Toni und Edgar begegnen sich Mitte der 1960er Jahre in Hamburg, verlieben sich ineinander und planen eine gemeinsame Zukunft. Als Edgar nach Hong Kong geht, um dort eine Niederlassung seiner Firma aufzubauen, soll Toni eigentlich nachkommen und mit ihm dort leben. Er vertröstet sie allerdings immer wieder, und nach einem Jahr des Wartens löst Toni die Verlobung. 50 Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter, beabsichtigt Tonis Tochter, Edgar ein einziges Mal zu treffen, um Antworten auf das große Rätsel im Leben ihrer Mutter zu finden. All diese Wendungen nimmt bereits der Klappentext vorweg, so dass man hier schwerlich zu viel verraten kann. Was man meiner Meinung nach allerdings noch dazu sagen sollte, ist,

[kleiner SPOILER]



dass es keine Antwort auf die offensichtliche Frage geben wird, warum Edgar Toni damals hängen gelassen hat. Wer auf dramatische, spannende Enthüllungen hofft, sollte also lieber die Finger von diesem Buch lassen.

„Eine Liebe, in Gedanken“ ist genau das, was der Titel verspricht: eine stille Geschichte, die sich aus Aufzeichnungen, Erinnerungen und Gedanken an eine Liebe speist, und die Geschichte einer starken Frau, der es vor allem um ihre Freiheit geht. Es gibt wunderbar berührende Passagen, mich hat es aber letztlich doch gestört, dass alle Eckpunkte der Handlung bereits im Klappentext vorweg genommen werden. Außerdem fand ich es beim Lesen etwas irritierend, dass die der Gegenwart nähere Geschichte von Tonis Tochter im Präteritum erzählt wird, während die 50 Jahre zurückliegende Perspektive von Toni im Präsens geschildert wird.

Alles in allem ließ sich das Buch gut lesen, es hat mich aber emotional nicht wirklich mitgenommen, da ich mich weder mit Toni noch mit ihrer Tochter identifizieren konnte. Auch die Mutter-Tochter-Thematik zwischen Toni und ihrer Tochter bzw. zwischen dieser und ihrer eigenen Tochter Hanna hat mich leider nicht abgeholt, was aber durchaus an mir liegen mag.

Kristine Bilkau, Eine Liebe in Gedanken

Von: Susanne Becker Datum: 04.06.2018

lobedentag.blogspot.de/

„Sie hatte 1967 darauf gewartet, von ihm nach Hongkong geholt zu werden, doch er hatte sie immer wieder um Geduld gebeten….“


Eine Liebe.
Ein Mann, eine Frau.
Hamburg in den 60er Jahren.
Die Frau, Antonia, genannt Toni, ist aus ihrem Schleswig Holsteinischen Dorf in die große Stadt gezogen. Die Abenteuerlust, die Lust, sich ein eigenes, ein größeres Leben zu erlauben, ist ein Grund unter vielen dafür, dass sie dem Mann, Edgar, so gut gefällt. Der hat bereits einen unehelichen Sohn. Aber mit diesem hat er wenig zu tun. Edgar lebt noch im Elternhaus, er hat eine Arbeit und sieht gerne das, was nicht funktioniert. Während Toni voller Lebensfreude ist und damit auch ihn ansteckt. Wenn er sich bei ihr über sein Leben beklagt, heitert sie ihn auf. Mit seinem VW Käfer fahren sie durch die Stadt und ans Meer. Sie werden ein Liebespaar, dem alle ansehen, dass sie zueinander gehören.
Dass Toni wegen ihres Status als unverheiratete Frau die Pille nicht vom Arzt bekommt, diese Problematik teilt sie nicht mit Edgar. Sie haben trotzdem Sex.
Dass Toni ein Kind durch eine Fehlgeburt verliert. Sie teilt es nicht mit Edgar. Sie flüchtet heim nach Schleswig Holstein, kuriert sich bei der Mutter aus und für Edgar ist sie einfach krank.
Als sich für Edgar die Chance auftut, sein unbefriedigendes Leben zu verlassen und für die Firma nach Hongkong zu gehen, ist es Toni, die ihn dazu ermutigt. Als er geht, ist sie zwar traurig, weil er sie nicht fragt, ob sie mitkommt. Aber auch das teilt sie nicht mit Edgar. Sie freut sich wirklich für ihn. Aber sich selbst verbirgt sie konsequent, als wüsste sie, dass er nur die eine Seite von ihr liebt, die fröhliche.
„Du hast mir ein schönes Leben gezeigt.“

Als endlich sein Telegramm kommt, dass sie nachkommen soll, kündigt sie ihren sehr guten Job, die Wohnung, das Leben in Hamburg und wartet auf das Flugticket, das er versprach, in Kürze zu schicken.
Die Zeit des Wartens wird auch der Leserin fast unerträglich, so feinsinnig beschreibt die Autorin die Tage, die Antonia zunächst damit zubringt, ihr Leben aufzulösen, dann das neue, so gut es geht, vorzubereiten. Sie lässt sich von der Schneiderin ein Ensemble nähen, das sie zu ihrer Hochzeit mit Edgar in Hongkong tragen will. Sie sind offiziell verlobt.
Ein Jahr wartet Antonia auf das Flugticket. Sie wartet. Ohne Job. Ohne Wohnung. Das Ticket kommt nie.

Eine Frau, in Hamburg, heute. Verheiratet, bereitet gerade eine Ausstellung der Malerin Helene Schjerfbeck vor. Sie ist Mutter einer fast erwachsenen Tochter.
Während sie versucht, das Leben ihrer gerade verstorbenen Mutter Antonia zu rekapitulieren, vor allen Dingen die Liebesgeschichte mit Edgar Janssen, muss sie gleichzeitig verbergen, wie schwer es ihr fällt, ihre eigene Tochter, die erwachsen wird, loszulassen.
„Niemand hatte mich gewarnt, wie schwer es sein würde, ein Kind loszulassen, und welche Anstrengungen es kostete, sich das nicht anmerken zu lassen.“
Sie möchte mehr erfahren. Sie möchte wissen, wer ihre Mutter war. Sie spielt mit dem Gedanken, Edgar aufzusuchen.

„Ich wollte ihn fragen, ob er je darüber nachgedacht hatte, dass diese Frau einmal alles für ihn auf eine Karte gesetzt hatte, für ihn allein, dass sie verloren hatte, in einer Zeit, in der Frauen dieser Mut nicht verziehen wurde;…“

Es ist fast, als würde sie erst nach deren Tod ermessen können, wer ihre Mutter Antonia wirklich gewesen ist.

Das neue Buch von Kristine Bilkau, Eine Liebe in Gedanken, erschienen bei Luchterhand, ist so fein und sorgfältig geschrieben, wie ihr Debüt, Die Glücklichen. Sie ist eine Beobachterin der kleinen Dinge, die geschehen zwischen Menschen und unser Leben ausmachen. Sie fängt das filigrane ein, und beim Lesen wird einem plötzlich bewusst, wie viel in unseren Leben so filigran ist und verschüttet wird unter dem lauten, grellen, neonfarbenen Vordergrund.
Dieses Buch hat mich traurig gemacht. Ich konnte manchmal ein paar Tage nicht darin lesen. Es hat mich an meine Mutter erinnert, aber auch an all die Frauen, die das Frauenbild ihrer jeweiligen Zeit erfüllend, sich selbst mit ihren Träumen in Warteschleifen parken, die ein Leben lang dauerten. Den Haushalt machen, die Kinder versorgen, die wirklichen Gefühle verbergen, funktionieren, lächeln.

Antonia ließ mich denken an Peter Handkes Mutter, der er so ein unumstößliches Denkmal in dem Buch Wunschloses Unglück gesetzt hat.
Toni ist allerdings eigensinniger und vielleicht auch mutiger. Sie gibt sich nicht zufrieden. Zwar heiratet sie, aber schon, als ihre Tochter noch sehr klein ist, trennt sie sich vom Vater wieder. Sie lebt noch einmal einige Jahre mit einem Mann zusammen, und trennt sich wieder. Am Ende lebt sie allein. Sie hat sich für sich entschieden und für ihre Tochter. Als diese erwachsen ist, lebt sie mit einem Schrank voller Bücher, ihren Interessen und ihren Erinnerungen. Sie ist eine begeisterte und tiefsinnige Leserin. Die Bücher nähren sie, genau wie ihre Liebe, in Gedanken. Die ihr niemals jemand nehmen kann. Niemand kann Antonia jemals nehmen, dass sie bedingungslos geliebt hat. Sie ist die Frau, die ein solches Gefühl zugelassen hat. Während Edgar Janssen der kleine Krämer bleibt, der einen Handel einfädelt, und dann doch nicht zuende führt, der die Welt der Gefühle rosarot nennt und seine Art der Feigheit mit Vernunft erklärt.

„Natürlich können wir Zukunftspläne schmieden, aber wir dürfen uns nicht in Tagträumen verlieren. Wir müssen fest in der Gegenwart stehen, denn die Gegenwart ist das Rohmaterial für die Zukunft.“

Ein wunderbares Buch! Ich danke dem Luchterhand Verlag für das Rezensionsexemplar.

(c) Susanne Becker

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